Hochfelln - Berglauf Bergen

Presseberichte Hochfellnberglauf - Aktuell

Film 2007


Hochfellnberglauf 2007

 

International “associate member” mountain races 2008

Date

Event

City

Country

 

 

 

 

1 May

28th La Montée du Grand Ballon

Willer sur Thur/Goldbach

France

 

24 - 25 May

24th Intern. Gamperney Berglauf

Grabs

Switzerland

 

 

 

 

7 June

26th International Muttersberglauf

Bludenz

Austria

 

 

 

 

21 June

48th Mt. Washington Hill Climb

Gorham, New Hampshire

U.S.A

 

 

 

 

29 June

5th USA Trail Championships

Steamboat Springs, CO

USA

 

 

 

 

20 July

9th Großglocknerlauf International

Heiligenblut

Austria

 

 

 

 

26 July

33rd International Snowdon Race

Llanberis

Wales

 

 

 

 

27 July

11th Tek na Grintovec Mountain race

Kamnik

Slovenia

 

 

 

 

10 August

34th Sierre-Zinal

Zinal

Switzerland

 

 

 

 

16 August

7th Skaala Uphill

Loen (Stryn)

Norway

 

 

 

 

16 August

53rd Pikes Peak Ascent (km. 21)

Manitou

Springs USA

 

 

 

 

17 August

53rd Pikes Peak Marathon (km. 42)

Manitou Springs

USA

 

 

 

 

24 August

2nd Memorial Partigiani Stellina Valsusa

Susa - Mompantero

Italy

 

 

 

 

31 August

30th Internationaler Kitzbueheler Horn

Kitzbuehel

Austria

 

 

 

 

6 September

16th Jungfrau Marathon

Interlaken

Switzerland

 

 

 

 

28 September

35th Hochfelln Berglauf

Bergen

Germany

 

 

 

 

12 October

5th International "Rock of Gibraltar" Mountain Race

Gibraltar

Gibraltar

 

 

 

 

26 October

51th Trofeo “E. Vanoni” (relay internatiol male)
25th Trofeo “E. Vanoni” (relay international female)

Morbegno (So)

Italy

 

 

 

 

29 November

4th Obudu Ranch International Mountain Race

Cross River State

Nigeria

Geigl/Anfang: Chemie stimmt wieder

BLV-Berglaufwart Franz Geigl und Hochfellnberglauforganisator Georg Anfang trafen sich am 6.11. zu einer eingehenden Aussprache. Dabei wurden alle Meinungsverschiedenheiten ausgeräumt und ein engerer Informationsaustausch vereinbart.

 

Hochfellnberglauf auch 2008 termingeschützt.

Der 35. Hochfellnberglauf am 28. September 2008 überschneidet sich weder mit den Wettkampfserien „IAAF Area Championsship“, „WMRA-Events Championships“, noch mit Terminen des WMRA-Grand-Prix, an einer Teilnahme der weltbesten Bergläufer steht also auch im nächsten Jahr nichts im Wege. Der deutsche Berglaufklassiker ist bei der Kalenderkonferenz der International Association of Athletics Federations (IAAF) in Griechenland mit 18 weiteren hochkarätigen Rennen aus Österreich, Slowenien, Schweiz, Norwegen, USA, Italien, Gibraltar (unter anderem der 9. Großglocknerberglauf, 34. Sierre-Zinal, Jungfraumarathon, 30. Kitzbühelerhornlauf, 53. Pikes Peak Ascent/Manitou Springs/USA, Stellina Susa/Italien und Skaala Uphill/Lien/Norwegen) als einziger deutscher Veranstalter in den „International associate member mountain race 2008“ aufgenommen worden. Veranstaltungsorte- und Termine dieser hochrangigen Serie werden in den Terminkalendern aller 210 nationalen Verbände aufgelistet. Für die 7. Europameisterschaft 2008 hingegen hat sich nur ein einziger Bewerber gefunden. Die Disziplin Bergauf/Bergab findet offenbar seitens der Organisatoren immer weniger Zuspruch. Zell/Harmersbach/Schwarzwald sprang in die Bresche und ersparte den Verantwortlichen des Councils eine riesengroße Blamage. 

 

WMRA-Grand-Prix 2008

Auch Heiligenblut/Großglockner steigt aus!

Es wird „Wohl oder Übel“ zu einer Neuorientierung kommen.

ng 10.10.2007

 

Vikoria Wilkinson und Marco Gayardo Gesamtsieger 2007

WMRA-Grand-Prix-Finale in Ljubljana

137 Bergläufer, weitgehend Slowener und eine Hand voll Weltklasseathleten, die sich aufgrund des Zwischenstandes noch Chancen auf vordere Plätze der Gesamtwertung mit zusammen12.000 Euro Preisgeld ausrechnen konnten, starteten beim WMRA-Grand Prix-Finale in Ljubljana. Die doch recht eigenwillige Streckenführung des 28. Smarna Gora-Race über 9,0 km und einer Höhendifferenz von 710 Meter plus und 350 m minus führte zu Überraschungen. So musste sich Europameister Marco Gayardo (42.00.1 Minuten) mit dem 5. Gesamtrang zufrieden geben und auch Weltmeisterin Anna Pichrtova, (Tschechische Republik), 49.41.4 Minuten unterlag der international eher unbekannten Britin Viktoria Wikinson (48.54.8). Dritte wurde die Lokalmatadorin Mateja Kosolevy. Offenbar in Kriegsfuss mit der nach tagelangen Regen sehr glitschigen Bergabpassagen lag der Österreicher Markus Kröll, der gar auf dem 31. Platz (48.01.6 Minuten) zurückfiel. Der Sieg ging an den Polen Andrzey Dlugosz, hinter Wyatt und Gayardo vor einer Woche noch Dritter beim Hochfellnberglauf. Die „Berg- und Talbahn“: Anstieg zum Grmada (678 m), „Abfahrt“ zurück zum Ausgangspunkt, ein weiterer Anstieg zum Gora (669 m) und wiederum zurück ins Tal, ein doch recht gewöhnungsbedürftiges Streckenprofil für einen Berglauf-Grand-Prix, war die einhellige Meinung selbst von Athleten, die als Bergab-Läufer schon viele Titel holten. Für Marco Gayardo, dessen Gesamtsieg bereits seit dem GP Telfes feststand und Anna Pichrtova, die wegen Nichtstart in Crans Montana ihren Vorjahressieg nicht wiederholen konnte, war Smarna Gora eine Pflichtaufgabe. Finalstimmung wollte in Ljubljana      einfach nicht aufkommen. Deutsche Läufer waren nicht am Start.

ng 9.10.2007

 

Technischer Delegierter Berglauf

Änderung der Internationalen Wettkampfbestimmungen

Am 30.Oktober 1995 hat der Ski-Club Bergen dem Deutschen Leichtathletikverband (DLV) unter Anderem auch die „Benennung eines TD (Technischen Delegierten) nahe gelegt, „der vor Ort die Rennen beurteilt und Mannschaftsführersitzungen und Pressekonferenzen leitet“. Beim Weltkongress des IAAF vom 21.-23. August in Osaka/Japan wurde nun die Änderung der IWB (Int. Wettkampfbestimmungen) beschlossen und am 5. Oktober veröffentlicht. Regel 110 und 115 besagen demnach, dass künftig für Cross-Strassen- und Berglaufveranstaltungen ein technischer Offizieller (ICRO) zum Einsatz kommt. Für die Aufgabe wird die IAAF hoffentlich geeignetere Personen finden, als „Directoren“ des WMRA, deren Hauptaugenmerk meist darin bestand, kräftig abzurechnen und die erfahrenen Organisatoren mit ominösen Verbesserungsverschlägen zu drangsalieren.

ng 6.10.2007

 

Angst“ vor´m Hochfelln

Angst vor einer zweistelligen Platzierung angesichts der Bombenbesetzung oder Angst vor weiterer Aufwertung des Hochfellnberglaufes? Was 47 Bergläufer weitgehend aus Vereinen des Berchtesgadener Landes bewogen haben mag, geschlossen den Internationalen Hochfellnberglauf (Grand-Prix) zu meiden, wird wohl nie völlig auf das Tapet kommen. Es sei denn, ein Sportler hat so viel Zivilcourage, und gibt zu, dass die Angelegenheit „organisiert“ war, sprich, die „Aktion“ aus einer gewissen Ecke gesteuert wurde. Die Reitmeir´sche Teilnehmerstatistik wird durch derartige Unsportlichkeiten zur Makulatur. Die Posse erinnert mich sehr an eine von Trostberg ausgegangene Unterschriftenaktion vor gut 10 Jahren, wo sich Läufer per „Ehrenwort“ verpflichten mussten, beim Hochfellnberglauf nicht an den Start zu gehen. Derlei unwürdige Machenschaften haben mit Sport nicht mehr das Geringste zu tun. Die Werdenfelser, Alläuer und die Baden – Württemberger lachen über das südostbayerische Kleinbürgertum und ziehen daraus letztendlich den Nutzen.

ng 7.10.2007

 

Personalkarrussell rotiert

Am Rande des Hochfellnberglaufes wurden Möglichkeiten erörtert und erste Schritte angedacht, die absolut unbefriedigende Situation im nationalen Berglaufgeschehen wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Spontan wollte zwar noch niemand „den Hut in den Ring werfen“, einig waren sich aber alle Gesprächspartner darüber, dass zunächst gegen die Bayerische Berglauflethargie vorgegangen werden muss. Der Ruf nach Erneuerung und frischem Wind wird immer lauter: BLV-Berglaufwart Franz Geigl ist seit längerer Zeit in der Versenkung und trifft, - sofern überhaupt – einsame und nicht nachvollziehbare Entscheidungen. Weder eine Bayerische Berglauf-Veranstaltertagung jeweils zum Abschluss der Saison, wie in anderen Landesverbänden seit Jahren ganz selbstverständlich, noch persönliche Kontakte zu Bayerischen Berglaufveranstaltern bringt er auf die Reihe. Es besteht dringender Handlungsbedarf! Wir brauchen eine starke bayrische Berglaufvertretung im Verband, nicht eine Berglaufverlegenheitslösung, weil den Verbandsfürsten gerade niemand anderer eingefallen ist. Bekommen wir in kürzester Zeit die Bayerische Berglaufszene nicht in den Griff, dann werden wir im nationalen Verband (DLV) nie unsere berechtigten Ansprüche geltend machen können.

ng 7.10.2007

 

Ende vom Anfang

Hinter dem Kürzel „ng“ am Schluss seiner Artikel verbirgt sich der Name Georg Anfang, seines Zeichens 1. Vorsitzender des Skiclubs Bergen und Organisationschef Hochfellnberglauf. Das Kürzel hat sich Anfang 1962 bei den Sport- und Lokalredaktionen der Region eintragen lassen und steht seitdem immer am Ende jedes Manuskriptes. NG bedeutet Ende des Berichtes von Georg Anfang.

 

Neuregelung Salomon-Cup

Auf Wunsch von Individualsponsor Salomon und ganz bestimmt nicht zum Schaden der bisherigen Salomon-Deutschland-Cup-Veranstalter Karwendellauf Mittenwald, Tegelberglauf Füssen/Schwangau, Hochgrat-Berglauf/Oberstaufen und Hochfellnberglauf Bergen wird die Salomon-Cupserie ab 2008 auf 10 Veranstaltungen ausgeweitet und in „Salomon-Berglauf/Trailrunning umbenannt. In die neue Serie einbezogen werden: Kyffhäuser-Berglauf, Hermannslauf, Rennsteiglauf, Karwendelberglauf, Tegelberglauf, Hochgratberglauf, Fichtelberglauf, Harzgebirgslauf, Kernberglauf und Hochfellnberglauf (Finale, 28.September 2008).

Da die Laufstrecken und Bestzeiten höchst unterschiedlich sind, werden die Gesamtsieger nach dem System Differenz zur Bestzeit ermittelt. Die Kosten für Gemeinschaftswerbung in Fachzeitschriften (Runners-World, Spiridon, Berglauf-Journal) werden vom Sponsor Salomon übernommen. Künftig ist also eine noch gezieltere Werbung auf die Bergläufe des Alpenraumes gewährleistet. Insbesondere durch die Präsenz bei den teilnehmerstarken Wettbewerben Rennsteiglauf (15000 Teilnehmer), Harzgebirgslauf (3500 Teilnehmer) und Hermannslauf (7000 Teilnehmer) versprechen sich die Veranstalterorte aus dem Werdenfelser Land, Allgäu und Chiemgau zusätzliche Impulse für den Tourismus.

Die Wettkampfbestimmungen bedürfen noch einer Überarbeitung und werden dann umgehend in´s Netz gestellt.

 

Personelle Neuorientierung

Zumindest auf einer Position gab es bei den Neuwahlen des WMRA-Councils in Oeronnaz/Schweiz eine Veränderung. Anstelle der Französin Isabelle Marechal wurde von den Delegierten im Kongress Ingrid Kristiansen/Norwegen als „Council member“ gewählt. Kristiansen, kompetentes Neumitglied, sorgte in den 80er-Jahren mit einer Reihe von Weltrekorden für Furore. Sie war Weltmeisterin über 10000 Meter 1987, Siegerin des Boston-Marathons 1986 und 1989, 1989 außerdem Siegerin des New York-City-Marathons und lief beim London-Marathon mit 2.21.06 Stunden Weltrekord. Kristiansen ist gleichzeitig Mitglied des IAAF-Cross-Country-Comitees. Ein erster Schritt der längst fälligen Neuorientierung im Dachverband der Bergläufer ist getan!

 

Weltmeisterschaftsrevanche am Hochfelln

Starke Nachfrage für „Großen Preis von Deutschland“

Drei Wochen nach der Berglauf-Langdistanz-WM in Interlaken/Schweiz und 14 Tage nach der „Mountain-Running-World-Trophy (Weltmeisterschaft Normaldistanz) in Saillon/Schweiz kommt es in Bergen zur WM-Revanche. Bei der 34. Auflage des Berglaufklassikers, zugleich Berglauf-Grand-Prix diesen Sonntag trifft der Weltmeister Langdistanz auf den Weltmeister Normaldistanz (bergauf/bergab), auf die Europameister in den Disziplinen reinbergauf, bergauf/bergab und Extremberglauf. Große Namen erstürmen den Hochfelln und ermitteln im direkten Vergleich der weltbesten Bergläufer der Saison 2007 eine inoffizielle Weltrangliste (Rote Gruppe), die 2008 für anteilige Reisekostenübernahme bei Grand-Prix-Läufen ausschlaggebend ist. Ohne Übertreibung: der diesjährige Hochfellnberglauf ist besser besetzt als die Weltmeisterschaft, die dieses Jahr in der bei vielen Läufern ungeliebten bergabführenden Variante ausgetragen wurde.

