Presse


Wanderweg Bründling wieder offen


Der traditionelle Wanderweg Nummer 8, Bergen-Bründling, der wegen Teilabrutsch im Bereich Lourdes längere Zeit gesperrt war, ist wieder freigegeben worden. Eine österreichische Spezialfirma hat mit Einsatz eines Schreitbaggers die  diffizile  Arbeit erfolgreich abgeschlossen. Der internationale 45. Hochfellnberglauf am 30. September kann auf der Orginalstrecke ausgetragen werden. Danke dem Schirmherr des Berglaufklassikers, Bürgermeister Stefan  Schneider, der seiner  Zusage rechtzeitig  nachgekommen ist.


Traditioneller Wanderweg Bergen- Bründling-Hochfelln


Orginalstrecke Hochfellnberglauf
Stand: 16. Juni 2018

Foto 2:   Einstieg in den Wanderweg am Kalkofen
Foto 4:   Bereich Lourdes
Foto 11: Steinschlaggefahr, Hinweistaferl ist dort schon „ewig“ angebracht
Foto 9:   Abbruchstelle (von unten)
Foto 10:  Abbuchstelle (von oben)

Fotos: HG Anfang


Anton Palzer
Anton Palzer

Hochfellnberglauf: Anton Palzer greift an


Der 45. Hochfellnberglauf, auch dieses Jahr Wertungslauf des WMRA-Berglaufweltcup hat seine Anziehungskraft nicht eingebüßt. 4 Monate vor offiziellem Nennschluss sind bereits 60 Meldungen eingegangen, wie immer gespickt mit internationalen „Kalibern“, Welt-und Europameister und Weltcupgesamtsieger. Daneben haben viele Freizeit-Breiten-Hobbyläufer und die sogenannte 2. Garnitur Interesse an der Traditionsveranstaltung bekundet, wohl wissend, dass sie angesichts des hochkarätigen Teilnehmerfeldes ohne große Aussichten auf vordere Ränge im Gesamtklassement sind. Motivierend für diese Läuferschicht ist die Wertung Kreismeisterschaft Inn/Chiemgau, die Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit oder einfach nur in Sollzeit den schönsten Aussichtsberg des Chiemgaues zu meistern.
Die deutschen Kaderläufer indes sind mit der Entscheidung, sich dem internationalen Leistungsvergleich im eigenen Land zu stellen, noch  zurückhaltend. Die Allerbesten jedoch haben dem Veranstalter Skiclub Bergen inzwischen die Startzusage gegeben: die derzeit beste Deutsche, Michelle Maier vom PTSV Rosenheim, Juniorenweltmeisterin und amtierende deutsche Meisterin Sarah Kistner, Schilthorn-Inferno Halbmarathonsieger Jonas Lehmann vom TUS Heltersberg und nun auch Skibergsteiger Anton Palzer, Adidas/ Red Bull. Der 25jährige Sportsoldat aus dem Bergsteigerort Ramsau war mit der U 20 im Jahr 2010 Vizeweltmeister im Team und 2012 dritter bei der Europameisterschaft. 2013 holte er bei der Deutschen Berglaufmeisterschaft in Bergen/Hochfelln als Gesamtachter und 45.01 Minuten den Titel. Herausragend seine Erfolge beim Lienzer Dolomitenmann: 2015 zweiter im Team und 2016 zweiter der Einzelwertung und erster in der Teamwertung. Bei der 31. Auflage des Dolomitenmannes überzeugte er mit dem hervorragenden 3. Gesamtrang, wobei er selbst den amtierenden Berglaufweltmeister reinbergauf Victor Kiplangat/Uganda und den Weltmeister bergauf/bergab, den US-Amerikaner Joseph Gray bezwingen konnte.
Berglauf, Radsport, Klettern: Palzers Leidenschaft ist aber eindeutig die Leistungsdisziplin Skibergsteigen. Er zählt zur absoluten Weltspitze. Seine sportliche Referenz sind viele Podiumränge bei Weltcuprennen und der aktuelle Vizeweltmeistertitel.
Die Prognose für Anton Palzer am 30. September am Hochfelln: Trotz Bestbesetzung ein Podiumrang und bester Deutscher. Ein bayerischer Sieg nach 34 Jahren ausländischer Dominanz würde der deutschen Berglaufszene bestimmt neue Impulse verschaffen.


