Hochfelln - Berglauf Bergen

Presseberichte Hochfellnberglauf - Aktuell

Nur eine Idee

Nachdem es für Timo Zeiler bei der Langstreckenweltmeisterschaft in Manitou Springs/USA nicht ganz so gelaufen ist, wie es die deutschen Berglauf-Verantwortlichen erwartet haben, stellt sich die Frage, ob der Deutsche Meister nicht doch noch für die Weltmeisterschaft am 5. September in Kamnik/Slowenien nachnominiert werden soll. Rickey Gates, der dritte von Pikes Peak, und die Siegerin Brandy Erholtz zum Beispiel stehen im Aufgebot des US-Teams in Kamnik, obwohl auch sie bestimmt die Strapazen des Laufes noch in den Knochen haben. Zeiler im deutschen Männerteam könnte zumindest für eine bessere Platzierung in der Teamwertung beitragen, wenn er schon verständlicherweise für die TOP Zehn nicht in Frage kommen sollte. Natürlich muss Timo letztendlich die Entscheidung treffen. Die Möglichkeit soll dem stärksten deutschen Bergläufer aber nicht verbaut werden.

ng 23.8.2010

 

Langstreckenweltmeisterschaft am Pikes Peak/USA

Silber und Bronce für Deutsches Team

Rickey Gates/USA

Rickey Gates/USA, Bronce im Einzellauf, Gold in der Teamwertung
(Foto Weitz)

Mit vier von vier möglichen WM-Titeln, zwei Silber und einer Broncemedaille räumten die Hausherren bei der diesjährigen Berglauf- Langstreckenweltmeisterschaft in Manitou Springs/USA gehörig ab. Die Pikes-Peak-Spezialisten gewannen die Goldmedaillen im Einzel und Gold auch in den Teamwertungen. Bei den Frauen die gleiche Überlegenheit: Gold für Brandy Erholtz (2.41.38) und ein überlegener Sieg auch in der Mannschaftswertung. Der US-Amerikaner Glenn Randall, nicht im offiziellen US-Aufgebot, siegte mit knapp 3 Minuten Vorsprung auf Marc Lauenstein, (2.12.19). Der Schweizer, eigentlich ein Weltklasse-Orientierungsläufer, war durch seinem Sieg im Vorjahr in Söll/Tirol (vor Jonathan Wyatt) Titelfavorit, so richtig einschätzen konnte man den Amateur jedoch nicht, war er doch seit Oktober 2009 bei Bergläufen nicht mehr in Erscheinung getreten. Dritter wurde der Hochfellnerprobte Rickey Gates/USA mit 2.16.44 Stunden. 
Mit dreiwöchigem Höhentraining in der Schweiz bestens vorbereitet glänzte das Deutsche Berglaufteam bei der „WMRA-Long-Distance Callenge“. Der dreifache Deutsche Meister Timo Zeiler von der LG Eintracht Frankfurt erkämpfte Rang 12, Marco Sturm/LLC Marathon Regensburg Rang 13 und auch Ulrich Benz als 24. erfüllte durchaus die Erwartungen der deutschen Mannschaftsführung.
Bei den Frauen gab es ein knappes Ergebnis: Harakiri-Siegerin Brandi Erholtz/USA, setzte sich mit 2.41.38 Stunden knapp gegen ihre Mannschaftskameradin Kim S. Dobson (2.41.51) durch. Bronce ging an Glocknersiegerin 2010 Anna Frost/ Neuseeland. Beste Deutsche war Anja Carlson mit 2.54.33 als 10. Gesamt von 550 gewerteten Frauen. Anna Lehmann belegte mit 2.59.11 Stunden Rang 13 und Kerstin Straub landete mit 3.08.59 auf den 17. Platz. Das deutsche Frauenteam überzeugte mit dem 2. Platz. Auch die deutschen Männer verbesserten sich als Dritte (hinter USA und Großbritannien) um einen Platz gegenüber dem Ergebnis des Vorjahres. Der legendäre 55. Pikes Peak Ascent zog dieses Jahr 1715 Männer und 550 Frauen aus 18 Nationen an, die den Pikes Peak 4299 Meter erstürmten. (21 Kilometer, Höhenunterschied 2379m). Ein traditioneller Volkslauf eigentlich, aufgewertet allerdings durch die Wertung Langstrecken-WM. Die Vergabe der WM an die USA hat sich im Nachhinein als Flop erwiesen. Lediglich Nationalteams aus USA, Großbritannien, Deutschland, Slowenien und eine Mannschaft aus Schottland versteiften sich auf diesen Anlass, die Berglaufnationen Italien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Türkei usw. zogen es vor, bei heimischen Klassikern zu starten und sich gezielt auf die Weltmeisterschaft in Kamnik/Slowenien am 4. September vorzubereiten.


ng 22.08.10

 

Vier Inn/Chiemgauer im WM-Team

Berglaufweltmeisterschaft in Kamnik/Slowenien

Nach der Qualifikation beim Tegelberglauf Füssen und mehreren Sichtungswettbewerben gab der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) das Team für die Berglaufweltmeisterschaft am 3. bis 5. September in Kamnik/Slowenien bekannt. Im Kader stehen 5 Männer, drei Junioren und 2 Juniorinnen. Frauen wurden nicht nominiert: die Deutsche Meisterin Lisa Reisinger stand nicht zur Verfügung und Kerstin Straub, Siegerin beim Zugspitzlauf und der Qualifikation Tegelberg startet zeitnah bei der inoffizielle Langdistanzweltmeisterschaft am Pikes Peak/ USA. 
Das Männerteam:
Korbinian Schönberger, LLC Marathon Regensburg
Rene Stöckert, TSV Ostheim
Matthias Hecktor, TuS Heltersberg
Thomas Göpfert, LT Sulz am Eck
Josef Beha, FC Alemannia Unterkirnach
Junioren:
Fabian Alraun,. PTSV Rosenheim
Matthias Dorfer, SV Marzoll
Toni Palzer, SK Ramsau
Juniorinnen:
Michelle Meier, PTSV Rosenhem
Nora Coenen, LAV Habbelrath-Grefrath

 

WMRA-Berglauf Zwischenstand

wmra_2010

DLV nominiert Team für Langdistanz-WM

Bestens vorbereitet durch mehrwöchiges Höhentrainingslager in der Schweiz
nehmen die Mitglieder des deutschen Berglaufkaders die Herausforderung „World Long Distance Mountain Challenge“, die inoffizielle Weltmeisterschaft am Pikes Peak/ Manitou Springs im US-Bundesstaat Colorado am 21. August in Angriff. Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) nominierte zu diesem Klassiker über 21 Kilometer, einem Höhenunterschied von 2382 Meter mit Ziel auf 4300 Meter, der nunmehr schon zum 55. Mal zur Durchführung kommt, drei Frauen und drei Männer: 
Timo Zeiler, LG Eintracht Frankfurt
Marco Sturm, LLC Marathon Regensburg
Ulrich Benz, LG Brandenkopf
Anja Carlsohn, SC Potsdam
Diana Lehmann, KSV Potsdam
Kerstin Straub, SSC Hanau-Rodenbach

 

Arslan und Mayr siegen beim Grand-Prix Feuerkogel

Trauerstimmung in Ebensee: Organisationschef tödlich verunglückt

lemmerer2

Lemmerer (Foto ÖLV)

