Hochfelln - Berglauf Bergen

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Presseberichte Hochfellnberglauf - Archiv

Klasse und Masse beim Hochfelln-Berglauf

Bergen rüstet zum Gipfelsturm auf den Hausberg des Chiemgaues

Durch Plakate und Veröffentlichungen mit der Schlagzeile „Weltklasse am Hochfelln“ wurde in den letzten Jahren die so genannte „zweite Läufergarnitur“ doch etwas verunsichert. Hobby-Breiten- oder Freizeitsportler mit oder ohne Vereinszugehörigkeit glaubten, beim deutschen Berglaufklassiker seien nur Weltklasseathleten startberechtigt, schlimmer noch: von eifersüchtigen Zeitgenossen wurde gezielt in Umlauf gebracht, in Bergen seien Volksläufer, Damen, Senioren gar nicht erwünscht. „Der Bibi ist ein Weiberhasser und Senioren mag er auch nicht”, hieß es zeitweise unter vorgehaltener Hand. Dabei leistete gerade er Pionierarbeit für den Spotart Berglauf und genießt deshalb auch auf internationalem Parkett hohes Ansehen. Erst mit der Weltmeisterschaft 2000 und dem glanzvollen offenen Lauf mit fast 300 Teilnehmern schlug die Stimmung wieder um.
An die von Veranstalterkollegen eingefädelten „Episoden“,- sogar Unterschriftensammlungen wurden gestartet, um die Läufer auf einen Startverzicht zu bewegen, - will sich der Bergener OK-Chef nicht mehr zurückerinnern. Er sei kein Elefant, meint er, der nichts vergisst. Vielmehr arbeitete er konsequent weiter und hat neue, recht lukrative Anreize geschaffen, um die breite Masse noch mehr für die Teilnahme am Hochfellnberglauf zu begeistern. Dem Verein oder der Leichtathletikgemeinschaft mit den meisten Teilnehmern (Meistpreis) wird das Startgeld erlassen beziehungsweise rückerstattet. Außerdem gibt es erstmals eine nationale Mannschaftswertung (Zeitaddition von 2 Läufer eines deutschen Vereins mit Preisgelder von 250,00; 150,00 und 100,00 Euro). Um auch den Senioren wieder mehr Chancengleichheit einzuräumen, wurde schließlich eine Grand-Prix-Masterswertung eingeführt. Parallel zur Elite werden nach jedem Wettbewerb auch Masterzwischenresultate erstellt und deren Sieger beim Finale am 05.Oktober  in Bergen mit Geldpreisen belohnt. Alle Teilnehmer sind am Vortag des Rennens um 19.00 Uhr im Bergener Festsaal zu einer Willkommensparty mit Nudelessen eingeladen! Eine gute Gelegenheit, Läuferbekanntschaften aufzufrischen oder mit dem einen oder anderen Spitzenläufer fachzusimpeln.
Dem Startgeld inbegriffen ist die Rückfahrt mit der Hochfellnseilbahn, eine gebundene Ergebnisliste mit Klassenwertung, Gesamtwertung, Ergebnis Grand Prix-Elite, Grand-Prix-Masters, „Ewige Bestenliste“ Damen und Herren, und eine vielseitiges Verpflegungsbuffett am Hochfellngipfelhaus.
Neben der sprichwörtlichen Hochfellnberglaufatmosphäre wird den Nichtprofis und auch der nichtvereinsgebundenen Läuferschar gratis die große Ehre geboten, gemeinsam mit den weltbesten Athleten auf einer Startlinie stehen zu dürfen. Außer Marathon vielleicht, in welcher Sportart ist so etwas schon „im Angebot“?
Voranmeldestellen wurden eingerichtet bei Tourist Office (Verkehrsamt) Bergen und bei Sport Praxenthaler, Maxstr., Traunstein. Meldungen sind auch online unter www.hochfellnberglauf.de und durch Fax: 08662/5415 möglich. Selbstverständlich können Meldungen auch herkömmlich (Konservativ) mit den Postboten an die Lindenofstraße 7, 83346 Bergen geschickt werden.