Erfolgsgeschichte Hochfellnberglauf
Seit 34 Jahren kein deutscher Sieg mehr.

Die Mitglieder der deutschen Nordischen Skinationalmannschaft Hans Speicher (1974), Wolfgang Müller und Wolfgang Pichler (1975), Dieter Notz (1979) und Georg Zipfel (1980) trugen sich in die Siegerliste des Hochfellnberglaufes ein, als die Strecke noch 8,4 km lang war, Abkürzungen erlaubt und Skistöcke noch zugelassen waren. 5000 m-Weltklasseläufer Peter Weigt siegte 1976 und Patriz Ilg, Welt- und Europameister 3000 m-Hindernislauf nahm die Hürde Bergen-Hochfelln mit Streckenrekord im Jahr 1981. Nach den reinen Leichtathleten setzten sich die Berglaufspezialisten Herbert Franke (1982) und Kurt König (1983) in Szene. König, jetzt Organisator des bedeutenden Karwendelberglaufes und Berglaufberater des Deutschen Leichtathletikverbandes war der letzte Deutsche, der den schon immer hervorragend besetzten Berglauf gewinnen konnte. 34 Jahre also kein deutscher Sieg mehr, ein Indiz dafür, dass sich am Hochfelln stets absolute Weltklasse einfindet. Die amtierenden Welt- und Europameister, meist alle Medaillengewinner treffen sich traditionell am letzten Sonntag im September zu einem hochkarätigen Leistungsvergleich, zu einer Art WM-Revanche. Berglaufpionier und OK-Vize Georg (Bibi) Anfang (82) ist mit vielen Weltklasseathleten freundschaftlich verbunden und konnte viele für den deutschen Klassiker begeistern.

Seit 1997 als Grand-Prix-Lauf ausgeschrieben, entwickelte sich der Adelholzener- Hochfellnberglauf schon angesichts der Weltmeisterschaft 2000 zu einen der weltweit bestbesetzten Bergläufe. Die deutschen Eliteläufer Helmut Schießl und Timo Zeiler platzierten sich stets im Spitzenfeld, in die Fußstapfen der Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt, (Neuseeland), Antonio Molinari (Italien), Petro Mamo (Eritrea), Marco de Gasperi, (Italien) und Yossief Tekle (Eritrea) zu treten, die alle unter den ersten Fünf der „Ewigen Hochfellnbestenliste“ zu finden sind, reichte es jedoch nicht. Für den besten Deutschen, Helmut Schießl steht mit 43.32.0 Minuten die neunzehnbeste Laufzeit zu Buche, die je am Hochfelln erzielt wurde. Nur 1.14.9 Minuten trennen ihn allerdings vom 5. Platz, gehalten von Juniorenweltmeister Yossief Tekle, Guido Dold ist mit 43.38.1 Minuten an 23. und der Deutsche Meister 2013, Anton Palzer mit 43.43.3 Minuten an 29. Stelle geführt.

Nicht ganz so dominant wie bei den Männern ist die Bilanz der Frauen: Johanna Baumgartner feierte vor 21 Jahren den letzten deutschen Sieg am Hochfelln. Mit acht Siegen seit 2008 und Streckenrekord von 47.28.2 Minuten (Foto) setzte die mehrfache Welt- und Europameisterin Andrea Mayr (Österreich) jedoch eine Marke, die ganz bestimmt in die Geschichte des Hochfellnberglaufes eingehen wird. Weltmeisterin 2002 Svetlana Demidenko (Russland) folgt mit 47.42.5 an 2. Stelle und Europameisterin und Langdistanzweltmeisterin Martina Strähl (Schweiz) nimmt mit 49.20.4 Minuten den dritten Rang der „Ewigen Bestenliste“ ein. Die Vizeweltmeisterin 2000 Bergen/Chiemgau und zweifache Deutsche Meisterin Birgit Unterberger-Sonntag wird als beste Deutsche mit 49.43,2 Minuten an 5. Stelle geführt, Juniorenweltmeisterin Sarah Kistner steht mit 50.37.8 Minuten auf dem 10. und Michelle Maier mit 51.12.1 Minuten auf dem 13. Rang.  
Bei aller Konzentration auf die Berglaufweltelite: die Hochfellnberglauforganisatoren legen großes Augenmerk auch auf die so genannte „zweite Garnitur“, auf Hobby-Freizeit- und Breitensportler, die ihre persönliche Bestzeit anpeilen, unter der Marke von einer Stunde bleiben oder einfach nur den „Gipfellauf zum schönsten Aussichtsberg des Chiemgaues“ in Angriff nehmen wollen. Start 10 Uhr. Zielschluss: 12 Uhr.
Auch dieses Jahr ist eine Inn/Chiemgauwertung ausgeschrieben, für die zusätzlich 100.-/50.-/ 50.- Euro für Frauen/Männer „ausgelobt“ werden. Dadurch soll die Wertschätzung auch der heimischen Läuferinnen/Läufer zum Ausdruck kommen.
Weitere Informationen und online-Anmeldung unter www.hochfellnberglauf.de


