Hochfelln - Berglauf Bergen

 

Sieg von Stefan Hubert und Birgit Unterberger


375 Starter bei der 21. „Preußenmeile“

Bei der 21. Auflage der „Preußenmeile“ über 7532,48 Meter siegte Berglauf-B-Kadermitglied Stefan Hubert mit 23.20 Minuten vor Niklas Betz (23.52) und Max Meißner (25.09). Schnellste bei den Frauen war Birgit Unterberger vom USC Berlin. Die 37 jährige Stahnsdorferin verwies in 27.46 Minuten die durchaus berglauferprobte Diana Lehmann/Potsdam (29.58 Minuten) und Luise Lucizewski (31.15) auf die nächsten Plätze.
Lehmann war unter Anderen 13. bei der Langdistanz-WM in Maniton Springs/USA 2010 und 23. der Berglauf-WM 2011 in Bursa Uludag/Türkei. Unterberger untermauerte mit dieser starken Leistung ihren Anspruch auf einen Einsatz bei der EM in Borovetz/Bulgarien. Stefan Hubert wurde bereits in Grabs fix nominiert. Mit einer Bombenleistung beim Liechtensteinmarathon empfahl sich schließlich B-Kadermitglied Stefanie Rexhäuser (ehemals Wiesmaier) für das EM-Frauenteam. Rexhäuser erkämpfte hinter der überragenden Swiss-Alpinsiegerin 2012, Jasmin Nunige/Davos und nur 32 Sekunden hinter der LGT-Marathon-Siegerin 2010 und 2011 Simona Staicu/Ungarn Gesamtrang drei und den Sieg in der Klasse W 30.

 

David Schneider gewinnt in Itter/Tirol

Schweizer Staatsbürger gewinnt die Österreichische Staatsmeisterschaft. Andrea Mayr weiterhin dominant.

David Schneider vor Simon Lechleitner lautet das Ergebnis bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften in Itter/Tirol. Ein Schweizer also bester Österreicher. Klingt nach Aprilscherz, nach Ente. In seiner Homepage erklärt der 32 jährige Wahlwiener das Prozedere, wonach er bei der „Österreichischen“ am 9.6. in Itter, als auch bei den Schweizer Meisterschaften am 23.6. in Orselina-Cimatti startberechtigt ist, ehe er bei der Europameisterschaft am 6. Juli in Borovetz/Bulgarien die Schweizer Farben vertreten wird.  Das ÖLV-Reglement besagt: „Nachdem ich den Hauptwohnsitz mehr als 1 Jahr in Österreich habe und in dieser Zeit keine Schweizer Meisterschaft oder EM/WM für die Schweiz gelaufen bin, darf ich an Österreichischen Meisterschaften starten. Ich war letztes Jahr lange Zeit verletzt und erfülle momentan die Bedingung“ betonte der zweifache Hochfellnberglaufsieger David Schneider. In Kenntnis dieser Wettkampfbestimmungen startete er bereits bei der Österreichischen Hallenmeisterschaft über 3000 Meter am 24. Februar und bei den Österreichischen Crossmeisterschaften am 10. März und holte dabei Silber und Bronce.


ng 9.6.2013

 

