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Pressearchiv
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Presseberichte Hochfellnberglauf - Archiv
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Hochfellnberglauf herausragend
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Der IAAF (International Association of Athletics Federations) hat den Hochfellnberglauf (WMRA-Grand-Prix-Finale) den Status “herausragend” verliehen. Der Ski-Club Bergen ist somit berechtigt, das offizielle IAAF-Logo zu verwenden.
© 01.12.2003 SC-Bergen
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Machtkämpfe auf höchster Ebene
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Berglauf-Veranstaltertagung in Bergen
Das doch sehr angespannte Verhältnis zwischen dem Berglauf-Dachverband ( WMRA ) und den Grand-Prix-Veranstaltern ist in einem mehrstündigem Verhandlungsmarathon in Bergen, Hotel Alpenhof, mühevoll gekittet worden. Notwendig wurde die Aussprache in einer außerordentlich einberufenen Sitzung der Arbeitsgruppe Grand-Prix durch Beschlüsse beim WMRA-Kongress in Anchorage/Alaska, die den Interessen der Grand-Prix-Partner und so auch dem Berglauf schlechthin entgegenliefen. Um derartige „Missverständnisse“,- wie es die Verbandsführung nachträglich auslegte, oder „Kriegserklärung“, - wie es die OK-Chef´sder Grand-Prix-Orte verstanden, - künftig zu verhindern, forderten Heiligenblut, Telfes, Zermatt, Susa und Bergen, die „BIG 5“ der Serie, Sitz und Stimme im Kongress. Sie machten gegenüber den WMRA-Vertretern deutlich, keine weiteren Einmischungen in innere GP-Angelegenheiten mehr zu dulden. Absolute Autonomie insbesondere in Bezug auf Termingestaltung, Wettkampfbestimmungen und der Vergabe der Veranstalterorte wurde angemahnt. Die „dilettantische Vorgehensweise“ einiger Verbandsfunktionäre, die dazu führte, dass Bergen 2003 vom Traditionstermin abrücken musste und Zermatt wg. Terminkollision mit Susa im kommenden Jahr nicht in der Serie ist“ , wurden zur Begründung der zweifellos harten Forderung angeführt. Grand-Prix-intern einigte man sich sehr schnell. Die Höhe des Preisgeldes, die Punkteregelung, Streichresultate bleiben unverändert . Nicht festgehalten wird allerdings an der Grand-Prix Masters-Wertung. Das Angebot wurde von den Senioren nicht entsprechend angenommen, teilweise waren nicht einmal die ersten Drei aller ausgeschriebenen Klassen besetzt. Es bleibt künftig den einzelnen Veranstaltern überlassen, aus der Wertung Grand-Prix-Elite die Alterklassesieger zu ermitteln. Keine Einwände bestanden gegen die Bewerbung von Llubliana/Slowenien als 5. Veranstalter 2004. Der Traditionstermin des „25. Smarna Gora MR-Race“ ist am 9. Oktober, so dass in diesem Jahr auch das Finale, das seit 1996 in Bergen ausgetragen wurde, dort zur Durchführung kommt. Den Vorstoß des Neulings, gleich die Sonderstellung „BIG 5“ in Frage zu stellen und die Internetpräsentation total umzukrempeln, indes fanden die Traditionalisten als „doch etwas zu forsch“. Vermutungen kamen auf, ob nicht doch „Dritte“, eben die „Hardliner“ des Verbandes, diese „Entmachtung auf kaltem Wege“ organisiert haben könnten. Auch Mölten/Italien wurde als 6. GP-Veranstalter 2004 aufgenommen, nachdem die Südtiroler die FIDAL-Mitgliedschaft nachweisen konnten. Über die organisatorische- und finanzielle Leistungsfähigkeit von Mölten bestanden ohnehin keine Zweifel. Noch ist die frostige Stimmung zwischen Verband und Organisatoren nicht endgültig beseitigt, noch bestehen begründete Verdachtsmomente, den erfolgreichen Grand-Prix-Organisatoren sollen „organisiert“ die Kompetenzen beschnitten werden. Bis zum Council im Januar in Monaco jedenfalls herrscht „Waffenstillstand“. Ob eine Neuorientierung der „BIG 5“ notwendig wird, hängt jetzt weitgehend von den WMRA-Directoren und deren dortigen Beschlüssen ab.
© 07.10.2003 SC-Bergen
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Glocknerkönig bei Kaiserwetter: Berglaufphänomen Jonathan Wyatt
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Sensationeller Streckenrekord auch durch Europameisterin Anna Pichrtova Teilnehmerrekord beim 5. Internationalen Großglocknerlauf!
Der Neuseeländer Berglaufprofi, - seit 4 Jahren unbesiegt-, gewinnt erwartungsgemäß auch den 5. Internationalen Großglocknerlauf über 11,6 km und einer Höhendifferenz von 1069 Meter und führt mit der Idealpunktzahl 200 auch in der Grand-Prix-Zwischenwertung 2004.