 

Hochfellnberglauf 2003

Grand-Prix-Finale Elite und Grand-Prix-Finale Masters

Zuweilen wurde den Berglauf-Grand-Prix-Veranstaltern (fälschlicherweise) angelastet, vor lauter Konzentration auf Weltklasseathleten das Gespür für die Breiten-Hobby- oder Erlebnissportler verloren zu haben.

Auch die Senioren (ab 40 Jahre) vernachlässigten teilweise die lukrative Serie, da sie logischerweise gegen die Weltspitzenklasse nicht mehr konkurrieren konnten. Sie starteten meist nur am „Großen Preis" ihres Landes: die Gesamtwertung indes wurde für die Senioren mehr und mehr uninteressant.

Jetzt schaffen die Grand-Prix-Veranstaltungsorte Borno, Heiligenblut, Telfes, Susa, Zermatt und Bergen Abhilfe, indem eine eigene Grand-Prix-Masterswertung aufgelegt wurde. Die OK-Chefs vereinbarten in Lenzerheide/Schweiz die Regularien, einigten sich auf zwei Streichresultate von sechs möglichen Wertungsläufen und waren sich auch darin einig die Punkteberechnung nach „Faktor" (Differenz zur Bestzeit) vorzunehmen. Ergebnisse und Zwischenstände der Altersklassenwertung Männer 40, 50. 60, 70 und Frauen 40, 50, und 60 werden wie bei der Elite nach jedem Wertungslauf berechnet und im Internet unter www.berglauf-grand-prix.com bekannt gegeben. Anstelle von Pokalen und oft nutzlosen Ehrenpreisen wird je nach Mastersklasse ein Preisgeld von 100.- Euro, 50.- Euro und 25.­Euro ausgelobt. Das Finale auch der Masterswertung ist am 05.Oktober beim 30. Internationalen Hochfellnberglauf in Bergen/ Germany.

Mit der Neuerung versprechen sich die Organisationschefs der traditionellen Grand-Prix-Serie neben Chancengleichheit für die Läufer eine weitere Steigerung der Teilnehmerzahlen und schließlich einen weiteren Aufschwung der Erlebnissportart Berglauf.

 

„Nordic Walking" beim Hochfellnberglauf

Von 1974 bis 1979 gab es beim Hochfellnberglauf, dem ältesten deutschen Berglauf schon einmal eine so genannte „Touristenklasse". Weitgehend Langläufer mit Skistöcken bewältigten die 8,9 km lange Strecke mit einem Höhenunterschied von 1074 m. Im freien Stil, laufend, gehend oder im Schrittsprung, je nach Gutdünken oder Konditionsstand.

Dann wurden vom Dachverband der Sportart Berglauf, dem Deutschen Leichtathletikverband (DLV) Skistöcke untersagt, - aus Sicherheitsgründen- wie zur Begründung angeführt wurde. Der Ski-Club Bergen akzeptierte damals diese Anordnung, obwohl die Begründung nicht gerade nachvollziehbar war: Beim Wasalauf oder anderen großen Volksläufen gehen Zehntausende mit Skistöcken gleichzeitig an den Start und noch nie hat man von „gefährlichen" Situationen" gehört.

„Nordic-Walking" hat nicht nur im Ursprungsland Finnland einen gewaltigen Boom ausgelöst, auch in Deutschland wird das „Gehen mit Stöcken" immer beliebter und entwickelt sich zu einer idealen Ganzkörpersportart mit Wohlfühlgarantie.

Mit einer Spezialkategorie (Rahmenwettbewerb) will der Ski-Club Bergen die alte Hochfellntradition wieder aufleben lassen und der wachsenden Nordic-Walker-Fungemeinde entgegenkommen. Neben den obligatorischen Läuferklassen wird nun auch wieder Geher, Walker, Touristen am 05.Oktober die Gelegenheit gegeben, die tolle Stimmung dieses traditionellen Großanlasses mitzuerleben.