Klangvolle Namen  

Anna Pichrtova, Tschechische Republik, Martina Strähl/Schweiz, Izabela Zatorska/Polen, die deutschen Hoffnungen Birgit Unterberger, Anja Carlsohn und Lisa Reisinger bei den Frauen, Jonathan Wyatt/Neuseeland, Marco Gayardo, Italien, Andrzey Dlugosz/Polen, Robert Krupicka und Roman Skalsky/ beideTschechische Republik, Martin Cox/Großbrittanien, Helmut Schmuck/Österreich, Gerd Frick/Italien, Helmut Schießl und Timo Zeiler/Deutschland, der US-Amerikaner Rickey Gates und nationale Champions weiterer Berglaufnationen stehen auf der Startliste. Vorjahressieger Marco de Gasperi/Italien, sechsfacher Weltmeister der bergabführenden Strecke, der neben Wyatt auf der „Wunschliste“ des Hochfellnberglauforganisators Georg Anfang ganz oben stand, indes hat seine ursprüngliche Absicht, in Bergen anzutreten, inzwischen zurückgenommen. In einem sehr persönlichen Mail bat de Gasperi dafür um Verständnis. Er wolle zwei Wochen nach seinem Weltmeistertitel, wo er von vier Weltklasseathleten aus Äthiopien in die Zange genommen wurde, zum Ende der Saison nicht noch eine weitere schwere Aufgabe auf sich nehmen. Mit den Worten „ich trainiere jetzt ab, und werde nur noch an einem kleinen regionalen Rennen in Italien starten, das mein Freund und Mannschaftskamerad Emanuele Manzi organisiert“, entschuldigte sich de Gasperi quasi für sein Fernbleiben. Bergen, als „einziger Berglauf Deutschlands mit internationaler Reputation“ (Zitat Deutscher Leichtathletikverband (DLV) steht wie immer hoch im Kurs und schon jetzt ist sicher, dass Bergen erneut das begehrte Prädikat „weltweit bestbesetzter Berglauf“ gegen Telfes/Stubaital, Heiligenblut/Großglockner, Zermatt/Matterhorn, Susa/Italien und Sexten/Dreizinnen verteidigen wird.

Deutsche Bergläufer „erweiterte“ Sieganwärter

Nach vielen Jahren Abstinenz werden neben Helmut Schießl auch weiteren deutschen Nationalmannschaftsmitgliedern „papiermäßig“ Chancen eingeräumt, unter den ersten Zehn mitzumischen. Timo Zeiler zum Beispiel, Matterhornsieger, der dieses Jahr den Anschluss an die Weltspitze geschafft hat oder vielleicht auch Josef Beha, nachdem ihm endlich bewusst wurde, dass der Weg zur internationalen Elite nur über Einsätze an herausragenden Rennen führt. Neben den „Profis“ stehen viele Breiten-Hobby- und Erlebnissportler und nicht vereinsgebundene Läufer an der Startlinie an der Talstation der Hochfellnseilbahn. Die so genannte zweite Läufergarnitur – angesichts der Spitzenbesetzung ohne große Erwartungen- orientiert sich mehr an ihren persönlichen Bestzeiten oder an der Richtzeit von Lokalmatador Andi Stitzl, die auch als Chiemgaurekord gilt. Viele setzen sich zum Ziel, die magische Grenze von einer Stunde zu unterbieten, andere wieder sehen die Herausforderung Hochfellnberglauf unter dem „olympischen“ Aspekt, Teilnahme ist wichtiger als der Sieg.

Meldeschluss Mittwoch, 26.September (online www.hochfellnberglauf.de). Nachmeldungen sind begrenzt noch möglich am Samstag von 14 bis 17 Uhr im Verkehrsamt und am Sonntag von 07.30 bis 09.00 Uhr im „Kaser 36“, östlich der Hochfellnseilbahn-Talstation.

Zeitplan

  • Samstag 19 Uhr
  • Begrüßung, Ausgabe der Startnummern an die TOP 15,
  • Nudelessen (Festsaal)
  • Sonntag, 10 Uhr Start
  • ca. 10.40 Zieleinlauf
  • 14 Uhr Siegerehrung (Festsaal)

 

Hochfellntrophäen für Hochfellnberglaufsieger

Steinbock für BerglaufsiegerWolf-Skulpturen für Inn/Chiemgaumeister

Den ganzen Sommer trotzten die von Sepp Wolf, Reit im Winkl / Seegatterl in Motorsägenschnitzkunst gestalteten Objekte auf dem Hochfelln Wind und Wetter. Jetzt, nach Ablauf der Aktion „Skulpturenweg am Hochfelln“ wird der Hochfellnadler und der überdimensionierte Steinbock einer sinnvollen Verwendung zugeführt: Sepp Wolf, selbst Teilnehmer beim 34. internationalen Hochfellnberglauf stiftete die Orginale dem Veranstalter Ski-Club Bergen, der seinerseits an Ort und Stelle die Inn/Chiemgaumeister damit auszeichnet.

ng 18.9.2007

 

Marco de Gasperi und Anna Pichrtova Berglaufweltmeister

Afrikanische Nationen, US-Amerikaner, Australier und Türken drängen in die internationale Berglaufszene. Deutsche Teams nicht ganz den Erwartungen entsprechend.

PichrtovaEine Woche nach der Berglaufweltmeisterschaft in der Langdistanz im Rahmen des 15. Jungfraumarathons in Interlaken war mit Saillon-Ovronnaz ein weiterer Schweizer Touristenort Schauplatz der „23. Mountain-Running-World-Trophy“, der Weltmeisterschaft der Normaldistanz. Erwartungsgemäß setzte sich Bergauf/bergab-Spezialist Marco de Gasperi mit 52.19.4 Minuten auf dem sehr selektiven, wenn nicht grenzwertigen 12,6 Km-Rundkurs gegen eine Meute aus Eritrea durch. Bei den Frauen holte sich die Tschechin Anna Pichrtova (2 Runden, 39.11.5 Minuten) den Titel. Andrea Mayr, Österreich, die Titelverteidigerin wurde Zweite und Bronce holte sich überraschend Laura Häfele/USA.

Saillon/Ovronnaz, eine bekannte Schweizer Weinbaugemeinde mit 1760 Einwohnern, vier Thermalbädern und einem Weinberg, dessen Besitzer der Dalai Lama ist, war Ausrichter des „23. Championats du Monde de montagne“, der inoffiziellen Weltmeisterschaft. 381 Athleten aus 33 Nationen und vier Kontinenten kämpften auf einem bergauf/bergab-Rundkurs von 4,2 Kilometer und 326 m Höhenunterschied, der von den Juniorinnen einmal, von den Junioren und Frauen zweimal und von den Männern dreimal zu bewältigen war.

Keine neuen Erkenntnisse in der Berglaufszene, bis auf die Tatsache, dass immer mehr afrikanische Nationen (Uganda, Eritrea), USA, und Australien die internationale Berglaufszene bestimmen und die seit 23 Jahren bestehende italienische Vormacht, außer bei den Männern, schleichend zu Ende geht.    

Gasperi 2006 HochfellnberglaufDer weltbeste Bergläufer aller Zeiten, Jonathan Wyatt bleibt seiner Linie treu und verweigerte auch die diesjährige World Trophy, die im jährlichen Turnus in der Disziplin bergauf/bergab ausgeschrieben war. Der sechsfache Weltmeister mag „bergab“ nicht und seit 1999, als er in Malaysia „eingebrochen“ war, hat er sich nur noch einmal, 2005, in seiner Heimatstadt Wellington, zu einem Start in der ihn ungeliebten Disziplin überreden lassen. In der Disziplin „Up and Down“ hingegen ist der Italiener Marce de Gasperi nach wie vor das Maß der Dinge. Fünf Weltmeistertitel in der Einzelwertung und acht Goldmedaillen in der Teamwertung fügte de Gasperi in Saillon eine weitere Goldmedaille im Einzel und einen weiteren Titel in der Mannschaftswertung hinzu. Der Ausschlag zu Gunsten von de Gasperi gab zweifellos seine Taktik und Erfahrenheit, recht leicht machten es ihm seine mannschaftsdienlich agierenden Konkurrenten aus Eritrea wirklich nicht. Das Deutsche Männerteam war mit Timo Zeiler als 17. (55.14.9) Markus Jenne als 28. (56.59.3) und Teamrang acht noch gut bedient. Fragen treten auf jedoch mit dem 64. Rang von Quirin Schmölz (59.02.6) und dem 67. Rang von Max Frei (59.02.6). Sind bei der Vorbereitung und bei der Nominiering wirklich die richtigen Entscheidungen getroffen worden? 

Den ersten Tiefschlag erlebten die Deutschen Trainer/Mannschaftsführer gleich beim Auftakt der Juniorenwettbewerbe. Für Manuel Stöckert, dem durchaus Medaillenchancen eingeräumt wurden, reichte es nur für Rang Zehn. Sein Bruder Rene belegte den 20. und Michael Schramm den 53. Platz (von 68 gewerteten Teilnehmern). In der Teamwertung schrammte das Deutsche Team mit dem vierten Platz zwar an einer Broncemedaille vorbei, daran ändert aber nicht, dass der deutsche Berglaufnachwuchs offenbar gänzlich den Anschluss an die Weltspitze verloren hat. Auch für Kerstin Straub, auf der die Hoffnungen von Münzel/Raatz beruhten, war mit dem 24. Platz von Medaillenchancen meilenweit entfernt. Eritrea, Uganda, USA, Türkei und Australien waren die dominierenden Nationen, die Medaillen gewohnten Italiener, Franzosen und Österreicher müssen auf die „alpine“ Berglaufdisziplin hoffen, die Reinbergauf-WM 2008 in Sierre Crans Montana/Schweiz.

Favoritensieg bei den Frauen

Nach mehreren EM-Siegen und zweite Plätze bei Weltmeisterschaften gelang Anna Pichrtova,Tschechische Republik, der weltbesten Bergläuferin der letzten Jahre, diesmal der Weltmeistertitel. In Abwesenheit zwar von Europameisterin Anita Evertsen, aber mit 41 Sekunden Vorsprung vor Titelverteidigerin Andrea Mayr, Österreich erwies sich Pichrtova als würdige und überlegene Weltmeisterin. Den dritten Platz erkämpfte mit 41.19.4 Minuten die US-Amerikanerin Laura Häfele. Häfele, die erstmals 2005 bei der ebenfalls bergab führenden WM in Wellington/Neuseeland als „no name“ achte wurde, ist danach bei internationalen Bergläufen in Europa nicht mehr aufgetaucht. Besonders die Frauen beklagten sich über einige „brutale“ Streckenteile bergab, bei denen sich nur Athletinnen behaupten konnten, die bereit waren, auf dem letzten Kilometer mit einem Höhenunterschied von 250 Meter volles Risiko einzugehen. „Wahnsinnig, supersteil“ beurteilte die beste Deutsche, Birgit Unterberger (Rang 19, 43.32.5 Minuten) die Bergabpassagen. Die Schärfe bei den Diskussionen, die in Protesten und Gegenprotesten gipfelten, wurden jedoch herausgenommen, indem das OK den Teilnehmern freistellte, je nach Leistungsstand und Risikofreudigkeit die „Abfahrten“ entweder in der Dirretissima oder in mit Trassenbänder gekennzeichneten Serpentinen zu überwinden. „Meine Schwächen“ (sofern man bei einem 19. Rang bei einer WM von Schwächen sprechen kann), „waren aber berauf“, räumte die dritte der diesjährigen Deutschen Meisterschaft ein. „Als Flachländerin fehlen mir halt ständige Trainingseinheiten im alpinen Gelände“. DLV-Berglaufchef Wolfgang Münzel ahnte schon die „schwere Aufgabe“ und hatte „gemischte Gefühle“. Mit dem 19. Platz von Birgit Unterberger und dem 26. Platz von Lisa Reisinger (44.12.4 Minuten) konnte er noch zufrieden sein, über den 40. Platz von Stefani Buss (45.53.9) und den 73. Platz von Sabrina Prager (51.38.2) sind aber doch gewisse Vorbehalte angebracht.

ng 15.9.2007

 

Bergen/Chiemgau und nicht Bergen/Norwegen

Da wundert mich natürlich nicht mehr, weshalb Bergen und der Hochfellnberglauf bei den Verantwortlichen des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) nicht den angemessenen Stellenwert genießen: Im „DLV“-News“ vom 12.September, „Schwere Aufgabe für DLV-Bergläufer“, Vorschau auf die Berglaufweltmeisterschaft in Saillon/Schweiz, wird im Zusammenhang mit der Silbermedaille von Birgit Sonntag-Unterberger, Bergen/Norwegen und nicht Bergen/Deutschland als Austragungsort der WM aufgeführt. Dass Bergen/Chiemgau bei der WM 2000 die Welt zu Gast hatte und alle Jahre beim Berglauf-Grand-Prix (Großer Preis von Deutschland) die weltbesten Bergläufer den Hochfelln erstürmen, ist den Funktionären entweder „entgangen“ oder aber ein „Dorn im Auge“.