Große Anstrengungen unternahm das Organisationskomitee Feuerkogelberglauf/Ebensee, um den Ansprüchen eines Grand-Prix gerecht zu werden. Trotz großer Konkurrenz des zeitgleich stattfindenden Schweizer Klassiker Sierre-Zinal gelang es den Österreichern, ein erlesenes Starterfeld für den Lauf zu begeistern. Andrea Mayr wollte sich vor der Weltmeisterschaft noch einmal bei einem Berglauf zeigen, und mit Anna Frost war eine weitere Eliteläuferin am Start, die bei der Weltmeisterschaft reinbergauf am 5. September als Medaillenanwärterin gehandelt wird. Bei den Männern galten der vierfache Europameister Ahmed Arslan/Türkei und natürlich die tingelnden Hebalm-Kenianer als Favoriten. Der siebenfache Weltmeister Jonathan Wyatt war nicht am Start, sein Streckenrekord von 55.19 Minuten war ohnehin nicht gefährdet, da wegen Arbeiten an Liftanlagen und Skipisten die Orginalstrecke leicht geändert worden war.
Ahmed Arslan kam mit der durch Dauerregen an den Vortagen in einigen Teilbereichen noch aufgeweichten Strecke am besten zurecht. Bei ansonsten idealen Laufbedingungen bewältigte Arslan die 10 km-Strecke mit einem Höhenunterschied von 1250 Meter in 53.17.8 Minuten und stellte erneut seine Sonderklasse unter Beweis. In dieser Form ist der Türke Favorit für die Weltmeisterschaft in 4 Wochen und wird erstmals wohl auch Jonathan Wyatt als Seriensieger der Grand-Prix-Gesamtwertung ablösen. Mit 1.08 Minuten Abstand folgte Toroitich Kosgei/Kenia, der wiederum den Gesamtdritten Christopher Chepsuit, ebenfalls Kenia mit 57.23 Minuten „gut im Griff hatte“. Bei den Frauen erreichte erwartungsgemäß Andrea Mayr, Österreich mit 1.04.14 Stunden als Erste das Ziel auf dem Feuerkogel-Plateau (1670 Meter). Großglocknersiegerin Anna Frost/Neuseeland, musste als Zweite schon vier Minuten Rückstand verkraften. Die Gesamtdritte Izabela Zatorska/Polen lag mit der Laufzeit von 1.12.32 Stunden schon acht Minuten hinter der zweifachen Weltmeisterin.
Deutsche Kaderläufer waren nicht am Start. Sie unterzogen sich beim Tegelberglauf/ Füssen der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Kamnik/Slowenien, andere wieder konzentrieren sich ausschließlich auf ihren Saisonhöhepunkt, die inoffizielle Langdistanz-Weltmeisterschaft am Pikes Peak in Manitou Springs/Colorado/USA.
Das dritte von sechs Grand-Prixrennen 2010 wurde von einer traurigen Nachricht überschattet: Organisationschef Günther Lemmerer (67) ist am Vorabend der Veranstaltung auf der Heimfahrt von der Pasta Party unverschuldet tödlich verunglückt. Die Bestürzung beim OK-Team war groß. Geschockt waren auch die Läufer, die spontan noch vor dem Start eine Gedenkminute einlegten.

ng 08.08.2010

 

Jonathan Wyatt kommt zum Hochfellnberglauf

Wyatt JonathanDer 10. Auftritt des siebenfachen Weltmeisters in Bergen

„Er mag das Rennen, den Hochfellnberglauf (Berglauf-Grand-Prix) habe er ohnehin stets in der Wettkampfplanung und er wird auch dieses Jahr gerne nach Bergen kommen.“ Beim OK Hochfellnberglauf hat die heutige Nachricht des weltbesten Bergläufers natürlich Freude ausgelöst, war Bergen nach seinem ersten Weltmeistertitel in La Reunion/Indischer Ozean 1998 doch sein erster Einsatz auf deutschem Boden. Seitdem besteht eine lange, freundschaftliche Bindung. 1998, bei der WM-Revanche in Bergen unterlag er noch ohne Streckenkenntnis Weltmeister Antonio Molinari/Italien, dann aber startete Wyatt am Hochfelln eine eindrucksvolle Siegserie. 1999 erster, bei der WM in Bergen auf 11.6 km und einer Höhendifferenz von 1204 Meter holte er den Titel, 2002 erster, 2003 erster, 2004 erster 2007 erster und 2009 erster. 2008 wurde er von Marco de Gasperi/Italien besiegt, Wyatt´s Streckenrekord von 40.34.9 Minuten auf der seit 1994 üblichen Strecke über 8,9 Km und 1074 Meter Höhenunterschied war aber selbst für den weltbesten bergauf/bergab-Läufer und mehrfachen Weltmeister dieser Disziplin eine Nummer zu groß. Der 38-jährige Neuseeländer überzeugte dieses Jahr in Neirivue-Le Moleson/Schweiz, beim Großglocknerlauf, Schlickeralmlauf und beim Grand-Prix in Mayrhofen, zählt zu den Favoriten bei der diesjährigen Weltmeisterschaft am 5. September in Kamnik/Slowenien und ist auch dieses Jahr Sieganwärter bei der 37. Auflage des deutschen Bergklassikers am 26. September, unabhängig davon, wem der umtriebige Berglaufguru für den Großen Preis von Deutschland sonst noch „an Land zieht.“           
Die Deutscher Meisterin 2009 und 2010, Lisa Reisinger von der SSC Hanau-Rodenbach, Hochfellnberglauf-Gesamtdritte 2009, die Organisationsleiter Georg Anfang ebenfalls auf seiner „Wunschliste“ hatte, indes kann nicht antreten. Zur „Entschuldigung“ führte die beste deutsche Bergläuferin an, sie befinde sich mit einem Stipendium der Universität Innsbruck vom 10. September 2010 bis 5. Februar 2012 im Ausland.   


ng 03.08.2010

 

Retortenbaby Harakiri entwickelt sich prächtig

Weltklasse beim WMRA-Grand-Prix Mayrhofen 

Subventioniert vom Tourismusverband der Ferienregion Mayrhofen und des Landestourismusverbandes Tirol, hofiert durch das IAAF-Prädikat „Herausragend“ noch vor der Erstauflage und begünstigt zweifellos durch das landschaftlich reizvolle Umfeld des Zillertales ist der Harakiri-Berglauf schon im zweiten Jahr des Bestehens in die Liga der weltbestbesetzten Bergläufe aufgestiegen. Zumindest im Männerbereich. Vorbildliche Eigeninitiative und große Risikofreudigkeit entwickelten die Organisatoren; der Berglaufdachverband „World Mountain Running-Assotiation (WMRA), der seit langem im eigenen Saft schmort und so viel wie nichts mehr zustande bringt, hat zum Erfolg der Veranstaltung keinen Deut beigetragen.
Weltspitzenklasse war am Start: Arslan, Wyatt, Schneider, Krupicka, die schnellen Kenianer, alles was Rang und Namen hat, nahm die 10,4 km-Strecke mit 1170 Höhenmeter zum Penken in Angriff. Ein wahrer Höhepunkt des Berglaufjahres 2010. Deutsche Spitzenathleten indes fehlten gänzlich: sie weilten zu dieser Zeit beim Höhentraining auf der Bettmeralp und Glacier 3000, um sich auf den Saisonhöhepunkt „Inoffizielle Langdistanzweltmeisterschaft am Pikes Peak in Manitou Springs /USA-Colorado“ vorzubereiten. Die WM-Kandidaten Kamnik/Slowenien wiederum hatten angesichts der Mayrhofener Breite in der Spitze offenbar Muffe und ignorierten den vorläufig letzten internationalen Leistungsvergleich vor der offiziellen Weltmeisterschaft (Champion Chip) am 4. September.  
Ergebnis Männer: 1. Ahmed Arslan, Türkei 50.38; 2. Jonathan Wyatt, Neuseeland 51.09; 3. David Schneider, Schweiz 52.51; 4. Robert Krupicka, Tschechien 53.21; 5. Isaak Toroitich Kosgei, Kenia 53.28 Minuten. Ergebnis Frauen: 1. Brandy Erholz, USA 1.04.25


ng 01.08.2010

 