„Nordic-Walkers", herzlich willkommen beim 30. internationalen Hochfellnberglauf am
05. Oktober 2003 in Bergen/Oberbayern, unweit des Bayerischen Meeres (Chiemsee)

Info: www.berglaufgrandprix.de, dort auch Online-Anmeldung möglich
www. berglauf.de
www. berglauf-grand-prix.com

 

Faszination Hochfelln-Berglauf; Prominentenstaffel als Rahmenwettbewerb

Nach 30 Jahren  Hochfellnberglauf  und ganz besonders nach den Erfahrungen der Berglaufweltmeisterschaft 2000 weiß OK-Chef Georg ( Bibi ) Anfang ganz genau, dass zu einer internationalen Sportgroßveranstaltung auch ein attraktives Rahmenprogramm gehört.
Nun präsentierte der quierlige Berglaufpionier die Einzelheiten. Allein die "Promistaffel"
ist schon wert, am Wochenende 4./5. Oktober Bergen und den Hochfelln als Ausflugsziel   
einzukalkulieren.

Am Vortag des 30. Internationalen Hochfelln-Berglaufes, am Samstag, 4.Oktober versucht eine "Promistaffel" den Streckenrekord von Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt, Neuseeland
( 40.34,9 ) zu unterbieten. Auf neun Streckenabschnitten zu je 1 km, die den Promis auf den Leib geschneidert sind, starten Aktive des Bundesleistungszentrums Ruhpolding, darunter auch Mitglieder der Lehrgangsgruppe I  Deutsche Skinationalmannschaft und leisten so nebenbei auch einen guten Zweck zugunsten der Aktion "Sternstunden". Bernd Raupach, Trainer der Deutschen Weltcupmannschaft und Stützpunkttrainer Ruhpolding begeisterte sich spontan für diese Idee, "zumal auch Bergen mit dem Bundesleistungszentrum Ruhpolding eng verbunden ist und mir imponiert, was die Bergener mit Minietat, aber großem Engagement so auf die Beine stellen". Auf den ersten 800 Meter auf leicht steigendem Gelände und Asphalt kommt der Bergener Spitzenleichtathlet Bernd Rose zum Einsatz.
Start 4. Oktober 14 Uhr an der Talstation Hochfellnseilbahn, Zielankunft ca. 14.40 Uhr.
Anschließend Pressempfang mit Gipfelbrotzeit im Hochfellnhaus.

Sollen die "Promis" es wirklich schaffen, gemeinsam die Bestmarke des Profis zu unterbieten, wird der "Rekord" nicht lange Bestand haben:  Wyatt kündigte an, in Bergen seinen eigenen Streckenrekord anzugreifen. 40 Minuten müssten möglich  sein,  meinte Wyatt, sofern er nicht wie im Vorjahr ab der Adlersruh eine geschlossene Schneedecke vorfindet. Kein so unrealistisches Unterfangen, hat doch Wyatt die ganze Saison hindurch reihenweise die Streckenrekorde "pulverisiert".

Um 19 Uhr steigt im Bergener Festsaal die Willkommensparty, eine gute Gelegenheit, Läuferbekanntschaften aufzufrischen und die Weltklasseathleten hautnah zu erleben. Nach dem gemeinsamen Nudelessen werden an die TOP 15 Herren und TOP 10 Damen der offiziellen Weltrangliste öffentlich und in angemessener Form die Startnummern vergeben.
Ab 20 Uhr spielt dann ebenfalls im Festsaal die 6-Mann-Jazzband "Oiweiumhoibeeife" mit Michl Honzak,  Österreich, dem besten Schlagzeuger Europas. Der Eintritt ist frei, Platzreservierung im Tourist Office ( Telefon 08662/8321) wird jedoch empfohlen.

Das weitere Programm Hochfellnberglauf am 5. Oktober:  10 Uhr Massenstart an der Talstation Hochfellnseilbahn, 10.10 Start "Nordic Walking", 14 Uhr Festsaal: Siegerehrung.

