Hochfelln - Berglauf Bergen

Presseberichte Hochfellnberglauf - Aktuell

Fröhliche Weihnachten

Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr besiegt Weltklasseleichtathletinnen

„Laufspektakel“ Obudo Ranch International in Nigeria


Das „4 th Obudo Ranch International Mountain Running“ im Obudo Rinder Ranch Resort in Nigeria mit eigenem Flugplatz, internationalen Hotels, Golfplatz und Wasserpark, laut Veranstalterangaben „eins der schönsten Reiseziele der Welt“, und inmitten purem Reichtum lockte mit Dollars und „Beziehungen“ erneut Weltklasseathleten in den nigerianischen Regenwald. Donald Duck, der Organisator des ominösen Rennens, das mit 227.000.- US-Dollar dotiert ist, legt großen Wert auf die Feststellung, es handele sich dabei um das “höchstbezahlte Bergrennen der Welt“. Wo er, beziehungsweise LOC-Chef Sir William Archibong das viele Geld hernehmen, verschweigen sie vorsorglich. Denn in Nigeria, der ehemaligen Kolonie Großbritanniens, dem bevölkerungsreichsten und ärmsten Land Afrikas herrschen Armut, Massenverelendung, Hungersnöte, Gewalt, ethnische Konflikte und Korruption. Zur 4. Auflage des Straßenberglaufes über 11.25 Kilometer und einem Höhenunterschied von 810 Meter- wenig Berg, viel Straße- ließen Duck und Co. Weltklasseleute einfliegen, während im Land Kinder hungern. Im Rinderpark indes stehen Abendessen mit hohen Regierungsbeamten und Lobbyisten, Bonfire Night, Comedy, Gewinnspiel und ein imposantes Feuerwerk auf dem Programm. „Indossiert“ durch WMRA-Präsident Danny Hughes stampfte ein westafrikanischer Eventmanager diesen Bergstraßenlauf aus dem Boden. Der Leichtathletikverband IAAF wiederum schanzte den dubiosen Herren das Prädikat IAAF-Permit zu, noch bevor sie jemals dort ein Rennen ausgerichtet hatten. Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV), über die wohl unübliche Handlungsweise befragt, begründete die Schützenhilfe für Obudo mit dem Argument, „es handelt sich dabei um einen höchstdotierten Wettkampf und zudem um einen Lauf in Afrika, was politisch gesehen relevant ist“. Wolfgang Münzel jedenfalls, so schob der nationale Dachverband der Deutschen Bergläufer in seiner Stellungnahme nach, „war davon nicht in Kenntnis gesetzt, dass Nigeria das offizielle IAAF-Permit erhalten hat“.
Bei den Frauen setzte sich die zweimalige Berglaufweltmeisterin, Europameisterin, Hochfellnberglaufsiegerin 2008 und Streckenrekordhalterin Hochfelln, die Österreicherin Andrea Mayr mit neuer Streckenrekordzeit von 51.14 Minuten gegen die Halbmarathon-Vizeweltmeisterin Angelina Mutheu Mutuka (52.17) durch. Mutuka mit einer Halbmarathonbestzeit von 1.08.17 Stunden holte erst vor drei Wochen die Silbermedaille bei der Halbmarathon-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro. Dritte wurde Rehima Kadir, ebenfalls eine Äthiopische Spitzenleichtathletin. Die weiteren Plätze belegten Mestewat Tufa, Zweite bei der Crosslauf-WM in Edingburgh, die eine persönliche Bestzeit von 30.38.33 über die 10.000 Meter-Distanz stehen hat. Bei den Männern ging der Sieg und somit das Preisgeld von 50.000 US-Dollar an Abebe Dinkesa/Äthiopiien, ein Weltklasseläufer mit einer Halbmarathonbestzeit von 1.00.03 Stunden. Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt war offenbar auch in Nigeria. Dessen Platzierung und Laufzeit sind im Internet jedoch nicht geführt.
Den Athleten ist über das verschwenderische Gebaren der nigerianischen Hautevolee kein Vorwurf zu machen. Sie sind allesamt Profis und leben vom Preisgeld.


ng 30.11.2008

 

Hochfellnberglauf teilnehmerstärkster Berglauf Bayerns

Mit einer Steigerung von 208 auf 275 (32 %) hat sich der Hochfellnberglauf dieses Jahr auch teilnehmermäßig an die Spitze der Bayerischen Bergläufe gesetzt.

2006             2007

1. Tegelberg  235    1. Karwendel  245
2. Karwendel  221    2. Nebelhorn  244
3. Nebelhorn  195    3. Wallberg   226
   Hochgrat   195    4. Hochgrat   217
5. Wallberg   187    5. Hochfelln  208
6. Hochfelln  185    6. Osterfelder 205



2008

1. Hochfelln  275
2. Wallberg  268
3. Karwendel  231
4. Nebelhorn  209
5. Osterfelder 195
6. Hochgrat  177

 

Salomon-Gore-Tex Trailrunning

Der Hochfellnberglauf ist auch 2009 im „Salomon-Gore-Tex Trailruning-Cup“ integriert. Von den reinen Bergläufen im Alpenraum sind der Karwendelberglauf am 26.7., der Tegelberglauf am 9.8. der Hochgratberglauf am 6.9. und der Hochfellnberglauf am 27.9. in der Serie.

 

Auch Schneeberg steigt aus

Der Schneeberglauf Puchberg/Niederösterreich, WMRA-Grand-Prix-Veranstalter 2008 und auch für 2009 am gleichen Wochenende wie der Hochfellnberglauf im internationalen Terminkalender fest fixiert, hat nun das Handtuch geworfen. „Nicht genug Geld“ war die Begründung des Rückzuges. Nachdem der Hochfellnberglauf das freundliche Angebot vom 12.11.2008, sich anstelle Schneeberg Puchheim dem WMRA-Grand Prix anzuschließen aus bekannten Gründen ausgeschlagen hat, wird der WMRA ihre Serie halt mit sechs Rennen zu Ende bringen. Einmal Frankreich, zweimal Slowenien, zweimal Österreich, (davon Mayrhofen, das wie „eine Jungfrau zum Kind kam“) und einmal Norwegen sind demnach die Stationen, wo die Bergläufer um Punkte und Preisgelder kämpfen sollen.

ng 12.11.2008 

 

Athletenpool für Anti-Doping

Zur Aufnahme in den Athletenpool für die Anti-Doping-Verpflichtungserklärung 2009, aus dessen Kreis die Nominierung zu internationalen Einsätzen erfolgen kann, hat der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) folgende Athletenkreis benannt:
Lea Bäuscher, Stefanie Buss, Marie-Louise Heilig-Duventäster, Annette Hartmann, Britta Müller, Lisa Reisinger, Natascha Schmitt, Kerstin Straub, Carolin Tuch, Veronika Ulrich, Birgit Unterberger
Josef Beha, Ulrich Benz, Matthias Hecktor, Markus Jenne, Philipp Klaeren, Martin Schedler, Helmut Schießl, Quirin Schmölz, Manuel Stöckert, Marco Sturm, Steffen Uebel, Timo Zeiler

 

DLV- Berglauf-Saisonplanung 2009

EM-Vorbereitungslehrgang vom 12. bis 14. Juni in Bergen/Hochfelln

Im Kaderbrief 7/2008 nehmen die Verantwortlichen für Berglauf des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV), Wolfgang Münzel und Wilfried Raatz, schonungslos zum „enttäuschenden“ Abschneiden der Berglauf-Nationalmannschaftsmitglieder bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Grand-Prix-Wettbewerben Stellung. „Lediglich Timo Zeiler ist derzeit in der Lage, international mitzuhalten und nur wenige Kaderathleten gehen die Aufgabe professionell an, um auch internationalen Ansprüchen genügen zu können. Alle anderen Athletinnen und Athleten sollten zunächst einmal ihre Leistung kritisch hinterfragen.“ Ergebnis bedingt sahen sich Wilfried Raatz und Wolfgang Münzel gezwungen, bei der Aufstellung der Berglauf-Kader 2009 schmerzhafte Einschnitte vorzunehmen.  
Berglauf-Kader 2009 (vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesfachausschuss Laufen):
A-Kader: Timo Zeiler; B-Kader: Marie-Loise Heilig-Duventäster, Josef Beha, Manuel Stöckert, C-Kader: Rene´Stöckert; Perspektiv-Kader: Barbara Abler, Lina Scherzer, Kerstin Straub, Carolin Tuch, Veronika Ulrich, Fabian Alraun, Philipp Klaeren;
Saisonplanung 2009 (die wichtigsten Wettkämpfe): 24. Mai Gamperney-Berglauf Grabs/Schweiz (gleichzeitig EM-Quali für DLV), 12. Juli EM reinbergauf Telfes/Stubaital; 26. Juli Karwendelberglauf Mittenwald; 7. September Weltmeisterschaft bergauf-bergab (noch nicht in „trockenen Tüchern“); 27. September Deutsche Berglaufmeisterschaft im Rahmen des 36. Internationalen Hochfellnberglaufes Bergen/Chiemgau.

ng 31.10.2008

 

Internationale Berglauf-Terminplanung 2009

Calendar „International associate member“ 

Der 36. Hochfellnberglauf Bergen wird als einziger Berglauf Deutschlands im Calendar „International associate member mountain-races 2009“ geführt. 12 namhafte Bergläufe, fünf aus der Schweiz, drei aus den USA, je ein Lauf in Kroatien, Österreich, Italien, Deutschland und zwei ominöse Einladungsrennen in Nigeria und Gibraltar wurden in die Terminkalender der IAAF und EAA aufgenommen. Eine Änderung ergab es beim WMRA-Grand-Prix. Im nächsten Jahr stehen sieben Rennen auf dem Programm, drei davon in Österreich, zwei in Slowenien, und je einen Wertungslauf in Norwegen und Frankreich. Was den Insidern dabei ins Auge sticht. Das „1.Mayrhofen Harakiri-Run“ Tirol, - eine absolute Premiere- startet mit viel Vorschußlorbeeren als „Level I- Grand-Prix und IAAF-Permit-Zuckerl und auch der Schneeberglauf Wien - am Vortag des Traditionstermins Hochfellnberglauf- wurde von Level II in Level I hinaufgestuft. Mit welcher Begründung? Recht „koscher“ erscheint die Handlungsweise der WMRA-Gewaltigen jedenfalls nicht.

ng 28.10.2008

 

Zieleinlauf “fast überhängend“

Ganz so, als ob sie keine anderen Probleme hätten

Zieleinlauf 2008„Fast überhängend“ bezeichnete das Berglaufjournal schon einmal den traditionellen Zieleinlauf Hochfellnberglauf. Direktoren der World Mountain Running Assotiation (WMRA) wiederum glaubten, eine Stunde vor Beginn der Weltmeisterschaft „noch Schaden abwenden zu müssen“ und verlegten kurzerhand und eigenmächtig das Ziel 25 Meter nach unten. Und jetzt machen sich bayerische Berglaufmeinungsbildner „ernsthaft Gedanken“, ob nicht wegen der Gelände bedingten Engstelle im Zielbereich womöglich „das Ergebnis der Mannschaftswertung der Deutschen Meisterschaft verwässert werden könnte“. Alle Weltmeister der letzten 20 Jahre, die in Bergen/Hochfelln zu Gast waren, lobten die Strecke und waren begeistert. Sie liefen und siegten. Knapp 10000 Läufer „überwanden“ die letzten Meter ohne Seil und Haken und ohne jegliche Probleme und noch nie in 35 Jahren ist je von einem gescheiterten Überholvorgang auf den letzten Metern berichtet worden. Offenbar Meisterschaftsaspiranten, die auch als Fixstarter für Welt- und Europameisterschaften des kommenden Jahres gelten, fürchten den Hochfelln, taktieren und lamentieren. Damit erst keine weiteren Diskussionen aufkommen: die deutsche Berglaufmeisterschaft 2009 wird auf der Orginal-Hochfellnberglaufstrecke ausgetragen. DM-Organisationschef Georg (Bibi) Anfang betont, eher lasse er sich auf Kevin Justin umtaufen, bevor er sich in dieser Beziehung auf einen Kompromiss einließe. Er verweist so nebenbei auf internationale Wettkampfbestimmungen Langlauf oder Biathlon, wo bei Massenstart die ersten Meter und der Zieleinlauf nur „Klassisch“ gelaufen werden dürfen. Ein paar Beispiele, worüber sich die „Macher“ wirklich Gedanken machen sollten: EM und WM-Nominierung ohne Qualifikation, Qualifikationsrichtlinien generell, WM-Einsatz ohne DM-Start, WM-Einsatz ohne Form und Motivation usw., usw. und schließlich die Zukunft des Berglaufes.

ng 18.10.2008

 

WMRA Mountain Running Championsship

Nach jahrelangen, intensiven Bemühungen hat die IAAF auf Empfehlung des Cross Country Commitees und der Cross Country Working.-Group unter Vorsitz von Otto Klappert beschlossen, die World-Tropy in „WMRA Mountain Running Champinsship“ umzubenennen und ihr somit den Status einer Weltmeisterschaft zu geben.

 

Stellenwert des Berglaufes

Die Sportart Berglauf entwickelt sich immer mehr zu einer eigenständigen und aufstrebenden Laufdisziplin mit spektakulären Veranstaltungen. Zu dieser Einschätzung kam der Bundesausschuss Laufen des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) in der Septembersitzung in der DLV-Geschäftstelle Darmstadt. Kernaussage der Teilnehmer war, „Berglauf müsse im DLV ernsthafter wahrgenommen und stärker gefördert werden“. Hierfür will sich insbesondere Professor Michael Bohnke einsetzen. Mit dem Status einer offiziellen Weltmeisterschaft verspricht man sich auch, dass „vermehrt Sponsoren zur Unterstützung gefunden werden“.

 

Neues IAAF-Genehmigungsverfahren

Das IAAF-Permit, das bisherige Genehmigungsverfahren, mit dem der WMRA selbst jungfräuliche Grand-Prix-Bewerber köderte, wurde abgeschafft und durch das „IAAF-Labelling“ mit den Stufen Gold und Silber ersetzt. Der Berlin-Marathon zum Beispiel hat inzwischen das Gold, - der Köln-Marathon das Silberlabell erhalten. Weltweit wurde das Goldlabell nur siebenmal vergeben. Zur Diskussion stehe ein drittes Labell, verlautete in der Sitzung des Bundesausschusses Laufen am 16.9. in der DLV-Geschäftstelle Darmstadt.

 

Rückblick auf EM Zell/Schwarzwald

„Die EM war hervorragend organisiert und durchgeführt worden. Es gab keine Schwächen, die Unterkunft und Verpflegung waren gut, die technisch sehr anspruchsvolle Strecke in sehr gutem Zustand und die Streckenführung vorbildlich“. Zu dieser Rückblende kamen Wolfgang Münzel und Wilfried Raatz. „247 Athleten aus 25 Nationen erlebten vor knapp 1000 Zuschauern eine TOP-Veranstaltung“. Leider kam keine Juniorenmannschaft zustande, da es immer schwieriger wird, die Jugendlichen für die Teilnahme an einer Berglaufmeisterschaft zu begeistern. Schuld daran sei ferner, dass die Nachwuchssichtung zu spät einsetzt, da die B-Jugendlichen keine Startmöglichkeiten bei Deutschen Meisterschaften haben. Der BA Leistungssport beschloss deshalb, den Antrag zu stellen, die Deutsche Berglaufmeisterschaft am 2009 mit einer Meisterschaftswertung für die A-Jugend auszuweiten.