Haarsträubende  Auswüchse


Normal ist nicht mehr „in“. Traditionelle Bergläufe vermelden starke Teilnehmerrückgänge. „Aufgehübschte“ Bergsportveranstaltungen mit Start und Ziel im Ortskern und spektakulären Bergabpassagen indes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und Schuld daran haben einflussreiche Verbandsfunktionäre, die den „traditionellen“ (altbackenen) Berglaufveranstaltern quasi verordneten, ihre eingefahren Gleise zu verlassen und neue Strukturen zu entwickeln.
Insbesondere gewerbliche Anbieter lassen sich immer mehr „was ganz Besonderes einfallen“: Kinderschminken, Kettenkarussell, Hüpfburg, Kletterturm für Kinder, Geisterbahn, Kasperltheater, Maskenprämierung und Trachtenkinderzieleinlaufspalier zum Beispiel. Höhepunkt der Verirrung, aber gut fürs Nenngeld sind schrill kostümierte und weinselige Marathons mit 8000 Teilnehmern und einem Zieleinlauflimit von 13 Stunden. Zum guten Ende des „Events“ dann noch eine „After-Work-Run-Party“.


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Auch Sarah Kistner im Aufgebot


Mit Sarah Kistner vom MTV Kronberg hat dem OK Hochfellnberglauf eine weitere Athletin die Startzusage gegeben, die für einen Podiumrang absolut in Frage kommt. Kistner glänzte beim Hochfellnberglauf 2015 als 18jährige mit 51.57,4 Minuten und 2017 mit 50.37,8 Minuten jeweils als Gesamtzweite und musste sich dabei nur von Weltmeisterin Andrea Mayr geschlagen geben. In der„Ewigen Hochfellnberglauf-Bestenliste“ nimmt sie mit 50.37,8 Minuten den 10. Rang ein und befindet sich dadurch im Bereich von Janine Saxer-Jusko/Polen (9.; 50.27.8), Heather Heasman/GBR (8; 50.26,2), Mathilda Ravizza/ITA (7., 50.13.3) und Isabela Zatorska/Pol (6.; 50.11.8 Minuten. Zur deutschen Bestzeit von Birgit Unterberger (Weltmeisterschaft Bergen 2000, 49.43.2 Minuten) fehlen ihr nur noch 54.6 Sekunden.
Kistner erkämpfte die Titel Vize-Juniorenweltmeisterin 2014 Cassette di Massa/ITA, Juniorenweltmeisterin 2014 im Teamwettbewerb, Juniorenweltmeisterin Sapareva Banya/Bulgarien 2016 und   Juniorenvizeweltmeisterin im Teamwettbewerb 2016.  Bei der Europameisterschaft in Porto Monitz/Portugal 2015 überzeugte sie erneut mit dem Junioren-EM-Gold im Einzel und Junioren-EM-Gold auch im Teamwettbewerb. 2017 setzte sie im Aktivenbereich National gleich ein Zeichen und wurde in Bayerisch-Eisenstein Deutsche Berglaufmeisterin. Sarah Kistner nimmt seit 2018 die Funktion als Aktivensprecherin des  Berglaufkaders DLV wahr.