Berglauf-Grand-Prix wieder unter WMRA-Patronanz

"Traditionelle" Serie setzt sich durch - Bergen weiterhin Finalveranstalter

Die Kluft zwischen den Grand-Prix-Organisatoren und der "World Mountain Running Assotiation" (WMRA) ist wieder gekittet. Die nach turbulenten Sitzungen im Rahmen der Berglaufweltmeisterschaften vom Berglaufdachverband eilends installierte Gegenserie gibt es nicht mehr. Susa/Italien, seit Anbeginn im Pakt der Gründer und dann 2000 vom WMRA für die Alternativserie abgeworben, wurde wieder ins Boot der "BIG 5" Heiligenblut/Großglockner, Telfes/AUT, Zermatt/Matterhorn, und Bergen/Chiemgau genommen.
Die Rennen stehen wieder unter dem Patronat der WMRA, es herrscht wieder Einvernehmlichkeit nach doch einer ziemlich rauen Umgangssprache in den letzten beiden Jahren. Letztendlich haben auch namhafte Sportler zu diesem Ergebnis beigetragen, die sich in einer vom WMRA gestarteten Internetumfrage eindeutig für nur noch eine Grand Prix-Serie ausgesprochen und dabei den Traditionsveranstaltern absolut den Vorrang gegeben haben.
Durch Kompromisse auf beiden Seiten, ohne die Ziele des Dachverbandes oder die Souveränität der "BIG 5" zu beeinträchtigen, kam zustande, was in Berglaufkreisen niemand mehr für möglich gehalten hat. Erste Annäherungsgespräche fanden im Rahmen der Berglauf-Europameisterschft in Madeira statt, danach folgte ein wahrlicher Verhandlungsmarathon, teilweise unter Einschaltung von Mittelspersonen. Am Vortag des WMRA-Kongresses in Innsbruck tagte das WMRA-Cauncil und die Grand-Prix-Vertreter noch getrennt, erarbeiteten ein Arbeitspapier für die neue zu bildende, beschließende Grand-Prix-Kommission und feilten noch an Regularien, die dann von den Delegierten des WMRA-Kongresses im Innsbrucker Stadtsaal ohne Diskussion abgesegnet wurden.
Als "einen Meilenstein in der Geschichte des Berglaufes" bezeichnete der Präsident des EAA, Hansjörg Wirr. den Innsbrucker "Koalitionsvertrag." die Direktoren des WMRA zeigten sich erleichtert und auch die OK-Chefs der Veranstalterorte äußerten sich recht positiv zum Verhandlungsergebnis.
Die WMRA Grand-Prix-Orte 2003: Heiligenblut/AUT, Telfes/AUT, Zermatt/SUI, Susa/ITA, Borno/ITA und Bergen/GER (Finale). Vier der sechs Grand-Prix-Orte 2003 waren bereits WM-Veranstalter. Lenzerheide, ebenfalls Ausrichter des Weltchampionats, verzichtete nach sechs Jahren Grand-Prix-Partnerschaft auf ein Verbleiben im Turnus. Der "Danis-Berglauf" der 25 Jahre mit soliden 500 Teilnehmern ausgetragen wurde, wird wegen Sponsor und auch wegen Motivationsproblemen nicht mehr aufgelegt. Das OK Lenzerheide legt sich mehrheitlich auf Bergmarathon (Chur-Rothorn) fest und will sich durch eine zusätzliche Grand-Prix-Veranstaltung "keine Konkurrenz im eigenen Hause schaffen".

01.01.2003

Internationale Anerkennung durch jahrzehntelange Pionierarbeit

Hochfellnberglauf: finanzielle Schmerzgrenze erreicht. Jahreshauptversammlung Ski-Club Bergen.