 

Berglaufkader 2009

Im nächsten Jahr werden nur die Athleten in den Berglaufkader berufen, die die Kaderrichtwerte erfüllen und der Deutschen Nationalmannschaft zur Verfügung stehen. Erhalten bleiben laut Münzel der Perspektivkader, der die jungen Athleten auffangen soll, die den Sprung in den B-Kader noch nicht geschafft haben, aber als förderungswürdig betrachtet werden.

 

Deutsche Bewerbung für die Ausrichtung der „European Youth Challenge

Der Bundesausschuss Laufen empfiehlt, Ostheim den Zuschlag für die Ausrichtung 2009 zu geben. Es werden maximal 15 Nationen mit jeweils 6 Teilnehmern im Alter von 16/17 Jahren erwartet. Geplant ist ein Reinbergauf-Rennen mit 300 – 350 Höhenmetern am 27.6.2009. Sobald die Freistellungserklärung der Stadt Ostheim vorliegt, wird der Antrag an den Verbandsrat zur endgültigen Entscheidung vorgelegt.

 
 

Schnapsidee Schneeberglauf

Es gehört schon eine Portion Fehleinschätzung dazu, mit zwei neuen „Level-II-Veranstaltungen“ den WMRA-Grand-Prix zu retten, der ohnehin in den letzten Zügen liegt. Und dann auch noch den Schneeberglauf/Österreich in die Serie zu nehmen, dessen „Ausstrahlung“ nur regional ist und deren Veranstalter sich im Vorjahr lediglich einen TOP-Athleten und zwar Jonathan Wyatt „leisteten“. Dass der Schneeberglauf am selben Wochenende wie der bestbesetzte Hochfellnberglauf anberaumt ist, war laut WMRA zwar „ungut, aber dennoch nicht zu verhindern“. Die Zeche zahlte der Schneeberglauf: Genehmigungsgebühren, Anteil Gesamtpreisgeld, Aufenthaltskosten für „Technischen Delegierten“. Fazit: Auch Raiffeisen-Schneeberglauf Puchberg zog die Konsequenzen, auch
Schneeberg stieg aus!

 

Vier Weltmeister

Hochfellnberglauf-Chef Georg Anfang, mit 4 amtierenden Weltmeister

vier Weltmeister

von links:

Jonathan Wyatt (NZL), amt. Weltmeister rein-bergauf
Andrea Mayr (AUT) amt. Weltmeisterin rein-bergauf
Anna Pichrtova (CZE) amt. Weltmeisterin bergauf/bergab
Marco de Gasperi (ITA) amt. Weltmeister bergauf/bergab
(Foto: Stinn)

 

Danke allen Teilnehmern

Hochfelln Berglauf logoAuf Wiedersehen
beim
36. Internationalen Hochfellnberglauf
am 27. September 2009vorlage_hochfelln_gold_09_klein

Wir danken

sc-bergenWir danken unserem Titelsponsor
Adelholzener Alpenquellen

unseren Individualsponsoren
Neu Vermögen, AAG Assekuranz, Salomon

unseren regionalen Sponsoren
Pappas & Werlin, Sport Praxenthaler Traunstein, Hummelsberger Mühldorf, R.Bohn Chieming, Hochfellnseilbahn, Wittich-Verlag Marquartstein

und unseren vielen ortlichen und regionalen Gönnern und Dienstleistungspartnern:
der Gemeinde Bergen, Tourist Info Bergen, dem Ärzteteam Dr Ruhl/Dr. Schulz, Bergwacht Bergen, Feuerwehr Bergen, Hochfellnhaus

den Ressortchefs und den vielen Helfern, die zur reibungslosen Durchführung der Sportgroßveranstaltung beigetragen haben.

 

Grand Prix-Vision 2009


Berglauf-Grand-Prix und offizielle Weltrangliste
Grand Prix I; Grand-Prix II; Weltmeisterschaft reinbergauf; Grand-Prix III (Finale)
IAAF: Preisgeld und Antidoping zu 100 %; Organisatoren: Kostenübernahme Athleten, Organisation, Auswertung; Pressedienst EAA bzw. WMRA in neuer Formation

ng, 28.9.2008

 

Angst vom Hochfelln

Rückblende, Ausblick

Hochfellnberglauf 2008, Großer Preis von Deutschland, Weltklasse pur, gesunde Mischung von Weltklasse und Freizeit,-Hobby-Breitensportlern, Teilnehmerrekord (32 % Steigerung gegenüber 2007), vier amtierende Weltmeister am Start, Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft 2009, Superstimmung und laut Wolfgang Münzel „beste Werbung für den Berglaufsport“. Deutscher Meister Timo Zeiler erkämpfte als bester Deutscher Teilnehmer in dem Weltklassefeld den 5. Platz, Helmut Schießl wurde 6. , Josef Beha 13., Marco Sturm 20., Deutsche Vizemeisterin Veronika Ulrich Gesamtvierte, Prager Sabrina 6., Schmitt Natascha 11. Der Deutsche Vizemeisiter Markus Jenne hat sich persönlich entschuldigt (verletzt). Wo aber blieben Kerstin Straub, Salomonteammitglied Lisa Reisinger (beim Salomoncup-Wettbewerb!), wo Anette Bendig, Rene Stöckert. Die Weltmeisterschaftsteilnehmer (Junioren) Manuel Stöckert, Carolin Tusch, Lina Scherzer, Barbara Abler (wohnt 35 Kilometer von Bergen entfernt) glänzten komplett durch Abwesenheit. Alle meinen wohl, ein Qualifikationswettkampf, persönliche Beziehungen, die Anwesenheit bei einem oder anderem Trainingslager reichen völlig aus, um die Berechtigung für das Nationaltrikot und einen Einsatz bei Europa- oder Weltmeisterschaft zu erfüllen. DLV-Berglaufberater Wolfgang Münzel und Wilfried Raats wären gut beraten, wenn sie für künftige internationale Aufgaben ihre Kandidaten aus der offiziellen Hochfellnberglauf-Ergebnisliste entnehmen würden. Es bieten sich hoffnungsvolle Athleten an, die auch über ein Mindestmaß von professioneller Einstellung verfügen.    
Neuanfang ist dringend nötig! Handlungsbedarf sofort! Keine weiteren Experimente mit halbherzigen Aktiven, die sich gerne mal ein lässiges Wochenende in einem EM-oder WM-Ort gönnen wollen. Und noch was: Wo war Münzel? Er war in Telfes, hat weiß Gott wo überall für die WMRA Grand-Prix-Strecken inspiziert, war in Zermatt (weshalb eigentlich) und ausgerechnet beim Termin des bestbesetzten Berglaufes fand der keinen Vertreter, der für ihn am Samstag die Post ausgetragen hätte. Wo war Wilfried Raatz? Natürlich in Berlin. Weltstadt anstelle „Kuhdorf“ Bergen. Auch dies lässt ableiten, dass ihm Marathon weit wichtiger ist, als die Randsportart Berglauf.

Georg Anfang
29.09.2008

 

Der steile Anstieg von Jonathon Wyatt

Erfolgstory eines Berglaufseiteneinsteigers

Zwischen Wyatt und Bergen besteht seit 1998 eine enge Bindung, ja Hochfellnberglauf-Organisator Georg (Bibi) Anfang nimmt für sich in Anspruch, den weltbesten Bergläufer „entdeckt“ zu haben. Als absoluter „no name“ schickte Wyatt am 27. Juni 1988 an den Bergener „Racedirector“ ein Fax, in dem er auf einen neuseeländischen Berglaufeinsatz
(zugleich WM-Qualifikation), auf seine Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen in Atlanta und auf seine persönlichen Bestzeiten über 5000 Meter (13.27 Minuten) und 10000 Meter (28.08 Minuten) einging. Er startet bei der Halbmarathonweltmeisterschaft in Zürich, schrieb er und möchte von dort direkt nach Bergen anreisen. ( I would loke to compete in your race in Bergen which I believe is located near Munich”). Er fragt höflich an, ob ihm angesichts der hohen Reisekosten ( „for travel appearance and accommodation if this is possible“) ein gewissen Entgegenkommen gezeigt werden könnte. Anfang, eine kleine Sensation ahnend, daraufhin postwendend, er sei wegen der sehenswerten Erfolgsbilanz und der hohen Aufwendungen ( Reisekosten) durchaus zu Zugeständnissen bereit, obwohl die Grand-Prix-Organisatoren eigentlich festgelegt haben, mit der Erhöhung des Preisgeldes keine Fahrtkostenzuschüsse mehr leisten zu können/wollen. Wyatt gibt dann per e-mail am 11.8.1998 seine Saisonplanung bekannt. Anfang informiert Wyatt am 13.8.98 über Preisgeld örtlich und Preisgeld Grand-Prix. Man einigte sich auf 255.- DM für die Bahnfahrt Zürich-Bergen und Kostenübernahme Unterkunft/Verpflegung von Freitag bis Montag, dann definitive Zusage. Weitere Einzelheiten (Strecke, Bestzeiten, bisherige Sieger) könnten im Rahmen der Berglaufweltmeisterschaft in La Reunion besprochen werden, wo Anfang die Bewerbung für die WM 2000 Bergen vorzutragen habe. Drei Tage vor dem Männerwettbewerb dann „Talk“, persönliches kennen lernen im Beach Hotel „L-Etang-Sale-les-Bains“, dem Teamhotel der Neuseeländer. Am 20. September, drei Monate nach erster Kontaktaufnahme, völlig überraschend dann der WM-Titel für Wyatt. Molinari entthront! Kein Berglaufveranstalter, kein Funktionär, auch kein Athlet außerhalb des fünften Kontinents hat je von einem Wyatt gehört. Bergen aber hatte den „Kontrakt“ bereits in der Tasche. Gratulation nach dem Titel. Auf die Frage des Bergener OK-Chefs, ob er als Weltmeister zu den Vereinbarungen stehe, antwortete Wyatt „matter of honor“, Ehrensache. Als frischgebackener Weltmeister kommt Wyatt eine Woche später nach Bergen, wird Zweiter, knapp hinter Molinari. Ein Jahr später siegt Wyatt beim Hochfellnberglauf mit neuem Streckenrekord. Im Jahr 2000 verteidigt er in Bergen seinen Weltmeistertitel. WM
Innsbruck 2002:Wyatt wird erneut Weltmeister. 14 Tage später dann wiederum Bergen:
er verbessert seinen eigenen Streckenrekord um 38 Sekunden. Die WM Anchorange/Alaska
2003 lässt Wyatt aus, bergabführende Strecken mag er nicht. Zwei Wochen danach, beim 30. Hochfellnberglauf kommt es in Bergen erneut zur WM-Revanche: der amtierende Weltmeister reinbergauf trifft auf den frischgebackenen Weltmeister bergauf/bergab, auf den Europameister bergauf, auf die komplette Berglaufweltelite. Wyatt stellt dabei demonstrativ unter Beweis, dass er der beste Bergläufer aller Zeiten ist. 2004 dann die gleiche „Prozedur“. WM-Titel, Siege wie am Fließband und alle Streckenrekorde „pulverisiert“. Ein Berglaufphänomen, eine „märchenhafte“ Erfolgsstory. 2005 kann Wyatt in Bergen nicht starten. Die Direktoren des WMRA, darunter auch der deutsche Vertreter, haben ausgerechnet am Traditionstermin Hochfellnberglauf und Berglauf-Grand-Prix die Weltmeisterschaft angesetzt. Wyatt gewinnt in seiner Heimatstadt erstmals den WM Titel „up and down“. 2006 wird er bei der WM, - durch eine Hundeattacke gehandikapt- vom Kolumbianer Rolando Ortez knapp bezwungen, seine erste „Niederlage“ seit 1998. Die WM 2007 in Saillon/bergauf-bergab schwänzte Wyatt, Gründe bekannt, dafür startete er in Bergen.
2008 WM Crans Montana, 6. WM-Titel! Jonathan Wyatt, erfolgreichster Bergläufer aller Zeiten.

 

Spannende Inn/Chiemgauwertung beim Hochfellnberglauf

In Form einer offiziellen Kreismeisterschaft wird beim diesjährigen Hochfellnberglauf die Wertung beste/r Inn/Chiemgauläufer/in gewertet. Groß ist deshalb das Interesse der heimischen Athleten. Und spannend wird der Wettbewerb allemal, zumal der bisherige Bestzeithalter Andi Stitzl vom Skiclub Bergen wegen Traineraufgaben nicht am Start ist und ein Nachfolger für den besten Bergläufer des Inn/Chiemgaues gesucht wird. Am Start sind neben reinen Bergläufern bekannte Sportler aus vielen Dachverbänden, als Favorit „gehandelt“ werden Triathlet Bernd Rose, SC Bergen und Georg Preuß vom SC Haag, die beide das Zeug haben, die 50-Minuten-Schwelle zu unterbieten. Ein kleiner Auszug aus der Startliste: Radsportler Herbert Reiter, SC Ruhpolding und Hubert Mayer, Waging; Triathlet und Dolomitenmann-Kämpfer Jürgen Deinhart, SC Bergen; Bergläufer Marc Strasser, LG und Felix Welkammer, beide LG Salzachtal; der International erfolgreiche Motorradfahrer Christian Kellner, Waging; die Nachwuchsbiathleten Quirin Gehmacher und Max Schmid, SC Bergen; Speziallangläufer Josef Wolf, SC Ruhpolding, Leistungssportler Alpin Guido Gollinger, SC Bergen und Hannes Schwarzenböck, SC Traunstein. Für den Titel im Rahmenwettbewerb Frauen kommen Paula Mangold-Wolf vom SC Ruhpolding, Waltraud Berger von der LG Salzachtal und Walburga Maier, SG Katek Grassau in Frage. Bis Donnerstag, (offizieller Nennschluss) haben sich 260 Teilnehmer angemeldet. Es besteht aber noch Nachmeldemöglichkeit am Samstag- Nachmittag im Verkehrsamt und am Sonntag bis 9 Uhr im „Kaser 36“, so dass bei dem angekündigten idealen Laufwetter durchaus noch die 300-er Schwelle gekratzt werden könnte. Würde bedeuten, dass diesmal die Teilnehmerzahl vom Offenen Lauf bei der Weltmeisterschaft 2000 übertroffen wird. Nur 1996 bei der Deutschen Meisterschaft war mit exakt 400 Teilnehmern ein noch größerer „Zulauf“.

ng

 

Auch Marco de Gayardo kommt nach Bergen

Mit der Meldung von Marco Gayardo, Italien präsentiert der Hochfellnberglauf zumindest bei den Männern ein Teilnehmerfeld, das jeder Europameisterschaft und Weltmeisterschaft gerecht wird. Gayardo, mehrfacher Europameister, vielfacher Mannschaftseuropameister und Mannschaftsweltmeister, Grand-Prix-Gesamtsieger und nach Marco de Gasperi erfolgreichster italienischer Bergläufer, verzichtet auf den „Level II-WMRA-Grand-Prix Schneeberglauf am selben Wochenende und hat sich erneut für Bergen entschieden.
Der 38-jährige Berglaufprofi war im vorigen Jahr Zweiter beim Hochfellnberglauf (hinter Wyatt) und kündigt als Spezial-Reinbergaufläufer einen harten Kampf um die Hochfellnberglaufsiegerplakette an. Wyatt wird nahe an seinem Streckenrekord laufen müssen,- trockenes Wetter vorausgesetzt- um die „Meute“ abschütteln zu können, die es darauf abgesehen hat, nach vielen Jahren endlich wieder einmal den weltbesten Bergläufer Wyatt am Hochfelln zu besiegen.