Foto Weitz
Foto Weitz

Andrea Mayr hat Bergen „fix eingeplant“


Die Grand Dame des Berglaufes, Weltmeisterin Andrea Mayr, Österreich überbrachte dem Veranstalter des 45. Internationalen Hochfellnberglaufes die Nachricht, sie habe den Klassiker „fix eingeplant“. Die erfolgreichste Bergläuferin aller Zeiten, sechsfache Berglaufweltmeisterin und achtfache Hochfellnberglaufsiegerin mit stets großem Vorsprung und mit 47.28.2 Minuten auch Streckenrekordinhaberin hat ihren Dienstplan als Ärztin in der Unfallchirurgie Gmunden so ausgerichtet, dass sie beim Berglaufweltcup am 30. September ihren 9. Tagessieg anpeilen kann. Die 38jährige zählt als Weltcupgesamtsiegerin 2016 und Weltcupzweite 2017 (mit nur 5 von sieben Wertungsläufen) natürlich auch dieses Jahr zu den TOP-Favoriten. Mayr musste nach 10 aufeinanderfolgenden Welt- und Europameistertitel bei der vorjährigen EM in Kamnik/Slowenien und bei der Weltmeisterschaft in Premana/Italien überraschend Niederlagen hinnehmen. Bei der EM unterlag sie der Schweizerin Maude Mathys und Sarah Thunstall/GBR. Bei der WM verwies sie Mathys und Thunstall zwar auf die Plätze 3 und 4, musste sich aber der Kenianerin Luci Murigi geschlagen geben.  Als Reinbergaufspezialistin verlor sie in den schwierigen Bergabpassagen die Zeitvorsprünge, die sie bergauf herausgeholt hatte. Mayr revanchierte sich kurz danach beim Kitzbüheler Bergstraßenlauf und weiteren Berglaufklassikern mit drei Minuten Vorsprung. Bergen ist zwei Wochen nach der WM 2018 eine gute Gelegenheit, an ihre beispielhafte WM-Siegserie wieder anknüpfen zu können.                      


Jonas Lehmann kommt

Es sei für ihn als einer der derzeit erfolgreichsten Bergläufer Deutschlands eine Ehre und eine Selbstverständlichkeit, beim Hochfellnberglauf, beim Berglaufweltcup und Großen Preis von Deutschlands in Bergen an den Start zu gehen. Er scheue keinen Vergleich mit der internationalen Spitzenklasse, sagte Kadermitglied 2018/ Deutscher Leichtathletikverband Jonas Lehmann vom TuS Heltersberg und ließ den Veranstalter schon vorzeitig wissen, dass er   am 30. September im Chiemgau um die TOP Zehn und um Weltcuppunkte kämpfen werde. Lehmann kam 2013 auf Gesamtrang 13, 2014 Gesamtelfter, und war entscheidend an der DM/ Teamwertung seines Heimatvereines TuS Heltersberg beteiligt. 2016 steigerte er sich mit 45.31.3 Minuten auf den 9. Gesamtrang und schließlich im Vorjahr mit 45.40.7 Minuten auf Gesamtrang Sieben. Lehmann (29) ließ ferner als Sieger des Schilthorn Inferno 2017 international aufhorchen.


Antonio Toninelli angekündigt


In seiner Heimat macht er sich rar, zählt meist nicht zu den Kandidaten für Welt- und Europameisterschaften. Beim Hochfellnberglauf jedoch ist er gern gesehener Stammgast, der meist für Podiumränge in Frage kommt. Auch dieses Jahr hat sich Antonio Toninelli/Italien für den Berglaufklassiker angekündigt. Im Vorjahr gewann er mit 42.58.1 Minuten vor Anton Palzer, SC Ramsau/Adidas-Red Bull (43.43.3) und Alex Baldaccini/Italien mit 44.28.6  Minuten. 2016 belegte er mit 43.31.1 Minuten nur mit 43.1 Sekunden Rückstand auf Shaku Petro Mamo/Eritrea und 33.0 Sekunden Rückstand auf Yossief Tekle/Eritrea den hervorragenden 3. Gesamtrang. In der “Ewigen Hochfellnbestenliste“ steht der 34-jährige Italiener mit 42.58.1 Minuten an 9. Stelle. Natürlich hat Toninelli von der prominenten Startliste der WMRA-Premiumveranstaltung Kenntnis, dennoch glaubt er, -angespornt durch ein Feld der Besten- auch dieses Jahr an seinem „Lieblingsrennen“ wieder einen Podiumrang zu ergattern.