Georg Anfang
OK-Chef
14.09.07

 

Vizeweltmeisterin Strähl entscheidet sich für Bergen

Martina StraehlDie amtierende Vizeweltmeisterin reinbergauf, Vierte der Europameisterschaft und Mannschaftseuropameisterin Martina Strähl, Schweiz startet definitiv beim Hochfellnberglauf am 30.September und nicht bei der Mountain Running World-Trophy (Weltmeisterschaft) im benachbarten Saillon-Ovronnaz am 16. September. „Die Entscheidung der Martina sei für die Organisatoren zwar schmerzlich, letztendlich aber nachvollziehbar“, erklärte OK-Mitglied, Media Manager Christian Stähli gegenüber dem Hochfellnberglauf-OK-Chef anlässlich eines Blitzbesuches in Bergen. Strähl begründete ihre Entscheidung, nicht bei der WM „up and down“ und auch nicht beim bergabführenden WMRA Grand-Prix-Finale am 6.Oktober in Ljubljana/Slowenien antreten zu wollen, mit gewissen Risiken, die mit wettkampfmäßigen Bergablaufen zweifellos verbunden seien. „Ich stehe mit 20 Jahren erst am Anfang meiner Karriere und muss mit meiner Gesundheit schonend umgehen.“ Das Schweizer Lauftalent zählt neben Anna Pichrtova, CZE, Izabela Zatorska, POL, und auch deutschen Berglaufkaderangehörigen zu den Favoriten der. 34. Auflage des Deutschen Berglaufklassikers. Im direkten Vergleich, bei der inoffiziellen WM-Revanche in Bergen, will die ehrgeizige Schweizerin „die Rangordnung der europäischen Berglaufspitze wieder zurechtrücken“.

 

Sechster Weltmeistertitel für Jonathan Wyatt

Auch Langstreckendistanz eine Domäne des Neuseeländers. Sensationeller 4. Platz von Anja Carlsohn.

Nach dem Weltmeistertitel 1998 (Dimitile/Isle de la Reunion/FRA), 2000 (Bergen, GER), 2002 (Innsbruck/AUT), 2004 (Sauze d`Oulx,ITA) und 2005 (Wellington/NZL) holte der erfolgreichste Bergläufer aller Zeiten, der Neuseeländer Jonathan Wyatt mit                         Stunden nun den sechsten Berglaufweltmeistertitel, diesmal in der Langdistanz. Nicht unbedingt gefordert verfehlte er seinen Streckenrekord vom Jahre 2003 (2.49.02 Stunden) trotz guter Wettkampfbedingungen um 6.30 Minuten. Die bisherigen Weltmeister dieser Disziplin, Ricardo Mejia, Mexiko (2004 in Sierre-Zinal), Helmut Schießl (2005 in Cauterets/Frankreich) und M. Carpenter, USA (2006 in Pikes Peck/Colorado/USA) waren nicht am Start und die als Mitfavoriten gehandelten Gallen Burrell/USA, Zak Freudenberg/USA, Serguej Kaledine/Russland und Hernadez Sanchez/Mexiko hatten gegen Wyatt nicht den Hauch einer Chance. Jungfraumarathon-Zweiter und somit Langdistanz-Vizeweltmeister wurde Hermann Achmüller/Italien mit 2.58.35,1 Stunden. WM-Bronce ging an Gerd Frick, ebenfalls Südtirol/ITA (3.02.41.1 Stunden). Bei den Frauen war die Europameisterin 2007, Anita Hakenstad Eversen/Norwegen eine eigene Liga. Mit einer Laufzeit von 3.23.05.5 hatte sie 7.11 Minuten Vorsprung auf Elena Kaledina/Russland (3.31.16.0) und weitere 5.27 Minuten auf die Rumänin Jeanna Malekova. Den hervorragenden vierten Gesamtrang erkämpfte sich Anja Carlsohn, SC Potsdam/Nationalteam Deutschland bei ihrem Jungfrau-Marathon-Debut. Nur 16 Sekunden bei einer Laufzeit von 3.36.59.0 Stunden verfehlte sie WM-Bronce! Britta Müller, Baiersbronn wurde sehr gute Neunte (3.45.22.2), Stefani Buss, ASC Rosellen Neuss mit 3,54.40.0 Sechzehnte.  

Konkurrenz im eigenen Haus

„Jungfraumarathonwurm“ auf der Moräne des Eigergletschers. (Foto Schmidtkonz)

„Jungfraumarathonwurm“ auf der Moräne des Eigergletschers. (Foto Schmidtkonz)

Mit dem Jungfrau-Marathon (42.195 Km), mit einem Höhenunterschied von 1829 m (davon- 305 m) hatte die World Mountain Running Assotiation (WMRA) einen leistungsfähigen und verlässlichen Ausrichter gefunden. Mit der Termingestaltung indes waren die Direktoren des Weltdachverbandes überfordert. Eine Woche nach der Langstrecken-WM auf der Strecke Interlaken (565 m) und der Kleinen Scheidegg (2100m) über Lauterbrunnen, Wengen, Eigergletscher (lt. Veranstalterangabe „kein Marathon in der Welt mit derartigen Dimensionen“) ist die World-Trophy, die Berglaufweltmeisterschaft bergauf/bergab in Saillon/Ovronnaz anberaumt. So wurden einige Spitzenathleten entweder um die Titel bei der „Long-Distance-WM“ gebracht oder aber die Teilnehmer des 15. Jungfraumarathons müssen zwangsläufig auf die 23. Auflage der „World-Trophy“, der inoffiziellen Berglaufweltmeisterschaft verzichten. Wyatt/Neuseeland, Frick/Italien und die amtierende Europameisterin Anita Hakenstad Eversen/Norwegen zum Beispiel starteten in Interlaken, die erfolgreichste Bergläuferin der letzten Jahre, Anna Pichrtova, die Vizeweltmeisterin 2006, Martina Stachl/Schweiz und der Weltmeister 2005 in der Disziplin Langdistanz, Helmut Schießl hingegen sind für Saillon/Ovronnaz aufgeboten. Eine Woche nach einem so schweren Bergmarathon auch noch die mit bergabpassagen geradezu gespickte WM-Strecke in Angriff zu nehmen, diese Tortur nehmen zum Leidwesen von Berglaufwart Wolfgang Münzel offenbar nur die DLV-Teammitglieder Markus Jenne und Stefani Busse in Kauf. Mit dem 20. Gesamtrang von Jenne und dem 16. Platz von Buss scheint sich dieses Risiko nicht ganz ausgezahlt zu haben.

ng 8.9.2007

 

Klasse und Masse beim Hochfellnberglauf

Jeder „Bezwinger“ ein Sieger. Sonderwertung Inn/Chiemgau findet guten Anklang

Strecke, Umfeld, Gastfreundschaft und die sprichwörtliche Hochfellnberglauf-Atmosphäre zieht alle Jahre wieder viele Weltklasseathleten an. Sie laufen um Ehre und Preisgeld und wissen sehr wohl, dass mit einem Sieg oder einer guten Platzierung beim „Großen Preis von Deutschland“ ihr „Ego“ und der Marktwert enorm gesteigert werden kann. Auch für Hobbyläufer, Freizeit- und Erlebnissportler ist der Hochfellnberglauf immer wieder eine Herausforderung. Es reizt der direkte Vergleich mit der Weltspitze genauso wie etwa die Verbesserung der persönlichen Bestmarke, die Unterbietung der magischen Ein-Stunden-Schwelle oder der Leistungsvergleich mit Trainingspartnern und Vereinskameraden. Allein schon die Teilnahme bedeutet ein nachhaltiges Erlebnis.

Für den Sieg kommt nach derzeitigem Meldestand eigentlich nur der fünffache Berglaufweltmeister und Hochfellnberglauf-Streckenrekordinhaber (40.34.9 Minuten), Jonathan Wyatt, Neusseeland in Frage. Im „Schongang“ wird der erfolgreichste Bergläufer aller Zeiten seinen sechsten Sieg am Hochfelln allerdings nicht über die Bühne bringen: Helmut Schießl, Andrzey Dlugosz, Robert Krupicka, und weitere „Pfunde“ sorgen für Stimmung und Spannung und vielleicht auch wieder für eine 40er-Zeit wie zuletzt 2002 und 2003.
Bei den Frauen gilt die mehrfache Europameisterin und Vizeweltmeisterin Anna Pichrtova, Tschechische Republik als Topfavoritin. Die Grand-Prix-Gesamtsiegerin in Serie steht mit 51.37.7 nur an 11.Stelle der „ewigen Hochfellnbestenliste“. Sie will sich deutlich verbessern, erklärte sie dem OK-Chef, „so der Bereich von Izabela Zatorska (50.11.8), Birgit Sonntag, 49.43.2) oder Angela Mudge (49.24.1) wäre durchaus denkbar“, meinte die international erfolgreichste Bergläuferin der letzten Jahre. Den Streckenrekord der Russin Svetlana Demidenko vom Jahre 2002 (47.42.5) hält selbst Pichrtova für absolut unangreifbar. Für Podiumsplätze und die begehrten Fromm-Medaillen gut sind diesmal auch wieder die deutschen Bergläuferinnen Birgit Sonntag-Unterberger, Anja Carlsohn und Lisa Reisinger. Dagegen neigt sich die „Blütezeit“ der Polin Izabela Zatorska langsam dem Ende zu. Eine Leistungsexplosion auf ihrem „Lieblingsberg Hochfelln“, wo sie schon viermal gewonnen hat, ist der 45 jährigen, erfahrenen Polin dennoch zuzutrauen.
Groß ist das Interesse auch seitens der heimischen Athleten, nachdem der Veranstalter Skiclub Bergen auch dieses Jahr wieder eine eigene Inn/Chiemgauwertung in´s Programm genommen hat. Leistungssportler der Disziplinen Leichtathletik, Ski Alpin, Skilanglauf, Biathlon, Radsport, Triathlon kämpfen um den inoffiziellen Titel Inn/Chiemgaumeister. Für Hobbysportler und Berglaufseiteneinsteiger gilt mehr das Motto „dabei sein ist alles“ und am 30. September dann die „Überwindung des inneren Schweinehundes“. Mit dem Hochfellnberglauf 2007 verbunden ist ferner die Salomon-Deutschlandcup-Wertung Mittenwald/Karwendel, Füssen-Schwangau/Tegelberg, Oberstaufen/Hochgrat beim Finale in Bergen werden zusätzliche Preisgelder und wertvolle Sachpreise ausgegeben.

Meldungen bis 26. September online www.hochfellnberglauf.de, Telefax 08662/5415 oder mit der guten alten „Bundespost“ unter Skiclub Bergen, Lindenhofstr. 7, 83346 Bergen/Chiemgau.

 

Deutsche Bergläufer in blendender Form

Birgit Unterberger und Timo Zeiler gewinnen Welterbe-Berglauf-Trophy

Was es nicht alles gibt! Eine „Welterbe-Berglauftrophy“ an Rhein und Lahn in zwei Wertungsläufen: Am ersten Tag die „Loreley-Challenge St. Goarshausen“ über 7,8 km und einem Höhenunterschied von 280 Metern zum Loreley-Plateau und tags darauf der „Limeslauf Bad Ems“ mit 6,0 Kilometer und einem Höhenunterschied von 480 Meter. Die Mitglieder der Berglaufnationalmannschaft Anja Carlson, SC Potsdam, Timo Zeiler, TSV Trochtelfingen und die Vizeweltmeisterin 2000, Birgit Unterberger, OSC Berlin nützten die schnellen Strecken zur letzten Formüberprüfung vor der World Trophy (Berglaufweltmeisterschaft) in Saillon-Ovronnaz/Schweiz (15./16.9.) oder der Weltmeisterschaft Langdistanz im Rahmen des Jungfraumarathons Interlaken/Schweiz am 8. September. Birgit Unterberger kam, sah und siegte. Durch forsches Tempo bereits auf den ersten Kilometern kaufte sie der Vorjahressiegerin Anja Carlsohn den Schneid ab. Die Deutsche Meisterin 2006 und Karwendel- und Tegelbergsiegerin 2007 konnte zwar noch einmal aufschließen, ja für kurze Zeit sogar wieder die Führung übernehmen, dann aber spielte Unterberger ihre Überlegenheit aus und hatte insbesondere bei Bergabpassagen deutliche Vorteile. 58.25 Sekunden war schließlich ihr Vorsprung vor Carlsohn und nur acht Männern des gesamten Feldes gelang es, die glänzend aufgelegte Unterberger in Schach zu halten. Der dritte Platz am ersten Wertungslauf ging an Birgit Lennarts von der LLG St. Augustin. Bei den Männern folgte Timo Zeiler dem Ruf seines Trainers, gleichzeitig Veranstalters des „außergewöhnlichen Laufangebotes“, durch seine Anwesenheit die „Goarshausener Idee“ noch besser ins Bild zu rücken. Zeiler, der inzwischen zur Europäischen Berglaufspitze zählt, war ebenso wie im Vorjahr der Schnellste (27.22.80 Minuten). Platz zwei und drei ging an       Ralf Nacke, RSG Montabaur (28.27.20) und Philipp Klaeren, PST Trier (28.32.55).

Beim finalen „Limeslauf“ am zweiten Tag setzten sich erneut Birgit Unterberger und Timo Zeiler durch, die somit auch die Gesamtwertung, ermittelt durch Addition der Laufzeiten und verbunden mit pompöser Siegerehrung im Bad Emser Kurpark und sattem Preisgeld, für sich entscheiden konnten.   

ng 02.09.2007

 

Helmut Schießl im Aufgebot

Gute Nachricht für den Deutschen Berglauf. Der leistungsstärkste deutsche Bergläufer, Helmut Schießl vom TSV Buchenberg/Allgäu hat sich nun doch entschlossen, bei der World Trophy (Berglaufweltmeisterschaft) vom 13. bis 17. September in Saillon-Ovronnaz/Schweiz zu starten. Berglauf-A-Kadermitglied Schießl wurde daraufhin vom DLV nachnominiert und eröffnet dem deutschen Team nun alle Chancen, ein ähnlich gutes Ergebnis wie bei der WM 2003 von Girdwood/Alaska zu erzielen, wo hinter Italien und England der Bronceplatz heraussprang. Das Männerteam besteht nun aus Helmut Schießl, Timo Zeiler, Josef Beha, Markus Jenne, Marco Sturm und Quirin Schmölz.