Jonathan Wyatt und Antonella Confortola-Wyatt

Schlickeralmlaufsieg für Südtiroler Ehepaar

Mit den Teilnehmern hatte der Karwendellauf, witterungsbedingt zum Kranzberglauf umfunktioniert, mit 301 zu 82 mit Abstand die Nase vorn, in Punkto internationaler Besetzung jedoch war der zeitgleich zur Durchführung kommende Schlickeralmlauf Telfes den            Mittenwaldern haushoch überlegen. Der traditionellen Schlickeralmlauf, viele Jahre von Ernst Künz organisiert, wurde erstmals von Schlickeralmwirt Andreas Stern als verantwortlicher OK-Chef gut über die Bühne gebracht. Auch ohne WMRA-Grand-Prix konnten die Stubaitaler namhafte Bergläufgrößen gewinnen: Beide „Wyatt´s, der Neuseeländer Jonathan und die italienische Berg- und Skilangläuferin Antonella traten an und mit Robert Krupicka/Tschechien und Großglocknersiegerin Anna Frost/Neuseeland war weitere Weltklasseprominenz im Starterfeld. Jonathan Wyatt war mit 1.00.33 Stunden als erster am Sennjoch, gefolgt von Robert Krupicka vom Tschechischen Mountain Running Team (1.02.38) und Petr Pechek vom Krakonos Team Trutnov, ebenfalls Tschechien (1.06.35). Antonella Confortola-Wyatt, C.S. Forestale gewann den Damenwettbewerb auf gleicher Strecke (11,2 km, 1270 Höhenmeter) mit 1.11.43 Stunden deutlich vor Großglocknersiegerin 2010, Anna Frost/Neuseeland (1.13.41) und Tana Metelkova, Tschechien, (1.14.55).

 

Gerd Frick gewinnt Karwendelberglauf Mittenwald

Qualifikationslauf für Berglauf-Weltmeisterschaft

Gerd Frick vom Telmekom-Team Südtirol war mit 42.44.0 Minuten Tageschnellster beim 10. Karwendellauf Mittenwald, der ebenso wie der Hochfellnberglauf zur Serie „Salomon-Goretex-Trailrunning“ zählt. 21 Sekunden dahinter beendete Helmut Schießl, Team Salomon/TSV Buchenberg das Rennen, das auf Grund der extremen Wetterbedingungen auf einer alternativen, verkürzten Strecke durchgeführt werden musste. Der dritte Rang ging an Hannes Rungger/Südtirol (43.21.0), vier Sekunden vor Korbinian Schönberger vom Team Salomon/LLC Marathon Regensburg, der wegen der Qualifikation für die Weltmeisterschaft am 5. September in Kamnik/Slowenien eigens das Höhentraining auf der Brettmeralp/Wallis unterbrochen hat. Rene Stöckert, ebenfalls vom Trainingslager aus der Schweiz angereist, um die Norm für die WM-Teilnahme zu erfüllen, belegte mit 45.23.0 Minuten den 9. Gesamtrang von 301 gewerteten Teilnehmern. Schießl, Schönberger, Stefan Paternoster mit 45.08 Minuten als 7., und Rene Stöckert haben sich für die WM empfohlen, von Schießl, mehrmaliger Deutscher Meister und Langdistanz-Weltmeister 2005 indes weiß man, dass er eigene Wege geht, für die Welt- und Europameisterschaft „nicht mehr zur Verfügung“ steht und selbst meist Deutsche Meisterschaften „schwänzt“. Eine Ausnahme war die Deutsche Meisterschaft des Vorjahres am Hochfelln: „in Bergen war ich auch sonst immer Stammgast“, sagte der sympathische Allgäuer, „deshalb habe ich dem Bibi selbstverständlich zugesagt.“ Bei den Frauen zeigte sich Kerstin Straub nach dem Sieg beim Zugspitz-Extremberglauf nun auch in Mittenwald in sehr guter Verfassung. Das erst 22 jährige Talent der SSC Hanau-Rodenbach/Salomon-Team, im Vorjahr Deutsche Juniorenmeisterin am Hochfelln, setzte sich mit 52.50 Minuten gegen Clemens Dr. Ellen/Team Salomon (54.07) und Barbara Häsch (55.23) durch. Gesamtvierte und beste Inn/Chiemgauerin war die Ruhpoldingerin Paula Mangold-Wolf, für den PTSV Rosenheim startend, mit 56.37 Minuten.   


ng 25.7.10

 

Erfolgsgeschichte Hochfellnberglauf

Ziel HochfellnberglaufBerglauf-Grand-Prix am 26. September
Seit 27 Jahren kein deutscher Sieg mehr

Die Mitglieder der deutschen Nordischen Skinationalmannschaft Hans Speicher (1974), Wolfgang Müller und Wolfgang Pichler (1975), Dieter Notz (1979) und Georg Zipfel (1980) trugen sich in die Siegerliste des Hochfellnberglaufes ein, als die Strecke noch 8,9 km lang war, Abkürzungen erlaubt und Skistöcke noch zugelassen waren. 5000 m-Weltklasseläufer Peter Weigt siegte 1976 und Patriz Ilg, Welt- und Europameister 3000 m-Hindernislauf nahm die Hürde Bergen-Hochfelln mit Streckenrekord im Jahr 1981. Nach den reinen Leichtathleten setzten sich die Berglaufspezialisten Herbert Franke (1982) und Kurt König (1983) in Szene. König, jetzt Organisator des bedeutenden Karwendelberglaufes, war der letzte Deutsche, der den schon immer hervorragend besetzten Berglauf gewinnen konnte. 27 Jahre also schon kein deutscher Sieg mehr, ein Indiz dafür, dass sich am Hochfelln stets absolute Weltklasse einfindet. Die amtierenden Welt- und Europameister, meist alle Medaillengewinner treffen sich traditionell am letzten Sonntag im September zu einen hochkarätigen Leistungsvergleich, zu einer Art WM-Revanche. Organisationsleiter Georg Anfang ist mit vielen Weltklasseathleten freundschaftlich verbunden und konnte sowohl bergab-Spezialisten, als auch Läufer, die überwiegend reinbergauf-Läufe bestreiten, für den deutschen Klassiker begeistern. Seit 1996 als Grand-Prix-Lauf ausgeschrieben, entwickelte sich der Hochfellnberglauf schon angesichts der Weltmeisterschaft 2000 zu einen der weltweit bestbesetzen Bergläufe. Die deutschen Eliteläufer Helmut Schießl und Timo Zeiler platzierten sich in den letzten Jahren stets im Spitzenfeld, in die Fußstapfen der Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt, Neuseeland, Antonio Molinari, Italien, Marco de Gasperi, Italien und Helmut Schmuck, Österreich zu treten, die alle unter den ersten Fünf der „Ewigen Hochfellnbestenliste“ zu finden sind, reichte es jedoch nicht. Für Schießl steht mit 43.32.0 Minuten die sechszehnbeste Laufzeit zu Buche, die je am Hochfelln erzielt wurde. Nur eine Minute trennt ihn allerdings vom 4. Platz, gehalten vom Weltklasseduathleten Ladislav Raim, Tschechien. Guido Dold steht mit 43.38.1 Minuten an 19. Stelle und der dreifache Deutsche Meister Timo Zeiler mit 43.48.1 Minuten an 25. Stelle der „Ewigen Bestenliste“. Allen Berglaufprofis ist sehr wohl bewusst, dass durch einen Sieg oder eine Spitzenplatzierung beim Hochfellnberglauf der Marktwert enorm gesteigert werden kann. Bei aller Konzentration auf die Berglaufweltelite: die Hochfellnberglauforganisatoren legen großes Augenmerk auch auf die so genannte „zweite Garnitur“, auf Hobby-Freizeit- und Breitensportler, die ihre persönliche Bestzeit anpeilen, unter der Marke von einer Stunde bleiben oder einfach nur den „Gipfellauf zum schönsten Aussichtsberg des Chiemgaues“ in Angriff nehmen wollen.
Auch dieses Jahr ist eine Inn/Chiemgauwertung ausgeschrieben, für die erstmals 200.-/100.- 50.- Euro für Frauen/Männer „ausgelobt“ werden. Dadurch soll die Wertschätzung der heimischen Läuferinnen/Läufer zum Ausdruck kommen. Bei Voranmeldung bis 31. Juli wird ein Nenngeldbonus von 4.- Euro eingeräumt. Weitere Informationen unter www.hochfellnberglauf.de