 

Andrea Mayr kommt zum Hochfellnberglauf

Mayr Andrea AUTAmtierende Weltmeisterin entscheidet sich für Bergen

Andrea Mayr vom SV Schwechat, WM-Bronce 2004 Sauce d Óulx/Italien, Europameisterin Heiligenblut/Großglockner 2005, Weltmeisterin Bursa/Türkei 2006, Vizeweltmeisterin Saillon/Schweiz 2007 und amtierende Weltmeisterin Crans Montana/Schweiz seit 8 Tagen hat dem Hochfellnberglauf- Organisationschef Georg Anfang die Zusage für die 35. Auflage des Berglaufklassikers gegeben. Die 29 jährige Arztin ist 20- fache Österreichische Meisterin im Berglauf, 10000-Meter-Lauf, 3000 m-Hindernislauf und Crosslauf. Seit 2004 ist sie auch im Radsport aktiv. Mayr war WM-Teilnehmerin Leichtathletik in Osaka/Japan 2007 und bei der WM 2005 Helsinki/Finnland 2005. Sie trifft in Bergen auf die Weltmeisterin 2007 Ovronnaz/Schweiz, Europameisterin 2004 Korbielow/Polen, Europameisterin 2006 Male/Svatonovice/Tschechien und Vizeeuropameisterin 2007 Cauterets/Frankreich, Anna Pichrtova/Tschechien. Treffen die beiden weltbesten Bergläuferinnen in Bergen aufeinander, dann ist durchaus eine hohe 40-er-Zeit zu erwarten.

ng 21.9.2009

 

Kommentar
(gefunden in www.Hochfellnberglauf.de (Pressedokumentation 2001)

Moralischer Sieger Jonathan Wyatt

Ohne den Sieg von Weltmeister Marco de Gasperi schmälern zu wollen:
die „World Mountain-Running Trophy 2001 machte überdeutlich, in welch blauäugigen
und unprofessionellen Händen die Leistungssportart Berglauf liegt. Jonathan Wyatt, der eindeutig stärkste Athlet, der seit drei Jahren die Szene beherrscht, 1998 in La Reunion und 2000 in Bergen den WM-Titel holte, Grand-Prix-Rennen nach Belieben beherrschte und Streckenrekorde noch und noch pulverisierte, ging in Ata Terme nicht an den Start. Wegen möglicher gesundheitlicher Spätfolgen verschmähte er und übrigens auch Schmuck und Andere die Titelkämpfe.
Jetzt zeigt sich, daß sich der Berglaufweltverband WMRA einen Kuckuck ins Nest
legte, als er einen so genannten Kompromiss einging, die Welt- und Europameisterschaft
im jährlichen Wechsel reinbergauf und bergauf/bergab auszutragen. England, Schottland,
Wales, Irland und Nordirland drückten die englische Forderung mit Hilfe eines Stimmen-
paktes und mit Hilfe eines englischen Präsidenten durch, der wiederum die nationale Vorgabe
Großbritannien missachte/ignorierte und sich dadurch schlechte Papiere beim EAA (Europäischer Leichtathletikverband) und IAAF (Leichtathletikweltverband) einhandelte.
Mit dieser „Politik“ läuft die Disziplin Berglauf Gefahr, international nicht Ernst genommen
zu werden. Schlimmer noch wäre, wenn Wyatt und Co. mangels schlüssigen Verbands-
konzept endgültig zu anderen Sportarten abwandern würden (Duathlon, Marathon,
10000 Meter). Es wird höchste Zeit, sich über die Zukunft des Berglaufsports und natürlich
auch über eine personelle Neuorientierung Gedanken zu machen.

ng
18.09.2001

 

WM-Randnotizen

Endgültiger Niedergang des WMRA-Grand-Prix-Cicuit

Im Jahreskongress der World Mountain Running Association (WMRA) am 13. September in Sierre/Schweiz konnte Sekretär Bruno Gozzelino den Delegierten keine guten Nachrichten über die Entwicklung des WMRA-Grand-Prix geben: Meran steigt aus und der Schlickeralmlauf Telfes als Ausrichter der Europameisterschaft kommt als Grand-Prix-Station 2009 ebenfalls nicht in Frage. Beworben bzw. interessiert haben sich lediglich Feuerkogel Ebensee und angeblich ein Ort, der noch nie einen Berglauf ausgerichtet habe und der sich über die „Risiken und Nebenwirkungen“ einer Zusammenarbeit mit dem derzeitigem „Council“ wohl nicht bewusst ist. Tomo und Co. haben die einst so renommierte Veranstaltungsserie endgültig aufgerieben. Alle haben wegen der ständigen Bevormundung und der hohen Kosten das Handtuch geworfen und leben ohne Dirigismus des sog. Weltverbandes besser denn je. Siehe: „Grand-Prix-Vision 2009“, www.hochfellnberglauf.de, Rubrik Presse aktuell.

Überzeugende Erfolgsquote

Den ersten Weltmeistertitel heimste Jonathan Wyatt/Neuseeland 1998 in Dimitile/ Insel La Reunion/Indischer Ozean ein. Weitere Titel folgten in Bergen/Deutschland (2000), Innsbruck/Österreich (2002) und Sauze d´Oulx/Italien (2004). Wyatt startete grundsätzlich nur auf reinbergaufführenden Strecken an geraden Jahren, nur 2005 machte er in seiner Heimatstadt Wellington eine Ausnahme, und gewann auch in der ihn ungeliebten bergauf/bergab-Variante, nachdem ihm die Organisatoren hinsichtlich Streckenprofil entgegen gekommen waren. Im Jahre 2006, in Bursa/Türkei wurde er vom Kolumbianer Ortiz im Zielsprint! besiegt. Allerdings war Wyatt wegen einer Hundeattacke beeinträchtigt und musste sogar ärztliche Hilde in Anspruch nehmen. Dieses Jahr in Crans Montana/Schweiz nun wieder Wyatt, „der alte Fuchs“: sechster Titel von sieben WM-Titelkämpfen. 

Internationale Aufwertung

Einem Beschluss der International Association of Athletics Federations (IAAF) zufolge, wird ab 2009 die „World Trophy“ als offizielle Weltmeisterschaft (World Championsships) ausgeschreiben. Ausschlaggebend für die langgehegte Aufwertung waren 40 Teilnehmernationen bei der alljährlichen World-Trophy und die zunehmende internationale Bedeutung der Leistungssportart Berglauf.  

Weltmeisterschaft 2009

San Viglio di Marebbe, Durchführer der ersten World Trophy 1985 setzte sich in der Council-Sitzung in Siders gegen einen weiteren italienischen Bewerber als Austragungsort der 1.offiziellen Berglauf-Weltmeisterschaft durch. Die World Championships 2009 wird in der bergauf/ bergabführenden Disziplin im Skigebiet Kronplatz/Südtirol ausgetragen. 

14.9.2008

 

Jonathan Wyatt und Andrea Mayr Berglaufweltmeister 2008

Jonathan Wyatt Goldmedaille

Foto: Stinn

Die Favoriten, der Neuseeländer Jonathan Wyatt und die Niederösterreicherin Andrea Mayr setzten sich bei der Berglauf World Trophy durch. Wyatt knapp aber doch überzeugend mit 12.2 Sekunden vor dem Weltklasseleichtathleten Martin Toroitich aus Uganda und weiteren 10 Sekunden vor dem amtierenden Europameister Ahmet Arslan/Türkei. Bei den Frauen dominierte Andrea Mayr mit Olympiaform das Feld und gewann mit 43.57.9 Minuten vor der italienischen Marathonerin Renate Rungger, (44.57.1) und ihrer Mannschaftskollegin, der amtierenden Europameisterin Elisa Desco, die die recht abwechslungsreiche 8,4 Kilometer-Strecke mit einem Höhenunterschied von 733 Meter in 45.29.0 bewältigte.  
 
418 Teilnehmer aus 39 Nationen kämpften in Crans Montana im französischsprachigen Teil des Schweizer Kanton Wallis, wo 1987 die alpinen Skiweltmeisterschaften ausgetragen wurden, um die WM-Titel in der Disziplin reinbergauf. Kann Wyatt, der in der laufenden Saison gut dreißig mal an den Start ging und nicht ein einziges Mal bezwungen wurde, auch diesmal der geballten Macht von Weltklasseläufer Toroitich (10000 Meter Bestzeit 27.57 Minuten), Europameister Ahmet Arslan und dem italienischen Großaufgebot (Weltmeister Marco de Gasperi, Europameister Reinbergauf Marco Gayardo) standhalten? Wyatt beantwortete die Frage mit einem eindeutigen Ja. Mit einer taktisch klugen Renneinteilung erkämpfte der 36 jährige Neuseeländer nunmehr schon zum sechsten Mal den Weltmeistertitel.

Anfrea Mayr

Foto: Stinn

Dauerregen, frostige Temperaturen, glitschige Streckenteile und ein Streckenprofil, das ihm keinesfalls entgegenkam, forderten auch von Wyatt den letzten Einsatz. Bei 5 km lag er noch auf dem 5. Platz, bis Km 11 konnte er sich auf den 2. Platz verbessern, um dann 500 Meter vor dem Ziel in einem entfesselten Endspurt den lange Zeit führenden Toroitich niederzukämpfen. In dieser entscheidenden Wettkampfphase erinnerte sich der weltbeste Bergläufer bestimmt an die Weltmeisterschaft in Bursa/Türkei, als er auf den letzten Metern noch von Rolando Ortez, Kolumbien vom Thron gestoßen wurde.
In Olympiaform präsentierte sich Andrea Mayr, die bereits in Bursa den reinbergauf-Titel erkämpfte und auch bei der Europameisterschaft reinbergauf in Heiligenblut/ Großglockner den Titel holte. Mayr konzentrierte sich die letzten Wochen wieder auf Berglauf, nachdem sie um eine winzige Sekunde die 3000 m-Hindernislauf-Olympianorm verfehlte. Mayr gewann deutlich mit 43.57.9 vor Renate Rungger und Elisa Desco, beide Italien. Gänzlich daneben ging der Auftritt von Europa- und Weltmeisterin Anna Pichrtova/Tschechien. Der 26. Rang und 5.09 Minuten Rückstand auf die Siegerin deuten auf eine Verletzung, zumal sie bereits auf den Jungfrau-Marathon verzichtete und stattdessen mit gebremstem Einsatz bei der Masters-WM in Tschechien an den Start ging.        

Deutsches Team enttäuschend

Außer Timo Zeiler vom TSV Trochtelfingen, der mit dem 7. Platz im starken Männerfeld überzeugte und auch maßgebend zum 8. Rang in der Mannschaftswertung beitrug, war die Leistung der deutschen Bergläufer indiskutabel. Zeiler machte einen durchaus frischen Eindruck, obwohl er doch etwas übermotiviert war, sich einmal sogar an die Spitze des Teilnehmerfeldes setzte und dadurch vielleicht eine noch bessere Platzierung verhinderte. Seine Mannschaftskameraden hingegen wirkten übertrainiert, platt, unmotiviert. Mit „leichten Erkältungen und vielen Ausfällen“ begründete der deutsche Berglaufberater Wolfgang Münzel die „enttäuschenden Leistungen“. Hinzu kam noch, dass Markus Jenne verletzungsbedingt nicht antreten konnte und eine der Münzels´schen Hoffnungsträgerinnen, Lisa Reisinger vom SSC Hanau-Rodenbach der WM-Nominierung nicht nachkam und stattdessen bei einem regionalen Berglauf startete. Kein guter Tag für Münzel.
Ergebnis: www.datasport.ch


ng 15.9.2008                                                                    

Weltmeisterschaftsrevanche am Hochfelln

Starke Nachfrage für „Großen Preis von Deutschland“

14 Tage nach der „Mountain-Running-World-Trophy (Weltmeisterschaft) in Crans Montana/Schweiz kommt es in Bergen zur WM-Revanche. Bei der 35. Auflage des Berglaufklassikers, zugleich Berglauf-Grand-Prix (Großer Preis von Deutschland) am 28. September trifft der Weltmeister Langdistanz auf den amtierenden Weltmeister Normaldistanz (Reinbergauf) und den amtierenden Weltmeister (Bergauf/Bergab), die wiederum auf die Europameister in den Disziplinen reinbergauf und Extremberglauf treffen. Große Namen erstürmen den Hochfelln und ermitteln im direkten Vergleich der weltbesten Bergläufer der Saison 2008 eine inoffizielle Weltrangliste (Rote Gruppe), die 2009 für anteilige Reisekostenübernahme bei Grand-Prix-Läufen ausschlaggebend ist. Ohne Übertreibung: der diesjährige Hochfellnberglauf ist besser besetzt als die Europameisterschaft, die dieses Jahr in der bei vielen Läufern ungeliebten bergabführenden Variante ausgetragen wurde.

Klangvolle Namen  

Weltmeisterin Anna Pichrtova/Tschechische Republik, Daniela Gassmann/Schweiz und die deutschen Kadermitglieder Lisa Reisinger und Veronika Ulrich haben bereits 14 Tage vor Nennschluss dem Skiclub Bergen die Startzusage gegeben. Bei den Männern stehen Weltmeister Jonathan Wyatt/Neuseeland, Weltmeister Marco de Gasperi, Mannschaftsweltmeister und Vizeweltmeister Einzel Bernard Dematteis und Gerd Frick (alle Italien), Andrzey Dlugosz/Polen, Robert Krupicka, Tschechien, Helmut Schmuck/Österreich, , Helmut Schießl und Timo Zeiler/Deutschland, die US-Amerikaner Rickey Gates und Joe Gay, der Russe Alexander Bolschowitin und nationale Champions weiterer Berglaufnationen auf der Startliste. Am Start sind die Sieger vom Schlickeralmlauf/Telfes, Osterfelder Berglauf/Garmisch, Tegelberglauf, Kaunertaler Berglauf, Sierre-Zinal, Zermatt-Marathon, Matterhornlauf Zermatt, Aletsch Halbmarathon, Rothorn-Run Lenzerheide, Stanserhornberglauf, Katrin-Berglauf und Leifers-Weissenstein. Sie alle treffen auf die WMRA- Grand-Prix-Führenden 2008. Für den Sieg kommt nach derzeitigem Meldestand eigentlich nur der sechsfache Berglaufweltmeister und Hochfellnberglauf-Streckenrekordinhaber Jonathan Wyatt (40.34.9 Minuten) in Frage. Im “Schongang“ wird der erfolgreichste Bergläufer aller Zeiten seinen siebten Sieg am Hochfelln allerdings nicht über die Bühne bringen: Ein hochkarätiges Teilnehmerfeld sorgt für Stimmung und Spannung und vielleicht auch wieder für eine 40er-Zeit, wie zuletzt 2002 und 2003. Bei den Frauen gilt die mehrfache Welt- und Europameisterin Anna Pichrtova als Topfavoritin. Die Grand-Prix-Gesamtsiegerin in Serie will ihre persönliche Bestzeit von 51.37.7 deutlich verbessern, „so der Bereich von Izabela Zatorska (50.11,8), Birgit Sonntag (49.43.2) oder Angela Mudge bei der Weltmeisterschaft 2000 in Bergen müsste schon möglich sein, meinte die Berglauf-Welt- und Europameisterin, „der Streckenrekord der Russin Svetlana Demidenko (47.42.5 Minuten vom Jahre 2002) wird jedoch in die Hochfellnberglaufgeschichte eingehen“. Von Wiedergutmachung sprach die weltbeste Bergläuferin, die die „Niederlage“ im Vorjahr gegen die Vizeweltmeisterin Martina Strähl/Schweiz ausgerechnet auf ihrem Lieblingsberg Hochfelln noch nicht verdrängt hat.
Bergen, „einziger Berglauf Deutschlands mit internationaler Reputation“ (Zitat Deutscher Leichtathletikverband (DLV) steht wie immer hoch im Kurs und schon jetzt ist sicher, dass Bergen erneut das begehrte Prädikat „weltweit bestbesetzter Berglauf“ gegen Heiligenblut/Großglockner, Sierre-Zinal, Zermatt/Matterhorn, Susa/Italien und Sexten/Dreizinnen verteidigen und letztendlich auch mit Telfes 2008 gleichziehen wird.