 

Hochfellnberglauf: Zusage von Wyatt und Pichrtova

WyattJonathan Wyatt, Neuseeland und Anna Pichrtova, Tschechische Republik gehen beim 34. internationalen Hochfellnberglauf am 30. September an den Start. OK-Chef Georg Anfang glaubt, dass mit der verbindlichen Zusage des 5-maligen Berglaufweltmeisters und der mehrfachen Europameisterin und Vizeweltmeisterin, weiterer Weltklassebergläufer wie Andrzey Dlugosz, POL, Robert Krupicka, CZE, Izabela Zatorska, Polen, Vizeeuropameister im Extremberglauf, Helmut Schießl (TSV Buchenberg), und der Absichtserklärung auch des fünffachen Weltmeisters bergauf/bergab, Marco de Gasperi/Italien „ die Vorbereitungsarbeiten bestimmt einen kräftigen Schub bekommen“. Der Hochfellnberglauf, nach den Worten des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) „einziger deutscher Berglauf mit internationaler Reputation“ wird jährlich an Zermatt (Matterhornlauf), Sierre-Zinal (Schweiz), Susa/Italien, Heiligenblut (Großglockner), Telfes (Schlickeralmlauf) und mit Abstrichen auch am Dreizinnenlauf in Sexten/Italien gemessen und steht mit diesen Klassikern auch in Konkurrenz um das Prädikat „weltweit bestbesetzter Berglauf“. Dieses Jahr, ohne Terminüberschneidung mit Weltmeisterschaft oder Grand-Prix-Wettbewerb hat Bergen sehr gute Chancen, erneut seine Spitzenstellung auszubauen, zumal Telfes wackelt und sich WM-Ausrichter Susa/Italien, jahrelang auch im Grand-Prix-Circuit eingebunden, völlig überraschend von der internationalen Bühne verabschiedete.

ng 28.8.2007

 

„Keine Antwort ist auch eine Antwort“

Großes Schweigen auf Anträge und freundliche Anfragen

Im Juli 2006 stellte der Skiclub Bergen bei der World Mountain Running Assotiation (WMRA) formell Antrag, „entsprechende Schritte zu unternehmen, dass die IAAF ihr Permit auch Organisatoren zubilligt, die im WMRA-Terminkalender aufgeführt sind“. Bergen untermauerte das Anliegen damit, „eine einseitige Bevorzugung willfähiger WMRA-Grand-Prix-Veranstalter gegenüber altbewährten, leistungs- und organisationserprobten Klassikern kann doch nicht im Interesse der Dachverbände sein“.

Keine Antwort, Nigeria hingegen wurde in den „begnadeten Kreis“ aufgenommen. Inwieweit „nachgeholfen“ wurde, würde mich brennend interessieren.

29.01.2007 Schreiben an EAA-Vizepräsidentin, Frau Erika Strasser, A 4020 Linz/Österreich:

(mit Anhang des bisherigen Schriftwechsels) „Weder der WMRA noch der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) gehen auf meine Eingaben hinsichtlich IAAF-Permit ein. Meine Schreiben blieben unbeantwortet (WMRA), (oder verfehlen das Thema, DLV)), ganz so, als                       bestünde ein schlechtes Gewissen oder/und kein sonderliches Interesse an sportlich fairen Abläufen. Wir bitten Sie deshalb, Ihren Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass innerhalb der Verbände und der Organisatoren ein besseres Klima und entsprechende Gleichbehandlung zustande kommt“.

Keine Antwort

30.10.2006 Schreiben an den DLV (Antrag auf Ausrichtung der Deutschen Berglaufmeisterschaft 2009

Keine Antwort

Schreiben 29.6.2007 an den DLV: „Wir bitten um Nachricht, ob hinsichtlich Bewerbung für die Ausrichtung der Deutschen Berglaufmeisterschaft bereits eine Entscheidung getroffen wurde. Ein Beschluss der Entscheidungsgremien bzw. ein positives Signal für den Zuschlag ist von ausschlaggebender Bedeutung, da in 4 Wochen Vertragsverhandlungen mit einem  Sponsor anstehen. Mit sportlichen Grüßen

Keine Antwort

Die Gründe für die Unsitte, auf Briefe, Faxe, E-Mails einfach nicht zu antworten, sind vielfältig: Ernst Probst führt das „Große Schweigen“ meist auf „Bequemlichkeit, Unhöflichkeit, Vergesslichkeit“ zurück. Vielleicht spielt auch Ignoranz, Arroganz eine Rolle. Oder die alte „Beamtenweisheit“, erst einmal alles aussitzen, denn 90 Prozent aller Bearbeitungsvorgänge erledigen sich ohnehin von selbst. Jedenfalls hätten ehrenamtliche Mitarbeiter der Basis, Vorsitzende von gemeinnützigen Vereinen und erfolgreiche Organisatoren zumindest eine Kurzmitteilung verdient. Anstandshalber! Niemand wäre dadurch eine Perle aus der Krone gefallen.

Georg Anfang, OK-Chef Hochfellnberglauf

28.08.2007

 

„Fast überhängendes Zielstück“

Erinnerungen an die WM 2000

Zieleinlauf Hochfellnberglauf33 Jahre war der almerische Zieleinlauf beim Hochfellnberglauf kein Thema. Gut 6000 Bergläufer bewältigten das „fast überhängende Zielstück“ (Berglaufjournal 2001) ohne jegliche Probleme, ohne Seil und Haken. Nur einmal, bei der Mountain Running-World Trophy 2000, wo „Protagonisten“ des Weltsportverbandes glaubten, sich unbedingt in innere Angelegenheiten des Skiclubs Bergen einmischen zu müssen, kam es zu unschönen Szenen. Directoren der World Mountain Running Assotiation (WMRA) missachteten die mit dem Verband abgesprochene und in der Mannschaftsführersitzung vorgelegte, gebundene Zielraumorganisation und nahmen bei Nacht und Nebel, besser gesagt eine Stunde vor Rennbeginn ohne Kenntnis des OK-Chefs „mit ungeahnten Fähigkeiten“ (Berglaufjournal 2001) eine Streckenkorrektur vor. Nicht am eigentlich (naturgegebenen Ziel) und auf der Höhe der Zielhäuschen wollten ein paar offenbar nicht ganz schwindelfreie Verbandsfunktionäre die Laufzeit genommen haben, sondern 15 Meter unterhalb. OK-Chef Georg Anfang war über die Hinterfotzigkeit (fünf Tage nach dem Tod seiner Mutter) derart erbost, dass ihm Rennarzt Dr. Ruhl eine doppelte Dosis Beruhigungsmittel verabreichen musste, ehe er „Hand anlegte“ und die Dinge wieder zurechtrückte. Zumindest beim Rennen der Männer war wieder Ruhe eingekehrt. Er sei kein Elefant, der nichts vergisst, kommentiert der Bergener Berglaufpionier die Vorkommnisse, „aber im verflixten siebten Jahr wird man darüber doch noch einmal sprechen dürfen“. Übrigens: Der „Große Preis von Deutschland“ am 30. September wird selbstverständlich auf dem althergebrachten Zielstück ausgetragen. Von den damaligen „Protagonisten“, die immer noch am Ruder sind, wird sich das organisationserprobte Helferteam nicht mehr in´s Handwerk pfuschen lassen.

ng 26.08.2007

 

Das DLV-Aufgebot für die Berglaufweltmeisterschaft

Ohne Helmut Schießl, dem besten deutschen Bergläufer bei den Männern und ohne Kadermitglied, Karwendel- und Tegelbergsiegerin Anja Carlsohn bei den Frauen geht das Team des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) beim Weltchampionat der Bergläufer (Mountain Running World Trophy) am 15./16. September in Saillon/Ovronnaz (Schweiz) an den Start. Schießl und Carlsohn hingegen haben sich für einen Einsatz beim Jungfraumarathon Interlaken am 9. September entschieden, der dieses Jahr zugleich als Langdistanz-Weltmeisterschaft ausgeschrieben ist.
Nach einem mehrtägigen Trainingslager in Zermatt und internationalen Wettkämpfen in Österreich und der Schweiz hat der DLV das Team benannt:
Männer: Timo Zeiler, TSV Trochtelfingen; Markus Jenne, USC Freiburg; Josef Beha, FC Kirnach, Quirin Schmölz, LG Würm-Athletik; Marco Sturm, Altötting (LG Marathon Regensburg)
Frauen: Birgit Unterberger, OSC Berlin; Lisa Reisinger, LCC Hanau-Rodenbach, Sabrina Prager, LG Passau; Steffi Buss, ASC Rosellen Neuß.
Aus unserem Bereich ist die Juniorin Barbara Abler, SC Ainring im Aufgebot. Die 16-jährige Pidingerin hat durch den 3. Gesamtrang beim Stoißeralmlauf und den Gesamtsieg beim Höglberglauf auf sich aufmerksam gemacht und schließlich beim Hochkarberglauf/Österreich die Qualifikationshürde geschafft.

ng 21.08.07

 

Ganz neue Gefühle

Zeiler 2006 HochfellnberglaufAn einem einzigen Wochenende und ohne Zugpferd Helmut Schießl:
Markus Jenne Sieger beim Inferno Mürren-Schilthorn, Michael Barz Dritter (380 gewerteteTeilnehmer); Timo Zeiler, Sieger beim 25. Matterhornlauf Zermatt, Manuel Stöckert Gesamtsiebter, (564 Teilnehmer); Lisa Reisinger, Gesamtvierte, Anette Bendig, Gesamtsiebte (155 gewertete Frauen) Birgit Unterberger, Siegerin beim 28. Kitzbühelerhornlauf, siebte Gesamtzeit aller 190 männlichen und weiblichen Teilnehmer): die deutschen Bergläuferinnen/Bergläufer werden immer stärker und mischen jetzt auch bei international stark besetzten Berglaufklassikern kräftig mit. Sie brauchen sich nicht mehr verstecken, können selbstbewusst an künftige Aufgaben herangehen. Lange Zeit vertändelten sich die Athleten mit regionalen Angeboten, scheuten wie der Teufel das Weihwasser Grand-Prix-Wettbewerbe und Alpenklassiker. Jetzt ist offenbar der Groschen gefallen, spätestens jetzt ist der Anschluss an die Weltspitze gefunden. Nun gilt es, Namen und Marktwert zu steigern und der Disziplin Berglauf in Deutschland neue Impulse zu geben.

Georg Anfang

19.08.07

 

Birgit Sonntag-Unterberger überzeugt am Kitzbüheler Horn

Deutscher Erfolg beim österreichischen Berglaufklassiker.

Nach 10-jähriger Abstinenz endlich wieder ein deutscher Sieg beim Kitzbüheler-Horn-Bergstraßenlauf! Johanna Baumgartner trug sich zuletzt im Jahre 1997 mit einer Laufzeit von 1.15.31 in die mit weltbesten Bergläufern geradezu gespickte Ehrentafel ein. Nun setzte Birgit Sonntag-Unterberger vom OSC Berlin wieder ein Zeichen für den deutschen Berglauf und landete am letzten Tag ihres privaten, 14 tägigen WM-Vorbereitungsprogramms in Bergen/Hochfelln bei der 28. Auflage des österreichischen Berglaufklassikers einen überlegenen Start/Zielsieg. Leicht machte es die Konkurrenz der Vizeweltmeisterin 2000, Bergen/Hochfelln jedoch nicht: Carina-Lilge-Leutner vom LCC Wien und die Polin Izabela Zatorska hielten bis zum Alpenhaus (1.670 Meter) noch gut mit, mussten sich dann aber dem Kampfgeist der 31 jährigen Berlinerin beugen. Lilge-Leutner wurde mit 1.16.30.9 schließlich Zweite, der 3. Platz ging an Izabela Zatorska, Polen mit 1.17.50.2 Sonntag-Unterberger, dritte der Deutschen Meisterschaft dieses Jahres, konnte mit der Laufzeit von 1.14.12 Stunden angesichts drei Rennen in einer Woche zwar den „deutschen Rekord“ von 1.12.10 Stunden von Christiane Fladt bei ihrem Sieg im Jahre 1987 nicht unterbieten, machte aber deutlich, dass sie ihre Form der EM-Qualifikation vom Juli erneut steigern konnte. Sonntag-Unterberger bringt sich durch die Spitzenergebnisse beim Feuerkogelberglauf und jetzt auch in Kitzbühel in die erweiterte Favoritenrolle auch beim Hochfellnberglauf am 30. September. Zumindest wenn es um die Ehre geht, beste deutsche Teilnehmerin beim Großen Preis von Deutschland zu sein, wird sie bestimmt ein gewichtiges Wort mitsprechen. Zunächst konzentriert sich die zweifache Mutter aber auf die Berglauf-World-Trophy (Weltmeisterschaft) in Saillon-Ovronnaz/Schweiz, wo insbesondere auch ihre bergab-Qualitäten gefragt sind.

Der Männersieg vom Kitzbüheler Hauptplatz zum Fernsehturm am „Horn“ (12.9 km, 1234 Höhenunterschied) ging an den Südtiroler Gerhard Fritsch. (1.02.38.1)

ng 19.08.2007

 

Trainingseldorado Hochfelln

Birgit UnterbergerMit “Kind und Kegel“ verbrachte Berglaufvizewelt- und Vizeeuropameisterin Birgit Unterberger vom OSC Berlin vom 7. August bis 19. August ihren Urlaub in Bergen, um sich an der Stätte ihres größten Erfolges (Vizeweltmeisterin bei der Berglauf-WM in Bergen 2000) gezielt auf die diesjährige Berglaufweltmeisterschaft am 15/16. September in Saillon-Ovronnaz/Schweiz vorzubereiten. Am Hochfelln, auf dem welligen Gelände Hammerberg, Maria-Eck, Adelholzen und Flach im Bergener Moos absolvierte sie ihre Trainingseinheiten und der 12. internationale Feuerkogelberglauf im Höllengebirge/Salzkammergut war als Aufbau- und Testwettkampf eingeplant. Ebensee am Traunsee war 1997 Schauplatz der Europameisterschaft, 2005 Austragungsort der österreichischen Staatsmeisterschaften und WM- Qualifikationslauf für die deutschen Bergläufer. Birgit Unterberger, im Chiemgau seit ihrem Erfolg bei der WM Bergen 2000 nur unter ihren Mädchennamen Sonntag ein Begriff, musste sich bei diesem stark besetzten Wettbewerb mit 1.06.06.0 nur der Neuseeländerin Anna Frost (1.02.46.6) und der Einheimischen und Vorjahressiegerin Andrea Springer (1.05.29.3) geschlagen geben. 