Bergen (ng) Ausdauersportler aus allen fünf Kontinenten starteten schon beim Hochfellnberglauf und nicht erst seit der WM 2000 kennt die ganze Berglaufwelt den Hochfelln und Bergen. Beim deutschen Klassiker, der als weltweit bestbesetzter Berglauf gilt, sei aber jetzt eine “Schmerzgrenze” erreicht, sagte SC-Vorsitzender Georg Anfang in der Jahreshauptversammlung. “Ohne zusätzliche Individualsponsoren und Veranstaltungszuschüsse könne das hohe Niveau nicht aufrechterhalten werden und Bergen laufe Gefahr, mit Telfes, Lenzerheide, Heiligenblut, Sexten und Zermatt nicht mehr mithalten zu können, die mit fünfstelligen DM-Summen vom Land und den Torismusverbänden unterstützt werden. “Diesen staatlichen Subventionen und flankierenden Maßnahmen der Tourismusbranche habe Bergen zwar einen Zuschuß der Gemeinde, ein jahrelanges Engagement der Adelholzener Alpenquellen und weiterer Firmen und Institutionen entgegenzusetzen, die Chancenungleichheit wird aber trotzdem immer größer. Anfang beurteilte die Entwicklung sehr bedauerlich, zeigte sich aber dann doch zuversichtlich, letztlich mit Hilfe einer behördlich genehmigten Spendenaktion diese Hürde zu meistern. Nach 29 Jahren Pionierarbeit den ältesten und bekanntesten Berglauf Deutschlands in Frage zu stellen, oder in Zweit- oder Drittklassigkeit abtriften zu lassen, diesen Schuh werde er sich nicht anziehen.
Auch Bürgermeister Josef Gehmacher und 2. Bürgermeister Bernd Gietl nahmen Stellung zum sportlichen Höhepunkt des Chiemgaues, der traditionell am letzten Sonntag im September zur Austragung kommt und viele Zuschauer anlockt. “Bergen und der Hochfelln müsse sich dieser Werbewirksamkeit bewußt sein”, sagten Beide übereinstimmend.
www.berglaufgrandprix.de

29.11.2001

Erfahrungsaustausch der AlpenländerBerglauforganisatoren
Grand PrixVeranstalterkonforenz in Venedig

Am Bewährten festhalten und sich durch die konkurrierende WMRASerie nicht verunsichern lassen, war die einhellige Meinung der Organisationsleiter der laut Sportinformationsdienst (SID) "bedeutendsten Bergläufe Europas". Demnach bestand bei der Veranstaltertagung, die auf Einladung des Grand-Prix-Partners Sexten in Venedig angesetzt war, kein Handlungsbedarf, Regularien zu ändern oder gar über neue Veranstalterorte nachzudenken.
Die Allianz zwischen den traditionellen GrandPrixVeranstaltern Lenzerheide, Telfes und Bergen, seit 2001 verstärkt mit den attraktiven, weltweit bekannten Tourismusmagneten Matterhorn, Großglockner und DreiZinnen wurde erneut vertieft. Die Stammveranstalter bescheinigten den drei Grand-Prix-Neulingen Heiligenblut, Zermatt und Sexten einen sehr guten Einstand und eine unproblematische Eingliederung in die lukrative ,Veranstaltungsserie. Die "neuen Drei" wiederum bedankten sich bei den Klassikern für die Hilfestellung und das Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wurde. Bei allen sechs Veranstaltungen konnten die Teilnehmerzahlen gesteigert, beim Großglocknerlauf gar verdreifacht werden. Ausgelöst wurde der "Teilnehmerschub", verbunden mit starkgesteigerten Zuschauerinteresse nach übereinstimmenden Aussagen der OKChefs durch die Gemeinschaftswerbung in Fachzeitschriften und Berglaufjournalen, durch Internetauftritte, durch ein gefälliges, gemeinsames Flayer und nicht zuletzt durch "Mundpropaganda" zufriedener Athleten. Der Lenzerheidebeschluß, neben der Grand Prix-Elite auch eine Masterswertung einzuführen indes hatte dieses Jahr noch nicht die erhoffte Wirkung: Zu spät und in einigen Ländern unzureichend wurde auf die Neuerung hingewiesen, so dass die reisefreudigen Seniorensportler meist nur am "Großen Preis" ihres Landes am Start waren und für die Gesamtwertung nicht mehr mobilisiert werden konnten. Einen von Läuferkreisen eingebrachten "Verbesserungsvorschlag", nur drei Läufe für die Wertung heranzuziehen, lehnten die "Big 6" ab. In diesem Falle würde nur nach taktiert, wurde zur Begründung angeführt. Spitzenläufer könnten sich bewusst aus dem Wege gehen, so dass eine echte Rangordnung nicht mehr gewährleistet sei. Beschlossen wurde eine einheitliche Reisekostenregelung und Kostenübernahme "vor Ort" (Hotel, Verpflegung, Flughafentransfer) für die so genannte Rote Gruppe (Weltmeister, Europameister, Weltranglistenspitzenplätze).In diesem Zusammenhang legten die Tagungsteilnehmer ausdrücklichen Wert auf die Feststellung, Weltklasse und Hobby - Freizeit, Breiten und Erlebnissportler gleichermaßen in die Veranstaltungsserie einbinden zu wollen. Erklärtes Ziel der "GrandPrixler", die durch Tagungen im Halbjahresrhythmus und durch gegenseitige, Besuche der einzelnen Veranstaltungen auch kameradschaftlich zusammengeschweißt sind, sei also Spitze und Breite, wenngleich auch gewisse "Interessenkollisionen" nicht immer verhindert werden können.