Deutsche Bergläufer in aufsteigender Form

 Neben Helmut Schießl werden auch weiteren deutschen Kaderangehörigen „papiermäßig“ Chancen eingeräumt, unter den ersten Fünf mitzumischen, wenn nicht einen Stockerlplatz zu feiern. Timo Zeiler zum Beispiel, Matterhornsieger und Aletsch-Halbmarathonsieger 2008, dem endgültig der Anschluss an die Weltspitze gelungen ist, nachdem ihm als einen der wenigen deutschen Spitzenbergläufer bewusst wurde, dass der Weg zur internationalen Elite nur über Einsätze an herausragenden Rennen führt. Auch Lisa Reisinger vom SSC Hanau/Rodenbach und die Saarländerin Veronika Ulrich kommen für vordere Plätze in Betracht, ein deutscher Sieg wäre angesichts des starken internationalen Teilnehmerfeldes aber eine Riesenüberraschung. Seit 25 Jahren gab es keinen deutschen Sieg mehr bei den Männern. Johanna Baumgartner konnte sich zuletzt vor 12 Jahren in die Hochfellnsiegerliste eintragen. Nächster Anlauf dann bei der Deutschen Meisterschaft 2009, wenn die deutsche Langstrecken-Cross- und Berglaufelite zusammen mit internationalem Elitefeld den Hochfelln erstürmen.
Neben den „Profis“ stehen viele Breiten-Hobby- und Erlebnissportler und nichtvereinsgebundene Läufer an der Startlinie an der Talstation der Hochfellnseilbahn. Die so genannte zweite Läufergarnitur – angesichts der Spitzenbesetzung ohne große Erwartungen- orientiert sich mehr an ihren persönlichen Bestzeiten oder an der Richtzeit von Lokalmatador Andi Stitzl, die auch als Chiemgaurekord gilt. Viele setzen sich zum Ziel, die magische Grenze von einer Stunde zu unterbieten, andere wiederum sehen die Herausforderung Hochfellnberglauf unter dem „olympischen“ Aspekt, Teilnahme ist wichtiger als der Sieg.
Meldeschluss Donnerstag, 25.September (online www.hochfellnberglauf.de) . Nachmeldungen sind noch möglich am Samstag von 14 bis 17 Uhr im Verkehrsamt und am Sonntag von 07.30 bis 09.00 Uhr im „Kaser 36“, östlich der Hochfellnseilbahn-Talstation.


Zeitplan
Samstag 19 Uhr Begrüßung, Ausgabe der Startnummern an die TOP 15,
              Nudelessen (Festsaal)
Sonntag, 10 Uhr Start
        ca. 10.40 Zieleinlauf
        14 Uhr Siegerehrung (Festsaal)

 

Medieninteresse Hochfellnberglauf

Der Filmclub Traunstein wird, wie bereits 2007, auch den Hochfellnberglauf 2008 dokumentieren. Die Vorankündigung und eine Zusammenfassung und die Siegerehrung von 2007 ist im Internet unter Google: „Chiemgauer Bürger TV“ zu finden. 

8.9.08

 

Mannschaft für Berglauf-World-Trophy nominiert

12 deutsche Bergläufer/innen wurden vom Deutschen Leichtathletikverband (DLV) für die Berglauf-World-Trophy vom 18. bis 22. September in Crans Montana im Schweizer Kanton Wallis nominiert:

Männer:
Timo Zeiler, TSV Trochtelfingen; Markus Jenne, USC Freiburg; Josef Beha, FC Unterkirnach; Manuel Stöckert, TSV Ostheim/Rhön;

Frauen:
Veronika Ulrich, LG Telis Finanz Regensburg; Kerstin Straub und Lisa Reisinger, SSC Hanau/Rodenbach; Anette Bendig, TG Nürtingen;

Junioren:
Rene Stöckert, TSV Ostheim; keine Teamwertung

Juniorinnen:
Lina Scherzer LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg; Carolin Tuch, LAC Erdgas Chemnitz; Barbara Abler, SC Ainring;

Die Berglauf-World-Trophy gilt derzeit noch als inoffizielle Weltmeisterschaft. Es bestehen jedoch sehr gute „Papiere“, dass beim diesjährigen Council in Sierre/Siders die offizielle Anerkennung als „World Campionship“ ausgesprochen wird.

ng 4.9.2008

 

Kreuzweise den Buckel hinunter rutschen

Der Hochfellnberglauf ist der älteste und bekannteste Berglauf Deutschlands.1974 erstmals und dann 35 Jahre in Folge habe ich mich für die Sportart Berglauf eingesetzt und Pionierarbeit geleistet. Ich brauche also keine Empfehlungen oder Anweisungen von Dritten und das Wort lasse ich mir auch nicht verbieten, schon gar nicht von Berglaufoberlehrer und Seiteneinsteiger Berglaufpur Reitmayr. Weder die Vorrangterminregelung wurde von mir erfunden, noch habe ich es nötig, als Nichtbergläufer und Nichtweltmeister der Altersklasse M 70 diskriminiert zu werden. Es gibt bestimmt auch brauchbare Leute, die den Aletsch-Halbmarathon noch nicht gewonnen haben! Ich möchte ganz einfach in Ruhe eine meiner Lebensaufgaben zu Ende bringen und nicht ständig vom Demagogen Reitmayr drangsaliert werden.
„Schwäbischer Gruß“ (Wolfgang Amadeus Mozart, Köchelverzeichnis 231/233/1782) 

Georg Anfang
30. August 2008
 

Marco de Gasperi entscheidet sich für Bergen

Gasperi 2006Der weltbeste Bergläufer der bergauf/bergabführenden Disziplin, der Italiener Marco de Gasperi kommt zum Hochfellnberglauf.am 28. September. Bergen habe er nun endgültig in sein Wettkampfprogramm aufgenommen, teilte er dem Organisationschef Georg Anfang mit. Er wird mit Vizeeuropameister Einzel und Europameister Team Bernhard Dematteis anreisen, seine Freundin, die WM-Vierte 2007 und Europameisterin 2008 Elisa Desco jedoch will die endgültige Zusage vom Abschneiden bei einem Marathon dieses Wochenende abhängig machen. Eine Woche vor Bergen startet der 31jährige de Gasperi bei der „World Mountain Running Trophy“, der Berglauf-Weltmeisterschaft in Crans Montana/ Schweiz (reinbergauf) und wird seinen fünf Weltmeistertiteln im Einzel und sechs WM-Titeln in der Teamwertung mit ziemlicher Sicherheit einen weiteren WM-Mannschaftstitel hinzufügen. De Gasperi, Hochfellnberglaufsieger 2006, war dritter der Europameisterschaft dieses Jahres in Zell/Schwarzwald und holte den EM-Titel mit der Mannschaft. Für Schlagzeilen sorgte der CS.Forestale-Profi am 25. September 2005, als er die Weltmeisterschaft in Wellington/Neuseeland „sausen ließ“ und zeitgleich beim Hochfellnberglauf Bergen einen überzeugenden Sieg landete. Robert Krupicka/CZE, Andrzey Dlugosz, POL, Weltmeister Helmut Schmuck/AUT und Izabela Zatorska/POL starteten 2005 ebenfalls am Hochfelln, als den Bergenern als Retourkutsche für den Ausstieg aus der Grand-Prix-Serie der WM-Termin „vor die Nase gesetzt“ wurde.

ng 27.8.2008

 

Deutsche Bergläufer absolute Spitzenklasse

Der deutsche Meister Timo Zeiler vom TSV Trochtelfingen, Markus Jenne vom USC Freiburg         und Sylke Schmitz vom TSV Kiepingen landeten am Wochenende sensationelle Siege bei Schweizer Berglaufklassikern. Silke Schmitz gewann am Samstag den Inferno Halbmarathon Mürren von Lauterbrunnen (795 m) zum Schilthorn (2970 m) und einem Höhenunterschied von 2175 Meter. Bei den Männern siegte zum dritten Mal in Folge Markus Jenne. Der 32 jährige überzeugte bereits mit einem Sieg beim Stanserhornberglauf/Schweiz (10,0 km, 1400 HD), bei der Europameisterschaft in Zell/Schwarzwald auf der bergauf/bergabführenden Strecke aber kam Jenne nicht zurecht und wurde enttäuschender 26. Am Sonntag stand für das deutsche Team der Matterhornlauf Zermatt auf dem Programm und die internationale Konkurrenz schielte insbesondere auf Timo Zeiler, der inzwischen zur Berglaufweltklasse aufgerückt ist und der sich in einem mehrwöchigen Trainingslager auf der Brettmeralp individuell auf Zermatt und die Berglaufweltmeisterschaft in Crans Montana vorbereitete. Zeiler, in den vergangenen Jahren meist einziger Deutscher, der sich der internationalen Konkurrenz stellte und sich dabei die notwendige Härte aneignete, wiederholte bei der 26.   Auflage des Matterhornlaufes den Vorjahressieg. Zuvor schon überzeugte Zeiler mit den Siegen beim Berglauf-Grand Prix Grand-Ballon/Frankreich, dem größten europäischen Berglauf, dem Aletsch-Halbmarathon/Schweiz (21,1 km, 1050 HD) und beim Berglauf-Grand-Prix Meran/Italien, wo er hinter Jonathan Wyatt hervorragender Zweiter wurde und dabei auch den „großen“ Marco Gayardo besiegte. In dieser Form ist Zeiler durchaus ein Spitzenplatz, wenn nicht eine Medaille bei der Berglaufweltmeisterschaft in Crans Montana zuzutrauen. Mit Zeiler, Jenne, den erst 20 jährigen Manuel Stöckert als „dritten Mann“, (der in Zermatt als 6. Gesamt von 589 Teilnehmern aufhorchen ließ) und einem weiteren Absicherer mit ST-Kader-Zugehörigkeit, vielleicht Josef Beha vom TSV Unterkirnach       müsste auch das Männerteam an den großen Erfolg von Girdwood/Alaska 2003 anknüpfen können. Auch die Frauen schlugen sich in Zermatt ausgezeichnet. Veronika Ulrich von der LG Telis Finanz Regensburg als Vierte der Gesamtwertung musste sich nur der Hochfellnberglaufdritten 2004 Daniela Gassmann/Schweiz, Sarah Tunstall, EM Dritte 2008, und Viktoria Wilkenson, EM-Vierte 2008 (beide Großbritannien) geschlagen geben. Anette Bendig vom DLV-Team kam auf den hervorragenden 6. Platz.

ng 24.8.2008

 

Deutsche Spitzenklasse am Start

Auch Veronika Ulrich kommt zum Hochfellnberglauf

Nach Helmut Schießl, dem deutschen Meister 2003, 2004, 2005, 2006 und dem amtierenden Deutschen Meister Timo Zeiler ist mit der Zusage von Veronika Ulrich beim „Großen Preis von Deutschland“ auch in der Frauenklasse die nationale Spitze am Start. Die Saarländerin, die für die LG Telis Finanz Regensburg startet, kann eine Fülle von herausragenden Ergebnissen aufweisen: Deutsche Vizemeisterin Berglauf 2007 und 2008, vierte bei der DM 2008 Halbmarathon, fünfte bei der DM 2008 5000 Meter und Erfolge auch bei Crosswettbewerben dieses Jahres. Die Vielstarterin vertrat die Deutschen Farben bereits bei der Europameisterschaft (19. Rang) und hat sich für die Berglaufweltmeisterschaft vom 18. bis 22.9 in Crans Montana/Schweiz qualifiziert. Ulrich kennt die WM-Strecke vom DLV-Trainingslager 2007, wettkampfmäßig ist Bergen für sie noch „Neuland“.

 

Kein Interesse am WMRA-Berglauf-Grand-Prix 2009

Die Entscheidung ist gefallen! Der schriftlichen Bitte der WMRA, eine Bewerbung für den WMRA-Berglauf-Circuit 2009 abzugeben, wird Hochfellnberglauforganisator Georg „Bibi“ Anfang nicht nachkommen. Die Taktik der hohen Herren, möglichst viele Bewerber anzuheuern und dann den Zuschlag jenen zuzuschanzen, die am Obrigkeitshörigsten sind, wurde durchschaut. An der „Vision 2009“ waren sie nie ernsthaft interessiert, hätte die Einführung doch weitgehend das Aus ihrer Funktionärskaste bedeutet. Der deutsche Berglaufberater Wolfgang Münzel, wie immer im Glauben, sein Präsident Danny Hughes und der Chefideologe aus Smarna Gora seien grundehrlich und herzensgut, hatte den offiziellen Auftrag, den Bergenern und den „Ehemaligen“ einzureden, „quasi pro forma“ eine Bewerbung für 2009 einzureichen. „Im Januar in Monte Carlo“ so Münzel, „wird dann schon die entsprechende Lösung gefunden werden“. Leidvolle Erfahrungen der Vergangenheit lassen eine derart positive Grundhaltung aber nicht zu. Die Aussage von Tomo Sarf beim Feuerkogelberglauf in Ebensee am 10. August bestärkt unseren erheblichen Vorbehalt. Und logisch ist die geplante Vorgehensweise schon gar nicht. Wenn Anfang Oktober bereits die Internationale Kalenderkonferenz stattfindet, müssen spätestens im September die Weichen gestellt und Veranstalter und Termine festgelegt sein. Was soll dann in Monte Carlo noch „ausgehandelt“ werden? Die Vision 2009 kommt also nicht zum Tragen und solange das WMRA-Council nicht runderneuert ist, wird sich auch am bedauerlichen „Zustand“ des WMRA-Grand-Prix-Circuits nichts ändern. 
Der Deutsche Berglaufklassiker (Deutscher Berglauf- Grand-Prix), der 36. internationale Hochfellnberglauf am 27. September 2009, gleichzeitig Deutsche Meisterschaft wird auch ohne Senf der WMRA-Directoren auf hohem Niveau über die Bühne gehen.

ng 17.8.2008
 

Günstlingswirtschaft mit IAAF-Permit

Am 20.12. 2003 stellte der Vorsitzende des Skiclubs Bergen und Organisationschef Hochfellnberglauf, Georg Anfang, vorschriftsmäßig mit offiziellem Formular, in englischer Sprache und unter Einhaltung des „Amtsweges“ über den Deutschen Leichtathletikverband (DLV) den Antrag auf IAAF-Anerkennung. Nach Prüfung aller Unterlagen verlieh die International Association of Athletics Federations (IAAF) dem   Hochfellnberglauf schließlich den Status „herausragend“. Der Hochfellnberglauf durfte somit auch das IAAF-Logo führen und ist international erneut aufgewertet worden. Nachdem sich der Hochfellnberglauf aus bekannten Gründen von der „Fuchtel“ der World Mountain Running Assoctioation (WMRA) befreite und sich vom Grand-Prix-Zirkus zurückzog, wurde dem Skiclub Bergen seitens der WMRA das IAAF-Permit wieder aberkannt und das Führen des IAAF-Logos untersagt. „Durch die Abkehr vom WMRA-Grand-Prix sind die Voraussetzungen nicht mehr gegeben“, erklärte WMRA-Director Tomo Sarf. Dabei hat sich an der Organisation, Infrastruktur, Etat usw. absolut nichts geändert und auch ohne WMRA-Diktat zählt der Hochfellnberglauf weiterhin zu den bestbesetzten Bergläufen weltweit. Im Sommer 2006 hat Bergen einen neuen Anlauf gestartet. Anfang stellte Antrag, „die entsprechenden Schritte zu unternehmen, dass die IAAF ihr Permit auch Organisatoren zubilligt, die im WMRA-Terminkalender (Preliminary-Calender) aufgenommen sind und dadurch den WMRA-Status WMRA-Affilatet Race haben. Die dort aufgeführten Rennen, meist weltbekannte Klassiker, sind den meisten Grand-Prix-Veranstaltern ebenbürtig, wenn nicht haushoch überlegen. Die einseitige Bevorzugung der WMRA-Grand-Prix-Veranstalter müsse deshalb abgestellt werden“. Keine Antwort, keine Reaktion! Gleichzeitig aber wurde dem „2. Obudo Ranch international mountain race Nigeria“, ebenfalls nicht WMRA-Grand-Prix, das Permit zugeschanzt. “Indossiert“ durch Danny Hughes ködert der westafrikanische Veranstalter mit 229.000 US-Dollar! die Weltklasseathleten. Geld wie Heu im ansonsten armen Nigeria. Auf internationalem Standard, Tradition, Erfahrung, jedoch kann Obudo in der ehemaligen britischen Kolonie nicht zurückgreifen. In ihrer Homepage räumen die „Neureichen“ ein, „sich zu bemühen, das diesjährige Rennen sicherzustellen und besser zu organisieren als voriges Jahr.“

Und nun eine neue Erfindung der Verantwortlichen der WMRA: Als Anreiz für neue WMRA-Grand-Prix-Bewerber werden neuerdings sogar „Level II-Rennen“, die mühsam zusammengekratzt werden, mit dem IAAF-Permit geködert. Grand Ballon und Schneeberglauf 2008, weiß Gott wer Aller 2009 dürfen das IAAF-Logo führen, nicht aber die Abtrünnigen Glocknerlauf/Heiligenblut, Matterhornlauf Zermatt, Challenge Susa, Mölten und der Hochfellnberglauf Bergen! Und der Deutsche Leichtathletikverband zog sich ein weiteres Mal ins Schneckenhaus zurück: Unsere Bitte um Auskunft, „ob es rechtens ist, dass der WMRA Strafmaßnahmen verhängte und ob die Aktion mit dem nationalen Verband abgestimmt war“, blieb traditionell unbeantwortet. Was sagt Otto Klappert, der angeblich die deutschen Interessen im internationalen Verband so hervorragend vertritt, zu diesem hinterkünftigen Meisterstück der „Sportdiplomatie“?