Frost verbesserte den Streckenrekord, gehalten von Sandra Baumann um 32 Sekunden, obwohl der obere Teil der 9,0 km-Strecke mit 1250 Höhenmetern zum Feuerkogel im Höllengebirge (1.670 m) durch Dauerregen ziemlich glitschig war. 

Birgit Sonntag-Unterberger ist auch beim Hochfellnberglauf am 30. September am Start und trifft dort auf die deutschen Nationalmannschaftsmitglieder Anja Carlsohn, SC Potsdam und Lisa Reisinger, LCC Hanau-Rodenbach, die im Juni ihrerseits in Bergen und am Hochfelln für die Vorbereitung der Europameisterschaft im Cauterets/Pyrenäen ein dreitägiges Trainingslager abhielten. Für einen deutschen Sieg bei der 34. Auflage des deutschen Bergklassikers stehen die Karten jedoch nicht gerade günstig: schließlich hat inzwischen die absolute Berglaufweltklasse die definitive Startzusage oder aber zumindest eine ernsthafte Absichtserklärung für den „Großen Preis von Deutschland“ gegeben.     

Übrigens: Die Männerwertung beim Feuerkogelberglauf ging an Jonathan Wyatt (56.35.7). Der Ehrgeiz, seinen eigenen Streckenrekord zu verbessern, hielt sich logischerweise in Grenzen. Der Pole Andrzey Dlugosz, hinter Marco Gayardo, Italien Zweiter schon beim Schlickeralmlauf in Telfes/Stubaital, erkämpfte mit 1.00.25.6 erneut den zweiten Gesamtrang. Dritter und bester Österreicher war Thomas Heigl vom LLC Wien mit 1.01.51.7

ng 12.8.2007

 

Italienischer Doppelsieg am Sennjoch

Weltklasse beim Schlickeralm-Berglauf Telfes

Die italienischen Spitzenläufer Renate Rungger und Marco Gayardo haben den Schlickeralmlauf, den dritten Wettbewerb der WMRA-Grand-Prix-Serie gewonnen. Rungger konnte laut Veranstalterangaben bei idealen Laufbedingungen den seit dem Jahre 2000 von der Berlinerin Birgit Sonntag gehaltenen Streckenrekord um 2 Sekunden auf 1.09.03 verbessern, während Gayardo die Bestmarke der Männer, gehalten von Jonathan Wyatt seit 2004 um 5.15 Minuten verfehlte. Ein echter Leistungsvergleich war allerdings nicht gegeben, da anstelle der Dorfrunde erstmals die Strecke um den Speicherteich der Schlickeralm verlegt wurde.

Marco Gayardo ließ auf der 11.0 Kilometer langen Strecke von Telfes zum Sennjoch (2225 m) nichts anbrennen, holte mit 1.00.47 nunmehr schon den zweiten Sieg der laufenden Grand-Prix-Serie und steht bereits vorzeitig als Gesamtsieger 2007 fest. Jonathan Wyatt, Neuseeland, der einzige, der Gayardo bei seiner derzeitigen Form gefährlich werden hätte können, startete nicht in Crans Montana/Schweiz und auch nicht in Telfes. Der fünfmalige Weltmeister suchte beim Extremberglauf „Saudahornet rett opp“, Norwegen, dem steilsten Gebirgsrennen Europas vom Ufer zum Gipfel (5,7 km, 1303 HD) eine neue Herausforderung. Aber auch Andrzey Dlugosz erwies sich als „schwerer Brocken“. Nur vier Sekunden trennten ihn vom Europameister Marco Gayardo. Der polnische Staatsmeister machte, - wie angekündigt- seine „blamable Vorstellung“ (18. Rang beim Großglocknerlauf) mehr als wett und brachte sich für kommende Aufgaben bei Berglaufklassikern wieder gut ins Gespräch. Hart umkämpft war der dritte Platz. Schließlich setzte sich Vizeweltmeister 2005, Gabriele Abate, Italien im Schlussspurt mit 1.01.29 gegen den Tschechen Jan Havlicek, (1.01.38) durch. Der Schotte Joe Simonds, Sieger des Kaunertalgletscherlaufes 2007 wurde mit 1.01.47 fünfter, sechster und bester Österreicher wurde mit 1.02.03 der amtierende Staatsmeister Markus Kröll. Von den deutschen Berglaufkadermitgliedern war nur Quirin Schmölz am Start. Juniorenläufer Schmölz war mit 1.12.36 Stunden 34. der Gesamtwertung, 21. der Männerhaupklasse und bester deutscher Teilnehmer.   

Berglaufeinsteigerin besiegt Europameisterin Anna Pichrtova

Bei den Damen gewann mit Renate Rungger ein „Berglaufneuling“, als Bahn- und Crossläuferin indes hat die 28 jährige Südtirolerin seit langem internatinales Format. Die italienische Staatsmeisterin im Cross und 10000 Meter (war in dieser Disziplin auch Europameisterschaftsteilnehmerin) ist seit 2 Jahren Profiläuferin. Die Tatsache, dass Rungger auf Anhieb der WM-und EM-erprobten Landsfrau Roberti Maria Grazia 7 Minuten „abnahm“, deutet auf künftige Einsätze auch im erfolgreichen italienischen Berglaufnationalteam hin. 17 Sekunden war „Reni“, das „Prunkstück der Läuferfamilie Rungger schneller als Europameisterin Anna Pichrtova und gut eine Minute als die amtierende Vizeweltmeisterin, Martina Stähl, Schweiz. Die Vierte, Anna Frost aus Neuseeland musste bereits einen Rückstand von 4 Minuten verkraften. Außer Lisa Reisinger vom LCC Hanau-Rodenbach waren keine deutschen Spitzenläuferinnen am Start. EM-Teilnehmerin Reisinger stellte sich jedoch nicht der internationalen Konkurrenz. Sie entschied sich vielmehr für die Mittelstrecke zur Schlickeralm (7 Kilometer) und gewann mit 5 Minuten Vorsprung vor Breitensportlerin Tanja Eberhard.

Der Schlickeralmlauf, nach den Worten des österreichischen Berglaufjournalisten Kurt Brunbauer „das Monte Carlo des Berglaufes, klein, stolz, elitär“, hat seine Spitzenstellung innerhalb des WMRA-Grand-Prix-Circuits ausgebaut. Absolute Weltklasse! Die Besetzung war weit besser als die beim Großglocknerlauf, hinsichtlich Teilnehmerzahl steht jedoch Heiligenblut einsam an der Spitze. Crans Montana und Finalveranstalter Lubljana/Slowenien sind nur Auffüller, Beiwerk, Nutznießer. Über die Zukunft der WMRA-Grand-Prix-Serie darf weiter spekuliert werden.

ng, 05.08.2007

 

 

Bergen / Chiemgau

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Deutsche Berglaufmeisterschaft 2009

 

Jonathan Wyatt Glocknerkönig bei Kaiserwetter

Klasse und Masse beim Großglocknerberglauf

Zum fünften Mal in Folge, mit einer Laufzeit von 1.12.22.0 Stunden und wie immer unangefochten hat Jonathan Wyatt/Neuseeland den Großglocknerberglauf gewonnen. Die Frauensiegerin, die Topfavoritin Anna Pichrtova/CZE stahl dem 5-fachen Weltmeister fast die Schau, als sie mit 1.21.25.9 Stunden und einem Rückstand von nur 9 Minuten auf Wyatt mit neuntbester Gesamtzeit aller 712 Teilnehmer einlief und sogar männliche Kadermitglieder und Staatsmeister besiegte.

Alle, die Jonathan Wyatt nach den „Niederlagen“ bei der WM in der Türkei und bei einem Einladungsrennen in Nigeria schon abgeschrieben hatten, belehrte der erfolgreichste Bergläufer alle Zeiten eines Besseren. Seine Kreuzbandoperation nach einem Rodelunfall in Leutasch/Tirol sei ohne Komplikationen abgelaufen und seinen Trainingsrückstand habe er kompensiert, betonte Wyatt. der sich bei hohen Temperaturen in alter Form am Großglockner präsentierte. Auf dem steilen Teilstück zur Trogalm (1866 m) und auf dem ziemlich flachen Streckenteil zur Bricciuskapelle hielt sich Wyatt noch vornehm zurück, belauerte seinen vermeintlich stärksten Konkurrenten Marco Gayardo/Italien, um dann im letzten Teilstück, von der Pasterze zur Franz-Josefs-Höhe, gehörig Dampf zu machen. 52 Sekunden war letztendlich sein Vorsprung vor dem Italiener Maco Gayardo. Den Dritten, den Österreichische Staatsmeister Markus Kröll nahm Wyatt schon vier Minuten ab. Kröll lag bis zum Pasterzengletscher scheinbar aussichtslos hinter dem US-Amerikaner Rickey Gates zurück, mit einer kämpferischen Glanzleistung konnte er sich aber doch den 3. Rang sichern. Andrey Dlugosz, Hochkarsieger und auch als Mitfavorit gehandelt, verzweifelte fast angesichts seines indiskutablem 18. Rang und der Tatsache, dass er selbst die Frauensiegerin vorbeiziehen lassen musste. „Ich komme mit der Glocknerstrecke einfach nicht zurecht“ klagte der Polnische Staatsmeister. „In Bergen werde ich die Blamage wieder gut machen“ betonte Dlugosz, der im Vorjahr am chfellHHochfelln hinter Marco de Gasperi und Helmut Schießl noch Dritter war.

Bei den Frauen gab es durch Anna Pichrtova (1.21.25.9), Pavlo Malyasova (1.29.43.3). Iva Milesova (1.34.27.4) einen Vierfacherfolg. Beste Österreicherin war Carina Lilge-Leutner mit 1.36.42.5. Deutsche Spitzenläufer waren beim größten und schönsten Berglauf Österreichs nicht am Start. Sie bevorzugten den Karwendelberglauf Mittenwald, einem Wertungslauf der Salomon-Serie, in der auch der Hochfellnberglauf Bergen eingebunden ist. So fand sich die schnellste deutsche Frau mit 2.02.31.3 auf dem 326. Gesamtrang und bei den Männern der Freizeit- und Erlebnissportler Sebastian Jost auf dem 50. Gesamtrang wider.

Die Besetzung beim diesjährigen Glocknerlauf war nicht mehr so mächtig, wie in den vergangenen Jahren. Die Breite in der Spitze fehlte. Dies ist jedoch eine Entwicklung, die das OK-Team Großglocknerlauf wirklich nicht zu verantworten hat: Die WMRA-Grand-Prix-Serie hat sich ganz einfach abgenützt, wird von den Athleten nicht mehr richtig angenommen. Das Ende zeichnet sich ab. Klassiker außerhalb des „Circuits“ bieten mindestens die gleichen Anreize!

ng 15.07.2007

 

Großglocknerlauf, Randnotizen

Gemeinschaftswerbung

Zusammen mit dem OK-Chef des Kaunertalberglaufes und dem 1. Bürgermeister der Gemeinde Kaunertal, Josef Raich und Rike und Ernst Künz vom Schlickeralmberglauf Telfes hatte Hochfellnberglauf-Organisator Georg Anfang im Startbereich und im „ Eventgelände“ in Heiligenblut einen Informationsstand aufgebaut. Mit großen Postern, Programmheften und örtlichem Werbematerial machten sie auf ihre Veranstaltungen aufmerksam und betrieben      so auch gemeinsame Werbung für den Kaunertalgletscher, das Stubaital und die Ferienregion Chiemgau/Chiemsee.

Doping

Die besten drei Frauen/Männer und je drei Geloste des Feldes mussten sich einer unangekündigten Dopingkontrolle unterziehen. Wichtige Erkenntnisse wurden offenbar nicht gewonnen, denn zeitgemäß wurde die offizielle Ergebnisliste veröffentlicht, mit der Siegerehrung begonnen und die Auszahlung der Siegprämien vorgenommen.

Mündliche Zusage von Wyatt und Pichrtova

Hautnah am Geschehen war der OK-Chef Hochfellnberglauf, Georg Anfang. Als einer der ersten gratulierte er den Siegern, mit denen er seit Jahren engen Kontakt pflegt. Auf die Teilnahme am deutschen Berglaufklassiker am 30. September angesprochen, antworteten beide: „to annouce“. Sie stellten also ihre Starts „in Aussicht, denn was anderes als Bergen stünde ohnehin nicht im Programm“. So verstand es jedenfalls Anfang, sofern ihm seine Englischkenntnisse, die er sich bei einem Volkshochschule-Kurs in Grabenstätt angeeignet hat, nicht ganz im Stich gelassen haben.

Landschaftspflege

Das ganze Tal roch nach Heu. Kind und Kegel waren damit beschäftigt, von den steilsten Hängen das „Einmahdige“ einzubringen. So wechseln sich in Österreich wohltuend sattgrüne Matten mit Mischwald ab. Landschaftspflege pur, dort wird nicht jede Leit´n mit Fichtenboschen zugepflastert oder der Verbuschung ausgesetzt.

Ausgang des WMRA-Grand-Prix ungewiss

Dem Vernehmen nach wird Jonathan Wyatt beim 3.Wertunglauf der WMRA-Grand-Prix-Serie, beim Schlickeralmberglauf in Telfes nicht an den Start gehen. Schon beim Auftaktrennen in Crans Montana/Schweiz fehlte er, so dass er wohl dieses Jahr für die Gesamtwertung, verbunden mit 3000.- Euro Preisgeld, nicht in Frage kommen wird. Marco Gayardo, Europameister 2006 und Vizeeuropameister 2007, wäre ein würdiger Nachfolger.

Gemeinschaftswerbung: Presse SC Bergen

 

Ahmed Arsian und Anirta Haakenstad Berglaufeuropameister

Generationswechsel in der internationalen Berglaufszene. Deutsche Athleten mischen mit der Berglaufweltklasse wieder kräftig mit.