Erste internationale Erkenntnisse beim 33. Montee du Grand Ballon

Azerya Teklay und Valentina Belotti  gewinnen Traditionslauf zum Hohen Belchen

David SchneiderDer französische Berglaufklassiker „Montee du Grand Ballon“, der die letzten Jahre der World Mountain-Runnig Assotiation (WMRA) immer aus der Bredouille verhalf, mit dem Grand-Prix Circuit endgültig in die Zweitklassigkeit abzugleiten, französische Staatsmeisterschaft und traditioneller Garant für internationale Spitzenbesetzung war von der Berglaufsparte des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) neben dem Gamperney-Berglauf Grabs als weiterer Qualifikationslauf für die Nominierung der EM benannt worden. Aber außer Melanie Noll-Weiß vom TSV Annweiler, die schon in Grabs ihre Norm erfüllte, und Ulrich Benz/LG Brandenkopf verweigerte der gesamte deutsche Berglaufkader. Nichtkaderangehöriger Benedikt Hoffmann, PTSV Jahn Freiburg jedoch stellte sich der Herausforderung und empfahl sich promt durch einen hervorragenden 15. Gesamtrang                         für die Berglaufeuropameisterschaft in Borrovetz/Bulgarien.
Charakteristisch für den Traditionslauf auf den Grand Ballon (1424 m) ist auf der Männerstrecke (13,2 km, 1231 HD) nach dem höchsten Punkt eine Abwärtspassage von 156 Höhenmetern, die oft schon für das Ergebnis ausschlaggebend war.
Dieses Jahr wurde Monte du Grand Ballon eine Beute von Teklaye Valdemarian Azerya/Eritrea. Der Vizeweltmeister 2012  setzte sich gegen den in Wien wohnenden Schweizer David Schneider und den Dritten 2012, Alex Baldaccini/Italien durch. Der sechsmalige Europameister, der Türke Ahmed Arslan eröffnete seine Berglaufsaison mit einer herben Enttäuschung. Er gab nach 3 Kilometer das Rennen auf, nachdem er schon bei der WM in Valle Camonica/Italien und zu Ende der Saison 2012 auffallende Schwächen zeigte. Der zweifache Hochfellnsieger David Schneider indes meldete einen Anspruch auf einen Sieg, mindestens aber einen  Podestplatz bei der Europameisterschaft  in Bulgarien an.
Der Sieg bei den Frauen (8,3 km, 832 Höhenmetern) ging mit 47.07 Minuten an die Italienerin Valentina Belotti. Die amtierende deutsche Meisterin Melanie Noll erkämpfte Gesamtrang 9, nur zwei Ränge und 26 Sekunden langsamer als die Europameisterin 2009 und 2011, Martina Strähl/Schweiz.


ng 2.6.2013

 

Timo Zeiler und Melanie Noll Beste des DLV

Wenig „Anklang“ für EM-Qualifikation Grabs

Beim Schweizer Berglaufklassiker Gamperney-Berglauf Grabs/Schweiz,  über 8,8 km und einer Höhendifferenz von 1000 Meter ausgeschrieben, dann aber witterungsbedingt zur Alp Valspus und nur noch 720 Höhenmetern verkürzt, kämpften deutsche Berglaufkaderangehörige und  weitere Interessenten an internationalen Einsätzen 2013  um die Nominierung zur Berglauf-Europameisterschaft am 6. Juli im Skigebiet Borrovets/Bulgarien. Die Streckenänderung war mitentscheidend für den Ausgang des Rennens. Schnelle Straßenbergläufer hatten zwangsläufig gewisse Vorteile gegenüber Qualifikanten mit Stärken im steilen Gelände, so dass  DLV-Berglaufwart Wolfgang Münzel eventuell weitere Leistungsnachweise heranziehen will.                                                        
Melanie Noll, geborene Weiß, die amtierende deutsche Meisterin ging erwartungsgemäß als Siegerin der EM-Qualifikation hervor. Als Gesamtvierte und nur 1.27.3 Minuten Rückstand auf die Tagessiegerin Cynthia Chepchirchiv Kosgei/Kenia bestätigte Noll erneut ihre nationale und internationale Klasse. Birgit Unterberger vom OSC Berlin war als Gesamtsiebte zweitbeste des DLV, der dritte Rang ging an die Hessin Lea Bäuscher. Bei den Männern war Timo Zeiler mit dem guten 4. Gesamtrang und nur 21.4 Sekunden Rückstand auf Tagessieger David Schneider/Schweiz bester der deutschen Mannschaft. Stefan Hubert wurde 5. Gesamt und Zweiter der Quali, Gesamtzehnter Stefan Uebel dritter der Quali.           
Die Wahl des Qualifikationswettbewerbes fiel an Grabs, da laut Wilfried Raatz, neben Wolfgang Münzel einer der Verantwortlichen für Berglauf im Deutschen Leichtathletikverband (DLV) „eine deutsche Veranstaltung mit adäquaten Anforderungen wegen des finalen Meldeschlusses Mitte Juni nicht in Betracht kam“. Grabs hat außerdem internationales Flair und konnte mit dem zweifachen Hochfellnberglaufsieger David Schneider/Schweiz und dem Südtiroler Gerd Frick bei den Männern und Riedo Angela Haldimann und Daniela Gassmann-Bahr bei den Frauen Spitzenbergläufer aufwarten, so dass ein echter internationaler Leistungsvergleich gegeben war.
Inwieweit Münzel/Raatz die Situation jetzt händeln werden, ist offen: Schließlich wurde auch noch Montèe du Grand Ballon/Frankreich am 2.
Juni als Qualilauf benannt, ein direkter Vergleich mit den „Grabs-
Kandidaten“ wäre dann aber nicht gegeben und so kann das Ergebnis