Es klang schon fast nach Verhöhnung, als der dreifache Weltmeister beim Walliser Bergmarathon ankündigte, er werde in Heiligenblut „trainingshalber“ an den Start gehen, anschließend konzentriere er sich auf den Start bei den Olympischen Spielen Athen, wo er die Neuseeländer Farben in der Disziplin Marathon vertreten werde. Dem „Rest der Welt“ war somit klar, wer Glocknerkönig 2004 wird. Die Frage stellte sich lediglich, mit welchem Vorsprung er diesmal die Weltelite demoralisieren werde. Als der Streckendienst bei der Sattelalm ( alte Glocknerstraße) 30 Sekunden, nach dem steilen Anstieg zur Troglalm ( 1866 Meter) mehr als eine Minute und am Margaritzenstausee bereits 2 Minuten Vorsprung meldete, war eindeutig: Wyatt findet sich auch diesmal nicht mit einem „normalen Sieg“ ab. Er will seinen eigenen Streckenrekord ( 1.13.01 Stunden) unterbieten und seine absolute Spitzenklasse erneut unter Beweis stellen. Mit „Wettkampf ist das beste Training“, kommentierte der 32 jährige sein „Schweizer Understatement“ und „wenn es so gut läuft, weshalb soll ich auf die Rekordprämie und auf ein weiteres Erfolgserlebnis verzichten“.
Mit Wyatt einigermaßen mithalten konnten nur noch der Brite Martin Cox und Robert Krubicka, Tschechien, aber auch die Weltklasseathleten mussten spätestens bei der kräfteraubenden Stufenpassage vom Pasterzengletscher zum Ziel an der Franz-Josefshöhe (2370 m) die Aussichtslosigkeit erkennen. So landete Cox mit 3.02 Minuten Rückstand auf Rang zwei, Krubicka mit weiteren 45 Sekunden auf dem dritten Rang. Sehr stark präsentierte sich das österreichische Berglaufnationalteam mit Florian Heinzle als Vierter, Dr. Alexander Rieder als 6., Thomas Heigl als 7., Rudi Reitberger als 9., Robert Stark als Zehnter und Markus Kröll als Elfter. Fix für die WM-Teilnahme ist Vizeeuropameister Heinzle nominiert, die restlichen Fahrkarten werden nach einer weiteren Qualifikation bei nächsten Grand-Prix-Wettbewerb in Telfes vergeben. Völlig von der Rolle waren hingegen die sonst so stabilen Tschechischen Spitzenläufer. Roman Skalsky als 17., und Miroslav Vitek als 18. waren heilfroh, im Zielsprint nicht von der Frauensiegerin Anna Pichrtova, ebenfalls Tschechien,- die als Gesamtzwanzigste von über 900 Teilnehmern einlief, nicht noch niedergekämpft worden zu sein. Völlig unverständlich der fünfundsechzigste Gesamtrang von Spitzenläufer Jan Blaha. 25 Minuten Rückstand auf den Sieger deuten auf ein Ende der Karriere des so erfolgreichen tschechischen Amateurs hin. Überraschend und der Berglaufszene sehr hilfreich kam der 5. Platz des Slowenen Petar Lamovek, der sich nach dem Juniorenweltmeistertitel Alaska in der Eliteklasse erstmals so richtig etablieren konnte.
Ein Wermutstropfen des hervorragend organisierten und ansonst mit Weltklasse gespickten Kärntner Großsportanlasses war das Fehlen der Italienischen Nationalmannschaft. Weltmeister bergauf/bergab Marco de Gasperi, Europameister reinbergauf Marco Gayardo, Manzi, Confortola und wie sie alle heißen, mussten auf Weisung des nationalen Verbandes Italiens ( FIDAL) bei der zeitgleich zur Durchführung kommenden Italienischen Meisterschaft ( zugleich WM-Quali) an den Start gehen. „Terminschutz, Vorrangtermine und die Koordination nationaler und internationaler Belange sei ein großer Mangel im Berglaufgefüge“, hieß es in offiziellen Verlautbarungen. Die Verantwortlichen, die derart „Feingefühl“ vermissen ließen, sind durch diese erneute „Ungeschicklichkeit“ erheblich unter Druck geraten.