Ahmet AslanDer Skiort Cauterets in den französischen Pyrenäen mit nicht einmal 1000 Einwohnern, wo der international erfolgreichste deutsche Bergläufer, Helmut Schießl im Jahr 2005 den Titel Langstreckenweltmeister erkämpfte, war Schauplatz der Berglauf-Europameisterschaft, die von der European Athletics Assotiation (EAA) turnusmäßig in der Disziplin reinbergauf ausgetragen wurde. Zur Titelentscheidung in 2360 Meter Seehöhe traten 95 Frauen und 113 Männer aus 22 Nationen an. Mit den hochalpinen Verhältnissen und dem anspruchsvollen Streckenprofil (12,8 km und 1570 Höhenmeter bei den Herren) am besten zu recht kam der 21-jährige Türke Ahmed Arsian, bei den Frauen (8,5 km, 1010 Höhenmeter) holte Anita Haakenstad-Eversten, Norwegen den EM-Titel. Die Teamwertung ging an Italien (Männer) und Schweiz (Frauen). Was sich bei der vorjährigen Weltmeisterschaft in Bursa/Türkei schon abzeichnete, bestätigte sich in Cauterets eindrucksvoll: die Wachablösung im Berglauf ist voll im Gange, neue Gesichter bestimmen die internationale Berglaufszene.

Türke Arsian verhindert italienischen Doppelsieg

Stark dezimiert war das Feld der Spitzenläufer und Medaillenanwärter. Ohne Titelverteidiger reinbergauf,. Florian Heinzle, Österreich (laboriert noch immer an Pfeifferscher Drüsenkrankheit), Vizeeuropameister Helmut Schießl, dem Schweizer Spitzenläufer Alexis Gex-Fabry, Karl Jöhl, Schweiz (startete wie Schießl beim Zermatt-Marathon) und dem Polen Andrzey Dlugosz fehlte die ganz große Spannung. Alles lief auf die Italiener Marco de Gasperi (Weltmeister 2001, 2003, Europameister 2004) und Marco Gayardo (Europameister 2003 und 2006) hinaus, die sich in den vergangenen Jahren die WM-Titel bergauf/bergab und die Europameisterschaften „brüderlich“ aufteilten. Gayardo oder de Gasperi, wetteten die „Buchmacher“ und auch die Italiener selbst meinten, den Einzeltitel unter sich austragen zu können. Den 21-jährigen Türken Ahmed Arslan, einen Berglaufneuling hatte niemand auf der Rechnung. Arslan siegte in 1.08.39 Stunden elf Sekunden vor Gasperi und 30 Sekunden vor Gayardo. Die Italiener hielten sich mit der Goldmedaille im Teamwettbewerb schadlos. 

„Namenlose“ Norwegerin besiegt Weltmeisterin Pichrtova

Auch bei den Frauen war das Spitzenfeld ziemlich ausgedünnt. Welt- und
Europameisterin Andrea Mayr, Österreich, verzichtete auf die Titelverteidigung
und konzentriert sich auf den 3000-m-Hindernislauf bei der Leichtathletik-WM in Osaka/Japan. Nicht am Start war auch die Polin Izabela Zatorska. Die „Grande Dame“ des Berglaufes, die seit einem Jahrzehnt in den Titelrängen aufscheint und so ziemlich alle hoch dotierten Alpenklassiker abräumte, hat sich von ihrem schweren Autounfall in Nigeria noch immer nicht erholt. Und auch hinter Anna Pichrtova/CZE, (Europameisterin 2004 und 2006, Vizeweltmeisterin 2001 und 2004) stand ein großes Fragezeichen. Auch sie war bei der Anfahrt zu einem Einladungsrennen in Nigeria im verunfallten Fahrtzeug, zog sich schwere Brüche zu und fand nur langsam wieder zum Spitzensport zurück. Ihr erster Härtetest und zugleich Saisoneinstand verlief mit dem Sieg beim legendären 47. Milliton Washington-Race in Jacksen/USA verheißungsvoll, ob sie jedoch im internationalen Klassefeld zu ihrer gewohnten Form zurückfindet, war auch für sie sehr fraglich. Der Vizeeuropameistertitel hinter der Norwegerin Haakenstad wird für die Berglauf- Weltmeisterschaft am 9. September in Saillon/Ovronnaz/SUI bestimmt neue Kräfte freisetzen.

Überzeugende Vorstellung der deutschen Bergläufer

Auch ohne Vizeeuropameister reinbergauf, Helmut Schießl, der der „Verlockung des Matterhorns“ nicht widerstehen konnte, zeitgleich beim Zermatt-Marathon startete und dort als Sieger 2500.- Schweizer Franken abholte, machten die deutschen Athleten in den Pyrenäen einen hervorragenden Eindruck. Offenbar beherzigte Berglaufchef Wolfgang Münzel die Empfehlung von Bibi Anfang, den 30 km von Cauterets entfernten Wallfahrtsort Lourdes bereits bei der Anreise anzusteuern und um Segen von oben zu bitten. Glücksgefühle übermannten Münzel dann angesichts zweier unverhoffter Silbermedaillen (Kerstin Straub, Juniorin) und Teamwertung Junioren (mit Manuel und Rene Stöckert und Johannes Köhnlein). Besonders würdigte der Berglaufchef aber die Einzelleistung von Josef Beha als Achter, Timo Zeiler als 9. und Markus Jenne als 19. Die Leistungssteigerung führte Münzel „auf die neue Konzeption und auch auf den Vorbereitungslehrgang in Bergen/Hochfelln zurück, bei dem die Mannschaft auf die nötige Härte und auf die extremen Strecken in Cauterets eingestimmt wurden“. Einzig die Frauen kamen nicht in die Medaillenränge. Der 15.Platz von Anja Carlsohn und der 19. Rang von Veronika Ulrich gingen laut Mannschaftsführer Wilfried Raatz „voll in Ordnung“, während Lisa Reisinger´s 24. Platz und der 35. Platz der Deutschen Meisterin Carmen Siewert mit 9 Minuten Rückstand doch mit „Einbruch“ und Opfer der dünnen Luft verstanden werden muss. Trotzdem reichte es zum 6.Platz in der Mannschaftswertung (16 Nationen gewertet)

 

EM-Vorbereitungslehrgang in Bergen

Nach Zeitläufen am Hochfelln wurde die Mannschaft für Cauterets endgültig benannt

Gruppenfoto

Gruppenfoto (v.l.): Sopie Andrey (Schweizer Nationalmannschaft), Anja Carlsohn (SC Potsdam), Marco Sturm (LG Domspitzmilch Regensburg), Lisa Reisinger (SSC Hanau-Rodenbach), Josef Beha (FC Unterkirnach), Timo Zeiler (TSV Trochtelfingen), Sabrina Prager (LG Passau), DLV-Betreuer Wilfried Raatz, vordere Reihe knieend) Veronika Ulrich (LG Neu-Isenburg/ Heusenstamm) mit Tochter Vanessa, Helmut Schiessl (TSV Buchenberg)

Die Hochfellnberglauf-Orginalstrecke, auf der sich die Berglaufweltklasse alle Jahre ein Stelldichein gibt, war für DLV-Berglaufchef Wolfgang Münzel und Koordinator Wilfried Raatz das ideale Streckenprofil, um die deutschen Bergläufer auf die Europameisterschaft vorzubereiten und ihnen die nötige Härte einzuschärfen. Verbunden mit dem Vorbereitungslehrgang waren „Kontrollläufe“, um das Aufgebot für die Berglaufeuropameisterschaft zu komplettieren.                       Der moderate Streckenteil zwischen Talstation Hochfellnseilbahn (600 m) und Mittelstation (1063 m) war neutralisiert, war zum Warmlaufen gedacht. Richtig zur Sache ging es dann auf dem anspruchsvollen Teilstück Mittelstation-Fahrstraße bis Bründling und Orginalwanderweg zum Hochfellngipfel (611 Höhenmeter), auf dem im Jahr 2000 bei der Weltmeisterschaft die Französin Elise Marcot mit 29.05 Minuten den Juniorentitel holte. Frau gegen Frau im direkten Vergleich und gleich zweimal war die Vorgabe (die Zeiten wurden addiert), es ging um die endgültige Nominierung für die Berglauf-Europameisterschaft in Cauterets/ Pyrenäen, 30 Kilometer südlich von Lourdes, nachdem sich die Verbandsführung wegen unterschiedlicher Voraussetzungen bis dahin noch nicht endgültig festlegen wollte. Die Leistungskontrolle brachte insofern eine Überraschung, da sich Anja Carlsohn, SC Potsdam, die sich bei der Deutschen Meisterschaft mit dem 6. Platz noch einen Ausreißer leistete, für Viele vielleicht unerwartet, selbst ohne Streckenkenntnis auf dem alpinen Gelände sichtlich wohl fühlte. Mit 27.45 Minuten im ersten und 28.07 im zweiten Lauf lief sie zweimal Bestzeit und stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass Münzel zu recht an ihr festgehalten hat. Deutlich beherrschte sie Lisa Reisinger, LCC Hanau-Rodenbach (28.15 /29.43) und die deutsche Vizemeisterin Veronika Ulrich von der LG Neuisenburg, eine „gelernte“ Crossläuferin (28.20 und 31.24 Minuten).  Auch Reisinger und Ulrich erfüllten die Erwartungen der Verantwortlichen, so dass das EM-Aufgebot in Bergen offiziell bestätigt werden konnte. Birgit Unterberger, OSC Berlin und Stefanie Buss, ASC Rosellen-Neuss, zwei berglauferfahrene Athletinnen, die für das EM-Team keine Berücksichtigung fanden, dürfen sich aber berechtigte Hoffnungen machen, für die World-Trophy (Berglaufweltmeisterschaft) bergauf/bergab in Saillon-Ovronnaz/Schweiz vom 13. bis 17. September nominiert zu werden.

Bei den Männern, - sie waren nach dem Hochkar und der Deutschen Meisterschaft Müllheim/Baden bereits fix nominiert- ging es mehr um Spritzigkeit, um eine gemeinsame Trainingseinheit und natürlich auch darum, für den Hochfellnberglauf am 30. September die Strecke genauestens zu erkunden.

Das Wochenende war nach Worten der DLV-Berglauffunktionäre ein weiterer Schritt in Richtung Neubeginn und Anschluss an die Weltspitzenklasse. Münzel und Raatz übermittelten bei der Schlussbesprechung im Mannschaftshotel Bergener Hof, an Bibi Anfang, „dem Organisator des einzigen deutschen Berglaufes mit Weltformat“ den Dank des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) für tatkräftige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Maßnahme.

ng 24.6.2007

 

Kontrolllauf 23.6.

Frauen:

Anja Carlsohn     27.45     28.07    55.52
Lisa Reisinger    28.15     29.43    57.58
Veronika Ulrich    28.20     31.24    59.44
Sabrina Prager    31.20     33.51   1.05.11

Männer:

Helmut Schießl    22.40     23.16    45.56
Timo Zeiler      22.58     23.17    46.15
Josef Beha      23.56     25.22    49.18
Marco Sturm      24.20     25.09    49.29

 

DLV-Trainingslager in Bergen

Formüberprüfung auf der WM-Strecke

Vor endgültiger Benennung für die Europameisterschaft in Cauterets/Frankreich absolvieren die Mitglieder des Berglaufkaders des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) vom 22.6. bis 24.6. in Bergen ein offizielles Trainingslager. Geplant sind Leistungsüberprüfungen am Hochfelln und Trainingseinheiten im welligen Gelände Adelholzen-Maria-Eck-Fürberg-Hammerberg und Flach im Bergener Moos.
Mit dabei ist der vierfache Deutsche Berglaufmeister und frischgebackene Vizeeuropameister im Extremberglauf, Helmut Schießl, die für die EM bereits fix nominierten Timo Zeiler und Josef Beha, die deutsche Vizemeisterin 2007 Veronika Ulrich und die Deutsche Meisterin 2006 Anja Carlsohn.
Im Rahmen der Trainingsmaßnahme und zur Formüberprüfung sind „Zeitläufe“ auf der WM-Strecke 2000 Hochfelln angesetzt, dessen Streckenprofil der Europameisterschaft in den Pyrenäen sehr ähnelt. Nach einem weiteren offiziellen Trainingslager vom 7.-8. August in Zermatt werden dann die Teilnehmer für die Berglaufweltmeisterschaft in Saillon/Ovronnaz benannt.

 

Hart umkämpfte Nominierungskriterien

Berglaufdamen rittern am Hochfelln um EM-Startplätze

Nach dem der leistungsstärkste deutsche Bergläufer und der Deutsche Meister 2007 für die Berglaufeuropameisterschaft in Cauterets/Frankreich“ nicht zur Verfügung stehen“, gibt es bei den Herren keine Diskussion. Im Aufgebot:

    Carlo Schuff       Postsport Telekom Trier
    Timo Zeiler        TSV Trochtelfingen
    Josef Beha        FC Alemannia Unterkirnach
    Markus Jenne      USC Freiburg

Großes Gerangel aber bei den Frauen. Bei der ersten Qualifikation am Hochkar/Österreich war von den Anwärterinnen nur Lisa Reisinger am Start. Durch ihren zweiten Platz wurde sie für die EM vornominiert, die restlichen Plätze sollten einer Information von Berglaufchef Wolfgang Münzel und Berglaufkoordinator/Berater Wilfried Raatz zufolge bei der Deutschen Meisterschaft in Müllheim/Baden komplettiert werden. Ergebnis von Müllheim: Carmen Siewert erste, Veronika Ulrich zweite, Birgit Unterberger-Sonntag dritte, Anja Carlsohn Sechste. Reisinger trat wegen „schwerer Beine“ nicht an. Info DLV 11.6. Nominiert sind Siewert, Carlsohn, Reisinger. Der 4. Mannschaftsplatz wird zwischen Veronika Ulrich und Birgit Unterberger-Sonntag beim Osterfelder Berglauf entschieden. Info DLV 12.6. sinngemäß: Birgit Unterberger-Sonntag nicht mehr im Boot, die ursprünglich vorgesehene Ausscheidung zwischen der 2. und 3. der DM beim Osterfelder-Berglauf wird nicht weiterverfolgt. So kommt es im Rahmen eines EM-Vorbereitungslehrganges vom 22. bis 24. Juni auf der WM-Strecke Hochfelln zu Kontroll-Läufen. Die Deutsche Meisterin Carmen Siewert ist gesetzt und Ulrich, Carlsohn und Reisinger messen sich im direkten Vergleich. Nicht in Bergen dabei ist Birgit Unterberger, sie kommt aber dennoch zum Einsatz, „sofern eine der Teilnehmerinnen der Kontrollläufe mit dem alpinen Gelände nicht zu recht kommen sollte“.