 ng 21.7.2010

 

Kenianer Kosgei Isaak-Torotich Glocknerkönig

Kosgei Isaak-Torotich BILD: VeranstalterJonathan Wyatt mit 29 Sekunden Rückstand Dritter

Die Kenianer scheinen nun endgültig am Berglauf Gefallen gefunden zu haben. Kosgei Isaak-Torotich siegte beim Großglocknerberglauf über 12.6 km und einer Höhendifferenz von 1494 Meter mit 1.10.03 Stunden, 18 Sekunden vor seinem Landsmann, Vorjahressieger und Streckenrekordinhaber Geoffrey-Gikuni (1.10.21 Stunden) und Jonathan Wyatt/Neuseeland (1.10.32). Dabei präsentierte sich Wyatt in Hochform, verbesserte seine persönliche Bestzeit um 42 Sekunden und lag auf letzten 900 Meter von der Pasterze zur Kaiser Franz-Josefs-Höhe nur eine Zehntelsekunde hinter dem Schweizer Meister David Schneider. Die Kenianer büssten auf diesem extremen Streckenabschnitt auf Schneider und Wyatt 46 Sekunden ein: die Basis also für den Glocknerdoppelsieg legten die Ostafrikaner in der Schleife im Ort und im Flachstück zur Bricciuskapelle, die besten „Kletterer“ sind immer noch die bekannten Berglaufspezialisten. 5 Kenianer, 2 Tschechen, 1 Neuseeländer, 1 Schweizer und ein Österreicher platzierten sich unter den ersten Zehn. Das Damenfeld war leistungsmäßig ziemlich dünn. Die Siegerin stellte mit 1.27.58 Stunden die Neuseeländerin Anna Frost, Hochfellnberglaufzweite des Vorjahres, eine reinbergauf-Spezialistin, der auch eine Medaille bei der Weltmeisterschaft am 6. September durchaus zuzutrauen ist. Rang 2 ging an Micha Zwerger, drei an Margit Egelseder, beide Österreich. Anna Pichrtova, Tschechien, immerhin Welt- und Europameisterin und als Mitfavoritin angekündigt, enttäuschte mit 1.39.46 Stunden ein weiteres Mal am Großglockner. Mitglieder des deutschen Berglaufkaders und deutsche Teilnehmer der Europameisterschsft waren nicht am Start. Bester Deutscher war Philipp Brouwer, PTSV Rosenheim (1.19.28) auf dem 47. Rang.

 

Reformen im Berglauf

Berglauf-Mannschaftsmeisterschaften werden künftig in Staffelform ausgetragen

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) plant eine Reform der Mannschaftsmeisterschaften im Berglauf. „Wir wollen damit den Berglauf interessanter gestalten und auch für den Berglauf-Weltverband WMRA eine Art von Testphase starten“, so Wolfgang Münzel, der DLV-Berglauf-Berater des DLV und Organisationsdirektor beim Berglauf-Weltverband WMRA. Von 2011 an sollen die Mannschaftstitel nicht mehr durch Addition von drei Einzelleistungen vergeben werden, sondern in Form eines Staffelwettbewerbs. Und damit sind die Sieger und Platzierten einfach zu ermitteln, denn dasjenige Team ist auch Mannschaftsmeister, dessen Schlussläufer als erster über die Ziellinie läuft.

„Ich denke, wir können hier von den Wintersportarten Skilanglauf und Biathlon durchaus eine Anleihe machen. Diese zeigen uns, wie interessant und publikumswirksam man einen Wettbewerb gestalten kann“, so Wolfgang Münzel. „Wir brauchen dringend Reformen. Im Berglauf war es bislang nicht einmal für Insider auf den ersten Blick erkennbar, wer nun den Mannschaftstitel gewonnen hat. Oftmals ergibt sich durch die Zeitaddition eine sehr enge Rangfolge, die Dramatik und Spannung ist dabei in keiner Sekunde des Zieleinlaufes sichtbar. Das muss endlich einmal anders werden!“ In der Tat trennten bei den deutschen Berglaufmeisterschaften 2009 in Bergen/ Chiemgau die drei erstplatzierten Mannschaften TuS Heltersberg, LG Stadtwerke München und LLC Marathon Regensburg gerade einmal 33 Sekunden, eine versteckte Dramatik, die erst ein Blick in die zwei Stunden später ausgehängte Ergebnisliste verriet.

Der Bundesausschuss Laufen des DLV hat nun einen Antrag auf Veränderung der Wertung der Mannschaftsmeisterschaften vorgelegt, der bei einer Befürwortung durch den Bundesausschuss Wettkampfwesen bei der nächsten Verbandsratsitzung verabschiedet werden könnte. Geplant ist dabei im Idealfall eine Strecke von vier bis fünf Kilometern mit einer Höhendifferenz von 400 bis 500 Metern, die im Wechsel mit einem Bergaufläufer, einem Bergabläufer und wiederum einem Bergaufläufer gelaufen wird. Die Staffel wird entweder dem Einzelrennen vor- oder nachgeschaltet sein, so dass die Berglaufmeisterschaften künftig an zwei Tagen ausgetragen werden sollen. Somit ließen sich auch die zugleich vom Bundesfachausschuss geforderten Meisterschaften für A- und B-Jugendlichen im Berglaufen integrieren, die auf einer jugendgemäßen Strecke durchgeführt werden könnten.

„Damit wird nicht nur eine besondere Dramatik und eine Transparenz für Teilnehmer, Zuschauer und Medien erzeugt, sondern, so einer der Grundgedanke dieser Reform, auch der Teamgedanke gestärkt. Das schnellste Team ist somit auch als Erstes im Ziel. „Wir haben natürlich dabei auch die Gelegenheit, ausgesprochen begabte Bergabläufer herauszufiltern. Schließlich gibt es seit einigen Jahren im Jahresrhythmus den Wechsel zwischen Europa- und Weltmeisterschaften im reinen Bergauflauf und im Bergauf- und Bergablauf“, sieht Münzel einen zusätzlichen Effekt bei der Reform der Mannschaftsmeisterschaft.