auch nicht unbedingt in die Entscheidung einfließen. Michelle Maier und Korbinian Schönberger fehlten in Grabs krankheitsbedingt. Weitere Kadermitglieder mit B- oder Perspektivstatus schwänzten die Qualifikation und hofften wohl auch diesmal, dass sich auch ohne Grabs
ein Hintertürchen findet, für die Europameisterschaft nominiert zu werden. Wolfgang Münzel jedenfalls ist angesichts der taktischen Vorgehensweise einiger seiner Schützlinge wirklich nicht zu beneiden.  
Bleibt vielleicht als letzter Ausweg noch die angesetzte Stützpunktmaßnahme vom 21. bis 23. Juni in Bergen/Hochfelln, um die EM-Mannschaft zu komplettieren.                      

Den Junioren blieb die Qualimühle erspart: Julia Lettl und Melanie Albrecht haben beim Wallberglauf am 1. Mai bereits überzeugende Leistungen erbracht und überdies waren die Junioren bei der EW/WM mit zwei Silber- und einer Broncemedaille die Aushängeschilder des deutschen Teams. 

ng 26.5.13

 

Der Berg ruft

Birgit Unterberger will es noch einmal wissen

Birgit LiepnitzseeBirgit Unterberger, in Berglaufkreisen besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Sonntag, Vizeweltmeisterin Bergen 2000, Vizeeuropameisterin Miedzygorze 2000, Deutsche Meisterin Bad Reichenhall 2000 und Siegerin von Grand-Prix-Läufen Innsbruck und Telfes fühlt sich wieder fit für internationale Aufgaben. Die zweifache Mutter und Vollzeitkraft, die für den OSC Berlin startet, testete beim 68. Liepnitzseelauf (15 km-Crosslauf) ihre Form und setzte gleich eine „Duftmarke“: Die 37-jährige überzeugte hinter Tagessieger Olaf Haller vom KSV Pankow (57.38 Minuten) und Dieter Baumgartner, Bernauer Lauffreunde (58.27) mit überragender Damenbestzeit (1.00.11 Stunden) und drittbester Gesamtzeit aller 133 Finisher. Die Zweite Almut Dressler (Berlin) mit 1.08.50 und die Dritte Andrea Süßmann, Grabsener SC mit 1.11.45 hatten gegen die stark auftrumpfende Unterberger nicht den Hauch einer Chance.
Noch aussagekräftiger war dann der heutige 32. Kandelberglauf im Schwarzwald, ein Straßenberglauf von Waldkirch zum „Hohen Kandel“ (1245 m) über 12,2 Kilometer und einer Höhendifferenz von 940 Meter, wo sie hinter Anja Roettinger zweitbeste der Damenwertung war. Nun muss die Neueinsteigerin noch die Qualifikation in Grabs/Schweiz bestehen, um für die Europameisterschaft in Borovetz/Bulgarien nominiert zu werden.

 

Haarsträubendes Regelwerk

Berglaufwettkampfbestimmungen antiquiert

Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV), der die Disziplin Berglauf ohnehin als lästiges Breitensportanhängsel betrachtet, wäre gut beraten, sich künftig in organisatorischen Angelegenheiten weitgehend zurückzuhalten. Die OK-Chefs der Traditionsvereine haben die nötige Erfahrung und sind auch in Sponsorangelegenheiten mindestens genau so firm wie die hauptamtlichen Veranstaltungsmanagerdirektoren der Promotion- und Projektgesellschaft mbH. Es reicht völlig, wenn bei Deutschen Meisterschaften ein technisch Delegierter des Verbandes vor Ort ist, um mit den „Alpenbossis“ zu kooperieren und gegebenenfalls Entscheidungen zu treffen. Details im Regelwerk wie zum Beispiel eine zweite Startnummer auf dem Buckel (IWR 143, 7) jedenfalls sind überflüssig wie ein Kropf, Startnummernwerbung für Deutsche Meisterschaften für 500,- Euro ein Hohn (lassen sich von jeder Kolonialwarenhandlung akquirieren) und Kostenvorschläge und Abrechungsgehabe bei Bergläufen absolut entbehrlich (weil ohnehin nix herauskommt).
Weshalb mache ich mir solche Gedankengänge? Sollte die Idee weiterverfolgt werden, Deutsche Meisterschaften künftig im Zweijahresrhythmus auszurichten und Bergen dann auch 2014 zum Zuge kommen würde, jetzt schon ein paar Bedingungen und Verbesserungsvorschläge, um die Meisterschaft geräuschlos ausrichten zu können.