Überragende Anna Pichrtova Bei den Frauen dominierte 14 Tage nach dem Gewinn des EM-Titels Anna Pichrtova, Tschechien. Sie startet ebenfalls in Athen beim Marathon und wollte noch einmal ihre Form überprüfen. Neuer Streckenrekord ( 1.24.32 Stunden), sechs Minuten Vorsprung vor der Zweiten Izabela Zatorska, - die mit bisher drei Siegen am Großglockner erfolgreichste Bergläuferin- eigentlich schon fast „Ehrensache“ für die Vizeweltmeisterin 2001. Dritte wurde die Schweizer Meisterin Daniela Gassmann ( 1.32.55), die Siegerin des ersten Grand-Prix-Rennes 2004 in Mölten/Italien. Ganz erfreulich das Abschneiden der deutschen Kaderläuferinnen Steffi Buss ( 1.34.49) als 5. und Kerstin Harbich ( 1.36.27) als 7. Plazierungsmäßig war es das beste Ergebnis deutscher Athletinnen bei Grand-Prix-Wettbewerben seit Birgit Sonntag`s Spitzenleistungen im Jahr 2000, der Zeitabstand zur Siegerin ( 10 beziehungsweise 12 Minuten) jedoch gibt zu bedenken. Die deutschen Herren waren für einen Einsatz in Heiligenblut nicht zu überreden. „Zu lange Anfahrtswege und unzureichende Spesenerstattung des Veranstalters“ wurden zu Begründung angeführt. Einige gar meinten, sich für die WM-Qualifikation nächste Woche schonen zu müssen. Mit dieser Einstellung wird es für die deutschen Männer immer unwahrscheinlicher, in Preisgeldränge zu laufen und außer vielleicht ab und zu einen Achtungserfolg international wieder eine führende Rolle zu spielen. DLV-Berglaufwart Wolfgang Münzel zieht vor, die deutsche Qualifikation für die World Trophy in Sauze d`Olux/Italien beim Karwendellauf intern, ohne internationalen Kräftevergleich also, abzuwickeln. Telfes am 1. August ist die nächste GP-Station. Dort wird die deutsche Elite am Start sein, versicherte Münzel. Dort werden die Kandidaten nach dem Karwendellauf mit 1425 Höhenmetern und einem nachfolgenden einwöchigen Trainingslehrgang in Mittenwald hoffentlich die nötige Spritzigkeit haben, um gegen die Weltelite bestehen zu können. „Voll gelungen“ sei die EM-Generalprobe für die Eliteläufer, schwärmten die Technischen Delegierten des WMRA. Auch die Integrierung von Spitze als auch Breite- eine teilweise sehr sensible Angelegenheit- hat das OK-Team Großglocknerlauf sehr gut in den Griff bekommen. „König Großglockner“ hat einen gehörigen Anteil der steten Aufwärtsentwicklung des größten österreichischen Berglaufes. Ergebnis der Chiemgauer: 150. Pele Fassbender, DCB Ruhpolding 1.46.46; 206. und 12. W 30: Katrin Cruschwitz, SG Katek Grassau 1.51.36; 235. und 4. der Klasse W 40: Gabi Neubert, 1,.53.44 333. Walter Mühle, LC Bayern 19. M 50 mit 2.00.22; 337. und 6. der Klasse M 60: Otto Scheueregger, LC Salzachtal, 2.00.39, alle vor dem Kärntner Dr. Jörg Haider, der mit 2.12.47 den 510. Platz belegte. 610. Waltraud Mühle, W 40 20. Platz mit 2.21:51
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Machtkämpfe auf höchster Ebene
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Berglauf-Veranstaltertagung in Bergen
Das doch sehr angespannte Verhältnis zwischen dem Berglauf-Dachverband ( WMRA ) und den Grand-Prix-Veranstaltern ist in einem mehrstündigem Verhandlungsmarathon in Bergen, Hotel Alpenhof, mühevoll gekittet worden. Notwendig wurde die Aussprache in einer außerordentlich einberufenen Sitzung der Arbeitsgruppe Grand-Prix durch Beschlüsse beim WMRA-Kongress in Anchorage/Alaska, die den Interessen der Grand-Prix-Partner und so auch dem Berglauf schlechthin entgegenliefen. Um derartige „Missverständnisse“,- wie es die Verbandsführung nachträglich auslegte, oder „Kriegserklärung“, - wie es die OK-Chef´sder Grand-Prix-Orte verstanden, - künftig zu verhindern, forderten Heiligenblut, Telfes, Zermatt, Susa und Bergen, die „BIG 5“ der Serie, Sitz und Stimme im Kongress. Sie machten gegenüber den WMRA-Vertretern deutlich, keine weiteren Einmischungen in innere GP-Angelegenheiten mehr zu dulden. Absolute Autonomie insbesondere in Bezug auf Termingestaltung, Wettkampfbestimmungen und der Vergabe der Veranstalterorte wurde angemahnt. Die „dilettantische Vorgehensweise“ einiger Verbandsfunktionäre, die dazu führte, dass Bergen 2003 vom Traditionstermin abrücken musste und Zermatt wg. Terminkollision mit Susa im kommenden Jahr nicht in der Serie ist“ , wurden zur Begründung der zweifellos harten Forderung angeführt. Grand-Prix-intern einigte man sich sehr schnell. Die Höhe des Preisgeldes, die Punkteregelung, Streichresultate bleiben unverändert . Nicht festgehalten wird allerdings an der Grand-Prix Masters-Wertung. Das Angebot wurde von den Senioren nicht entsprechend angenommen, teilweise waren nicht einmal die ersten Drei aller ausgeschriebenen Klassen besetzt. Es bleibt künftig den einzelnen Veranstaltern überlassen, aus der Wertung Grand-Prix-Elite die Alterklassesieger zu ermitteln. Keine Einwände bestanden gegen die Bewerbung von Llubliana/Slowenien als 5. Veranstalter 2004. Der Traditionstermin des „25. Smarna Gora MR-Race“ ist am 9. Oktober, so dass in diesem Jahr auch das Finale, das seit 1996 in Bergen ausgetragen wurde, dort zur Durchführung kommt. Den Vorstoß des Neulings, gleich die Sonderstellung „BIG 5“ in Frage zu stellen und die Internetpräsentation total umzukrempeln, indes fanden die Traditionalisten als „doch etwas zu forsch“. Vermutungen kamen auf, ob nicht doch „Dritte“, eben die „Hardliner“ des Verbandes, diese „Entmachtung auf kaltem Wege“ organisiert haben könnten. Auch Mölten/Italien wurde als 6. GP-Veranstalter 2004 aufgenommen, nachdem die Südtiroler die FIDAL-Mitgliedschaft nachweisen konnten. Über die organisatorische- und finanzielle Leistungsfähigkeit von Mölten bestanden ohnehin keine Zweifel. Noch ist die frostige Stimmung zwischen Verband und Organisatoren nicht endgültig beseitigt, noch bestehen begründete Verdachtsmomente, den erfolgreichen Grand-Prix-Organisatoren sollen „organisiert“ die Kompetenzen beschnitten werden. Bis zum Council im Januar in Monaco jedenfalls herrscht „Waffenstillstand“. Ob eine Neuorientierung der „BIG 5“ notwendig wird, hängt jetzt weitgehend von den WMRA-Directoren und deren dortigen Beschlüssen ab.