Beim Berglauf-Weltverband WMRA möchte man zunächst einmal die Versuche in Deutschland und anderen Nationen abwarten, ehe die neue Wettbewerbsform auch bei Weltmeisterschaften ausgeschrieben werden wird.

Wilfried Raatz


 

Vierter EM-Titel in Folge für Ahmed Arslan

Italien gewinnt Nationenwertung bei der Berglaufeuropameisterschaft

Der weltbeste Bergläufer aller Zeiten in der Bergauf/bergab-Disziplin, Marco de Gasperi/Italien trug zwar maßgebend zum italienischen Sieg in der Teamwertung bei, den vierten Europameisterschaftstitel von Ahmed Arslan konnte er aber nicht verhindern. Der Hochfellnberglaufsieger 2006 und 2008 erkämpfte mit einem Rückstand von 1.03 Minuten Bronce, der Vizemeistertitel ging mit 46.40 Minuten an Martin Dematteis/Italien.    
Respektabel die Leistung von Manuel Stöckert, TSV Ostheim, der mit 49.19 den 13. Rang belegte. Rene Stöckert kam mit 50.58 auf den 29. und Josef Beha, FC Unterkirnach mit 53.34 auf den 49. Platz. Hart umkämpft war die Konkurrenz der Frauen. Marie Luise Dumergues/Frankreich, Grand-Prix Siegerin 2010 Montee du Grand Ballon setzte sich mit 39.13 Minuten gegen die eigentlich amtierende Weltmeisterin Valentina Belotti/Italien durch (39.29 Minuten), die im Vorjahr in Campodolcino wegen positiver Dopingprobe von Elisa Desco um den Sieg gebracht wurde. Platz vier ging an Antonelle Confortola-Wyatt. Kerstin Straub vom SSC Hanau-Rodenbach landete mit 43.04 Minuten auf dem 27. Platz. 
Sapareva Banya, Bulgarien (725 m), ein mondäner Badeort am Nordhang des Rila-Gebirges, 42 km von Sofia entfernt, mit einer geothermischen Mineralquelle im Zentrum der Stadt (103 Grad Celsius) und einzigem aktiven Geysir auf dem Balkan, wurde vom EA auserkoren, die 9. Europäischen Titelkämpfe auszurichten. Das Streckenprofil (Juniorinnen 4,6 km, 235 Höhenmeter plus/Minus, Junioren 9,0 km, 495 HD, Frauen 9,0 km, 459 HD, Männer 12,2 km 685 HD) indes entsprach nicht ganz den internationalen Vorstellungen und schon gar nicht den der „gelernten“ Bergläufer. Und weil die europäischen Titelkämpfe auch noch in der ungeliebten bergauf/bergab-Disziplin zur Durchführung kamen, blieben viele Europäische Spitzenläufer fern. Martina Strähl/Schweiz, überzeugte reinbergauf-Läuferin, trat erst gar nicht zur Titelverteidigung an, auch die zweifache Weltmeisterin Andrea Mayr verzichtete und weitere namhafte Spitzenbergläufer zogen es vor, sich auf die Langdistanz-WM in USA oder die Weltmeisterschaft reinbergauf in Kamnik/Slowenien zu konzentrieren oder starteten- Höchststrafe- zeitgleich bei Berglaufklassikern oder regionalen Anlässen, obwohl sie die EM-Qualifikation in der Tasche hatten. Berglaufkaliber Robert Krupicka, CZE, Andrzey Dlugosz, POL, Anna Pichrtova/CZE, Anita Evertson-Hakernstad/NOR, Renate Rungger/ITA und viele andere fehlten ebenso wie die Deutschen Meister Timo Zeiler und Lisa Reisinger. Ein echter Leistungsvergleich der europäischen Berglaufspitze kam so nicht zu Stande, alles lief auf den Titelkampf zwischen Arslan und de Gasperi hinaus. Herausgekommen ist exakt das gleiche Ergebnis wie bei der letzten Bergauf/bergab-Meisterschaft 2008 in Zell am Harmersbach: Arslan, Dematteis und de Gasperi.        
Erstmals in der Geschichte der Berglaufeuropameisterschaft wurde der gesamte Wettbewerb in Form einer Life-TV-Produktion angeboten. Christian Seiler/Schweiz, der technische Delegierte der European Athletics (EA) war recht angetan von der Professionalität des Organisators. Das örtlliche OK-Team begründete den enormen technischen und finanziellen Aufwand damit, „dass die Meisterschaft von der bulgarischen Athletik-Federation voll unterstützt wurde, während in anderen Ländern, - wie es oft vorkommt- die Lasten von einigen lokalen Strukturen geschultert werden müssen“. 

Ergebnis:
Juniorinnen: 1. Denise Dragomir, Rumänien, 18.28; 2. Yagmur Tarhan, Türkei 19.13; 3. Anastasia Mikhaylova, Russland 19.25
Juniorinnen Team: 1. Türkei, 2. Russland, 3. Rumänien
Junioren Team: 1. Türkei, 2. Italien, 3. Großbritannien
Frauen: Marie Luise Dumergues, Frankreich, 39.13; 2. Valentina Belotti/Italien 39.29; 3. Elena Nagovitsyna, Russland 39.44
Frauen Team: 1. Italien 2. Frankreich, 3. Russland
Männer: 1. Ahmed Arslan/Türkei 46.14 Minuten; 2. Martin Dematteis/Italein 46.40; 3. Marco de Gasperi 47.19
Männer Team: 1. Italien, 2. Frankreich, 3. Spanien

 

Drei Bayern, ein Schwarzwälder und eine Hessin zur Europameisterschaft

DLV verzichtet auf komplette Mannschaften

Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) beschickt die Berglaufeuropameisterschaft 2010 im bulgarischen Badeort Sapareva Bany lediglich mit einer kleinen Delegation von Einzelkämpfern und verzichtet ausdrücklich auf die Teamwertungen.         
Nominiert wurden die Brüder Manuel und Rene Stöckert vom TSV Ostheim/Rhön, die bei der Deutschen Meisterschaft in Müllheim/Baden Gesamtrang zwei und drei belegten und Josef Beha vom FC Unterkirnach/Baden Württemberg. Dazu noch Junior Fabian Alraun vom PTSV Rosenheim, der ebenso die Schnelligkeitsnachweise auf Flachdistanzen erbrachte und sich wohl auch für das weitere Nominierungskriterium (unter den ersten 20) in Frage kommt. Bei den Frauen ist die Deutsche Juniorenmeisterin 2010, Kerstin Straub vom SSC Hanau-Rodenbach einzige deutsche Vertreterin (8 km, 598 HD). Die Deutschen Meister Timo Zeiler und Lisa Reisinger standen für die Teilnahme an der vielfach ungeliebten bergauf/bergabführenden Disziplin „nicht zur Verfügung“.