 

Marco de Gasperi Extremberglauf-Europameister

Bei der deutschen Berglaufmeisterschaft nicht am Start war der beste deutsche Bergläufer der letzen Jahre, die vierfache Deutsche Meister und Langdistanzweltmeister Helmut Schießl. Er folgte dem Lockruf des Veranstalters des „1. European Skyrunning Championship“ auf den Pfaden der Schmuggler von Valmalenco/Italien nach Valposchiavio/Schweiz. Bei dem Extremberglauf über 31 Kilometer und einem Höhenunterschied von 3650 Meter, bei dem 525 Teilnehmer aus 17 Nationen am Start waren, musste sich Schießl nur dem fünfmaligen Berglaufweltmeister Bergauf/Bergab Marco de Gasperi/Italien geschlagen geben.

 

Carmen Siewert und Thomas Greger Deutsche Berglaufmeister

Überraschungen bei den Deutschen Titelkämpfen in Müllheim/Baden

Thomas GregerOhne großen Freudentaumel ließ Thomas Greger die Gratulationszeremonien über sich ergehen. Er war favorisiert und bestimmt auch zusätzlich motiviert von der Nachricht, dass sein Nachfolger, Helmut Schießl seinen Titel nicht verteidigen kann oder will. Für die EM in den Pyrenäen stehe er jedoch nicht zur Verfügung, eröffnete Greger dem Berglaufchef Wolfgang Münzel bereits vorher, vielmehr bereite er sich auf die Deutsche Meisterschaft über 10000 Meter vor. Der 35 jährige Grundschullehrer aus Ludwigshafen, der für den TV Hatzenbühl/Pfalz startet, war bereits fünfmal Deutscher Berglaufmeister, war am Hochfelln bei der Weltmeisterschaft 2000 Vierter, vernachlässigte dann aber, - wie er es formulierte, „wegen beruflicher Inanspruchnahme (Lehrerstress)“ seine sportliche Karriere. Im Frühjahr 2007 griff er wieder ins Geschehen ein und holte auf Anhieb den Deutschen Vizemeistertitel Cross. Wieder auf den Geschmack gekommen und von seiner guten Form überzeugt, machte er einen Abstecher in die Berglaufszene und ließ auf der 10,5 Kilometer langen Strecke mit einem Höhenunterschied von 905 Meter den Straßenläufer Carlo Schuff/ PostTelekom Trier (45.34.7) und den auch international schon recht erfolgreichen Berglaufspezialisten Timo Zeiler/TSV Trochtelfingen (46.15.8) keine Chance. Zudem verbesserte Greger trotz schwülwarmer Witterung mit 44.59.1 den Streckenrekord um 9 Sekunden, gehalten von Carly Doll seit 1989!

Am 22. Hochblauen-Berglauf, in dessen Rahmen die Titelkämpfe abgewickelt wurden, waren 486 Läufer am Start, 130 weniger als bei der Deutschen Meisterschaft 1989. 137 Läuferinnen/Läufer waren von den Landesverbänden gemeldet, kämpften also um Meisterschaftsehren. Der Bayerische Leichtathletikverband (BLV) war mit 25 Männern und 9 Frauen vertreten. Außer Marco Sturm vom LLC Marathon Regensburg als Fünfter kein Bayer unter den ersten fünfzehn Damen/Herren, kein einziger Bayer auch im Aufgebot des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) für die Berglaufweltmeisterschaft in Cauterets/Frankreich: Bayern hat sich die bayerntypische Leistungssportart Berglauf schleichend aus der Hand nehmen lassen!    

Mecklenburg/Vorpommern, Brandenburg und Berlin Berglaufhochburgen

Carmen Siewert, Deutsche Marathonmeisterin 2006 und bislang in Sachen Berglauf zuletzt mit einem 37. Rang bei der Weltmeisterschaft in Bursa/Türkei „in Erscheinung“ getreten, zählte zwar zum erweiterten Favoritenkreis, der Titelgewinn kam für die Berglaufkenner dennoch überraschend. Sie selbst begründete ihre Leistungssteigerung mit der „Umstellung von wilder Vielstarterei zu einer seriösen Wettkampfgestaltung“. Die 35 jährige Ausdauerläuferin aus der Hansestadt Greifswald/Mecklenburg-Vorpommern siegte in neuer Streckenrekordzeit von 54.24 vor Crossläuferin Veronika Ulrich vom LG Neuisenburg/Hessen und Birgit Unterberger, OSC Berlin, seit ihrem Sensationsjahr 2000 (Deutsche Meisterin, Vizeweltmeisterin Bergen, Vizeeuropameisterin, Grand-Prix-Siege mit Streckenrekord in Telfes und Susa) besser bekannt als „Sonntag-Birgit“, ihrem Geburtsnamen. Mehrere Jahre übte die zweifache Mutter zwangsläufig nur noch Breitensport aus. Gelegentliche Leistungsüberprüfungen in Telfes und Heiligenblut verliefen wenig hoffnungsvoll. Dieses Jahr aber packte der „Sonntag“ der Ehrgeiz. Sie trainierte wieder professionell und bereitete sich gezielt auf die Titelkämpfe vor. Ihr Ziel, die Norm für die Europameisterschaft in Cauterets/Frankreich hat sie papiermäßig geschafft. Titelverteidigerin Anja Carlsohn vom SC Potsdam, der das Streckenprofil eigentlich auf den Leib geschneidert war, musste sich mit dem 6. Platz zufrieden geben. Die für sie indiskutable Leistung kommentierte die 35 jährige Ernährungswissenschaftlerin mit der Aussage, „sie sei nie so richtig ins Rennen gekommen“. Ihr bleibt nun die Hoffnung, über eine „Wild-Card“ doch noch die Reise in die Pyrenäen antreten zu können. Lisa Reisinger von der SSC Hanau-Rodenbach, Vorjahreszweite und ebenfalls im engen Kreis der Titelanwärter, war am Donnerstag noch beim Treppenlauf zum Stuttgarter Fernsehturm am Start, hatte „schwere Beine“ und verzichtete ganz einfach auf die „Deutsche“. Auf die EM-Teilnahme hatte die doch sehr eigenartige Terminplanung dennoch keine Auswirkungen: nach dem Spitzenergebnis bei der 1. Qualifikation beim Hochkar-Berglauf/Österreich wurde die Nationalmannschaftsangehörige bereits vornominiert.

Der DLV hat mit der Entscheidung, dem Turnverein und der Weinstadt Müllheim in Südbaden die Deutschen Titelkämpfe zu übertragen, eine gute Wahl getroffen. Garant für meisterschaftwürdige Strecke und reibungslose Abwicklung war Hochblauen-Organisator Klaus Diethelm, deutscher Berglaufpionier der ersten Stunde und sehr erfolgreich auch in Amt und Würden des Badischen Leichtathletikverbandes.

ng
10.6.2007

 

Nullnummer Sierre Crans Montana

Enttäuschende Resonanz beim 1. WMRA-Grand-Prix

Da hatte selbst der „Athletik-Club of Sierre“ kein gutes Gewissen, als er vom Berglaufweltverband World Mountain-Running-Assotiation (WMRA) quasi als Dank für die Übernahme eines WMRA-Grand-Prix-Wettbewerbes das IAAF-Permit „herausragend“ zugeschanzt bekam. Das offizielle Prädikat „Herausragend“ also für eine Veranstaltung, die noch nie veranstaltet wurde: noch drastischer könnte das Unvermögen und die Skrupellosigkeit der WMRA- Direktoren nicht dargestellt werden. Auch die Tatsache, dass in Crans Montana/Schweiz die Mountain Running World-Trophy, die inoffizielle Berglaufweltmeisterschaft 2008 vorgesehen ist und der Grand-Prix den Aktiven als WM-Generalprobe schmackhaft gemacht wurde, änderte nichts an der enttäuschenden Resonanz. Die Weltelite startete bei der 1. Europameisterschaft im Skyrunning von Valmalenco/Italien nach Valposchiavo/Schweiz, beim renommierten 26. Haldi-Berglauf im Kanton Uri/ Schweiz oder hatten andere „Probleme“, als einen Retortenberglauf aufzuwerten, der von den Dienstführenden des WMRA „ausgeguckt“ wurde, um den WMRA-Circuit zu retten. Grand-Prix-Vorjahresgesamtsieger Jonathan Wyatt war bei der Hochzeit eines Freundes, Vorjahresgesamtsiegerin und Europameisterin Anna Pichrtova nach dem schweren Autounfall in Nigeria noch nicht einsatzfähig, die amtierende Weltmeisterin Andrea Mayr, Österreich startete bei der Domspitz-Gala in Regensburg und schaffte dort das WM-Limit über 3000 m Hindernis und für die wieder erstarkten deutschen Bergläufer standen die Deutschen Meisterschaften in Müllheim/Baden auf dem Programm. So blieben von den Spitzenläufern nur noch Marco Gayardo/Italien übrig, der sich diesmal wohl die 3000.- Euro Preisgeld abholen wird. Die Schweizer Alexi Gex-Fabry und Martina Strähl waren „lediglich“ wegen der Schweizer Meisterschaft am Start, die gleichzeitig ausgetragen wurde, an weiteren Einsätzen des WMRA-Grand-Prix haben auch sie kein Interesse. So war die Liste der Entschuldigten oder Desinteressierten doppelt so lang wie die der Teilnehmer und eigentlich nur „Offene Läufer“, also regionale Freizeit-Hobby-Breitensportler am Start. Gibraltar, Obudo/Nigeria, Crans Montana, alle WMRA-Stationen, die mangels potenter Bewerber und wegen zusätzlicher lukrativer Reiseziele für das Präsidium künstlich ins Leben gerufen wurden, haben sich allesamt als Flop erwiesen. „Staatsbegräbnis 1. Klasse“ und noch immer wollen Präsident Danny Hughes und Co. dies nicht zur Kenntnis nehmen.

10.6.07
Georg Anfang

 

Deutliche Leistungssteigerung deutscher Bergläufer

EM-Qualifikation am Hochkar/Niederösterreich

Während Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt (Neuseeland) beim internationalen Berglauf Meran 2000 startete und dort Europameister 2003 und 2006 Marco Gayardo deutlich unterlag, ermittelten die Österreicher in Göstling/Hochkar ihre Landesmeisterschaften. Für die deutschen Bergläufer war Göstling Teil I der Qualifikation für die Europameisterschaft in Cauterets/Frankreich und die deutschen Athleten schlugen sich dabei ganz hervorragend.

Andrzey Dlugosz, Polen, Hochfellnberglauf-Dritter 2006 setzte sich gegen Josef Beha, FC Unterkirnach und Robert Krupicka, Tschechien, den 3. der Berglauf-EM 2003 und Hochfellnberglaufsieger 2005 durch. Den 4. Rang in diesem Klassefeld belegte Timo Zeiler vom TSV Trochtelfingen, noch vor dem Österreichischen Staatsmeister 2007 Markus Kröll und Weltmeister Helmut Schmuck. Sowohl Dlugosz, als auch Krupicka, Kröll und Schmuck zählen zur Weltspitze; ein echter Leistungsvergleich war deshalb durchaus gegeben. Motiviert durch das Spitzenergebnis werden Beha und Zeiler bei der Deutschen Meisterschaft in Müllheim/Baden (Hochblauen-Berglauf) bestimmt „den Sack zumachen“. Um die weiteren Plätze bewerben sich Markus Jenne, weitere Mitglieder der neu gebildeten Berglaufnationalmannschaft und vielleicht der ein oder andere Seiteneinsteiger, die sich bei der Deutschen Meisterschaft oder stark besetzten Klassikern empfehlen.   

Bei den Damen dürfte Lisa Reisinger, SSC Hanau durch den 2. Platz der Gesamtwertung gesetzt sein. Ihr Abschneiden bei der DM am 10. Juni ist wohl nur noch „Formsache“. Der oftmalige Deutsche Berglaufmeister Helmut Schießl startete nicht am Hochkar und geht eigenen Angaben gemäß auch nicht bei der Deutschen Meisterschaft an den Start, so dass er für die Europameisterschaft nur dann in Betracht kommt, wenn ihm auf Grund der Vorjahresergebnisse ein Fixplatz zugebilligt wird. Für die World Trophy (Berglauf-Weltmeisterschaft) in Saillon-Ovronnaz/Schweiz „werden die Qualifikationen durch die nationalen Fachverbände geregelt“. Alles offen also und mit Überraschungen kann durchaus gerechnet werden.

 

Jonathan Wyatt gehandicapt

Nach jahrelanger Siegserie bei Grand-Prix-Wettbewerben und Berglaufklassikern und fünfmaligem Titelgewinn bei Berglaufweltmeisterschaften mußte Jonathan Wyatt/Neuseeland drei Niederlagen in Serie verschmerzen. Bei der Berglaufweltmeisterschaft in Bursa/Türkei wurde er auf den letzten Metern von Rolando Ortiz/Kolumbien niedergekämpft, beim Mafiosi-Gebirgsrennen (Bergstraßenlauf) in Obudo/Nigeria wurde er hinter Franzis Kibuwit/Kenia, Rolando Ortiz, Tesfayohomes Mesfin/Eriträa und Salonon Bushendich/Kenia gar nur Fünfter und schließlich wurde er beim ersten Einsatz 2007 in Meran von Europameister Marco Gayardo/Italien mit 3.13 Minuten besiegt. Wyatt konnte dieses Jahr nicht durchtrainieren: er zog sich beim Schlittenfahren in Österreich einen Bänderriss im Knie zu und musste operiert werden. Er wird schon zu seiner gewohnten Form „auflaufen“, meinen Berglaufkenner, und ganz bestimmt einige Klassiker abräumen. Ob er bei der Weltmeisterschaft 2007 in Saillon-Ovronnaz/Schweiz mit „Brutal-bergabpassagen“ startet, ist jedoch mehr als fraglich. Wyatt gilt als bergabverweigerer und startete nach seinem Einbruch im Mount Kinabalu Park/Malaysia 1999 außer in seiner Heimatstadt Wellington nie bei berauf/bergabführenden Weltmeisterschaften.

ng 4.6.2007

 

Kunst am Berg

Joseph-Fromm-Medaille für Hochfellnberglaufsieger

Joseph-Fromm-MedailleBestandteil des Hochfellnberglaufes ist eine der Bedeutung der Veranstaltung angepasste Siegerehrung mit Vergabe von individuellen Ehrenpreisen. Der Skiclub Bergen wird dieser Vorgabe gerecht und zeichnet auch dieses Jahr die ersten drei Damen und Herren sehr nobel aus: Josef Fromm, namhafter Bildhauer aus München mit Wohnsitz auch in Bergen-Esbaum, schuf eine erhabene Medaille mit 90 mm Durchmesser, die in handwerklicher Ausführung vergoldet, versilbert oder in Bronce von einem Gießer in limitierter Auflage (6 Stück) angefertigt wurde. Die zeitlose, künstlerisch und materiell sehr wertvolle Auszeichnung wird in einem 16 X 16 cm-großen seiden gefütterten Etui überreicht. Manch Spitzenläufer wird schon deswegen beim „Großen Preis von Deutschland“ am 30. September an den Start gehen.