Foto: Weitz
Foto: Weitz

Zusage von Alex Baldaccini


Alex Baldaccini, Italien, Europameister Team 2011, Vizeweltmeister Team 2012, Vizeeuropameister 2013, Europameister Team 2013, 3. Europameisterschaft 2015, Europameister Team 2015, vielfacher italienischer Staatsmeister und Berglauf-Weltcup-Gesamtsieger 2017 will beim 45. Hochfellnberglauf am 30. September in Bergen seinen Titel verteidigen. Baldaccini hat dem Veranstalter eine verbindliche Startzusage gegeben. Bergen wird auch dieses Jahr an der „gesunden Mischung“ von Weltklasse und Hobby-Freizeit- und Erlebnissportler festhalten. Am bewährten Konzept des Traditionslaufes braucht ohnehin nicht „herumgedoktert“ werden.


Neues Logo WMRA Berglauf Weltcup


Bergen erneut Weltcup-Austragungsort

 

Der 45. Adelholzener Hochfellnberglauf am 30. September hat auch 2018 den Zuschlag für die Ausrichtung eines Weltcup-Wertungslaufes erhalten. Neben Großglocknerberglauf Heiligenblut am 16. Juli, Piz Tri-Vertikal, Malonna/Ialien am 4. August und Sierre-Zinal/Schweiz am 12. August wird in Bergen am 30. September um Weltcuppunkte und Weltranglistenplätze gekämpft. In die Wertung fließt zudem die Berglaufweltmeisterschaft am 16.September in Camillo/Andorra ein. Das Weltcup-Finale wird am 6. Oktober in Smarna Gora/Slowenien ausgerichtet. Jonathan Wyatt, seit September 2017 Präsident des WMRA (Berglaufdachverband) deutete an, dass Bergen im Gespräch für das Finale 2019 sei. Smarna Gora würde dann vom Traditionstermin abrücken. Im Zuge der Vergabe der Rennen hat der Urheber des „Circuits“, der Skiclub Bergen eine ganz besondere    Auszeichnung erhalten: Die IAAF (Intern. Association of Athletics Federations), der Leichtathletik-Weltverband also, verlieh dem Berglaufklassiker den Status „IAAF-Permit“.
„Bei aller internationaler Anerkennung bleibt der Hochfellnberglauf der Hochfellnberglauf“, betont SC-Vorsitzender und OK-Chef Dr. Jürgen Schmid“. Er legt großen Wert auf die Feststellung, dass durch die internationale Aufwertung keinesfalls die Wertschätzung der Hobby-Freizeit- und Breitensportler vernachlässigt werde. „Dass Weltklasse und Breitensport kein Widerspruch ist, wird gerade in Bergen deutlich. Deshalb wird auch dieses Jahr an der Wertung  Kreismeisterschaft Inn/Chiemgau festgehalten.“

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Berglaufweltcupserie in „trockenen Tüchern“


Lange war der Berglauf Weltdachverband World Mountain Running Assotiation (WMRA) in der “Bestätigungsphase“, um die Organisatoren der Berglaufweltcupserie 2018 bekannt zu geben. Durch Änderungen des Reglements und Verbesserungsvorschläge seitens des WMRA Council  Meetings in  Monaco   habe der vorgesehene Zeitplan nicht eingehalten werden können. Nun sei es „amtlich“, so WMRA-Präsident Jonathan Wyatt, auf „sechs wirklich sehr coole und spannende Rennen mit einer großen Streckenvielfalt habe man sich letztendlich geeinigt“. Einbezogen in die Weltcupserie ist auch die Berglaufweltmeisterschaft am 16. September in  Camillo/Andorra.
2018 nicht mehr im Circuit: Bolognano-Monte Velo Arco,Italien; La Montee du Grand Ballon, Frankreich;  Challenge Stellina, Susa/Italien; und Schlickeralmberglauf Telfes/Österreich.