 

Timo Zeiler: „Hochfellnberglauf Ehrensache“

Zusage des dreifachen Deutscher Meister 

Timo Zeiler beim Hochfellnberglauf 2009Timo Zeiler aus Trochtelfingen, der seit einigen Jahren für die LG Frankfurt startet, hat die definitive Startzusage für den Hochfellnberglauf 2010 gegeben. Der 29 jährige Speditionskaufmann hat jetzt die Saisongrobplanung bekannt gegeben und sich für 2010 ehrgeizige Ziele gesetzt. „Bergen zählt natürlich zu meinen Höhepunkten“, sagte der Vorjahresfünfte und Beste des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) und in Bergen sei auch mein internationaler Einstieg begründet. „Es war für mich als 18-jähriger eine große Freude, als der Organisationschef Hochfellnberglauf, Georg (Bibi) Anfang meine Berglaufqualitäten erkannte und mir während der Siegerehrung der Weltmeisterschaft 1999 in Mount Kinabalu Park (Malaysia) eine persönliche Einladung zum deutschen Berglaufklassiker aussprach. Seitdem zählt der Hochfelln zu meinen Lieblingsstrecken und dort kann ich mich jeweils mit Weltklasseathleten messen.“   

Zeiler´s Saisonhöhepunkt ist die Langstrecken-Weltmeisterschaft am 21.8. im Rahmen des 55. Pikes Peak in Manitou Springs (USA/Colorado) über 21 Kilometer, einem Höhenunterschied von 2300 m mit Ziel auf 4300 Meter. Aufgrund der extremen Höhenlage nimmt er an zwingend notwendigen Höhenmaßnahmen teil, die vom DLV vom 11. bis 23. Juli auf der Bettmeralp/Schweiz (1900 m) und vom 24. bis 30. Juli in Glacier 3000 (Schweiz) angeboten werden. In dieser Zeit will der WM-Siebte 2008 und EM-Vierte 2009 zum dritten Mal in Folge den Aletsch-Halbmarathon über 21,1 km und 1050 Höhenmeter gewinnen. Während der Höhentrainingswochen ist außerdem ein Start beim St. Moritz-Halbmarathon geplant. Nicht in Betracht kommt für Zeiler die Weltmeisterschaft am 5.9. in Kamnik/Slowenien und auch nicht die Berglauf-Europameisterschaft am 4. Juli in Sapareva Banya/Bulgarien: die WM wegen des engen Zeitfensters zwischen der Long-Distanz-WM und Bulgarien wegen der ungeliebten bergauf/bergabführenden Strecke. Vor dem Grand-Prix Bergen am 26. September wird Zeiler am 12. September noch beim „Dreizinnen-Alpin-Marathon“ Sexten starten, wo er im Vorjahr als Gesamtzweiter (hinter Helmut Schießl) Europameister Marco Gaiardo (3.) und den vielfachen Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt besiegte.

Helmut Schießl, TSV Buchenberg wird dieses Jahr wohl nicht in Bergen antreten können. Er startet eine Woche vorher beim „Scabbarozzi“, Italien, einem Extremberglauf über 42 km und einem Höhenunterschied von 3000 Meter, bergauf teilweise seilgesichert und bergab „über Stock und Stein“. Nur wenn die Herausforderung witterungsbedingt abgesagt werden sollte oder eine weniger spektakuläre Ersatzvariante in Frage komme, sehe der 39 jährige Allgäuer einen Sinn, den Hochfelln gewohnt in Hochform in Angriff nehmen zu können. 

ng 9.6.2010            

Timo Zeiler und Lisa Reisinger verteidigen Berglauf-Meistertitel

Müllheim/Baden würdiger Austragungsort der DM 2010

Timo_Zeiler_DM_Titel_kleinKeine neuen Erkenntnisse in der deutschen Berglaufszene. Timo Zeiler und Lisa Reisinger verteidigten ihre Meistertitel. Zeiler nunmehr zum dritten Mal in Folge Deutscher Berglaufmeister. Der 29 jährige Schwabe, der für die LG Eintracht Frankfurt startet, zählt zur erweiterten Weltklasse, Reisinger ist auf dem besten Wege dazu.
 
Die Weinstadt Müllheim/Südbaden (267 ü. M) war zum dritten Mal Austragungsort der Deutschen Berglaufmeisterschaft. Nach übereinstimmender Einschätzung der Verbandsfunktionäre und Aktiven war die 10,5 km Strecke mit 905 Höhenmeter zum Hochblauen (1165 m) „absolut meisterschaftswürdig“, wenngleich mit den Meisterschaftsstrecken Karwendel (2008) und Hochfelln (2009) in den Alpen nicht vergleichbar. Im Vorfeld hieß es, schnelle Flachläufer seien im südlichen Schwarzwald (Markgräflerland) gegenüber „Bergziegen“ im Vorteil. Timo Zeiler von der LG Frankfurt und Manfred und Rene Stöckert vom TSV Ostheim/Rhön jedoch bestätigten ihre Klasse auch auf diesem Streckenprofil und empfahlen sich eindrucksvoll für internationale Einsätze. Überraschungen durch schnelle Straßenläufer, Crosser, Halbmarathoner gab es nicht. 
Bei den Damen stellte Lisa Reisiger erneut ihre Sonderstellung unter Beweis. Die 26 jährige Studentin vom SSC Hanau-Rodenbach lag bis km acht noch hinter der Deutschen Meisterin 2007 und Streckenrekordinhaberin Carmen Siebert vom Greiswalder SV, hatte dann aber die besseren Reserven und wohl auch die größere Wettkampferfahrung. Reisinger verteidigte schließlich mit 33 Sekunden Vorsprung ihren Vorjahrestitel vom Hochfelln. Der dritte Platz ging an Anja Schnabel von der LG Salomon Kornwestheim. 
Zeiler und Reisinger erfüllten die Norm für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Kamnik/Slowenien. Weitere Athleten können noch beim Karwendelberglauf die Qualifikation erbringen, vorausgesetzt, sie haben wegen dem engen Zeitfenster an einem Einsatz bei der turnusmäßig reinbergaufführenden WM überhaupt Interesse. Schwerpunkt des Deutsche Leichtathletikverbandes (DLV) der Saison 2010 ist nämlich die WMRA-Long distance Callenge am 21. August am Pikes Peak in Mantou Springs (USA/Colorado) über 21 km und einem Höhenunterschied von 2300 Meter und Ziel auf 4300 Meter! Deutscher Meister Timo Zeiler und der Burghausener Marco Sturm (Platz 5 vom Vorjahr) sind für diese Herausforderung vornominiert, eine „Wild Card“ wurde Anja Carlsohn und Uli Steidl (in Müllheim nicht am Start) zugestanden. 
Ergebnis der heimischen Läufer: 23. Fabian Alraun, 31. John Mooney, 46. Anton Gröschl (alle PTSV Rosenheim), Jugendklasse A: 2. Michelle Maier (PTSV Rosenheim)


ng 6.6.2010

 

Kunst am Berg

Joseph-Fromm-Medaille für Hochfellnberglaufsieger

Joseph-Fromm-MedailleBestandteil des Hochfellnberglaufes ist eine der Bedeutung der Veranstaltung angepasste Siegerehrung mit Vergabe von individuellen Ehrenpreisen. Der Skiclub Bergen wird dieser Vorgabe gerecht und zeichnet auch dieses Jahr die ersten drei Damen und Herren sehr nobel aus: Josef Fromm, namhafter Bildhauer aus München mit Wohnsitz auch in Bergen-Esbaum, schuf eine erhabene Medaille mit 90 mm Durchmesser, die in handwerklicher Ausführung vergoldet, versilbert oder in Bronce von einem Gießer in limitierter Auflage (6 Stück) angefertigt wurde. Die zeitlose, künstlerisch und materiell sehr wertvolle Auszeichnung wird in einem 16 X 16 cm-großen seiden gefütterten Etui überreicht. Manch Spitzenläufer wird schon deswegen beim „Großen Preis von Deutschland“ am 26. September an den Start gehen.