2.11.2001

Grand-Prix-Organisatoren demonstrieren Einigkeit

Berglauf-Veranstaltertagung in Lenzerheide/Schweiz

Lenzerheide (ng) Die Berglauf-Grand-Prix-Serie, die “traditionelle” mit den Veranstalterorten Lenzerheide, Telfes, Heiligenblut, Sexten, Zermatt und Bergen also und nicht die überstürzt ins Leben gerufene Gegenserie des WMRA soll noch dieses Jahr durch einen Masters-Grand-Prix aufgewertet werden. Die Austragungsorte reagierten auf die Entwicklung der letzten Jahre, als die Teilnehmerzahlen in den Altersklassen zurückgingen, je mehr sich das Augenmerk auf die Spitze konzentrierte. Dies war wohl der wichtigste Beschluss der Berglaufveranstalterkonferenz 2001, die im Rahmen des 24. Internationalen Danisberglauf in Lenzerheide, Hotel Sunstar gefasst wurde. Die Auswertung erfolgt nach dem Faktor Differenz zur Bestzeit, Ergebnisse und Zwischenstände der Altersklassenwertung werden wie bei der Elite (weiterhin nach FIS-Regel, 100, 80, 60 Punkte usw.) nach jedem Wertungslauf unter www.berglaufgrandprix.de und www.berglauf-grand-prix.com bekannt gegeben.

Eine starke Senioren/Masterklasse am Start zu haben, ist das erklärte Ziel der Grand-Prix-Veranstalter. Senioren, logischerweise gegen die Weltelite im Nachteil, vernachlässigten weitgehend die Gesamtwertung und nahmen meist nur am “Großen Preis” ihres eigenen Landes teil. Die Start- und Reisefreudigkeit der für die Austragungsorte auch “fremdenverkehrsmäßig” sehr interessante Gruppe hielt sich in Grenzen, eine sportliche Motivation für Hobby-Breiten-Erlebnis- und Seniorensportler war praktisch nicht mehr gegeben.

Der “Vollversammlung” war bewusst, dass Lenzerheide von der kurzfristigen Entscheidung nicht mehr “profitieren” wird. Den Läufern indes kann es egal sein, denn wegen den zwei Streichresultaten kann auch jetzt noch chancengleich in die Serie eingestiegen werden. Anstelle von Pokalen und oft weitgehend nutzlosen Ehrenpreisen wird ein Preisgeld von DM 200,00 (Platz 1) DM 100,00 (Platz 2) und DM 50,00 (Platz 3) je Altersklasse ausgelobt. Das Finale auch der Masterwertung ist am 30. September in Bergen.