Urkunde IAAF

ng 15.8.2008
 

Helmut Schießl kommt zum Hochfelnberglauf

Schiessl HelmutHelmut Schießl, Weltmeister Langdistanz, Europameister Berglauf-Extrem und vierfacher Deutscher Meister startet beim Hochfellnberglauf 2008 am 28. September. Aus Zinal/Wallis, wo er in dem Klassefeld von 20 Nationen den hervorragenden 4. Platz erkämpfte, gab „Fuzzi“, wie ihn alle nennen, dem Bergener Organisationschef „Bibi“ Anfang am 10. August telefonisch die definitive Startzusage. Bergen sei fest in seinem Wettkampfkalender verankert, meinte das Allgäuer Orginal. Und obwohl er vom Profileben wieder Abstand genommen hat und nun wieder als Zimmerer im Vollerwerb ziemlich ausgelastet sei, glaubt er, an seine traditionelle Hochfellnberglaufform anknüpfen zu können. An 14. Stelle rangiert Schießl in der ewigen „Bestenliste“, seine persönliche Bestzeit von 43.32.0 Minuten glaubt der 36 jährige Buchenberger durchaus „verbesserungsfähig“. Neben dem sportlichen Ehrgeiz sei für ihn Ehrensache, beim Deutschen Berglaufklassiker, dem Großen Preis von Deutschland anzutreten, meinte Schießl, der nach wie vor zur Berglaufweltelite zählt. Als Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft 2009 jedenfalls sieht Schießl seinen Einsatz beim deutschen Grand-Prix nicht: er kennt alle Schlüsselstellen der Strecke, ist er neben seinen Einsätzen doch oft auch trainingshalber auf seiner “Hausstrecke“ unterwegs.

ng 10.8.2008

 

Marco Gayardo gewinnt Berglauf-Grand-Prix Feuerkogel

Sensationelle „Vorstellung“ von Frauensiegerin Andrea Mayr

Den fünften von sieben WMRA-Wertungsläufen 2008, den Feuerkogelberglauf Ebensee/Österreich entschied in Abwesenheit von Seriensieger Jonathan Wyatt der Berglaufeuropameister 2003 und 2006, Marco Gayardo/Italien. Mit 57.32,8 Minuten verwies er Andrzey Dlugosz, Polen (58.58.4) und Mitja Kosovelj, Slovenien (59.15.8 Minuten) auf die Plätze zwei und drei. Gayardo liegt in der Gesamtwertung vor dem B-Lauf Schneeberg/AUT und dem Finale Smarna Gora jetzt auf dem 2. Rang, der Gesamtsieg ist Wyatt mit drei Siegen und 300 Punkten nicht mehr zu nehmen. Der Damensieg ging an die Welt- und Europameisterin Andrea Mayr vom SSV Schwechat/Österreich, die offenbar den Frust für die knapp entgangene Olympianorm in Form von viereinhalb Minuten Vorsprung vor der Neuseeländerin Anna Frost und neuem Streckenrekord (58.21.8 Minuten) ausließ. Dritte wurde Mateja Kosovelj/Slovenien (1.03.42.9 Stunden). Die zahlenmäßige Beteiligung, 129 Männer über die 11 Kilometer-Strecke mit 1250 Höhenmeter und 36 Frauen über 9 Kilometer entsprachen keinesfalls dem Status von WMRA-Wertungsläufen der Kategorie A, die zudem mit dem Prädikat IAAF-Permit „herausragend“ beworben werden. Enttäuschend auch die Spitze. Weltklassebergläufer Marco de Gasperi und Gerhard Frick/ITA, Robert Krupicka, CZE, Julien Rancon und Henry Dupont/FRA, Helmut Schießl/TSV Buchenberg und Anna Pichrtova/CZE zogen einen Einsatz beim Schweizer Bergklassiker Sierre-Zinal vor, Emanuele Manzi/ITA, und Helmut Schmuck/AUT starteten bei der Berglauf-Extrem-Europameisterschaft in Italien und Jonathan Wyatt legte nach einer beeindruckenden Siegserie eine „schöpferische Pause“ ein. Nach den Erfahrungen 2008 werden sich wohl auch einige WMRA-Grand-Prix-Veranstalter eine schöpferische Pause gönnen.

ng 10.8.2008

 

Sierre-Zinal eine Beute von Marco de Gasperi

Streckenrekord von Anna Pichrtova

Während die World Mountain Running Association (WMRA) seine Grand-Prix-Serie beim Feuerkogel-Berglauf Ebensee/Österreich auf mittlerem Niveau fortsetzte, zog die Weltspitze einen Einsatz beim Schweizer Berglaufklassiker Sierre-Zinal vor. Der fünffache Berglaufweltmeister und weltbeste Bergläufer auf bergauf/bergab-Distanzen, Marco de Gasperi/Italien, dritter noch bei der Europameisterschaft dieses Jahres, hat seine Verletzung offenbar ausgeheilt und präsentierte sich bei der 35. Auflage des weltbekannten Laufes von Sierre nach Zinal/Wallis in bestechender Form. De Gasperi bewältigte die Strecke über 31 Kilometer und einem Höhenunterschied von 2200 Meter (davon 800 Meter bergab) in 2.30.50 Stunden, nur 1.38 Minuten fehlten ihm zum Streckenrekord von Weltmeister Jonathan Wyatt (2.29.12 Stunden vom Jahr 2003). Platz zwei ging an den Tschechen Robert Krupicka (2.35.44.) Der 36jährige Spanier Agusti Roc, international herausragender Skibergsteiger, Skyrunner und Duathlet lag beim ersten Kontollpunkt Candolin mit 1.06.38 noch knapp in Führung. Dann aber drehte de Gasperi mächtig auf. Bei der Zwischenzeit Weisshorn lag der Favorit bereits zweieinhalb Minuten vorn und letztendlich vergrößerte de Gasperi seinen Vorsprung auf Roc auf 8 Minuten. Robert Krupicka, Tschechien, am Weisshornkontrollpunkt noch Dritter, spielte seine größere Berglauferfahrenheit auf dem letzten Streckenteil aus und konnte den Spanier noch auf den dritten Platz verweisen. Individualist Helmut Schießl, TSV Buchenberg stellte mit 1.51.54 Stunden und dem 4. Gesamtrang unter Beweis, dass er noch immer zur Berglaufweltklasse zählt. Für die Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in Crans Montana konnte der mehrfache deutsche Meister dennoch nicht gewonnen werden.

Bei den Frauen verblüffte Welt- und Europameisterin Anna Pichrtova, Tschechien erneut die Berglaufwelt. Sie gewann vor Weltmeisterin 2000 Bergen, Angela Mudge (GBR), verbesserte ihre eigene Bestmarke von 2.55.19 auf 2.54.26 Stunden und schockte als Gesamtsiebzehnte! von 988 Teilnehmern aus 20 Nationen die männliche Konkurrenz. Weitere 1784 „Touristen“ und 114 Junioren wählten die verkürzte Strecke über 19 Kilometer.

ng 10.8.2008

 

Deutsche Berglaufmeisterschaft 2009

Berglaufmeisterschaften 2009 Bergen

Hochfellnberglauf 2009 definitiv am 27. September

Skiclub Bergen kann Entscheidung des Bundespräsidenten nicht abwarten

Unabhängig der Terminfestsetzung der Bundestagswahl 2009: der 36. Internationale Hochfellnberglauf,- gleichzeitig Deutsche Berglaufmeisterschaft- wird am Traditionstermin letzter Sonntag im September ausgetragen. Die Entscheidung des Bundespräsidenten kann nicht abgewartet werden. Der Skiclub Bergen musste den Termin den Sportdachverbänden International Amateur Athletics Federations (IAAF), European Athletic Association (EAA) und dem Deutschen und Bayerischen Leichtathletikverband (DLV, BLV) benennen, die ihrerseits den einzigen internationalen Berglauf Deutschlands in den Rahmenterminkalender 2009 aufgenommen haben.

Der Termin für die Bundestagswahl 2009- sofern es nicht zu einer vorzeitigen Auflösung des Bundestages kommt- muss laut Artikel 39, Absatz 1 Grundgesetz zwischen dem 19. August und dem 18. Oktober 2009 liegen. Da grundsätzlich der Termin der Bundestagswahl nicht mit den Hauptferienzeiten kollidieren soll, dürfte der Wahltag nicht vor dem 20. September liegen. Der Wahltag wird vom Bundespräsidenten festgelegt. Er tut dies in der Regel im Einvernehmen mit der Bundesregierung und den Landesregierungen. Falls die Entscheidung auf den 3. oder 4. Sonntag im September fällt, - wie 1998, 2002 und 2005- so wäre diesmal der 20. oder 27. September 2009 der Wahltag. Der 27. September ist seit 36 Jahren der Traditionstermin sowohl des Hochfellnberglaufes, als auch des Berlin-Marathons. Nach Rücksprache mit dem DLV und dem Präsidenten des BLV, Thalhammer wurde nun für beide Sportgroßveranstaltungen endgültig der 27. September 2009 benannt. Sollte es tatsächlich zur Terminüberschneidung mit der Bundestagswahl kommen, sehen die nationalen Verbände und die örtlichen Organisatoren keine größeren Probleme 

ng 8.8.2008

 

„Kurzer Prozeß“ von Jonathan Wyatt beim Berglauf-Grand-Prix-Telfes

Tagessieg, Streckenrekord, Grand-Prix-Gesamtsieg. Weltklassebesetzung bei der 20. Auflage des Traditionslaufes

Jonathan Wyatt TelfesBerglaufweltmeister Jonathan Wyatt aus Neuseeland und die Tschechin Anna Pichrtova, - beide sind auch beim Hochfellnberglauf am 28. September am Start- gewannen mit Riesenvorsprung den Schlickeralmlauf zum Sennjoch (2.225 m). Beide unterboten auch die Rekorde von Marco Gayardi/Italien (1.00.13 Stunden) und Renate Rungger/Italien (1.09.03) auf der neuen Strecke (ohne Dorfrunde, jedoch mit einer Schleife rund um den Schneekanonenspeichersee). Auf der Orginalschlickeralmstrecke (WM-Strecke), die bis 2007 gelaufen wurde, verewigte sich Jonathan Wyatt (55.32 Minuten) und Birgit Sonntag, OSC Berlin (1.09.05 Stunden). Wyatt spulte sein bekanntes Programm auch beim fünften von sieben Grand-Prix-Wertungsläufen herunter: 50 Sekunden Vorsprung an der ersten Schlüsselstelle Hocheck bereits vor Gates und Gayardo, bei der Schlickeralm, dem Ziel der Tourenläuferklasse (7.3 km, 600 HD), mit Zwischenzeit von 35.16 Minuten, betrug sein Vorsprung auf Gayardo und Gates bereits 1.15 Minuten und niemand zweifelte mehr an einem weiteren überlegenen Tagessieg des fünffachen Weltmeisters. Anna Pichrtova passierte die „Schlick“ mit 40.53 Minuten und auch sie vergrößerte den Vorsprung auf den Steilserpentinen zum Sennjoch. In dieser Form haben sich Wyatt und Pichrtova für die Weltmeisterschaft in Crans Montana/Schweiz eindrucksvoll „in Position“ gebracht.

Totgesagte leben länger

Telfes/Stubaital ist einziger Organisator noch der Gründungsserie Berglauf-Grand-Prix 1997 Bergen-Telfes-Lenzerheide und der späteren „BIG 5“ Bergen, Telfes, Zermatt, Heiligenblut, Sexten, (2000), der dem WMRA noch die Treue hält. Alle anderen Berglaufklassiker haben wegen des Dirigismus des Dachverbandes und der hohen Abgaben längst das Handtuch geworfen und sind auch ohne WMRA „glücklich geworden“. Der Schlickeralmlauf Telfes wiederum stand vor zwei Jahren generell auf der Kippe, nachdem der jahrelange Hauptsponsor Raiffeisen abgesprungen war. „Entwarnung“ gab es in letzter Minute, als der Tourismusverband Stubai/Tirol und das Skigebiet Schlick 2000 den Part übernahm. Dieses Jahr steigerte Organisator Ernst Künz die Klassebesetzung erneut und überraschte die Berglaufwelt mit der Nachricht, Telfes werde nach 2 Weltmeisterschaften (1990 und1996) im nächsten Jahr die Berglauf-Europameisterschaften austragen. Der Zuschlag der EM hatte zur Folge, dass viele zusätzliche Spitzenläufer angereist waren, um die 11 Kilometer lange Herren-WM-Strecke mit einem Höhenunterschied von 1310 Meter einer Generalprobe zu unterziehen. Weltklasse pur also, Telfes 2008 stellte hinsichtlich Besetzung selbst die diesjährige Europameisterschaft in Zell/Schwarzwald in den Schatten. Mächtig aufgemotzt hat Telfes auch das Rahmenprogramm. Geboten wurde neben dem Elitelauf zum Sennjoch 226 Teilnehmer, davon 37 Frauen, einem Hobbylauf zur Schlickeralm (66 Teilnehmer), am Vortag Kinderläufe im Ortskern mit 93 Teilnehmer, und ein „Charity-Lauf“, bei dem pro gelaufenen Kilometer 2.- Euro an den Sozialsprengel Stuibai gingen. Die Nudlparty mit Siegerehrung Kinderläufe, öffentlicher Startnummernverlosung und „Promivorstellung von A-Z“ verdient mindestens die Einstufung mittleres Dorffest. „Telfes ist das Monte Carlo des Berglaufes, klein, stolz, elitär“. Dieses Zitat von Berglaufjournalist Kurt Brunbauer hat vor Jahren Schlagzeilen gemacht. Und auch dieses Jahr profitierte der Ferienort im Stubaital von den Schwächen der anderen Grand-Prix-Partner, die die World Mountain Running Association (WMRA) die letzten Jahre jeweils mit „Ach und Krach“ zusammenkratzte.