 

WMRA-Grand-Prix-Dilemma ohne Ende

Im Westen nichts Neues

Zwei Tschechen (noch nicht in Form), ein Deutscher (nicht in Form), ein Schweizer (erweiterte Weltklasse), ansonsten nur Franzosen unter den ersten Zehn. Der Österreicher Kröll Markus auf Rang 13 (Karriereende?), kein einziger Italiener. Noch schwächer das Frauenfeld: „no name“ Kate Goodhead aus Großbritannien drei Minuten hinter der Siegerin vierte und Iva Milesova/Tschechien sechste. Was mögen sich die WMRA-Funktionäre, insbesondere der Grand-Prix-Hardliner Tomo Sarf gedacht haben, als ihnen die enttäuschende internationale Resonanz präsentiert wurde. Dabei ist dem Veranstalter des Montee du Grand Ballon/Frankreich keine Schuld anzulasten. Mit 409 Männern und 67 Frauen haben die Elsässer ein wirklich ansehnliches Teilnehmerfeld „auf die Beine gebracht“ und der Lauf hat nach wie vor einen sehr guten Namen. Den hohen Preisgeldanteil und die Kosten für die WMRA-Verbandsrepräsentanten indes hätten sie sich sparen können. Der WMRA-Grand-Prix in dieser Form hat ausgedient. Zu dieser Erkenntnis sind die Weltklassebergläufer längst gekommen und auch „Grand-Ballon“ wird schlussendlich feststellen, dass ein IAAF-Prädikat „ Permit“, mit dem Veranstalter geködert werden, Pseudo ist, wenn andererseits dem Großglocknerlauf Heiligenblut, Matterhornlauf Zermatt, Sierre-Zinal, Dreizinnenlauf Sexten und Hochfellnberglauf Bergen diese Einstufung versagt wird. Macht´s nur so weiter, sehr geehrte Damen und Herren Berglaufdachverband, dann wird bald die ganze Berglaufbewegung Schaden nehmen.

ng 14.5.2010

 

Neuerungen beim Hochfellnberglauf

Spitze und Breite gleichermaßen beim Berglaufklassiker

Nach den nationalen Titelkämpfen im Vorjahr wird die 37. Auflage des Internationalen Hochfellnberglaufes am 26. September wieder als ganz normaler Berglauf ausgeschrieben. „Normal“ bedeutet beim ältesten und bekanntesten Berglauf Deutschlands wiederum Grand-Prix und natürlich absolute Weltklasse. Erste viel versprechende Kontakte mit Weltmeistern, Europameistern, nationalen Meistern aus mehreren Kontinenten lassen sogar die Vorhersage zu, dass Bergen 2010 wiederum als eine der bestbesetzten Bergsportveranstaltungen weltweit eingestuft werden kann.
Nicht minder großen Wert legt Berglauforganisator Georg (Bibi) Anfang auf Freizeit-, Hobby- Erlebnis- oder Breitensportler. Deshalb wird auch dieses Jahr eine eigene „Kreismeisterschaft“ angeboten, in die Läuferinnen/Läufer aus dem Skiverband beziehungsweise Leichtathletikverband Chiemgau und Inngau gewertet werden. Erstmals wird in dieser Kategorie ein Preisgeld von 200.- für Platz 1, 100.- für Platz 2 und 50.- für Platz 3 (Frauen und Männer) ausgelobt. Dadurch soll die Wertschätzung auch der heimischen Laufszene mehr noch wie bisher zum Ausdruck kommen. Neu ist ferner eine eigene Jugendklasse. Die Jahrgänge 1991 und jünger waren bisher schon startberechtigt, wurden aber in der Juniorenklasse gewertet. Das Nenngeld bleibt für Voranmelder (bis 31.7.) unverändert. Für Meldungen von 1.8. bis 23.9. müssen zusätzlich 4.- Euro und für Nachmeldungen (von 23.9. bis 26.9.) weitere 5.- Euro entrichtet werden. Das Teilnehmerlimit wurde auf 400 festgelegt. Im Vorjahr waren 372 Läuferinnen/Läufer am Start, exakt 500 waren gemeldet. Um diese ungute Entwicklung in den Griff zu bekommen, werden nur Meldungen in die offizielle Startliste aufgenommen, die bis 23.9. das Nenngeld entweder überwiesen oder einen Abbuchungsauftrag erteilt haben.            
Derzeit führt der Skiclub Verhandlungen mit dem Ziel, am Vortag der Veranstaltung wie schon beim Jubiläumslauf im Jahre 2004 eine „Promistaffel“ zu installieren. Namhafte Sportler verschiedener Dachverbände sollen einen weiteren Versuch unternehmen, in sieben oder acht Teilstreckensprints den Streckenrekord von Weltmeister Jonathan Wyatt/Neuseeland von 40.34,9 Minuten zu unterbieten.
Anmeldung online und ausführliche Informationen: www.hochfellnberglauf.de

 

Reha Med Partner des Hochfellnberglaufes

Logo Reha-MedDer Skiclub Bergen konnte für den Hochfellnberglauf 2010 mit Reha-Med Dobler, Matuschek und Schmid aus Traunstein einen weiteren regionalen Sponsor gewinnen.
Reha-Med ist nicht nur als Reha-Zentrum und Praxis für Physiotherapie bekannt, sondern auch als Fitnesszentrum mit einer Abteilung für Leistungsdiagnostik. Interessant für die heimischen Leistungs- und Hobbysportler ist, dass im Reha-Med mit dem Profitrainer Martin Hager (Konditionstrainer von Lindsey Vonn) ein absoluter Spezialist für die Laktatleistungsdiagnostik zu Verfügung steht. Mit einem Test auf dem Laufband kann man sich gezielte Informationen über Leistungsstand und Trainingsplanung holen, um sich bestens auf den Hochfellnberglauf vorzubereiten.

 

Martina Strähl erfüllte EM-Norm für Barcelona

Bei den Deutschen 10 000 m Meisterschaften in Ohrdruf/Thüringen, unweit dem Biathlonzentrum Oberhof, erfüllte die Berglauf-Europameisterin Martina Strähl/Oekingen-Solothurn/Schweiz als dritte hinter den beiden deutschen Spitzenläuferinnen Sabrina Mockenhaupt und Restle Simret mit 33.11.21 Minuten das Limit für die Europameisterschaft Barcelona. Es war der erste Wettkampf der 23 jährigen über die längste Bahndistanz in der Leichtathletik. Strähl nahm zusammen mit der gebürtigen Aethiopierin Restle Simet, die erst seit kurzer Zeit im Besitz des Deutschen Passes ist, die Verfolgung von Mockenhaupt auf, die einen Start-Zielsieg feierte und mit der Siegerzeit von 32.10.31 Minuten den sechsten Deutschen 10 000 m-Titel und insgesamt 26. Meistertitel der Leichtathletik einheimste.
„Erst in der Schlussphase musste ich dann die Ostafrikanerin ziehen lassen“, (4.37 Sekunden), - die im letzten Jahr die Jungfrau Meile in Interlaken gewonnen hatte-, meinte die Weltklassebergläuferin und Hochfellnberglaufsiegerin 2007.  
Ergebnis: 1. Sabrina Mockenhaupt 32.10.31; 2. Restle Simret 33.06.84, 3. Martina Strähl 33.11.21 Minuten.