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© 07.10.2003 SC-Bergen
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Sturmlauf von Jonathan Wyatt auf den Casta Rossa
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Weiterer überzeugender Sieg beim Gand-Prix-Susa/Italien
Jonathan Wyatt setzte seine beeindruckende Siegserie auch in der Römerstadt Valle di Susa/Italien fort. Er gewann mit 1.16.30 Stunden erneut unangefochten, seinen eigenen Streckenrekord des Vorjahres von 1.15.09 jedoch verfehlte er. Befragt, ob der deshalb enttäuscht sei, meinte Wyatt, „bei 4 ½ Minuten Vorsprung vor versammelter Weltspitze fehlte mir einfach die Motivation, weitere 1.21 Minuten gutzumachen.“ Bei den Damen siegte auf verkürzter Strecke Antonella Confortola mit 48.07. Auch sie war eine Klasse für sich, lag 3 ½ Minuten vor Monica Bottinelle ( 51.36) und weitere 1.02 vor der Dritten Angela Serena, ebenfalls Italien.
Auf der 25,4 km langen Strecke mit einem Höhenunterschied von 1500 Meter „brüskierte“der Neuseeländer erneut die fast komplett angereiste Weltelite. Der EM-Dritte Robert Krubicka und der Europameister Marce Gaiardo kamen mit Wyatt-üblichem Rückstand von 4.33 noch einigermaßen glimpflich davon. Nicht so Weltklasselaufer Martin Cox, der bereits nach 4 Kilometer resignierte und sich schließlich 9.29 Minuten Rückstand einhandelte; schon fast ein Quantensprung auf den derzeit weltbesten Bergläufer. Der 31-jährige Neuseeländer gewann bereits zum viertenmal aus dem Hause Bolaffi eine wertvolle Briefmarke oder den Gegenwert von 2.500.- Euro. Als „bester Bergläufer der Neuzeit“ wurde der Berglaufprofi in der italienischen Presse groß angekündigt, seine letzte Niederlage liegt jetzt schon 6 Jahre zurück: Beim Hochfellnberglauf 1998, als er 14 Tage nach dem WM-Titel La Reunion bei der WM-Revanche von Antonio Molinari knapp geschlagen wurde. Wyatt hat mit vier Siegen und der Idealpunktzahl von 400 die Grand-Prix-Gesamtwertung 2003 bereits vorzeitig für sich entschieden. Er startet in Bergen wie auch Izabela Zatorska im gelben Leibchen des Weltranglistenführenden. Ruhiger angehen wird der dreifache Weltmeister den Jubiläumslauf dennoch nicht. Vielmehr hat er angekündigt, bei der WM-Revanche 2003 am 5.Oktober, beflügelt durch die komplett anwesende Weltspitze seinen eigenen Streckenrekord ( 40.34.9) zu unterbieten. Sehr gut in Szene setzte sich Andrew Jones, GBR, ( 1.20.50; Rang 4), der bisher international noch nicht so recht in Erscheinung getreten ist. Rang 5 und 6 belegten die US-Sportler Paul Low und Simon Gutierrez, die darauf hindeuten, dass sich die Athleten auf die WM im eigenen Lande ( Alaska) gezielt vorbereitet haben. Eine starke Leistung bot ferner John Brown ( GBR) als Gesamtelfter. Der Sierre-Zinal-Zweite nähert sich wieder seiner Normalform und auch von ihm ist in den noch bevorstehenden Wettkämpfen noch einiges zu erwarten. Enttäuschend hingegen die Vorstellung von Vorjahres-Gesamtsieger Martin Cox ( GBR), der in dieser Saison verletzungsbedingt einfach nicht so richtig in Fahrt kommt. Doch seine Konkurrenten schreiben ihn noch lange nicht ab, hat er doch noch immer rechtzeitig zur WM seine Form steigern können.