Deutsche Spitzenläufer waren nicht am Start. Timo Zeiler, der zwischenzeitlich in der Grand-Prix-Gesamtwertung hinter Wyatt auf dem zweiten Platz lag, ist somit auf Rang drei (punktgleich mit Dlugosz) zurückgefallen. Zeilers Trainer und Manager zieht vielmehr nach ein mehrwöchiges Hohentrainingslager auf der Brettmeralp vor. Am 24. August startet der Deutsche Meister 2008 beim Matterhornlauf Zermatt und bereitet sich gezielt auf die Weltmeisterschaft vor, wo nach Aussage von DLV-Berglaufberater Wolfgang Münzel endlich wieder einmal eine Medaille fällig wäre. Bester Deutscher Teilnehmer war Franz Prager vom SC Otterskirchen als 26. Gesamt und einer Laufzeit von 1.11.16. Bester Inn/Chiemgauer Felix Welkammer von der LG Rupertiwinkl (41./1.19.23 Stunden). Sabrina Prager, die Tochter vom Prager Franz, belegte in dem Klassefeld von Spitzenläufern aus 11 Nationen den 15.Gesamtrang. Ob die Leistung für die Nominierung für die WM doch noch reicht, konnte ihr Münzel „spontan“ nicht beantworten.

ng 03.08.2008

 

Aus aktuellem Anlass:

Berglauf-Grand-Prix, Vision 2009

(darüber, dass es grundlegender Neuregelung bedarf, sollte eigentlich nicht zur Diskussion stehen)

Weitgehend „alte Mannschaft“, eingespieltes Team, volle Akzeptanz seitens der Weltklasseathleten, ähnlich gleicher Background:

Heiligenblut/Großglockner, Zermatt/Matterhorn, Bergen/Hochfelln und Meran 2000. Telfes kommt 2009 wegen Durchführung der Europameisterschaft nicht in Frage

plus Weltmeisterschaft (wichtig wegen Preisgelder, WM werden sonst allmählich für Profis uninteressant, sie laufen dort, wo es Preisgelder gibt) 

Aktuelle Weltrangliste (Jahresbestenliste), Ermittlung der sog. Roten Gruppe, als Basis für angemessenen Spesenersatz im kommenden Jahr

IAAF bzw. WMRA übernimmt Preisgeld für Gesamtwertung. Die Veranstalter wiederum sind für die Athletenakquirierung zuständig

Außer gemeinsame Werbung in Fachzeitschriften (Journalen) keine zusätzlichen Ausgaben

FIX-Turnus. Neue Bewerber nur dann, wenn von den „BIG 5“ (nach dem Beispiel Skiweltcup) einer aufhört oder nach Abstimmung (2/3 Mehrheit)

Souveränität ( wie z.B. 2000), keinerlei Einflussnahme in organisatorische Angelegenheiten und Regularien (Skiweltcupwertung 100, 80, 60 zum Beispiel), Patronat (Ehrenschutz) IAAF, EAA, WMRA, nationale Verbände

Terminschutz

alle Veranstalter IAAF-Permit

Sitz und Stimme im Kongress und Einbindung auch in die jährliche Tagung in Monte Carlo

Jährliche Veranstalterkonferenz in wechselnden Orten (Mitte Oktober)

Wahl/Festlegung der Zuständigkeitsgebiete innerhalb der „Big 5“. Technischen Delegierten bestimmen.

ng 02.08.2008

 

Zeiler und Heilig-Duventäster Deutsche Berglaufmeister

Karwendel-Teilnehmerrekord- Witterungsbedingte Streckenverkürzung

DuventästerBerglaufweltklasseathlet Timo Zeiler vom TSV Trochtelfingen und Seniorenwelt-und Europameisterin Marie Luise Heilig-Duventäster von der LG Welfen siegten bei der Deutschen Berglaufmeisterschaft im Rahmen des Karwendelberglaufes Mittenwald. Für Zeiler und auch für die 47-jährige Heilig-Duventäster waren es die ersten Deutschen Meistertitel. Zeiler, als Referenz einen Matterhornsieg, einen Sieg beim Aletsch-Halbmarathon und einen 2. Platz beim Grand-Prix Meran (hinter Jonathan Wyatt und vor Marco Gayardo) im Gepäck, bestätigte auf vorsorglich geringfügig verkürzter Strecke und 1312 Höhenmetern erneut seine Klasse, der Streckenrekord von Wyatt auf der Orginalstrecke (59.10 Minuten) blieb unangetastet. Der Nachfolger des vierfachen Titelträgers Helmut Schießl siegte mit 1.00.11 Stunden deutlich vor seinem Natinalmannschaftkollegen Markus Jenne vom USC Freiburg (1.01.53) und Josef Beha vom FC Alemannia Unterkirnach (1.02.56 Stunden). Eng hingegen ging es bei den Frauen zu. Die 47-jährige „Vielstarterin“ Cross, Bahn, Straße und Halle, Heilig-Duventäster, konzentrierte sich zuletzt auf die Disziplin Berglauf und feierte große internationale und nationale Erfolge. Ihre vielleicht noch größere Erfahrung war dann wohl auch ausschlaggebend für Zeilerden knappen Sieg. Nur sechs Sekunden war ihr Vorsprung vor der 38 jährigen zweifachen Mutter Veronika Ulrich, LG Regensburg (1.15.34). Dritte wurde Lisa Reisinger, SSC Hanau-Rodenbach mit 1.17.31 Stunden. Nur eine Silbermedaiile für Bayern, und die auch nur durch Veronika Ulrich, die erst vor kurzem von der LG Isenburg zur LG Telis Finanz Regensburg gewechselt ist ! Die Bilanz für Bayerische Bergläufer ist enttäuschend. Der beste „Gebirgler“ war Andreas Biberger vom Laufclub Mittenwald auf dem 7. Gesamtrang! Dabei wurde immer das Argument angeführt, dass die „Flachländler auf alpinen Strecken nicht gerade „zuhause“ seien. Die Teilnehmerzahlen entsprachen mit 362 zwar nicht annähernd denen des Vorjahres in Müllheim/Baden (486), bedeuten dennoch Teilnehmerrekord für den Karwendellauf Mittenwald. Müllheim allerdings zählt mit 10,5 Km und 905 Meter Höhenunterschied zu den eher leichteren Berglaufstrecken, während Mittenwald mit 10, 5 km und 1425 Höhenmeter zum Karwendel (2335 m) die Breite doch weitgehend abschreckt. Beste Inn/Chiemgauer waren Rolf Keller vom SC Haag (49; 1.13.15), Berglauf-Austragler Andreas Stitzl, SC Bergen (59; 1.14.45) und Michael Egger von der LG Steigenberger (71; 1.15.13). Frauen: Paula Mangold-Wolf, (20. 1.25.27), und Martina Hackenberger (29; 1.30.46)

ng 28.7.2008

 

Jonathan Wyatt Glocknerkönig 2008

Anna Pichrtova Frauensiegerin mit 9 Minuten Vorsprung- Ideales Laufwetter und angenehme Temperaturen

Auch beim schönsten und größten Berglauf Österreich, dem Großglocknerberglauf, der vom Tourismusverband Heiligenblut veranstaltet wurde und für dessen sportliche Leitung der WSV Heiligenblut verantwortlich zeichnete, setzte Weltmeister Jonathan Wyatt seine beeindruckende Siegserie fort. In der laufenden Berglaufsaison hat der Neuseeländische Berglaufprofi alle Rennen gewonnen, und selbst dann die Konkurrenz beherrscht, wenn er am Vortag wie zum Beispiel beim LBS Marathon Liechtenstein (42,2 km, 1800 bergauf, 600 m bergab) oder beim Graubünden Marathon zum Rothorn (42.2 km, 2682 Höhenunterschied) neuen Streckenrekord lief. Den Sieg von Heiligenblut (1256 m) zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2370 m) mit einer Streckenlänge von 12,6 km und einem Höhenunterschied von 1520 m musste sich Wyatt diesmal aber hart erkämpfen. Marco Gayardo und Robert Krupicka hatten keinen Respekt vor dem großen Namen und übernahmen in einzelnen Teilstücken sogar die Führung. Gayardo war auch beim Bergsprint auf den letzten und anspruchsvollsten 800 Metern von der Pasterze zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit 8,21 Minuten drei Zehntel Sekunden schneller als Wyatt. Letztendlich setzte sich aber der weltbeste Bergläufer deutlich durch und gewann mit 1.12.01 Stunden vor Marco Gayardo (1.12.45) und Robert Krupicka (1.12.46)
Bei den Damen brachte sich Anna Pichrtova, CZE, die bei der Europameisterschaft vor 14 Tagen noch „schwänzte“, mit 1.25.09 Stunden und als 22. des gesamten Teilnehmerfeldes eindrucksvoll in Erinnerung. Deutsche Spitzenläufer waren nicht am Start. Die Leistung von Franz Prager vom WSV Otterski mit 1.27.01 als 28. der Gesamtwertung und 1. Sieger der Wettkampfklasse Männer 50 und bester deutscher Teilnehmer verdient Hochachtung. Bester Läufer des Chiemgaues war Martin Nüß von der LG Chiemgau-Steigenberger als 15. der Klasse M 30 mit einer Laufzeit von 1.40.02 Stunden. 731 Teilnehmer aus 26 Nationen nahmen den Glocknerlauf in Angriff. Sie wurden über die alpinen Gefahren und die Wetterprognose ständig umfassend informiert. Probleme gab es durch größtmöglichster Vorsorge des Veranstalters keine, die Stimmung bei der Laufmesse und im Zielgelände war aber die Zugspitztragödie doch etwas beeinträchtigt.

Ergebnis:

 1. Jonathan Wyatt      Neusseeland         1.12.01 Stunden
 2. Marco Gayardo      Italien           1.12.45
 3. Robert Krupicka     Tschechisch Republik     1.12.46
 4. Rickey Gates       USA             1.13.48
 5. Markus Kröll       Österreich          1.14.17
 6. Martin Cox        Großbritannien        1.17.56
 7. Robert Stark       Österreich          1.18.21
 8. Pavel Brydl       Tschechische Republik    1.18.29
 9. Jon Toedt        Norwegen           1.18.53
10. Jan Blaha        Tschechische Republik    1.20.42

Frauen:

 1. Anna Pichrtova      Tschechische Republik     1.25.09
 2. Irmi Kubicka       Österreich          1.34.11
 3. Anne Buckley       Großbritannien        1.37.31

 

Erfolgreiche Titelverteidigung von Ahmet Asslan

Berglauf-Europameisterschaft in Zell/Schwarzwald

Der Sieger Ahmet Asslan

Der Sieger auf einer Abwärtspassage - Foto: Winfried Stinn

Die Türkei hat mit Männersieger Ahmet Asslan, Juniorensieger Hasan Pak, Gold im Juniorenteam, Bronce in der Teamwertung Männer und drei Gold, eine Silber und zwei Broncemedaillen die jahrelange Vormachtstellung der Italiener gebrochen. Das Italienische Team wiederum hielt sich mit dem Sieg von Elisa Desco, Gold im Teambewerb Männer, Silber von Bernard Dematteis und Bronce von Marco de Gasperi bei den Männern, Silber mit dem Juniorenteam und Bronce in der Teamwertung Frauen schadlos. Der fünffache Weltmeister und weltbeste bergauf/bergab-Läufer Marco des Gasperi musste sich mit Platz drei begnügen. Er war wegen einer Muskelverletzung stark gehandicupt und eigentlich nur deshalb angetreten, um den Azzuris den schon traditionellen Mannschaftssieg zu sichern. Das deutsche Berglaufteam enttäuschte. Der vierte Platz von Rene Stöckert, TSV Ostheim bei den Junioren und der 11. Platz von Timo Zeiler, TSV Trochtelfingen lässt aber doch einen gewissen Hoffnungsschimmer aufkommen.
236 Athleten aus 26 Nationen bewältigten bei der 7. Auflage der „European Running Championships 2008” den durchaus anspruchsvollen bergauf-bergabführenden Kurs mit vielen Rhytmuswechseln zum Kuhhornkopf (554 Meter) im Zeller Ortsteil Unterharmersbach im Schwarzwald. Bei den Männern (12,85 Kilometer, plus 804, minus 714 Höhenmeter) setzte sich Vorjahressieger Ahmet Assian/Türkei gegen Bernard Dematteis/Italien und Marco de Gasperi/Italien durch. Die Türken Hasan Pak, Alper Demir und Emrah Akalin dominierten die Juniorenklasse (8.75 km, 566/476 HD). Mariya Bykova/Russland gewann die Juniorinnenklasse (4.10 Kilometer und einem Höhenunterschied von 238 Meter) knapp vor Esra Gullu/Türkei und Tatiyana Prorokova, Russland. Bei den Frauen waren die Titelverteidigerin auf bergauf/bergabführenden Strecken Anna Pichrtova, Tschechische Republik, Vorjahressiegerin reinbergauf Anita Hakenstad- Evertsen/Norwegen und die Österreicherin Andrea Mayr, die die letzten Jahre die Szene beherrschten, nicht am Start. Der Weg war also frei für eine neue Berglauf-Generation und Elisa Desco, Italien meldete mit ihren Sieg vor Constance Devillers/Frankreich und der Britin Sarah Tunstall den Anspruch an. Es war Descos erster internationaler Erfolg in der Disziplin Berglauf, im Halbmarathon oder Bahnwettbewerben kann die 26jährige jedoch beachtliche Bestzeiten aufweisen.