Bergen, 1.5.2013
Georg Anfang
Ex-Ok-Chef Hochfellnberglauf
Urheber des Berglauf-Grand-Prix

 

Julia Lettl siegt mit Streckenrekord am Wallberg

Julia Lettl_klein Die 17-jährige Gymnasiastin aus Klingenbrunn/Bayerwald wiederholt ihren Vorjahressieg am Wallberg (5,3 km/ 830 Höhenmeter). Die Berglaufvizeweltmeisterin der Juniorinnen wurde den Vorschusslorbeeren und ihrer Favoritenrolle vollends gerecht. In einem stark besetzten internationalen Läuferfeld diktierte Julia von Anfang an das Tempo und landete mit 37.04 Minuten einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Mit dieser Zeit unterbot sie ihren Streckenrekord aus dem Jahre 2012 von 37.18 Minuten um 14 Sekunden. Zur Verdeutlichung sei gesagt, dass sie den Streckenrekord der dreifachen Berglaufmeisterin Lisa Reisinger aus dem Jahre 2011 mit 38.06 Minuten mittlerweile um 1 Minute und 2 Sekunden verbessert hat. Der erste harte Test vor der anstehenden EM in Bulgarien und WM in Polen ist vollends gelungen. In dieser Form zählt Lettl natürlich auch zu den Favoriten bei der DM am Hochfelln/Bergen am 29. September. 

Foto: Stinn
Lettl, 2. Siegerin Hochfellnberglauf 2012

 

Stützpunkt-Maßnahme in Bergen

Kaderbrief 21/2013 Deutscher Leichtathletikverband

Eine Stützpunktmaßnahme findet vom  21. bis 23. Juni in Bergen/Chiemgau statt. Die Anreise sollte bereits am 20. Juni erfolgen, damit am 21. Juni (Freitag) mit zwei Trainingseinheiten begonnen werden kann. Die Stützpunkt-Maßnahme gilt vorrangig für die bereits nominierte EM-Mannschaft, aber auch weitere interessierte Bergläufer/innen sind gerne willkommen.  

 

Hochfelln-Inferno in den Gründerjahren

974 Höhenmeter bergab in 11.28,8 Minuten

Mit der ersten wettkampfmäßigen Ausrichtung eines Berglaufes in Deutschland hat der Skiclub Bergen Geschichte geschrieben. Damals lag die Federführung noch beim Bayerischen Skiverband und es waren auch weitgehend Skilangläufer oder „Nordische Tourenläufer“, die überwiegend mit Bergschuhen die Herausforderung von Bergen zum Hochfellngipfel (1074 m) in Angriff nahmen. Bestzeit bei der ersten Auflage am 29. September 1974 bei 10 cm Neuschnee lief Skinationalmannschaftsmitglied Hans Speicher vom WSV Reit i. Winkl. Laufend in den flacheren Streckenteilen und im Skigang unter Zuhilfenahme von Stöcken in den Steilstücken, schaffte er die 8,4 km lange Strecke in 50.33.0 Minuten. Berglauf wurde auf Anhieb angenommen. Später wurde die Sportart  vom Deutschen Leichtathletikverband „einverleibt“, Skistöcke wurden daraufhin verboten und Berglaufspezialisten, Langstreckenläufer, Marathoner und Spitzensportler weiterer Sportdachverbände  bestimmen jetzt die Szene.
Nur noch Insidern bekannt ist das Novum der ersten Stunde, 1974 und 1975 die Aktiven nach einer Zwangspause von einer Stunde gleich noch auf die „Abfahrt“ zu schicken. Die „alpinen Tourenläufer“, wie die Bergabläufer damals benannt wurden, liefen die bergab-Strecke Hochfellngipfel-Kohlstatt (974 Höhenmeter) über Stock und Stein und Sandreißen in sagenhaften 11.23,8 Minuten. Raimund Bohn vom Heimatverein ESV Traunstein, startend für den DSV-Stützpunkt Berchtesgaden, brachte die Sportart beim SC Bergen ins Gespräch und war auch in beiden Jahren der Schnellste. Skiprofi Bohn und der Deutsche Meister Ferdl Fettig hatten bei US-Einsätzen davon gehört, dass Phil Mahre, Olympiasieger und Weltmeister und sein Zwillingsbruder Steve angeblich schon mit 15 Jahren in einem Bachbett diese Sportart gepflegt haben sollen, um Koordination und Konzentration zu trainieren. „Was in Amerika gut ist, kann doch bei uns doch nicht schlecht sein“, und so wurde schließlich am Hochfelln die Bergabvariante geboren.
Nach zwei verletzungsfreien Jahren wuchsen dennoch die Skrupel. Die Gegner der „Brutalsportart“ setzten sich schließlich mit ihrer Meinung durch, „gesund kann so etwas wirklich nicht sein“. Bergab wurde daraufhin abgesetzt. Gegen den erbitterten Widerstand von einigen Befürwortern. Heute hätten wir Red Bull als Hauptsponsor.