„ Challenge Stellina“, ein friedlicher Wettkampf einstiger Kriegsparteien entwickelte sich von einem regionalen „Partisanenlauf“ durch den organisatorischen und finanziellen Einsatz der Nachfahren von Commandante Guilio Bolaffi zu einem der renommiertesten Bergläufe weltweit. Seit Grand-Prix-Gründung ist WM-Veranstalter Susa in der Serie integriert und somit quasi ein Muss für die namhaftesten Berglaufspezialisten der ganzen Welt.
Deutsche Athleten Mangelware Auf dem Costa Rossa im Massiv Grange Sevine, wo im 2. Weltkrieg die Partisanendivision „Aldo Laghi“ gegen die Deutschen kämpften, waren die deutschen Bergläufer nur mit Markus Jenne vertreten. Zumindest er beherzigte die Appelle des Grand-Prix-Sprechers und von DLV-Berglaufwart Wolfgang Münzel und gewöhnt sich jetzt in Zermatt/Susa/Bergen an die raue internationale Luft, anstelle bei irgendwelchen Hügelläufen Lorbeerkränze einzuheimsen. WM-Teilnehmer Jenne verbesserte sich mit dem sehr guten 8. Platz auf Platz 8 der offiziellen Weltrangliste. Der deutsche Meister Helmut Schießl, der in Susa nicht am Start war, fiel vom 4. auf den 6. Rang zurück.
Antonella Confortola bärenstark Mit einem Vorsprung von 3 ½ Minuten gewann Antonella Confortola den italienischen Klassiker. Monica Bottinelli ( 51.36) und Angela Serena ( alle Italien) mit 52.38 Minuten hatten gegen die „gelernte“ Skilanglauferin ( WM-Staffelsiegerin) nicht den Hauch einer Chance. Confortola zählt jetzt neben Zatorska zu den engsten Medaillenanwärtern bei der WM. Beide hoffen, dass ihre vermeintlich schärfsten Konkurrentinnen, Svetlana Demidenko und Anna Pichrtova, die am 31.8. in Paris die Farben von Russland und Tschechien vertreten, drei Wochen nach dem schweren WM-Marathon bestimmt noch nicht zur notwendigen Spritzigkeit gefunden haben. Traditionsbewusst und südländisch heroisch war das Rahmenprogramm von „Challenge Stellina“. Unmittelbar nach Zieleinlauf des Pfarrers ( 1.32.00) wurde auf dem großzügigen Almgelände eine Gedenkmesse gefeiert. Anschließend wurde eine riesige Hufeisentafel aufgebaut und Beaf a la Mode, Polenta, Käse und Pymonter Rotwein aufgetischt, wozu alle Teilnehmer, Helfer, Funktionäre, alle Zuschauer und natürlich die vielen, meist mit Orden dekorierten Uniformen anwesenden Veteranen eingeladen waren.
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© 01.09.2003 SC-Bergen
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Favoritensiege bei der Berglauf-DM
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DLV-Mannschaft für die EM in Trento nominiert
Helmut Schießl vom TSV Buchenberg holte sich am Jenner auf einer Strecke von 9,7 km und einem Höhenunterschied von 1200 Meter den deutschen Meistertitel in der leichtathletischen Disziplin Berglauf. ( wir berichteten) Schießl, dessen Ursprungssportart Skilanglauf war, hatte als „Referenz 2003“ den zweiten Platz beim internationalen Rennsteiglauf über 73,2 km und den Sieg beim Schwarzen-Grat-Berglauf aufzuweisen und galt auf der extremen Strecke als
Haushoher Favorit. Der 31 jährige Allgäuer, der bereits im Vorjahr bei der WM in Innsbruck als 18. und bester des Deutschen Leichtathletikverbandes überzeugte, schaffte mit dem DM-Titel „in einem Aufwasch“ sowohl die Qualifikation für die EM am 5./6. Juli in Trento/Italien als auch für die World-Trophy vom 16. bis 23. September in Anchorange/Alaska-USA. Die weiteren EM-Tickets gingen an Markus Jenne, USC Freiburg mit zwei zweiten Plätzen bei den Quallifikationsläufen, Frank Türk, SVGG Mössingen ( ein
3.und ein 4. Rang) und der Sieger des Hundseck-Berglaufes/Bühlertal, Dirk Debertin, SG Walldorf Astoria, der am Jenner Platz drei belegte. „Eine klare Angelegenheit bei den Männern“, meinte Berglaufwart Wolfgang Münzel, „doch auch Timo Zeiler, TSV Trochtelfingen, der noch der Juniorenklase angehört und mit zwei fünften Gesamträngen aufhorchen ließ, hätte ich gerne bei der EM dabeigehabt“. So wird das aussichtsreiche Nachwuchstalent zur EM als Ersatzmann nominiert und steht quasi fix für das Juniorenteam bei der WM in Alaska fest.
Bei den Damen allerdings stellt sich für Münzel weniger das Problem der großen Auswahl.