Enttäuschende Gesamtbilanz der Deutschen Mannschaft

Die Männer auf der Strecke

Die Männer auf der Strecke - Foto: Winfried Stinn

Understadement oder Realistisch? Der Berglaufberater des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV), Wolfgang Münzel traute seinem Männer- und Frauenteam „keine besonderen Leistungen“ zu, „weil Bergablaufen nicht unserer Philosophie entspricht und deshalb auch nicht sonderlich trainiert wird“. Lediglich Timo Zeiler, der reinbergauf zur Berglaufsweltklasse aufrückte und auch excellent bergablaufen kann und Junior Rene Stöckert hatte er auf der Rechnung. Zeiler als Elfter und Stöckert als Vierter in der Junioren wertung sorgten tatsächlich für die besten Platzierungen des deutschen EM-Teams. Für die Mannschaftwertung Junioren fehlte der „2. Mann“. Wegen „Nachwuchsproblemen“ konnte Deutschland bei der EM im eigenen Land kein Team entsenden. Die Frauenmannschaft mit Birgit Unterberger (OSC Berlin) auf Rang 25, Natascha Schmitt (LG Eintracht Frankfurt), Rang 30 und Stefani Buss, ASC Rosellen Neuss (34) kam mit 89 Punkten auf Platz Neun in der Mannschaftswertung. Die Männermannschaft mit Timo Zeiler, TSV Trochtelfingen (11.), Markus Jenne, USC Freiburg (26.), Josef Beha, FC Unterkirnach (30.) und Marco Sturm, LG Marathon Regensburg (38.) landete hinter Italien, Spanien, Frankreich, Türkei und Portugal laut DLV-News „erwartungsgemäß im Mittelfeld“. Münzel spricht von „Geduld bewahren und speziell im Nachwuchsbereich neue Wege gehen“. Aber wo her nehmen und nicht stehlen?

ng, 12.7.2008

 

Hochfellnberglauf mit Wertung Kreismeisterschaft

Bayerischer Leichtathletikverband genehmigt Sonderwertung

Auf eine Ausgewogenheit zwischen Spitze und Breite hat das Organisationskomitee Hochfellnberglauf schon immer großen Wert gelegt. Als zusätzlichen Anreiz für Läufer des heimischen Bereiches, die gegen Weltklasseathleten und Berglaufprofis keine reale Chance haben, wurde vor zwei Jahren eine inoffizielle Inn/Chiemgauwertung eingeführt, die auf Anhieb großen Anklang fand. Bei der 35. Auflage des deutschen Berglaufklassikers ist nun eine offizielle Kreismeisterschaft ausgeschrieben und vom Bayerischen Leichtathletikverband (BLV) genehmigt worden. Siegerin und Sieger werden mit dem Titel Chiemgaumeisterin/Chiemgaumeister ausgezeichnet und die ersten drei Frauen/Männer werden vom Veranstalter Skiclub Bergen mit Pokalen „dekoriert“. Online-Anmeldung jetzt schon geschaltet: www.hochfellnberglauf.de

 

„Vorrechtstermin“

Vier Weltmeister (Foto Stinn)

Hochfellnberglauforganisator Georg Anfang mit vier Berglaufweltmeister, von links: Helmut Schmuck, Jonathan Wyatt, Antonio Molinari und Marco de Gasperi

Foto: Stinn

Offener Brief an Helmut Reitmayr

Ich kann Dir schon weiterhelfen: „Vorrechtstermin“/Vorrechtsterminsicherung“ ist keine eigenwillige Wortschöpfung von „Herrn Anfang“, sondern eine Verbandsvorschrift des Bayerischen Leichtathletikverbandes (BLV), an die sich auch der zweifache Weltmeister M 55/M60 zu halten hat. Wenn Dir der BLV wegen Terminüberschneidungen mit rechtzeitig gemeldeten Veranstaltungen innerhalb eines Einzugsgebietes von 50 Kilometer die Genehmigung für den Brauneck-Berglauf versagt hat, dann lass Deine Wut nicht an mir aus und werde nicht noch „gewöhnlicher“, wie Du eh schon landläufig bekannt bist. Bergen ist 96.03 km von Lenggries entfernt (nicht 150 Kilometer) und ist so mit dem Vorrechtstermin überhaupt nicht tangiert. Was sollen dann Deine blödsinnigen Anspielungen und Hetzkampagnen?

Georg Anfang

Hochfellnberglauforganisator

 

Wyatt kommt zum Hochfellnberglauf

Wyatt Hochellnberglauf 2004„Er mag das Rennen und wird auch 2008 nach Bergen kommen“, schrieb Jonathan Wyatt an den Berglauforganisator Georg Anfang am 23.Juni. Der weltbeste Bergläufer war bereits sieben Mal in Bergen. Einmal, im Jahr 1998, eine Woche nach seinem ersten WM-Titel in La Reunion/Indischer Ozean, und ohne Streckenkenntnis, musste er sich noch Weltmeister Antonio Molinari geschlagen geben. 1999, 2002, 2003, 2004, 2007 und bei der „Mountain Running World Trophy (Weltmeisterschaft) im Jahr 2000 in Bergen war er überlegener Sieger. Der Neuseeländer hält auch den Streckenrekord mit 40.34,9 Minuten (2002).

 

Berglauf- EM-Nominierung

Deutscher Leichtathletikverband (DLV) benennt Team für die Berglaufeuropameisterschaft in Zell/Schwarzwald.

Um für das „Heimspiel“ in Zell/Harmersbach eine schlagkräftige Mannschaft an den Start zu bringen, hat sich der Deutsche Leichtathletikverband ( DLV), Referat Berglauf, für die Kaderangehörigen und die weiteren EM-Kandidaten mächtig in´s Zeug gelegt. Eine Lehrgangsmaßnahme war am Pfingstwochenende in Zell und ein weiterer Lehrgang vom 30.5. bis 1. Juni auf der Orginalstrecke Zell angesetzt. Diesen Sonntag wurde ebenfalls auf der EM-Strecke Kuhhornkopf/Zell die Qualifikation für die Nominierung zur Europameisterschaft am 12. Juli ausgetragen. Angesetzt waren zwei Zeitläufe innerhalb 45 Minuten. DLV-Berglaufberater Wolfgang Münzel begründete die ungewöhnliche Selektion, „um einen besseren Eindruck über die aktuelle Leistungs- und Regenerationsfähigkeit der EM-Kandidaten zu gewinnen“. Im ersten Wertungslauf lag Birgit Unterberger, die Vizeweltmeisterin 2000 Bergen mit 18.48 Minuten eine Minute vor Stefanie Buss. Im zweiten Zeitlauf knickte die nach Babypausen wieder erstarkte „Birgit Sonntag“ um und musste das Rennen verletzt beenden. Ihr Vorsprung war aber so deutlich und die Verletzung nicht erheblich, so dass es keine Diskussion über die Nominierung gab. Bei den Männern setzte sich erwartungsgemäß Timo Zeiler vor Marco Sturm und Philipp Klaeren durch. Josef Beha, FC Alemannia Unterkirnach erfüllte im ersten Wertungsdurchgang nicht ganz die Erwartungen der DLV-Offiziellen und muss wahrscheinlich Manuel Stöckert vom TSV Ostheim weichen, der krankheitsbedingt an der Qualifikation nicht teilnehmen konnte, bei den vorangegangenen Lehrgangsmaßnahmen in Zell aber einen sehr guten Eindruck hinterließ.

Wolfgang Münzel und Wilfried Raatz gaben noch an Ort und Stelle die Mannschaft bekannt, die am 12. Juli bei der Europameisterschaft die Deutschen Farben vertreten werden.

Frauen:

Birgit Unterberger, OSC Berlin, Stefanie Buss, ASC Rosellen/Neuss, Lea Bäuscher, TSV Krofdorf, Natascha Schmitt, LG Eintracht Frankfurt

Männer:

Timo Zeiler, TSV Trochtelfingen, Marco Sturm, LLC Marathon Regensburg, Philipp Klaeren, Post-SV Trier, Josef Beha oder Manuel Stöckert.

Juniorinnen: im eigenen Land keine Mannschaft!

Junioren: im eigenen Land keine Mannschaft!

Große Chancen räumen die Verantwortlichen der Disziplin Berglauf im DLV dem deutschen Team allerdings nicht ein. „Es wird überaus schwer, die im Vorjahr in Cauterets gewonnene Broncemedaille mit den Männern in Zell zu verteidigen, denn während es in Frankreich ausschließlich bergauf ging, werden die diesjährigen Titelkämpfe auf einem Bergauf/Bergabkurs ausgetragen. Und das ist eigentlich nicht unsere Stärke“. Bleibt also die Hoffnung auf die World Trophy (reinbergauf) vom 12. bis 14. September in Sierre Crans Montana/Schweiz. Wozu der Trainingsschwerpunkt aber dringend vom Schwarzwald in die Alpen verlegt werden muss.  

ng 22.6.2008

 

Jonathan Wyatt wie ein Präzisionsuhrwerk

Sieg beim Berglauf-Grand-Prix Meran 2000

Dass Jonathan Wyatt sofern irgend möglich jedes Wochenende an zwei Rennen an den Start geht und zweimal gewinnt, darauf hat sich die Konkurrenz bereits eingestellt. Dieses Wochenende brachte der weltbeste Bergläufer sogar das Kunststück fertig, am Samstag beim LGT-Marathon Liechtenstein über 42,2 Kilometer und 1800 Höhenmeter/-600 m zu starten (und in 2.56 Stunden zu gewinnen) und tags darauf den stark besetzten Grand-Prix-Lauf in Meran, 14 Kilometer/1700 Höhenmeter ebenfalls für sich zu entscheiden. Ein kleiner Auszug der eindrucksvollen Siegserie des 36jährigen Neuseeländers: Ende 2007 (29.9. Schneeberglauf Puchberg/Österreich, Sieger Wyatt und 30.9. Hochfellnberglauf Bergen, Sieger Wyatt vor Marco Gaiardo/ITA und Andrzej Dlugosz/CZE.

Anfang 2008: 24.Mai Grand Prix Ovronnaz, Wyatt vor Julien Rancon/FRA und Sebastian Epiney/SUI, 25.Mai Gamperney-Berglauf Grabs, Wyatt vor Gerd Frick/ITA und Skalsky/CZE, 7. Juni Muttersberglauf/Vorarlberg, Wyatt vor Gerd Frick /ITA und Alexander Bolkhovitin, RUS, 8.Juni Leifers-Weissenstein/Südtirol, Wyatt vor Martin Cox/GBR und Christian Depoldi/ITA, 14.Juni LGT Marathon, Wyatt vor Timothy Short/GBR und Urs Jenzer/SUI und schließlich 15. Juni Grand-Prix Meran, Wyatt mit Streckenrekord (1.15.57) vor Timo Zeiler, TSV Trochtelfingen und Marco Gaiardo, (ITA). Wyatt führt mit zwei Siegen die Grand-Prix-Gesamtwertung 2008 an und kein Mensch zweifelt daran, dass er auch dieses Jahr die 1500.- Euro-Siegprämie einstreichen wird.

ng 15.6.2008

 

Timo Zeiler in der Berglauf-Weltspitze angekommen

Mit einem sensationellen zweiten Rang ist der 27jährige Timo Zeiler beim Grand-Prix-Wettbewerb in Meran 2000 in die absolute Weltspitze aufgerückt. Der Trochtelfinger belegte auf der 14 Km langen Strecke mit einer Höhendifferenz von 1700 Metern hinter dem weltbesten Bergläufer Jonathan Wyatt (Neuseeland) Rang zwei und bezwang bei seinem bislang größten internationalen Erfolg sogar Europameister Marco Gaiardo (Italien)

Wilfried Raatz, 15.6.2008

 

Grand-Prix-Vision 2009

Die Damen und Herren des Weltdachverbandes (WMRA) und die „Wahlmänner“ der einzelnen Nationen beim Kongress 2008 in Crans Montana sollten ruhig darüber ein paar Gedanken verschwenden! Weitgehend „alte Mannschaft“, eingespieltes Team, volle Akzeptanz seitens der Weltklasseathleten, ähnlich gleicher „Background“: Heiligenblut (Großglockner), Zermatt (Matterhorn) Telfes (Stubaital), Bergen/Hochfelln. „Big four“, plus Weltmeisterschaft (World-Trophy). Wichtig schon deshalb wegen der Preisgelder. Weltmeisterschaften werden allmählich für Profis uninteressant, sie starten dort, wo es „Topfen“ gibt. Aktuelle Weltrangliste (Jahresbestenliste). Ermittlung der sog. Roten Gruppe als Basis für angemessene Spesensätze im kommenden Jahr.WMRA/IAAF übernehmen Kosten für Preisgeld Gesamtwertung, die Veranstalter wiederum sind für die Athletenakquieren verantwortlich.
FIX-Termine.
Souveränität (wie z.B. 2000), keinerlei Einflussnahme in organisatorische Angelegenheiten und Regelwerk (Skiweltcupwertung 100, 80, 60 usw.)
Patronat WMRA, IAAF, Nationale Verbände
Alle Veranstalter IAAF-Permit
Sitz und Stimme im Kongress.
Jährliche Veranstalterkonferenz in wechselnden Orten.
Wahl/Festlegung der Zuständigkeiten innerhalb der Grand-Prix-Veranstalter.
Technischen Delegierten bestimmen.

ng, 13.06.2008

 

Jonathan Wyatt gewinnt Grand Prix Ovronnaz

Martina Stähl dominiert bei den Frauen

Den Auftakt der internationalen Berglaufsaison 2008 entschied Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt, Neuseeland. Bei den Frauen setzte sich Martina Stähl / Schweiz ein weiteres mal durch. Wyatt setzt also auch dieses Jahr seine beeindruckende Siegserie fort und demoralisiert schön langsam die gesamte Konkurrenz. Klarer Favorit für die Weltmeisterschaft in Craus Montana ist er ohnehin, zumal diesmal die Titelkämpfe Reinberglauf zur Austragung kommen und sich Wyatt seit 1998 nur einmal ( bedingt durch einen Hundebiss) nicht in die Meisterliste eintragen konnte. Reinbergläuferin Stähl, Vizeweltmeisterin 2006 und Hochfellnberglaufsiegerin 2007 zählt ebenso zu den WM-Siegeranwärterinnen 2008 und ist auch auf dem besten Wege von Anna Pichrtova/CZE und Andrea Mayr/ Österreich die Spitze der inoffiziellen Weltrangliste zu übernehmen.

Chance auf Neubeginn vertan

Keine neuen Erkenntnisse also bei den Weltbesten Athleten und erwartungsgemäß nicht einmal ein leises Anzeichen auf eine „Zustandsänderung“ des Dachverband WMRA. Die Idee der Direktoren, den Grand Prix auf 7 Rennen aufzustocken und die Serie mit zwei weiteren Kategorie II Rennen attraktiver zu machen, erwies sich spätestens seit Grand Ballon als großer Flop. Fachjournalisten haben mehrfach auf den derzeit „ wertlosen circuit“ hingewiesen. Angesichts der Bedeutungslosigkeit des „WMRA- Budenzaubers“ forderte auch Otto Klappert, Kommissionschef beim internationalen Verband IAAF ein stärkeres Engagement seitens des IAAF. Doch beim WMRA blieb man untätig um ihre Daseinsberechtigung zu untermauern und ja ein Comeback der „ Big Four“ Matterhornlauf, Großglocknerlauf, Schlickeralmlauf und Hochfellnberglauf abzublocken.

Das Rennen

Wyatt teilte sich das Rennen so ein, dass er auf der 900m Berglaufstrecke einen so großen Vorsprung hatte, um die 50m bergab ohne Risiko angehen zu können. Es ging ihm nur um den Sieg, nicht um Streckenrekord oder Riesenvorsprung, schließlich startete er 15 Stunden später bereits wieder in Grabs( Gamperney-Berglauf) und gewann auch dort ( diesmal vor Gerd Frick und Roman Skalsky.) Einen starken Eindruck hinterließ Julien Rancon/ Frankreich, der bereits in Grand Ballon den 4. Platz belegte und mit einem Wertungslauf mehr derzeit noch die Gran Prix- Gesamtwertung aufführt. Bei den Frauen erwies sich Martina Stähl erneut als großes Talent. Sie gewann mit 52.55.7 und einen Vorsprung von 2,40 Minuten vor Viktoria Wiklenson ( immerhin 5. der WM 2005) die sich wiederum gegen Anna Buckley/ GBR durchsetzen konnte. Deutsche Kaderläufer waren in „ Ovronnaz“ nicht am Start.

Ergebnis Männer:

  • Jonathan Wyatt NZL 45.46.8
  • Julien Rancon  FRA 46.11.5
  • Sebasten Epiney SUI 46.50.6

Ergebnis Frauen:

  • Martina Stähl SUI 52.55.7
  • Viktorin Wilkenson GBR 55.35.1
  • Ann Buckley GBR 57.07.3

 

Hohes Niveau Hochfellnberglauf gesichert

Neue Vermögen verlängert Sponsoring

Neue Vermögen, Thomas Dietrich hat die Sponsoringvereinbarung Hochfellnberglauf ein weiteres Jahr verlängert. Demnach fungiert als Titelsponsor wie bisher die Adelholzener Alpenquellen und als Presentingsponsor Neue Vermögen. Mit den Individualsponsoren AAG-Versicherung, Bergen, Salomon Deutschland und den regionalen Partnern Praxenthaler, Pappas u. Werlin, Holz Bohn, Hummelsberger und Hochfellnseilbahn ist somit auch dieses Jahr der Ablauf des Deutschen Berglaufklassikers auf hohem Niveau gesichert. Dass Bergen es immer noch gelingt, mit den Tourismushochburgen Zermatt, Sexten, Sierre-Zinal, Stubaital und Heiligenblut mithalten zu können, verdankt OK-Chef Georg (Bibi) Anfang auch der Aufgeschlossenheit der Gemeinde Bergen und den vielen örtlichen Gönnern (Gewerbetreibende, Hotels, Pensionen, Privatpersonen), die mit der Aufnahme in das Programmheft einen finanziellen Beitrag leisten. Mit dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ will der Skiclub Bergen auch dieses Jahr das werbewirksame Prädikat „Bestbesetzter Berglauf weltweit“ verteidigen.