Ergebnis 1974, Hochfelln-Kohlstatt, 29. September 1974 (10 Zentimeter Neuschnee)
1.Raimund Bohn, DSV-Stützpunkt Berchtesgaden  12.14.0 Minuten
2.Horst Stephan, Skiclub Bergen 12.20.4
3.Heini Krammer, SC Eisenärzt 13.25.2         

Damen/ weibl.Jugend(Bründling-Kohlstatt) 515 HD
1.Marianne Zechmeister, DSV Stützpunkt BGD 6.00.4
2.Maria Moderegger, DSV-Stützpunkt BGD 6.48.4
3.Christa Zechmeister, DSV-Stützpunkt BGD 6.57.6

Jugend/männlich:
1.Hans Gstatter, SC Ruhpolding 4.28.2
2.Bernd Tripp, TSV Siegsdorf 6.01.7
3.Otto Baumann, Skiclub Bergen 6.02.8

Ergebnis 1975:
1.Raimund Bohn, DSV-Stützpunkt Berchtesgaden  11.23,8 (Streckenrekord)
2.Hans Gstatter, SC Ruhpolding 11.42.0
3.Peter Sollacher, ESV Traunstein, 12.15.5

         Damen (Bründling-Kohlstatt, (515 Höhenmeter)
         1. Cornelia Obinger, Skiclub Bergen 8.52.0
 
ng

 

Die Geschichte des Berglaufes

Aus aktuellem Anlass: Der Hochfellnberglauf ist nicht „einer der ältesten Bergläufe in Deutschland“, sondern der älteste Berglauf Deutschlands, der wettkampfmäßig ausgetragen wurde. Es sei denn, Laufveranstalter haben ihre Hügel- oder Anhöhenläufe damals schon fälschlicherweise als „Berglauf“ bezeichnet. Dies nur zur Geschichtsklitterung, da immer wieder die gleichen „Geschichten“ in Umlauf gebracht werden.

 