Nur einige wenige erfüllen den Standard internationalen Anspruches, darunter natürlich die Deutsche Meisterin Stefanie Buss vom ASC Rosellen Neuss und die Vizemeisterin Dr. Ellen Schöner, deren Problem noch nie die Qualifikation, sondern vielmehr meist die Diensteinteilung im Garmischer Krankenhaus war. Die Dritte der DM, Kerstin Harbich, TSV Oberstaufen, obwohl gerade auf schweren Strecken wie die am Monte Bondoni sehr stark, konnte nicht berücksichtigt werden: Das Allgäuer „Fel“ ist auf eigenes Verschulden ( Nach-lässigkeit) nicht auf der ST-Liste geführt und wäre somit für die internationale Dopingkommission nicht greifbar. Weiter im Aufgebot: Andrea Scharrer, wie Dr. Schöner ebenfalls LG Regensburg und wie Münzel in Erwägung zog, Juniorin Lisa Reisinger, SSC Hanau-Rodenbach, die zwar am Jenner nicht ganz die Erwartungen erfüllte, aber doch
Vorleistungen erbrachte, die einen Einsatz bei der EM absolut rechtfertigen.
Die Basis für die großen internationalen Anlässe ( EM und die World-Trophy) wurde in Bühlertal und in Berchtesgaden gelegt, Motivationsprobleme mit der lukrativen Grand-Prix-Serie sind dennoch augenscheinlich. Noch immer nicht im Griff hat der nationale Verband die Terminkoordinierung. Trotz „Verfügung“ des Berglaufweltverbandes WMRA auf Terminschutz fiel die DM mit dem ersten GP-Lauf in Borno/Italien zusammen und auch der zweite WMRA-Wettbewerb, Heiligenblut/Großglockner ist am gleichen Wochenende wie
Hausen, Qualifikationslauf für die WM. „Doch etwas zu unflexibel, die deutschen Spitzenfunktionäre“, so wurden die Terminüberschneidungen von den Grand-Prix-Organisatoren kommentiert. Die leidtragenden seien die Athleten, die in der Weltrangliste immer mehr zurückfallen und möglicherweise den Anschluss zur Weltklasse verlieren.
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© 27.06.2003 SC-Bergen
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"BIG 5"-Veranstaltertreffen in Sexten
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Berglauf-Grand-Prix-Partner demonstrieren Einigkeit
Etwas mehr Selbstvertrauen zeigen und durchaus auch Eigeninitiativen entwickeln, wenn die Verbandsmühlen wieder einmal "unrund" laufen. Zu dieser Erkenntnis kamen die federführenden Grand-Prix-Organisationschefs von Telfes, Zermatt und Bergen in einem außerordentlichen Veranstaltertreffen im Südtiroler Sexten. Hauptgrund der Begegnung war die Hochzeitfeier von OK-Chef des Dreizinnen-Marathons, Ludwig Tschurtschenthaler. Diese Gelegenheit wurde wahrgenommen, kurz vor Saisonbeginn noch einmal eingehend die aktuellen Berührungspunkte abzustimmen. Mit dem Vierten im Bunde der "BIG 5", dem GP-Veranstalter Heiligenblut teilweise durch Konferenzschaltung verbunden, kam Künz, Fuchs und Anfang überein, für die lukrative Serie noch weitere Werbeaktivitäten zu starten. Insbesondere soll auf die Masters-Wertung aufmerksam gemacht werden, um neben der Weltklasse auch die reisefreudigen Senioren verstärkt für einen Einsatz bei GP-Rennen zu gewinnen. Zunächst offiziell im Hotel St.Veit und anschließend bei einem Rundgang um den Pragser Wildsee wurde vereinbart, die Start- und Ergebnislisten einheitlich zu gestalten, um die Gesamtauswertung zu erleichtern. Absolute Übereinstimmung bestand auch hinsichtlich der Reisekosten/Aufenthaltskosten und der Preisgeldregelung. Festgelegt wurde schließlich, im Internet www.berglauf-grand-prix.com beziehungsweise www.berglaufgrandprix.de die Bewerbungskriterien für die Serie 2004 zu veröffentlichen. Neben Telfes/AUT, Heiligenblut/AUT, Zermatt/SUI, Susa/ITA und Bergen/GER, denen laut Mehrheitsbeschluss der Grand-Prix-Kommission ein Fixplatz garantiert ist, wird einem weiteren leistungsfähigen europäischen Veranstalter Gelegenheit gegeben, sich für den rotierenden sechsten Platz der Rennserie zu empfehlen. Sexten/ITA, Partner 2001 und 2002 und neben Susa zweiter italienischer Wunschkandidat steht definitiv nicht mehr zur Verfügung. Das örtliche OK hat sich eindeutig auf Masse und nicht zu sehr auf Klasse festgelegt und will zudem auch nicht vom Termin eine Woche vor der WM abweichen, so dass die Weltspitze ohnehin nicht am Start sein kann. Die Entscheidung, wer letztendlich für die Grand-Prix-Serie 2004 in´s Boot genommen wird, trifft die WMRA-Grand-Prix-Kommission am 18./19. Oktober in Alba/Pymont/Italien.