 

Favoritensieg von Martin Strähl

Beim 22. Tüvels-Schlucht-Berglauf in Hägendorf/Schweiz triumphierte die amtierende Europameisterin Martina Strähl bereits zum vierten Male. Die vierfache Schweizermeisterin und Hochfellnberglaufsiegerin 2007 zeigte eine erstaunliche Frühform und war ihrer Konkurrenz wie erwartet hoch überlegen. Beim Berglaufsaisonauftakt der Jura Toptour über 8,3 km und 500 Höhenmeter waren 679 Läuferinnen und Läufer am Start.

 

Berglauf-Grand-Prix-Illusionen

Beim jährlichen Council-Meeting in Monaco wurde Kurioses zu Papier gebracht: Alle Veranstalter, die für Gold- und Silber-Lavel in Frage kommen oder von wem auch immer in´s Spiel gebracht werden, sollen auf eigene Kosten und natürlich ohne Stimmrecht zum „Kongress“ anlässlich der Berglaufweltmeisterschaft am 4. September in Kamnik/Slowenien eingeladen werden. Dort sollen dann gegen die Anerkennungsgebühr von 600.- Euro für Gold und 400.- für Silber die IAAF-Prädikate „verliehen“ werden. Bei dieser Gelegenheit erhoffen sich die Direktoren des Berglauf-Weltverbandes WMRA, Interessenten für den inzwischen absolut uninteressanten Grand-Prix-Circuit zu gewinnen. Positiv an dieser Schnapsidee ist die Tatsache, dass die erneute „Zeitschinderei“ nicht einstimmig verabschiedet wurde. Unter anderem vertrat auch der deutsche Berglaufwart Wolfgang Münzel die Auffassung, die Grand-Prix-Serie entweder in „früherer Prägung“ aufzulegen, oder darauf endgültig zu verzichten.

 

Danke der Nachfrage

Ob sich der Skiclub Bergen vorstellen könne, nach 2000 im Jahr 2011 noch einmal eine Berglaufweltmeisterschaft auszurichten, wurde der Organisationsleiter des Hochfellnberglaufes, Georg Anfang offiziell gefragt. Dem Weltdachverband der Bergläufer, der World Mountain Runners Assotiaton (WMRA) liege gut ein Jahr vor dem Event noch keine Bewerbung vor, klagte Council-Mitglied Wolfgang Münzel, so dass der WMRA sogar über den Turnus bergauf/bergab und reinbergauf Konzessionen machen würde.
Auch hinsichtlich der Finanzierung sei man den Organisatoren entgegengekommen, hieß es, indem Aufenthaltskosten (Hotel/Verpflegung der Mannschaften) künftig vom Verband übernommen werden. „Grundsätzlich ja“, entgegnete der Berglaufexperte, ihn und seine Mannschaft ehre das Vertrauen, „um der Sache aber näher zu treten und Kontakte mit Gemeinde/Touristinfo und Sponsoren aufnehmen zu können, sei eine schriftliche Form (Kostenfreistellungserklärung, Turnusänderung usw) seitens des nationalen Verbandes aber Grundvoraussetzung.“ Nach Wochen der Untätigkeit schließlich die telefonische Auskunft von Münzel, die Kostenübernahme für die Teams sei nur bei Europameisterschaften gängige Praxis, bei Weltmeisterschaften setze der WMRA die IAAF-Mittel anderweitig ein. Die zur Verfügung stehenden 60.000.- Dollar oder Euro würden an so genannte Berglaufexoten ausgeschüttet, um sie unter Anderem für die Teilnahme an den Titelkämpfen zu animieren. Somit hat sich die WM 2011 Hochfelln erledigt: Die Bergener konzentrieren sich auf die 37. Auflage des deutschen Berglaufklassikers, zugleich Berglaufgrandprix am 26. September und der WMRA hofft weiter auf Veranstalter, die sich den antiquarischen technischen Auflagen und den horrenden finanziellen Anforderungen bedingungslos unterwerfen.

ng
6.4.2010

 

Gigantischer Dilettantismus II

Foto: WMRA.infoAbsolut nichts auf die Reihe gebracht haben die Damen und Herren Ratsmitglieder des Weltdachverbandes World Mountain Running Assotiation (WMRA) und die „Beamten des IAAF“ beim diesjährigen so genannten Council-Meeting in Monaco. Ja es hat mehr den Anschein, als handelt es sich anstelle einer Arbeitssitzung um ein jährliches, kostenintensives Kameradschaftstreffen. Die Annahme wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass auch „Fotografin“ Norma Hughes eingeflogen worden war.
Kein Konzept existiert weiterhin für den WMRA-Berglauf-Grand-Prix, der seit einigen Jahren in „den letzten Zügen liegt“. Mit „Ach und Krach“ und nur unter Einbeziehung der Weltmeisterschaft wurden fünf GP-Rennen installiert, gebettelt, hofiert und zusätzlich geködert durch das Prädikat IAAF-Permit. Höchste Auszeichnung also für unerfahrene Erstausrichter und „zweitklassige Veranstaltungen“ (wie selbst Berglaufjournal-Autor Wilfried Raatz es formuliert). Endgültig auf Eis gelegt sind wohl auch die Vorschläge IAAF-Gold-Silber-Lavel für hochkarätige Berglaufklassiker. Obudo-Präsident William Archibong indes    ist sich seiner Sache laut WMRA-Webseite ziemlich sicher, über Vitamin „B“ verfügt er ja und an Geld in rauen Mengen im ansonsten bettelarmen Nigeria soll´s bestimmt nicht scheitern. Günstlingswirtschaft pur. 
Auffallend zurückhaltend dann auch die Kommentare im soeben erschienen Berglaufjournal. In seiner „Berglaufbibel“ beschränkt sich Raatz auf „Niedergang des Berglauf-Grand-Prix“ in der Einführung auf Seite 4, „unattraktiver Circuit (Seite 184), „Veranstaltungsserie ohne Wert“ (Seite 46) und der Feststellung unter Profile, „alle Ideen mit einer Neubelebung des Grand-Prix früherer Prägung scheiterten bislang“, (Zusatz ng: an „Unvermögen).
Die Vertreter speziell der deutschen Berglaufinteressen, Wolfgang Münzel und Otto Klappert jedenfalls haben sich in Monaco nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Georg Anfang
(ng)

 

Calendar 2010 - Associate Members

Sat.

24. Apr.

56. Three peaks race

Horton in Ribblesdale

GBR

Sun.

30. May

26. Intern. Gamperney Berglauf

Grabs

SUI

Sat.

19. June

Podbrdo Marathon / WLDCh 2011 test race

Podbrdo

SLO

Sat.

19. June

50. Mt. Washington Hill Climb

Gorham, New Hampshire

USA

Sun.

25. July

Velika Planina race / WCh 2010 test race

Kamnik

SLO

Sun.

22. Aug.

55. Pikes Peak Marathon

Manitou Springs

USA

Sun.

26. Sept.

37. Hochfelln Berglauf

Bergen

GER

Sun.

24. Oct.

53. Trofeo Vanoni /Relay race/

Morbegno (So)

ITA


wmra_klein1eaa_logoiaaf_logo

 

 

© 2010 SC-Bergen | D-83346 Bergen | Tel. (0049) 8662-8302 | Fax (0049) 8662-5415
info@sc-bergen.de | Impressum | Haftungsausschluss

eM@il:
info@sc-bergen.de