Deutsche Berglaufmeisterschaft 2013

Skiclub Bergen setzt sich erfolgreich gegen Sponsorenknebelung durch

logo_2013_DMDer Skiclub Bergen hat sich mit dem 40. „Adelholzener-Hochfellnberglauf“ für die Ausrichtung der Deutschen Berglaufmeisterschaft 2013 beworben. Im Verlauf der
Vorbereitungsmaßnahmen  wurde bekannt, dass die Deutsche Promotion- und Projektgesellschaft mbH. (DLP), deren die Werberechte aller DLV-Veranstaltungen obliegen, Exclusivrechte abgeschlossen hat, die mit dem langjährigen Vereinssponsor“ Adelholzener Alpenquellen“ tangieren. Hieß im Klartext, entweder fügt sich der SC Bergen dieser Sponsorenknebelung, oder die Deutsche Berglaufmeisterschaft 2013 am Hochfelln kommt nicht zum Tragen.
Bergen setzte sich daraufhin mit „Pontius und Pilatus“ in Verbindung und baute enormen Druck auf, damit „Adelholzener Alpenquellen“ dennoch berücksichtigt werden kann. Bergen begründete die Eingaben mit der Logik, dass für eine DM-Berglauf mit „garantierter Nichtberücksichtigung“ im TV und auch bisheriger Nichtberichterstattung durch dpa und Sportinformationsdienst (SID) wohl nicht die gleichen Richtlinien gelten können, wie für Stadion- oder Hallenmeisterschaften mit Werbebanden und Liveübertragung.
Inzwischen wurde dem SC Bergen mitgeteilt, die Sponsorverpflichtung bei der DM 2013 in Bezug  auf Wässer sei aufgehoben. Die Deutsche Berglaufmeisterschaft Junioren, Frauen/Männer und Senioren, die stark gefährdet war, kann also programmgemäß über die Bühne gehen.

ng 13.3.201

Hochfellnberglauf als Leistungskontrolle

Spannende Kreismeisterschaft. 

Bei der 40. Auflage des Hochfellnberglaufes am 29. September werden neben Profis und  Weltklassebergläufer auch viele heimische Sportler erwartet. Mit der Inn/Chiemgauwertung  werden speziell Breiten-Hobby- Freizeitsportler und nicht vereinsgebundene Läufer angesprochen, die angesichts der Spitzenbesetzung in der Tageswertung  keine Chance haben. Die meisten sehen die Herausforderung Hochfellnberglauf unter dem olympischen Gedanken, Teilnahme ist wichtiger als der Sieg. Sie orientieren sich mehr an ihren persönlichen Bestzeiten oder setzen sich eine Laufzeit unter der magischen Stunde zum Ziel. Andere wieder, auch schnelle Geher,  wollen einmal in der Zeit  von 1 ½  Stunden den schönsten Aussichtsberg des Chiemgaues erstürmen.  Der Inn/Chiemgauerläufergarde wird trotz der Spitzenbesetzung durchaus ein Platz unter den ersten Zehn der Gesamtwertung zugetraut. John Mooney vom PTSV Rosenheim zum Beispiel war bei der Deutschen Meisterschaft 2009 am Hochfelln mit 45,53.0  hinter Timo Zeiler und Helmut Schießl drittbester Deutscher und so auch Sieger der Kreismeisterschaft. Bei den Frauen hält Waltraud Berger von der LG Salzachtal mit 59.26.1 Minuten den Kreisrekord auf der 8,9 Km-Strecke, gefolgt von Paula Mangold-Wolf, PTSV Rosenheim mit 59.33.4 Minuten.  
In der Sonderwertung Inn/Chiemgau werden zusätzliche Geldpreise ausgelobt. Dadurch will der Veranstalter Skiclub Bergen die  Wertschätzung auch der heimischen Läufer/innen zum Ausdruck bringen. Bei Meldungen bis 31. Juli (online:www.Hochfellnberglauf.de)  wird ein Nenngeldnachlass von 4.- Euro gewährt.
Ausführliche Infos: www.hochfellnberglauf.de

 

IAAF-Veranstaltungskalender

Neben dem 29. Gamperney-Berglauf Grabs/Schweiz und dem 56. Trofeo E. Vanoni Morbegno/Sondrio/ Italien ist der 40. internationale Hochfellnberglauf am 29. September 2013 Bergen/GER als einziger deutscher Berglauf im Veranstaltungskalender der International Association of Athletics (IAAF) „Associate Members mountain races 2013“ eingetragen.

 

Berglaufkader 2013

B-Kader: Fabian Alraun, Toni Palzer, Korbinian Schönberger, Marco Sturm, Stefanie Wiesmair
C-Kader/Nachwuchskader: Jost-Lennart Heese, Julia Lettl
P-Kader/Perspektivkader: Ulrich Benz, Luisa Boschan, Nora Coenen, Tanja Grießbaum, Stefan Hubert, Michelle Maier, Kristina Schollerer, Christian Seiler, Melanie Weiß
Qualifikation für die Europameisterschaft reinbergauf am 6. Juli in Borovets (Bulgarien): voraussichtlich Gamperney-Berglauf Grabs/Schweiz am 25. Mai und Montee du Grand Ballon/Frankreich am 2. Juni.

 

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