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© 10.06.2003 SC-Bergen
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Der steile Anstieg von Jonathan Wyatt; Erfolgsstory eines Berglaufseiteneinsteigers
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Bergen ( ng) Zwei Jahre nach seinem triumphalen Sieg bei der Berglaufweltmeisterschaft 2000 in Bergen und 2002 in Innsbruck geht der Neuseeländer Jonathan Wyatt beim diesjährigen Hochfellnberglauf wieder an den Start. Zuvor räumte er die Berglauf-Grand-Prix –Wettbewerbe reihenweise ab- allesamt mit Streckenrekord- und stellte somit die Berglaufvormachtstellung erneut unter Beweis. Zwischen Wyatt und Bergen besteht seit 1998 eine enge Bindung, ja Hochfellnberglauforganisator Georg Anfang nimmt für sich in Anspruch, den weltbesten Bergläufer „entdeckt“ zu haben. Als absoluter „no name „ schickte Wyatt am 27.Juni 1998 an den Bergener „Racedirector“ ein Fax, in dem er auf einen nationalen Berglaufeinsatz ( zugleich WM-Quali), auf seine Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen in Atlanta und auf seine persönlichen Bestzeiten über 5000 m ( 13.27 Minuten) und 10000 m ( 28.08 ) einging.. Er startet bei der Halbmarathon- weltmeisterschaft in Zürich, schrieb er und möchte von dort direkt nach Bergen anreisen. (“ I would like to compete in your race in Bergen which I believe is located near Munich”) und fragt höflich an, ob ihm angesichts der hohen Reisekosten ( “for travel appearance and accommodation if this is possible”) ein gewisses Entgegenkommen gezeigt werden könnte. Anfang, eine kleine Sensation ahnend, daraufhin postwendend, er sei wegen der „wirklich sehenswerten Erfolgsbilanz und der hohen Aufwendungen (Reisekosten) durchaus zu Zugeständnissen bereit, obwohl die Grand-Prix-Organisatoren eigentlich festgelegt haben, mit der Erhöhung der Preisgelder keine Fahrtkostenzuschüsse mehr leisten zu können/wollen.“ Wyatt gibt dann per e-mail am 11.8.98 seine Saisonplanung bekannt. Anfang informiert Wyatt am 13.8.98 über Preisgeld örtlich und Preisgeld Grand-Prix. Man einigte sich auf 255.- DM für die Bahnfahrt Zürich -Bergen und Kostenübernahme Unterkunft/Verpflegung von Freitag bis Montag, dann definitive Zusage. Weitere Einzelheiten (Strecke, Bestzeiten, bisherige Sieger ) könnten im Rahmen der Berglaufweltmeisterschaft in La Reunion besprochen werden, wo Anfang die Bewerbung für die Berglaufweltmeisterschaft vorzutragen habe. Drei Tage vor dem Männerwettbewerb dann „Talk“, persönliches kennen lernen im Beach Hotel „L-Etang-Sale-les Bains“, dem Teamhotel der Neuseeländer. Am 20. September 1998 völlig überraschend dann der WM-Titel für Wyatt. Molinari entthront! Kein Berglaufveranstalter, kein Funktionär, auch kein Athlet außerhalb des 5. Kontinents hat je von einem „Wyatt“ gehört. Bergen aber hatte den „Kontrakt“ bereits in der Tasche. Gratulation nach dem Titel. Auf die Frage des Bergener OK-Chefs, ob er als Weltmeister nach wie vor zu den Vereinbarungen stehe, antwortete Wyatt „ matter of honor“, Ehrensache! Als frischgebackener Weltmeister kommt Wyatt nach Bergen, wird Zweiter, knapp hinter Molinari. Ein Jahr später siegt Wyatt beim Hochfellnberglauf mit neuem Streckenrekord. Im Jahr 2000 verteidigt er in Bergen seinen Weltmeistertitel. WM 2002 Innsbruck: Wyatt erneut Weltmeister.14 Tage nach der WM wiederum Bergen: Streckenrekord. Ancorage/Aslaska 2003 will er sich sparen, bergabführende Strecken mag er nicht. Zwei Wochen nach der WM 2003, beim Hochfellnberglauf in Bergen kommt es dann erneut zur WM-Revanche: Der amtierende Weltmeister reinbergauf trifft 14 Tage nach der WM auf den frischgebackenen Weltmeister bergauf/bergab, auf den Europameister, auf die komplette Berglaufweltelite: Wyatt wird dabei „demonstrativ“ unter Beweis stellen, dass er der beste Bergläufer aller Zeiten ist.