Termine: Mountain Running World Cup 2018

Calendar:

16th July 2018             Grossglocknerberglauf
          Race:                 12.7km, 1494m+
          Location:            Heiligenblut, Austria (German)
          Website:             http://www.grossglocknerberglauf.at/
          Contact:             Julius Rupitsch, office@mythosglockner.com

4th August 2018          Memorial Bianchi Km Vertical
            Race:                3.3km, 1000m+
            Location:          Malonno, Italy (Italian)
            Website:           http://www.memorialbianchi.it/
            Contact:           Giorgio Bianchi,  info@memorialbianchi.it
 
12th August 2018          Sierre-Zinal
            Race:                 31km, 2200m+ / 1100m-
            Location:           Zinal, Switzerland (Valais/French)
            Website:            http://www.sierre-zinal.com/
            Contact:            Valentin Genoud,  info@sierre-zinal.com
   
30th September 2018   Hochfelln-BergLauf 
            Race:                 8.9km, 1074m+   
            Location:           Bergen, Germany (German)
            Website:            https://www.hochfellnberglauf.de/
            Contact:            Jürgen Schmid,  schmid@sc-bergen.de 

6th October 2018          Smarna Gora Mountain Race
            Race:                 10km, ??+  ??-  
            Location:           Ljubljana, Slovenia (Slovenian)
            Website:            http://www.smarnagora.com/index_en.php
            Contact:            Tomo Sarf,   tomo.sarf@helios.si


Hochfellnberglauf 100%ig auf Orginalstrecke


Hiobsbotschaft: Am stark frequentierten Wanderweg Nummer 8, der Direktverbindung Bergen-Kalkofen-Bründling-Hochfelln und der Orginalstrecke  Hochfellnberglauf ist im Bereich Lourdes ein großes Teilstück weggebrochen. Der traditionelle Wanderweg ist seitdem nicht mehr begehbar und musste offiziell gesperrt werden. Schon wurden Stimmen laut, ob und wie beim Hochfellnberglauf 2018 die Strecke angeboten werden könne. Bürgermeister Stefan Schneider über den derzeitigen Stand befragt, gab nun Entwarnung.  „Sowohl das Forstamt, als auch die Gemeinde haben großes Interesse, den Schaden so schnell wie möglich zu beheben. Kostenangebote seien bereits eingeholt, der Zeitrahmen festgelegt.“ Der Hochfellnberglauf findet auf der Orginalstrecke statt und sollten alle Stricke reißen, dann würde ein Provisorium (Behelfsbrücke) angelegt. Plan B: Streckenführung über Weißachental- Gschwendt oder Hammerberg-Säulnerwastlkohlstatt - Furt kann also getrost zu den  Akten gelegt werden.


 Merkwürdige Geschlossenheit

Deutscher Berglauf-Kader 2018
A-Kader:
Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn), Lukas Naegele (PTSV-Jahn-Freiburg)

B-Kader:
Tina Fischl (WSV Otterskirchen), Domenika Mayer (LAC Quelle Fürth), Melanie Noll (TSV Annweiler),
Monique Siegel (SG Adelsberg), Lisa Wirth (LAC Quelle Fürth)
Sebastian Hallmann (LG Telis Finanz Regensburg), Anton Lautenbacher (LC Tölzer Land), Jonas Lehmann (TuS 06 Heltersberg) Florian Reichert (ASFM Göttingen), Maximilian Zeus (DJK Weiden)
P-Kader:
Nada Balcarczyk (LG Würm Athletik), Gesa Bohn (LAC Quelle Fürth), Nadia Dietz (LG Brandenkopf)
Davor Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach), Luca Hilbert (LG Westallgäu), Stefan Knopf (PTSV Rosenheim),
Marcel Krieghoff (GutsMuths Rennsteiglaufverein), Thomas Kühlmann (LG Wettenberg)
P-Kader Nachwuchs:
Lisa Basener (MTV 1881 Ingolstadt), Carolin Peuke(Eintracht Hildesheim), Paulina Wolf (TSV Reute Runners)
Lukas Bunzel (Eintracht Hildesheim), Robert Süßbauer (LC Mittenwald)
www.leichtathletik.de/fileadmin/user_upload/08_Laufen/Berglauf/DLV-Kaderkriterien_und_-nominierung_Berglauf_2018.pdf

Von den 25 Kadermitgliedern war nur ein Einziger,- Jonas Lehmann vom TuS Heltersberg- beim Hochfelln-Berglauf 2017, „dem einzigen deutschen Berglauf mit internationaler Reputanz“ (Deutscher Leichtathletikverband) am Start. Bezeichnend! Nichtkaderläufer Sarah Kistner, Michelle Maier und Anton Palzer indes glänzten mit Podiumrängen und steigerten dadurch ihren „Marktwert“.

 

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