Die Delegierten befassten sich auch mit kritischen Stimmen insbesondere von namhaften Athleten, die wegen der “inflationären” Entwicklung von Grand-Prix-Veranstaltungen Sorge haben. Den “Beschwerdeführern” wird nahegelegt, ihre Bedenken zuständigerweise dem WMRA zu unterbreiten: Die traditionellen Grand-Prix-Orte hätten die derzeitige Situation nicht zu verantworten, hieß es. die Organisatoren seien bevormundet, finanziell unter Druck gesetzt und auch persönlich unfair behandelt worden, so dass eine weitere Zusammenarbeit mit dem World Mountain Running Association (WMRA) einfach nicht mehr möglich war. Einen Dialog mit dem WMRA wollen sich die “Etablierten” dennoch nicht verschließen. Nur sollten sich die Urheber des Zwistes darum bemühen, war die einhellige Meinung der Tagungsteilnehmer. Bei der mehrstündigen Sitzung wurden bereits die Weichen für 2002 gestellt. Lenzerheide wird wohl wegen Terminüberschneidung um eine Woche verschieben müssen, alle anderen Orte bleiben bei den Traditionsterminen. Für Änderungen der Bestimmungen bestand kein Handlungsbedarf. An den bestens bewährten Regularien wird festgehalten. Abgestimmt wurden ferner werbliche Maßnahmen, Sponsoringangelegenheiten und Einzelheiten des Resultatsdienstes. Die nächste Zusammenkunft der GP-Organisatoren ist anlässlich des Hochfellnberglaufes am 30. September in Bergen. Dabei kann in kleiner Runde auf Unvorhergesehenes spontan reagiert werden.

7.Juli 2001

Berglauf-Veranstaltertagung in Zermatt / CH

Zermatt (ng) Der Entwicklung im Laufwesen und den speziellen Wünschen der Bergläufer haben sich die Grand-Prix-Organisatoren noch nie verschlossen. Jetzt im Zuge der Neuregelung der Partner und des Reglements wurden Beschlüsse gefasst, die der Leistungssportdisziplin Berglauf bestimmt noch mehr auf die "Sprünge" verhelfen.

Schon im August wurden als Konsequenz auf die geplante "feindliche Übernahme" durch die World Mountain Runnig Assotiation (WMRA) Zermatt (Matterhornlauf) und Heiligenblut (Grossglockner) in die lukrative Serie aufgenommen. Und nachdem Susa durch Verbandsseilschaften mehr oder weniger hinausgemobbt wurde, ist Sexten mit dem Drei-Zinnen-Lauf als italienischer Vertreter in's Boot aufgenommen worden. Sechs leistungsstarke und organisationserprobte Veranstalter aus Österreich, Italien, Schweiz und Deutschland sind nun eine Partnerschaft eingegangen: Einen Tag vor dem katastrophalen Unwetter und der Totalsperre des Ortes wurde in Zermatt die Allianz besiegelt.

Die OK-Chefs der "Top 6" kamen überein, die drei bekanntesten österreichischen, Schweizer und italienischen Bergmassive und die Klassiker Lenzerheide, Telfes und Bergen noch besser zu "vermarkten". Die Vielfalt (gesunde Mischung) von mittelschweren, langen und extremen Strecken soll den Bergläufern in Form von gemeinsamen Internetauftritten vermittelt werden. Vereinbart wurde ferner die Auflage einer gemeinsamen Broschüre, ständiger Erfahrungsaustausch und die Anhebung des Gesamtpreisgeldes auf 20'000.- DM. Einigkeit bestand auch darin, künftig zwei Streichresultate einzuführen, um auch den aussereuropäischen Spitzenläufern Chancengleichheit einzuräumen. Am bewährten Grand-Prix Wertungsmodus wird festgehalten. Es gibt keine Alternative zur FIS-Punkteregelung im Spitzensportbereich, wohl aber besteht Handlungsbedarf in der Breitensportförderung. Um einen zusätzlichen Anreiz für die sogenannte zweite Garnitur, Hobbysportler, Erlebnisläufer und die vielen aktiven Senioren zu schaffen, vereinbarten die Grand-Prix Veranstalter, möglichst schon im nächsten Jahr eine Punkteberechnung "Faktor" (Differenz zur Bestzeit) einzuführen, so dass auch Grand-Prix-Sieger der Klassen 40/50/60 ermittelt werden können. Die Organisationsleiter der traditionellen Grand-Prix-Serie versprechen sich dadurch eine Steigerung der Teilnehmerzahlen und schliesslich einen weitern Aufschwung der Erlebnissportart Berglauf.

An der Tagung war auch Peter Kronig Sportsekretär von Zermatt anwesend, um das Interesse des Tourismusverbandes zu dokumentieren.

Nov. 2000

 

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