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© 14.08.2003 SC-Bergen
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Beharrlichkeit führt zum Ziel
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Die scharfen Vorwürfe, -teilweise auch in Berglauffachzeitschriften- von Hochfellnberglauf-Organisator Georg Anfang an die Adresse des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV), die Qualifikationen für Welt- und Europameisterschften würden immer mehr bei “Hügel- und Anhöhenläufen” mit nur 400 Höhenmetern ausgetragen, fruchteten nun doch. Die Verantwortlichen des DLV haben jetzt offenbar begriffen, dass auf “Softstrecken” meist nur Athleten ausgefiltert werden, die dann bei Welt- und Europameisterschaften mit 1200 Höhenmetern und mehr nicht die geringste Chance haben. Nunmehr wurde bekannt, dass der Hochfellnberglauf 2003 zur DLV-Rangliste (Finallauf) zählt, auch für die DLV-Rangliste Jugend A und B (Finallauf) herangezogen wird und zugleich als DLV-Talentsichtung für die Berglaufweltmeisterschaft 2004 ausgeschrieben ist. Deutsche Bergläufer, die in den letzten Jahren wegen Bestbesetzung und des alpinen Profils den Hochfelln verschmähten, werden jetzt “wohl oder übel” in Bergen antreten und so auch ihr Training umstellen müssen. Eine weitere Aufwertung des deutschen Klassikers? Georg (Bibi) Anfang meint nein. Dem Hochfellnberglauf wurde auch ohne großartige Beteiligung deutscher Spitzenläufer international das Prädikat “weltweit bestbesetzter Berglauf” ausgesprochen. Das Umdenken sei vielmehr ein wichtiger Schritt, damit endlich auch wieder die deutschen Athleten den Anschluss an die Weltspitze schaffen. Mit12. und 18. Rängen in der offiziellen Weltrangliste war der Stellenwert der Leistungssportdisziplin Berglauf bei den Fernsehanstalten und so zwangsläufig auch bei den Sponsoren nicht gerade ausgeprägt.
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Berglauf-Grand-Prix wieder unter WMRA-Patronanz
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“Traditionelle” Serie setzt sich durch - Bergen weiterhin Finalveranstalter
Die Kluft zwischen den Grand-Prix-Organisatoren und der “World Mountain Running Assotiation”(WMRA) ist wieder gekittet. Die nach turbulenten Sitzungen im Rahmen der Berglaufweltmeisterschaften vom Berglaufdachverband eilends installierte Gegenserie gibt es nicht mehr. Susa/Italien, seit Anbeginn im Pakt der Gründer und dann 2000 vom WMRA für die Alternativserie abgeworben, wurde wieder ins Boot der “BIG 5” Heiligenblut/Großglockner, Telfes/AUT, Zermatt/Matterhorn, und Bergen/Chiemgau genommen. Die Rennen stehen wieder unter dem Patronat der WMRA, es herrscht wieder Einvernehmlichkeit nach doch einer ziemlich rauen Umgangssprache in den letzten beiden Jahren. Letztendlich haben auch namhafte Sportler zu diesem Ergebnis beigetragen, die sich in einer vom WMRA gestarteten Internetumfrage eindeutig für nur noch eine Grand-Prix-Serie ausgesprochen und dabei den Traditionsveranstaltern absolut den Vorrang gegeben haben.
Durch Kompromisse auf beiden Seiten, ohne die Ziele des Dachverbandes oder die Souveränität der “BIG 5” zu beeinträchtigen, kam zustande, was in Berglaufkreisen niemand mehr für möglich gehalten hat. Erste Annäherungssgespräche fanden im Rahmen der Berglauf-Europameisterschft in Madeira statt, danach folgte ein wahrlicher Verhandlungsmarathon, teilweise unter Einschaltung von Mittelspersonen. Am Vortag des WMRA-Kongresses in Innsbruck tagte das WMRA-Cauncil und die Grand-Prix-Vertreter noch getrennt, erarbeiteten ein Arbeitspapier für die neue zu bildende, beschließende Grand-Prix-Kommission und feilten noch an Regularien, die dann von den Delegierten des WMRA-Kongresses im Innsbrucker Stadtsaal ohne Diskussion abgesegnet wurden.
Als “einen Meilenstein in der Geschichte des Berglaufes” bezeichnete der Präsident des EAA, Hansjörg Wirz den Innsbrucker “Koalitionsvertrag,” die Direktoren des WMRA zeigten sich erleichtert und auch die OK-Chefs der Veranstalterorte äusserten sich recht positiv zum Verhandlungsergebnis.
Die WMRA Grand-Prix-Orte 2003: Heiligenblut/AUT, Telfes/AUT, Zermatt/SUI, Susa/ITA, Borno/ITA und Bergen/GER (Finale). Vier der sechs Grand-Prix-Orte 2003 waren bereits WM-Veranstalter. Lenzerheide, ebenfalls Ausrichter des Weltchampionats, verzichtete nach sechs Jahren Grand-Prix-Partnerschaft auf ein Verbleiben im Turnus. Der “Danis-Berglauf” der 25 Jahre mit soliden 500 Teilnehmern ausgetragen wurde, wird wegen Sponsor- und auch wegen Motivationsproblemen nicht mehr aufgelegt. Das OK Lenzerheide legt sich mehrheitlich auf Bergmarathon (Chur-Rothorn) fest und will sich durch eine zusätzliche Grand-Prix-Veranstaltung “keine Konkurrenz im eigenen Hause schaffen”.
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