 

Hochfellnberglauf im Visier der Weltklasseathleten

Timo ZeilerErste positive Rückmeldungen 2008

Timo Zeiler vom TSV Trochtelfingen, dem durch den Matternhornsieg 2007 und dem 5. Rang beim vorjährigen Hochfellnberglauf der Anschluss an die Berglauf-Weltklasse gelungen war, hat Hochfellnberglauf-Organisator Georg Anfang die Startzusage für den 35. internationalen Adelholzener-Hochfellnberglauf am 28. September 2008 gegeben. Der 27 jährige ist in dieser Saison bereits sehr gut in Form. Beim Saisonauftakt der Bergläufer, beim Grand-Prix Monte du Grand Ballon/Willer-sur-Thur/Frankreich war er hinter dem französischen Nationalmannschaftsmitglied Emanuel Meysat (1.01.34) und dem Briten Steve Vernon (1.01.55) mit 1.02.14 Stunden Dritter. Auch in den Flachdistanzen zählt Zeiler zur absoluten deutschen Spitzenklasse. Bei der Deutschen Meisterschaft im Halbmarathon in Calw glänzte er als Fünfter mit 1.07.34 Stunden. Grand-Prix Meran 2000, Grand Prix Telfes, eventuell auch Grand Prix Ebensee/Feuerkogel, die Deutsche Meisterschaft am Karwendel,- wo er als Favorit „gehandelt“ wird- und die Europameisterschaft in Zell/Harmersbach seien Stationen seiner Wettkampfplanung 2008. Als Höhepunkt versteht er die Weltmeisterschaft („Mountain Running World Trophy“) am 14. September in Siere-Crans-Montana/Schweiz. Zum Saisonausklang zieht es ihn, wie in den letzten Jahren immer, wieder nach Bergen. „Beim Hochfellnberglauf habe ich meine ersten internationalen Erfahrungen gemacht und mir ist sehr wohl bewusst, dass eine Spitzenplatzierung beim deutschen Berglaufklassiker den Marktwert steigert.“ Bergen also Ehrensache, meint auch Zeiler. Für die glorreiche Entscheidung des Berglaufdachverbandes WMRA, ausgerechnet am selben Tag in Österreich einen Grand-Prix (Schneeberglauf Puchberg, Level II) anzuberaumen, hat auch er keinerlei Verständnis.

 

„Aprilscherz“

Berglaufoberlehrer Helmut Reitmeir räumt selbst ein, dass die Ankündigung, den Brauneck-Berglauf, der 1995 erstmals und am 15. Juni 1997 zuletzt zur Durchführung kam, wieder zu beleben, ein Aprilscherz war. Mit Aprilscherz hat aber herzlich wenig zu tun, dass die laut Bayerischer Leichtathletikverband unangemeldete, also „wilde“ Veranstaltung ausgerechnet auf den Traditionstermin Hochfellnberglauf, 28. September gelegt wurde. Die Handlungsweise, den Bergenern mit der Konkurrenzveranstaltung Teilnehmer abspenstig zu machen, um die ominöse „Top-Ten des deutschsprachigen Raumes“ abzusichern, fällt vielmehr unter die Kategorie Böswilligkeit/Rücksichtslosigkeit. Wegen einer „Top-Ten“, die ausschließlich nach Teilnehmerzahlen und nicht nach Wertigkeit konstruiert wurde, den Pfad der Fairness zu verlassen, löblich ist das nicht, was der Berglaufweltmeister da inszeniert. Kann sich die Randsportart Berglauf derartige Ausreißer leisten? Belassen wie es mit der Redewendung „Der Esel geht solange auf´s Eis, bis es bricht“.

ng, 09.05.2008

 

Überlegungen wegen Bundestagswahl

Die nächste Bundestagwahl wird einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich am 27. September 2009 stattfinden. Der alternativ mögliche Termin 20. September werde als ungünstig angesehen, weil die Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg erst Anfang September zu Ende gehen. Noch ist nichts entschieden. Dennoch werden im Skiclub Bergen bereits Überlegungen angestellt, ob der 36. Internationale Hochfellnberglauf, zugleich Deutsche Berglaufmeisterschaft 2009, vom Traditionstermin letzter Sonntag im September auf 20. September vorverlegt oder auf 3./4. Oktober angesetzt werden soll.

 

Deutsche Berglaufmeisterschaft 2009

Berglaufmeisterschaften 2009 Bergen

Deutsche Berglaufmeisterschaft 2009 in Bergen

Hochfellnberglauf zum drittenmal Ausrichter der deutschen Titelkämpfe.

Nach „Klärung der verbandsinternen Irritationen im Vergabeplan““ wurde dem Skiclub Bergen vom Deutschen Leichtathletikverband (DLV) die Ausrichtung der Deutschen Berglaufmeisterschaft 2009 übertragen. Vorangegangen waren jahrelange Anstrengungen der Bergener, nach 1986 und 1996 dort die nationalen Titelkämpfe auszurichten, wo 1974 erstmals in Deutschland die Disziplin Berglauf wettkampfmäßig ausgeübt wurde.

Bereits 2001, ein Jahr nach „vorbildlicher Ausrichtung der Weltmeisterschaft“ (DLV) hat der SCB Interesse an einer weiteren DM bekundet, ist mit den Anträgen aber meistens abgeblitzt. Als Begründung wurde unter anderem angeführt, die DM muss zwingend im Juni anberaumt werden, um als Qualifikation für die Welt- und Europameisterschaften dienen zu können. Einmal erinnert sich Hochfellnberglauforganisator Georg Anfang ganz genau, hieß es offiziell, der Traditionstermin letzter Sonntag im September sei deshalb indiskutabel, „weil zu dieser Jahreszeit die deutschen Athleten bereits platt sind“. Immer war auch ein Hindernisgrund, dass die schwere Hochfellnstrecke bei den überwiegend außerbayerischen Kadermitgliedern keine große Begeisterung hervor ruf und, wie befürchtet wurde, dass beim international stets bestbesetzten Hochfellnberglauf den deutschen Athleten von den Medien deshalb nicht unbedingt die große Aufmerksamkeit geschenkt werde. Mehrmals scheiterte die Bergener Bewerbung auch am Turnus Bayern/ Baden-Würrtemberg. All diese „Argumente“ hielten Berglaufpionier Anfang nicht davon ab, beharrlich sein Vorhaben durchzusetzen. 

Inzwischen hat sich die Interessenlage weitgehend geändert und auch die „Chemie“ zwischen Verbandsfunktionären und dem „widerspenstigen Anfang Bibi“ stimmt wieder einigermaßen. Deutsche Kaderathleten halten neuerdings mit der Berglaufweltklasse gut mit. Mit Helmut Schießl und Timo Zeiler konnten sich 2 Männer und mit Lisa Reisinger und Birgit Unterberger-Sonntag auch zwei Frauen unter den ersten fünf des Gesamtklassements Hochfellnberglauf platzieren. Die Scheu vom Hochfellnberglauf, hat sich mit der Leistungssteigerung der Deutschen Bergläufer endgültig gelegt. Der Hochfelln ist wieder hoffähig geworden.

Am 27. September 2009 kommen die Titelkämpfe Aktive/Junioren in Bergen zur Austragung. Zweifellos eine weitere Aufwertung der ohnehin schon hochrangigen Bergsportveranstaltung. Ein „Schub“ wohl auch für den diesjährigen Hochfellnberglauf am 28. September, gilt die 35. Auflage des deutschen Berglaufklassikers doch als DM-Generalprobe.

Am 27. September 2009 wird das sportliche Großereignis in Bergen über die Bühne gehen. DM im Rahmen des 36. Internationalen Hochfellnberglaufes und außerdem Berglauf-Grand-Prix. Zunächst müssen die ehrenamtlichen Organisatoren aber einen „Gang nach Canossa“ antreten: Sie wurden vermeintlich wegen der zugegebenermaßen nicht gerade zimperlichen Umgangsweise mit Verbandsgranden zur Geschäftstelle des Bayerischen Leichtathletikverbandes in München vorgeladen, „da sich in den letzten beiden Jahren einige, aber wesentliche Inhalte zur Austragung einer DLV-Meisterschaft geändert haben.“ 

ng 13.03.2008

 

Hochfellnberglauf 2008 im Organisationsverbund

Deutschlandweite Trailrunning- und Berglauf-Serie

Nach dem erfolgreichen Einstieg „Salomon-Berglauf-Cup“ 2006 und 2007 startet der Bergsportausrüster Salomon in Kooperation mit dem weltweit führenden Membran-Hersteller Gore und Europas wichtigstem Einkaufsverbund Intersport erstmals eine deutschlandweite Laufserie, in die elf Veranstaltungen eingebunden sind. Die neue Laufserie macht in den bayerischen Alpen ebenso Station, wie im Harz, im Erzgebirge und im Weserbergland. Für die Gesamtwertung zählen neben den traditionellen Bergläufen drei Halbmarathons, drei Marathons sowie der Rennsteiglauf von Oberhof über 72,7 Kilometer. Hinzu kommt eine spezielle Bergwertung, in die ausschließlich Ergebnisse vom Karwendelberglauf, Hochfellnberglauf, Fichtelberglauf, Tegelberglauf und Hochgratberglauf einfließen. Da die Laufstrecken und Bestzeiten höchst unterschiedlich sind, wird die Gesamtwertung nach dem System Differenz zur Bestzeit ermittelt. Mit dem Verbund ist künftig eine noch gezieltere Werbung für die Bergläufe des Alpenraumes gewährleistet. Insbesondere durch die Präsenz bei den teilnehmerstarken Wettbewerben (Rennsteiglauf 15000 Teilnehmer, Harzgebirgslauf 3500 Teilnehmer, Hermannslauf 7000 Teilnehmer) versprechen sich die Veranstalterorte Mittenwald/ Werdenfels, Oberstaufen/Allgäu, Füssen/Schwangau/Allgäu und Bergen/Chiemgau zusätzliche Impulse für ihre traditionellen Bergsportveranstaltungen und den Tourismus schlechthin.

Die Salomon-Gore-Trailrunning-Serie besteht aus:

Küffhäuser-Berglauf 12. April
Hermannslauf 27. April
Rennsteiglauf 17. Mai
Schneekopflauf 5. Juli
Karwendelberglauf 27. Juli
Tegelberglauf 10. August
Hochgratberglauf 6. September
Hochfellnberglauf 28. September
Fichtelberglauf 4. Oktober
Harzgebirgslauf 12. Oktober
Kernberglauf 19. Oktober

ng 29.2.2008

 

Gigantischer Dilettantismus

WMRA auf dem Holzweg

Sie kapieren es einfach nicht und fallen immer wieder in die Zeiten des „Kalten Krieges“ zurück. In den letzten Zuckungen des WMRA wurde in Monaco gemäß Tomo Sarf „ein neues Konzept erarbeitet“, das wirklich jeder Beschreibung spottet. Peinlichkeit pur!

Die Councilmitglieder wurden für mehrere Tage nach Monaco eingeflogen, um dort ihren absoluten Niedergang zu besiegeln. Im Jahr 2008, so befanden die Glorreichen, werden zwei Gruppen WMRA-Grand-Prix installiert und zu den sechs mit Ach und Krach zusammengekratzten Organisatoren weitere 2 Rennen als „Level 2“ ausgestattet. In Zukunft, so Tomo Sarf weiter, will der WMRA die Grand-Prix-Veranstalter noch einmal aufmörteln. Den Grand-Prix mit Masse statt Klasse verwässern. 10 dürften es schon sein. Sie wissen sehr wohl, meint Sarf, dass es nicht gut ist, ausgerechnet am selben Termin wie der Hochfellnberglauf einen Level 2-Veranstalter mit halbem Preisgeld und halben Punkten aufzubieten, „aber wir hatten keine andere Möglichkeit“. Wer Bergen wirklich als „Level 2“ zugeordnet wurde, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden, Bergen und Bibi werden der „Herausforderung“ bestimmt gerecht werden. Die WMRA-Clique hat eine schriftlich vorgelegte Vision 2009 von herausragenden Berglaufveranstaltern unterlaufen, nicht einmal in die „Agenda“ aufgenommen. Sie haben die letzte Chance verwirkt und nun endgültig ausgedient. Bei den nächsten Wahlen im September 2008 werden die Vertreter der nationalen Verbände hoffentlich Konsequenzen ziehen und die unfähige Seilschaft zum Teufel jagen. Alle zusammen am Besten. Neuanfang vielleicht mit Heinz Schild.

Übrigens: Wo war Münzel, wer hat die deutschen Interessen vertreten? Aus gut unterrichteter Quelle ist duchgesickert, dass sich der gute Wolfgang verflogen hat, anstelle Monaco in Marseille landete und dann unverrichteter Dinge wieder nach Frankfurt zurückgeflogen ist. Er konnte also in Monaco seinen Senf nicht dazugeben, mehr als seine WMRA-Kollegen hätte aber auch er nicht kaputtmachen können. Und welche Rolle spielt eigentlich Otto Klappert? Er war dem „Council-Meeting“ als FIS-Vertreter beigeordnet. Spesenabrechnung wie gehabt. Die halbe Welt hat er auf Verbandsspesen bereits bereist. Überflüssig wie ein Kropf auch er, und auch er nicht schuldlos am einzigen Debakel! Auch seine Zeit ist längst abgelaufen! Ablösefrei.

Nach wie vor kann ich mir eine Patronanz mit IAAF, EAA und WMRA und einen sinnvollen Neubeginn vorstellen, wenn endlich die ganze Brut im „Paket“ in die Wüste geschickt wird.

Und der Deutsche Leichtathletikverband macht weiterhin gute Miene zum bösen Spiel. Basta

Georg Anfang
22.1.2008

 

Bibi, der „Wendehals“

Georg „Bibi“ Anfang, seines Zeichens Urheber des Berglauf-Grand-Prix (www.hochfellnberglauf.de, Rubrik Chronologie) „könnte sich für eine künftige Berglauf-Grand-Prix-Serie unter Patronat (Ehrenschutz) von IAAF, EAA, nationale Verbände und von mir aus auch WMRA durchaus erwärmen, sofern die Partner stimmen und die uneingeschränkte Souveränität der BIG 5,- wie ehedem- gewährleistet ist“. So wörtlich eine Presseverlautbarung, zu der ich auch heute noch vollinhaltlich stehe. Also Berglaufgrandprix mit bisherigen, verlässlichen und leistungsfähigen Partnern und ähnlichem Background, wie vor der feindlichen Übernahme in Girdwood/Alaska im Jahre 2003.

Verhandelbar ist vieles und wenn wegen des prekären Zustands der derzeitigen WMRA-Grand-Prix- Serie Aktivitäten angedacht und neue Allianzen gebildet werden, hat das noch lange nichts mit Umfallen (Wendehals) zu tun. Von H. Reitmayr werde ich mir jedenfalls diesbezüglich keine Vorschriften machen lassen.

 

 

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