 

Terminschutz für Hochfellnberglauf

Normalität wieder eingekehrt

Im Gegensatz zu vergangenen Jahren , als wissentlich, besser gesagt absichtlich, am Traditionstermin letzter Sonntag im September Berglaufweltmeisterschaften und WMRA-Grand-Prix-Wettbewerbe angesetzt wurden, erfreut sich die 34. Auflage des Hochfellnberglaufes am 30. September 2007 auffallender terminlicher Rücksichtnahmen. Keine Überschneidungen diesmal im IAAF-Calender „International Mountain-Races 2007, keine Terminkollission mit dem „WMRA-associate member race 2007“, und auch keine international hochkarätigen Veranstaltungen in Österreich, Italien, Schweiz am gleichen Wochenende, sodass beim Berglauf-Grand-Prix (Großer Preis von Deutschland) in Bergen sehr wohl mit Spitzenbesetzung und Teilnehmerzuwächsen gerechnet werden kann. Entzerrt hat sich auch die Situation im Inn/Chiemgau, wo der Bayerische Landesssportverband durch nicht konsequente Umsetzung der Vorrechtsterminregelung (50-Kilometer-Zone) eine unschöne Konkurrenzsituation zwischen Hochfellnberglauf und dem Keferlauf Rosenheim heraufbeschworen hat.

 

Ist IAAF-Permit käuflich?

Höchst seltsame Vorgehensweisen

Kapitel I

Am 20.12.2003 stellte der Vorsitzende des Skiclubs Bergen vorschriftsmäßig mit offiziellem Formular, in englischer Sprache und unter Einhaltung des „Amtsweges“ den Antrag auf IAAF-Anerkennung. Nach Prüfung der Unterlagen verlieh die „International Association of Athletics Federations (IAAF) dem Organisationskomitee Hochfellnberglauf schließlich den Status „herausragend“. Der Hochfellnberglauf durfte somit auch das offizielle IAAF-Logo führen.

Kapitel II

Nachdem sich der Hochfellnberglauf aus bekannten Gründen von der Fuchtel des WMRA befreite und sich vom Grand-Prix-Zirkus zurückzog, wurde dem SC Bergen seitens des WMRA das IAAF-Permit aberkannt. Durch die Abkehr vom WMRA-Grand-Prix seien die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, erklärten die WMRA-Directoren. Dabei hat sich an der Organisation, Etat, Infrastruktur usw. absolut nichts geändert. Auch ohne WMRA-Diktat zählt der Berglaufklassiker Hochfellnberglauf weiterhin zu den weltbestbesetzten Bergläufen. 

Kapitel III

Im Sommer 2006 stellte der SC Bergen beim WMRA formell Antrag, „entsprechende Schritte zu unternehmen, dass die IAAF ihr Permit auch Organisatoren zubilligt, die im WMRA-Terminkalender (Preliminary-Calender) aufgenommen sind und dadurch den WMRA-Status „WMRA-Affilatet Race“ haben. Bergen untermauerte das Anliegen damit, eine einseitige Bevorzugung willfähiger WMRA-Veranstalter gegenüber altbewährten, leistungs- und organisationsfähigen Klassikern kann doch nicht im Interesse des IAAF sein.

Kapitel IV

Keine Antwort, keine Reaktion, während dem „2. Obudu Ranch International Mountain Race (Nigeria) inzwischen die IAAF-Anerkennung zugeschanzt wurde. Der Vorgang wurde schließlich am 31.10.2006 dem Deutschen Leichtathletikverband (DLV) zur Kenntnis gegeben, mit der Bitte, zu prüfen, ob es rechtens war, dass der WMRA „Strafmaßnahmen“ verhängte und ob der nationale Verband über die Vorgehensweise in Kenntnis gesetzt wurde.  

Kapitel V

Schreiben DLV vom 27. November 2006: “Nach den uns vorliegenden Informationen wird die Auszeichnung von der IAAF nur an Veranstalter vergeben, die Teil des WMRA-Grand-Prix sind. Diese Auszeichnung erfolgt ausschließlich durch die IAAF. Weder die WMRA noch die nationalen Verbände haben ein Mitbestimmungsrecht bei der Vergabe des IAAF-Permit. Nach Rücksprache mit dem DLV-Berater Wolfgang Münzel haben wir die Auskunft erhalten, dass der von Ihnen genannte 2. Obudu Ranch International Mountain Race Nigeria die Auszeichnung IAAF-Permit nicht erhalten hat. Wir danken Ihnen für Ihr Engagement und wünschen Ihnen auch weiterhin viel Freude an der Leichtathletik und dem Berglauf.“

Kapitel VI

Antwort SC Bergen an den DLV vom 9.12.2006: „Entweder sagt DLV-Berglaufberater bewusst die Unwahrheit oder aber er weiß wirklich nicht, was sich so alles im WMRA abspielt, was sich seine Kollegen des WMRA-Councils so alles leisten. Denn jederzeit kann nachvollzogen werden, dass Obudo in eigener Homepage sowohl auf die IAAF-Auszeichnung textlich eingeht, als auch das offizielle IAAF-Logo auf der Homeseite verwendet. Übrigens: Stellina Susa, ehemaliger Grand-Prix-Veranstalter wurde das Permit nicht entzogen. Obudu war noch nie und Susa wie Bergen nicht mehr Teil des WMRA-Grand-Prix. Offenbar wurde aber nur Bergen für sein Ausscheren aus dem Grand-Prix-Zirkus abgestraft, Susa, weil eine starke Verbandslobby im Rücken indes wurde verschont“.

Kapitel VII

Antwort DLV 31. Januar: ….“zu allererst sei festzuhalten, dass Wolfgang Münzel nicht davon in Kenntnis gesetzt war, dass Nigeria das offizielle IAAF-Permit erhalten hat. Die IAAF hat das alleinige Vergaberecht. Für die Vergabe des Permits nach Nigeria haben aus Sicht der IAAF zwei Punkte eine wesentliche Rolle gespielt: 1. Der Lauf ist einer der höchst dotierten Bergläufe (229000 US-Dollar), 2. Es handelt sich um einen Lauf in Afrika was politisch gesehen höchst relevant ist.“

Moral von der Geschichte: Glaubt jemand wirklich, dass Danny Hughes in der Angelegenheit Nigeria seine Finger nicht im Spiel hatte!

Viel Freude weiterhin an der Leichtathletik und dem Berglauf.

 ng 20.3.07

 

Quo Vadis WMRA-Grand-Prix

Quo Vadis, „wohin gehst Du“, umgangssprachlich „wohin soll das noch führen“ oder „wie soll das weitergehen“, bezeichnete bezeichneter weise der Herausgeber des Berglaufjournals und den Damen und Herren des Berglaufdachverbandes WMRA doch eher wohl gesonnene Wilfried Raatz die derzeitige „untaugliche“ Situation des WMRA-Berglauf-Circuit. Als „diskussionswürdigen Vorschlag“ unterbreitete Raatz erneut eine Veranstaltungsserie an den weltberühmten Plätzen der Alpenregion und nannte konkret „Großglockner, Matterhorn, Drei Zinnen, Zugspitze, Montblanc bzw. St. Moritz, Davos, Arosa, Zermatt, oder Chamonix, des Klanges wegen“. Wenn schon, dann denn schon! Weshalb eigentlich nicht noch weltoffener, noch Internationaler, weshalb nicht auch noch Kilimandscharo, Annapurna oder Elbrus, „des Klanges“ wegen.

Gegenvorschlag des Grand-Prix-Urhebers und Hochfellnberglauforganisators Georg „Bibi“ Anfang: Die „alten BIG 5“, Zermatt (Matterhorn), Telfes, Heiligenblut (Großglockner), Susa und Bergen wieder zusammenführen, allesamt gewachsene Strukturen und solide Organisatoren, die ohne Bevormundung des Dachverbandes WMRA bestens zurechtkommen, wie die Vergangenheit bewies. Auch wenn Sennjoch, Costa Rossa oder Hochfelln nicht den Klang wie zum Beispiel Montblanc haben, Berglauf-Tradition haben sie allemal. 

ng 19.3.07

 

Aktivurlaub

Chiemgau-Rad- und Mountainbiketour

Berglaufhöhentraining

Wollen Sie in der Zeit vom 26.Mai bis 14. Juli oder 8. September bis 6. Oktober auf der klassischen Strecke für den Hochfellnberglauf trainieren, die Orginal-Weltmeisterstrecken 2000 kennen Lernen, die Chiemgau-Radwander- und Mountainbikestrecken in Angriff nehmen oder ganz einfach nur die Gegend „erwandern“, dann haben wir für Sie das richtige Angebot! Wir bieten Ihnen einen Sporturlaub/Aktivurlaub der besonderen Art! Aktivurlaub im „Mekka des Berglaufes“, dazu bedarf es bestimmt keiner Erläuterung. Aber auch für MTB- und Radwanderurlauber liegt Bergen so zentral, dass Sie nach jeder Tour zum Ausgangsort zurückkehren können. Der lästige Gepäcktransport und der tägliche Wechsel der Unterkunft erübrigen sich also. Im Preis von 172.- Euro der Kategorie A (gepflegte Privatpension mit DU/WC) 228.- Euro Kategorie B (Hotel mit guter Ausstattung) und 270.- für Kategorie C (sehr schöne, komfortable Hotels, Sauna, Solarium usw.) sind Frühstück bzw. Frühstücksbuffet und Kurabgabe enthalten. Im Preis inbegriffen ist ferner die Hochfelln-Card mit folgenden Leistungen, die beliebig oft in Anspruch genommen werden können: Berg- und Talfahrt mit der Hochfellnseilbahn, Eintritt ins Hallenbad Inzell, Freie Fahrt mit der Chiemsee-Schifffahrt, Eintritt ins Freibad Bergen mit Naturbecken und beheiztem Sportbecken, Eintritt ins Familienfreibad Siegsdorf, ins Museum Maxhütte Bergen und ins Naturkunde- und Mammutmuseum Siegsdorf. Nähere Auskünfte: Tourist-Information Bergen, Tel.08662/8321, email: verkehrsamt-bergen@t-online.de und natürlich Ski-Club Bergen, email info@sc-bergen.de 

 

DLV-Lehrgang in Bergen

Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) hat die Berglaufkadermitglieder zu zwei Vorbereitungsmaßnahmen für die Europameisterschaft in Cauterets/Frankreich und für die Weltmeisterschaft in Saillon-Ovronaz/Schweiz eingeladen. 12 Kaderangehörige und deren Trainer bereiten sich auf Kosten des DLV in Bergen vom 22. bis 24. Juni und in Zermatt vom 13.-26. August auf die Saisonhöhepunkte vor.

 

Hochfellnberglauf mit Salomon Deutschland

Neben Titelsponsor Adelholzen und „Presenter“ Neue Vermögen AG. übernimmt auch Salomon eine herausragende Stellung innerhalb der Sponsoren. Salomon Deutschland stellt beim deutschen Berglaufklassiker Hochfellnberglauf. auch 2007 wieder moderne, funktionelle Bekleidungsteile für die Ressortchefs und die vielen namentlich erfassten Helfer und übernimmt auch die Preisgelder für die Gesamtwertung des Salomon-Berglauf-Cups. (Herren: 500.- Platz 1, 300.- Platz 2., 200.- Platz 3; Frauen: 300.- Platz 1; 200.- Platz 2; 100.- Platz 3;)Salomon

 

„Neue Vermögen AG“ Werbepartner Hochfellnberglauf

„Neue Vermögen AG“, Thomas Dietrich konnte für den Hochfellnberglauf als „Presenting-Sponsor“ gewonnen werden. Mit Titelsponsor Adelholzener Alpenquellen, „Neue Vermögen“ fünf Individualsponsoren und vielen örtlichen Gönnern will Bergen das Prädikat weltweit bestbesetzter Berglauf untermauern, das in den letzten drei Jahren wegen Terminüberschneidung mit Weltmeisterschaften und WMRA-Grand-Prix-Wettbewerbe teilweise in Frage gestellt war.

 

Salomon-Deutschland-Cup 2007

Hochfellnberglauf Finalveranstalter

Vier der teilnehmerstärksten und bedeutendsten Bergläufe des deutschen Alpenraumes sind im Rahmen des Salomon-Deutschland-Cups 2007 eine Allianz eingegangen. In einer Telefonschaltung vereinbarten die Organisationschefs gemeinsame Werbemaßnahmen und eine schrittweise Angleichung der Wettkampfbestimmungen (Nenngeld, Klasseneinteilung).

Der Karwendelberglauf Mittenwald am 15. Juli, der Tegelberglauf Füssen/Schwangau am 12. August, der Hochgratberglauf Oberstaufen am 2. September und der 34. Internationale Hochfellnberglauf am 30. September, allesamt „klassische Bergläufe mit meist über 1000 Höhenmeter wollen dadurch den Stellenwert der Disziplin Berglauf aufwerten und die Teilnehmerzahlen erhöhen.

 

 

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